Alternative Medikamente – oft gebraucht bei Kindern mit chronischen Erkrankungen

11. Oktober 2013 | Von | Kategorie: Featured

Wissenschaftler der Universität von Alberta und Universität von Ottawa fanden heraus, dass Kinder, die wegen chronischer Erkrankungen regelmäßig behandelt werden, gleichzeitig in erhöhtem Maße alternative Behandlungsmethoden in Anspruch nehmen.

Circa 71 Prozent aller Kinder, die im Stollery Children´s Hospital von Edmonton Spezialbehandlungen erhalten, erhalten auch alternative Medikamente. Die Rate lag beim Children´s Hospital von Ost-Ontario in Ottawa nur bei 42 Prozent. Rund 20 Prozent der Familien, die an dieser Studie teilgenommen hatten, gaben an, dass sie nie ihren Kinderarzt oder Apotheker über den gleichzeitigen Einsatz von alternativer Medizin und schulmedizinischen Rezepturen informiert hätten.

Dr. Sunita Vohra war die leitende Wissenschaftlerin in dieser Studie. Sie sagte, dass die Kinder in dieser Studie häufig mit Verschreibungen versorgt werden. Aber viele dieser Kinder benutzen gleichzeitig alternative Medikamente und Therapien oder anstelle der verschriebenen Medikamente. Eine Anfrage, ob die Eltern gerne über den Gebrauch der alternativen Verfahren reden möchten, wurde in 80 Prozent der Fälle mit „Ja“ beantwortet.

„Momentan bekommen diese Familien Informationen über alternative Verfahren von Freunden, der Familie oder aus dem Internet. Aber die eigentliche Schlüsselstelle, von der sie diese Art von Informationen bekommen sollten, das ist der behandelnde Haus- oder Kinderarzt oder ein anderes Mitglied des medizinischen Personals. Diese sollten dann die möglichen Interaktionen zwischen alternativen und pharmazeutischen Medikamenten kennen und in Rechnung ziehen,“ bemerkte Dr. Vohra. Sie erläuterte weiter, dass diese Studie eine Kluft in der Kommunikation zwischen Ärzten und Kindern und deren Familien deutlich werden ließ.

Wichtig ist daher, dass diese Kluft kleiner wird und die Kommunikation sich zwischen den Parteien verbessert. Dies wird umso dringlicher, wenn man sich vor Augen hält, dass dieser enge Sachverhalt noch gar nicht ins allgemeine Bewusstsein vorgedrungen ist. Die Autoren sind der Meinung, dass es wichtig sei, dass die betroffenen Familien ohne Scheu ihren Ärzten über die alternativen Medikamente berichten können sollten. Von daher haben die Wissenschaftler für ihr Institut eine besondere Lehrstunde für angehende Ärzte eingerichtet, in der das Wissen um alternative Verfahren bei Kindern vermittelt wird. Und dieses Wissen ist unabdingbar für das Erkennen und Vermeiden von möglichen Interaktionen zwischen den Therapieformen.

Die Patienten begrüßen diese Maßnahmen und freuen sich über diese Informationen. Von daher betrachten die Autoren es als eine Verpflichtung, sicherzustellen, dass die zukünftigen Ärzte die Ausbildung und Fähigkeit haben, solche Diskussionen führen zu können.

Quelle: Alternative Medicine Use High Among Children With Chronic Conditions

Meine Meinung: Man könnte meinen, dies sei alles gar nicht so problematisch. Ich kenne allerdings hinreichend Patienten, die die verordneten Medikamente des Arztes nicht nehmen. Weitere Patienten suchen auch nach „Alternative Therapien“. Das Problem ergibt sich, wenn die Patienten den Arzt in dem Glauben lassen, dass sie die Medikamente genommen hätten und der Arzt den „Erfolg“ genau diesen Medikamenten zuordnet. Dieser gewinnt so gesehen „falsche“ Erfahrungen. Deswegen schließe ich mich den Schlussfolgerungen der Autoren obiger Arbeit an.

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René Gräber - Heilpraktiker & Sportpädagoge mit eigener Praxis. Sie finden mich unter anderem auch auf Google+, facebook, Xing oder Twitter. Ich schreibe und berichte regelmäßig zu den Themen Medizin, Fitness und Gesundheit. Wenn Sie dies interessiert, dürfen Sie gerne (siehe Box hier unten), meinen persönlichen Gesundheits-Newsletter anfordern. In den ersten 5 Teilen berichte ich über meine "5 Lieblings-Wundermittel".

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2 Kommentare
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  1. Meine Erfahrungen als Heilpraktikerin:
    Ärzte haben keine Zeit (max. 10 Min.) für Auf- und Erklärungen. Sie habe auch nie gelernt was Alternativmedizin ist. So kommt es, dass Eltern mit einem Sackvoll Medikamente aus einer Praxis kommen. Manche Eltern geben das Medikament, manche nicht. Aber immer mehr Eltern finden den Weg zur Alternativmedizin, weil sie der Meinung sind, dass die vielen Medikamente nicht geholfen haben und ihren Kindern eigentlich noch schlechter geht. Ich versuche Eltern Mut zu machen und bitte sie beim Arzt über Wirkung und Nebenwirkung der Medikamente aufklären zu lassen und gleich fragen, welche Alternativen es gibt. Ärzte sollten auch über die Ursachen einer Krankheit Bescheid wissen, was leider nicht der Fall ist, weil sie es nie gelernt haben.
    Ein erfahrener Heilpraktiker weiss Bescheid, kann aufklären und weiss auch wenn es nötig ist das Kind zu einem Arzt zu schicken. Eine Zusammenarbeit Eltern – Kind – Arzt + Heilpraktiker wäre eine ideale Kombination zum Wohle des Kindes.

  2. Das was Agnes geschrieben hat sehe ich genauso. Mein Sohn sollte da er eine Hausstauballergie hat die ihm auf die Bronchien schlägt (Allergiker Bettwäsche haben wir), mit verschiedenen Medikamenten vollgebomt (so muss ich es einfach nennen) werden, Beclometason (mit kortison), Salbutamol Spray, Singulair Tabletten und Ceritrizin Saft und das jeden Tag. Ich haber ersteinmal NICHTS von dem genommen unglaublich mit was ich einen 4 Jährigen dort alles belasten soll. Ich habe nach Alternativen Heilmethoden gesucht und fand heraus das ein Toller Arzt aus MÜnchen Versuche (mit Asthmatikern) mit Schwarzkümmel Öl gemacht hat und da eine wahnsinnig hohe ERfolgsquote hatte. Ich beschloss auch das Schwarzkümmel Öl (aber sehr hochwertiges) zu kaufen, ebenso gab ich meinem Sohn morgens und abends 5 mg Glutamin (eine Aminosäure) die ebenfalls super Allergien entgegen wirkt in Verbindung mit Globulis. UND ICH MUSS SAGEN: ES IST WIRKLICH SUPER GEWORDEN ich gebe es nun seit knapp 4 Monaten und es ist kein vergleich zu vorher…. hierbei sieht man wieder was wirklich die Symptomatik beim Schopfe packt und nicht nur die Symptome bekämpft !!!! Ich werde dies beim evtl nächsten BEsuch, falls dieser noch notwendig sein wird, dem betreffenden Arzt mitteilen.

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