Die Alternative zu einem Treppenlift: Die Treppenraupe

Informationen aus der Naturheilpraxis von René Gräber

René Gräber

Für Menschen, die auf einen Rollstuhl angewiesen sind, sind Treppen ein ohne Hilfsmittel unüberwindliches Hindernis. Nicht immer kann hier ein Treppenlift oder ein Plattformlift Abhilfe schaffen, sei es, weil er nicht finanzierbar ist oder weil etwa der Vermieter keinen Einbau wünscht.

Eine Alternative ist die Anschaffung einer sogenannten Treppenraupe, die auch von Krankenkassen finanziert werden kann.

Mit Hilfe einer Treppenraupe lassen sich gerade Treppen bis zu einem Winkel von 35° überbrücken. Allerdings wird hierzu in den meisten Fällen eine Hilfsperson benötigt.

Eine Treppenraupe funktioniert ähnlich wie ein Kettenfahrzeug und verfügt meist über zwei nebeneinander liegende Raupenketten mit einem rutschhemmenden Gummiprofil, die über einen Elektroantrieb angetrieben werden.

Es gibt Modelle für die Ankopplung eines bestimmten Rollstuhls, die preislich bei ca. 5000.- Euro liegen und solche, die für verschiedene Rollstuhlvarianten geeignet sind. Diese Universalmodelle sind ab etwa 10000.- Euro erhältlich.

Sie eignen sich vor allem als Treppensteighilfen (siehe auch: elektrischer Treppensteiger), beispielsweise für öffentliche Einrichtungen. Ein enormer Vorteil von Treppenraupen ist deren Mobilität.

Sie können meist relativ platzsparend zerlegt und untergebracht werden und ein Transport im Auto stellt üblicherweise kein Problem dar.

Allerdings sind Treppenraupen mit einem Gewicht von etwa 55 bis 70 Kilogramm recht schwer. Alternative Modelle, die über einen Radsatz-Antrieb verfügen bringen dagegen nur um die 25 Kilogramm auf die Waage.

Nachteil von Treppenraupen ist, dass sie sich nur zur Überwindung gerader Treppen eignen. Zu kurze, zu hohe oder zu stark abgerundete Stufen können für die Treppenraupe auch ein unüberwindliches Problem darstellen.

Auch gewundene oder sehr enge Treppenhäuser können beim Rangieren eine erhebliche Schwierigkeit darstellen. Die meisten Treppenraupen haben zum Wenden einen Platzbedarf von mindesten 1,1 Metern.

Bei den meisten Ausführungen von Treppenraupen wird für den Gebrauch eine Hilfsperson benötigt. Es gibt aber auch sogenannte Selbstfahrer-Modelle, die dem Rollstuhlfahrer ein eigenständiges Überwinden der Stufen möglich machen.

Auf Grund ihrer Mobilität und nicht zuletzt wegen der Pflicht zur Kostenübernahme durch die Krankenkassen können Treppenraupen aber für Menschen im Rollstuhl eine große Hilfe für den Erhalt oder die Erweiterung ihrer Mobilität sein.

Dieser Beitrag wurde letztmalig am 19.07.2012 aktualisiert