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	<title>Yamedo BLOG&#187; Featured</title>
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	<description>Wirksame und Nebenwirkungsfreie Therapien aus der Naturheilkunde und Alternativmedizin</description>
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		<title>Die besten Medikamente zum Krankwerden?</title>
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		<pubDate>Tue, 03 Jan 2012 13:16:15 +0000</pubDate>
		<dc:creator>René Gräber</dc:creator>
				<category><![CDATA[Featured]]></category>
		<category><![CDATA[Medikamente]]></category>

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		<description><![CDATA[2010 war ein Jahr der “Fallrückzieher”. In den USA wurden etliche evidenzbasierte und zuverlässig wissenschaftlich erprobte Präparate vom Markt genommen bzw. mit Indikationseinschränkungen versehen alldieweil sie schwere zuverlässige Nebenwirkungen, (inklusive Tod) mit sich brachten. &#8220;Meridia&#8221; (hieß &#8220;Reductil&#8221; in Deutschland) war ein “Abspeckmittel”, das erhöhte Herzinfarktraten auslöste. In den USA gab es Todesfälle, 29 seit 1998, [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>2010 war ein Jahr der “Fallrückzieher”. In den USA wurden etliche evidenzbasierte und zuverlässig wissenschaftlich erprobte Präparate vom Markt genommen bzw. mit Indikationseinschränkungen versehen alldieweil sie schwere zuverlässige Nebenwirkungen, (inklusive Tod) mit sich brachten.</p>
<p>&#8220;Meridia&#8221; (hieß &#8220;Reductil&#8221; in Deutschland) war ein “Abspeckmittel”, das erhöhte Herzinfarktraten auslöste. In den USA gab es Todesfälle, 29 seit 1998, und über 400 schwere Nebenwirkungen. Der lapidare Kommentar vom Hersteller Abbott: “Public Citizen (eine US Verbraucherschutzorganisation) schadet Hunderttausenden Amerikanern, die ihre <a href="http://www.yamedo.de/symptome/uebergewicht.html">Adipositas</a> sicher und erfolgreich kontrollieren.”</p>
<p><span id="more-1210"></span></p>
<p>&#8220;Darvon&#8221;, ein Schmerzmittel von Eli Lilly, wurde wegen lebensbedrohlicher <a href="http://www.yamedo.de/krankheiten/herzkrankheiten/herzrhythmusstoerungen.html">Arrhythmien</a> in den USA und Europa vom Markt genommen. Das gleiche erfolgte mit <a href="http://www.yamedo.de/blog/avandia-evidenzbasiertes-desaster-2011/">Avandia</a>, einer Diabetestablette, die es schon über 10 Jahre im Markt gibt. Erst letztes Jahr erfuhr die Öffentlichkeit was der Hersteller Glaxo schon lange wusste: Das Zeugs kann lebensgefährlich sein, denn es kann plötzliche Todesfälle und <a href="http://www.yamedo.de/krankheiten/kreislauferkrankungen/">Herz-Kreislauf-Erkrankungen</a> verursachen. Die Wahrscheinlichkeit unter Avandia war um über 40 Prozent erhöht. Dies wusste die Firma schon seit Markteinführung Ende der 1990er Jahre.</p>
<p>In den USA ist sie allerdings nicht, im Gegensatz zu Europa, vollständig vom Markt genommen, sondern mit drastischen Indikationseinschränkungen belegt worden. Die FDA wollte anscheinend der armen Firma Glaxo nicht zu kräftig auf die Füße treten und das Milliardenprodukt vollends zerlegen.</p>
<p>Und dann gibt es da noch die wissenschaftlichen Medizinmänner, die evidenzerprobt und höchst wissenschaftlich im Auftrage der Industrie wissenschaftliche Marketingartikel, sprich Lehrbücher und Veröffentlichungen im Sinne der Pharmaindustrie verfertigten: Die prominenten Psychiater Charles Nemeroff und Alan Schatzberg hatten für Glaxo ein komplettes Lehrbuch geschrieben (<em>Recognition and Treatment of Psychiatric Disorders: A Psychopharmacology Handbook for Primary Care</em>). Ein weiterer Fall von vertrauensfördernden Maßnahmen seitens der Ärzteschaft im Verbund mit der Pharmaindustrie.</p>
<p>Wenn man also so tolle ärztliche Verbündete hat, dann muss man sofort hellhörig werden und mal schauen, was einem noch so als Segen verkauft wird.</p>
<p><strong>Nur die Spitze des Eisbergs?</strong></p>
<p>Hier also eine kleine Auswahl an Ergebnissen evidenzbasierter medizinischer Wissenschaft, wie sie typischer kaum sein könnten. Während der Lektüre der folgenden Zeilen möchte ich den Leser inständig bitten, immer im geistigen Auge oder dem physischen Hinterkopf gegenwärtig zu haben, dass die meisten alternativen Heilmethoden und Heilpflanzen für die Schulmedizin nicht evidenzbasiert sind (sondern seit Jahrhunderten bzw. Jahrtausenden erprobt und benutzt) und somit “äußerst gefährlich”. Das, was Sie gleich zu lesen bekommen, ist dagegen nicht gefährlich, sondern einfach nur traurig.</p>
<p><strong>Yaz and Yasmin</strong></p>
<p>Dies ist eine “Anti-Baby-Pille” oder Ovulationshemmer von der Firma Bayer. Die Pille ist seit 2006 auf dem Markt und hat seitdem unter Beweis stellen können, dass sie in der Lage ist, <a href="http://www.yamedo.de/krankheiten/gefaesserkrankung/thrombose.html">Thrombosen</a> aufzubauen, <a href="http://www.yamedo.de/krankheiten/gallenblasenerkrankung/">Gallenerkrankungen</a> zu provozieren, <a href="http://www.yamedo.de/krankheiten/herzkrankheiten/herzinfarkt.html">Herzinfarkte</a> und <a href="http://www.yamedo.de/krankheiten/gefaesserkrankung/apoplex-schlaganfall.html">Schlaganfälle</a> dazu.</p>
<p>Dies passierte allerdings nicht bei älteren Damen, die sehr wahrscheinlich eine solche Medikation nicht anvisieren. Nein, diese Wirkungen (von Nebenwirkung hier zu reden wäre eine Beleidigung des pharmakologischen Profils der Substanz) wurden bei 18-jährigen Mädchen beobachtet. Aber es kommt noch dicker. Inzwischen wird die Firma Bayer in den USA beschuldigt, das Präparat nicht ausreichend genug erforscht zu haben. Ja, aber die machen doch evidenzbasierte Wissenschaft! Wie kann denn so etwas passieren? Dann wird die Firma noch beschuldigt, das Präparat nicht schnell genug zurückgezogen zu haben, nachdem all diese lebensbedrohlichen Wirkungen offensichtlich wurden.</p>
<p>Wollte vielleicht Bayer auf Kosten der Gesundheit der Mädels noch einen schnellen Dollar verdienen? Zuzutrauen wäre es ja einer Firma, die HIV-verseuchte Gerinnungsfaktoren für Bluter nach Asien verscherbelt. Da entblödet man sich auch nicht in der Wahl der Argumentation seitens Bayer: Im September 2009 monierte die FDA, dass Bayer eine Charge mit “low-quality” (von herabgesetzter Qualität oder Gammelmedikamente) Medikamenten im Markt abgesetzt hatte.</p>
<p>Bayer rechtfertigte sich und erklärte, dass sie nur die “durchschnittliche” Qualität ihrer Lieferungen kontrolliert, nicht aber die Qualität einer jeden einzelnen Charge. Ist klar&#8230;</p>
<p><strong>Lyrica, Topamax and Lamictal</strong></p>
<p>&#8220;Lyrica&#8221; von Pfizer, &#8220;Topamax&#8221; von Janssen-Cilag und &#8220;Lamictal&#8221; von Glaxo. &#8220;Lamictal&#8221; ist ein Epilepsiemedikament, das sogar seit neuestem für Kinder zugelassen worden ist. Die FDA allerdings warnte noch letztes Jahr vor häufig auftretenden Hirnhautentzündungen im Zusammenhang mit dem Medikament. Alle drei Medikamente erhöhen das Selbstmordrisiko und -verhalten. Das ist aber noch nicht genug: Sie bewirken ebenso Gedächtnisverlust und <a href="http://www.yamedo.de/symptome/haarausfall.html" target="_blank">Haarausfall</a>. Kein Problem. Gegen den Verlust von Gedächtnis und Haaren gibt es ja evidenzerprobte Medikamente, die den Umsatz dazu verbessern helfen.</p>
<p><strong>Humira, Prolia &#8211; TNF-Antagonisten</strong></p>
<p>&#8220;Humira&#8221; von Abbott ist ein TNF-Antagonist (Tumor Nekrose Faktor Blocker), der eine Zulassung hat für die &#8220;polyartikuläre juvenile idiopathische Arthritis&#8221; (schau mal, ich kann Latein). Und &#8220;Prolia&#8221; von Glaxo will <a href="http://www.yamedo.de/krankheiten/osteoporose/">Osteoporose</a> verhindern, als monoklonaler Antikörper. Diese Medikamente stammen aus genetisch veränderten Hamsterzellen und unterdrücken im Wesentlichen das Immunsystem. Dies kommt einer Einladung für <a href="http://www.yamedo.de/krankheiten/lungenkrankheiten/tuberkulose.html">Tuberkulose</a> und einer Reihe von <a href="http://www.naturheilt.com/Inhalt/Krebs.htm">Krebserkrankungen</a> gleich. Man will´s nicht glauben, aber &#8220;Humira&#8221; wird für absolut gesunde Zeitgenossen als ein Weg zu einer “klareren Haut” vermarktet. Und &#8220;Prolia&#8221; lässt sich nicht lumpen und will gesunden Frauen weis machen, dass ein vorzeitiger Einsatz Osteoporose verhindern wird.</p>
<p><strong>Champix</strong></p>
<p>Dieses Präparat von Pfizer dient der Raucherentwöhnung. Jetzt denkt man, dass eine Raucherentwöhnung schon problematisch genug ist. Aber unter &#8220;Champix&#8221; treten dazu noch Psychosen auf, die Selbstmordraten steigen an und das Allgemeinverhalten wird so verändert, dass das Führen von Kraftfahrzeugen, Flugzeugen etc. lebensbedrohlich wird. Fluglotsen, Piloten, Bus- und LKW-Fahrer dürfen in den USA dieses Medikament nicht einnehmen. Das Mitglied der US-Musikgruppe “New Bohemians”, Carter Albrecht, wurde 2007 von seinem Nachbarn erschossen, nachdem er unter &#8220;Champix&#8221;-Einfluss aggressiv wurde, ein Verhalten, dass er bis dahin nie gezeigt hatte.</p>
<p><strong>Bikalm</strong></p>
<p>Dies ist ein Schlafmittel von Sanofi. Es ist nicht nur ein Schlafmittel, sondern das am häufigsten verordnete Schlafmittel schlechthin. Kein Wunder also, wenn die Leute manchmal nicht mehr wissen, wie sie heißen, wo sie sind und woher sie kommen. Verkehrsunfälle unter dem Medikament häufen sich dramatisch und die Betroffenen können nicht einmal Polizisten als solche erkennen. Unsterblich wurde die Substanz als Tiger Woods unter &#8220;Bikalm&#8221;-Einfluss mit seinen Kumpanen rumtobte und der Ex-Senator Kennedy mit seinem Wagen auf dem Weg nach Capitol Hill verunglückte. Er war mitten in der Nacht auf dem Weg zur Wahl &#8211; nur 2006 gab es keine Wahlen und schon gar nicht mitten in der Nacht.</p>
<p><strong>Tamoxifen</strong></p>
<p>Ist es eigentlich als Zufall zu bezeichnen, dass der Hersteller von &#8220;Tamoxifen&#8221;, AstraZeneca, den “Brustkrebsbewusstseinsmonat” gründete und gleichzeitig brustkrebserzeugende Agrochemikalien (Düngemittel etc.) produziert? Eine Studie in dem American Journal of Medicine fand dann zum Wohlgefallen des Herstellers heraus, dass &#8220;Tamoxifen&#8221; im präventiven Einsatz gegen <a href="http://www.yamedo.de/krankheiten/krebs/brustkrebs.html">Brustkrebs</a> die Lebenserwartung um gewaltige 9 Tage erhöhte. Dies lässt dann ausreichend Zeit, um das Testament zu revidieren, dank AstraZeneca.</p>
<p>Public Citizen in den USA aber stellten fest, dass auf jeden Fall von vermeindlicher Brustkrebsverhinderung durch &#8220;Tamoxifen&#8221; ein Fall von lebensbedrohlichen <a href="http://www.yamedo.de/krankheiten/gefaesserkrankung/thrombose.html">Blutgerinnseln</a>, <a href="http://www.yamedo.de/krankheiten/gefaesserkrankung/apoplex-schlaganfall.html">Schlaganfällen</a> oder <a href="http://www.yamedo.de/krankheiten/krebs/gebaermutterhalskrebs.html">Gebärmutterkrebs</a> kommt.</p>
<p><strong>Sortis und Crestor</strong></p>
<p>&#8220;Sortis&#8221;, der Cholesterinsenker von Pfizer, ist das meist verkaufte Medikament der Welt. &#8220;Crestor&#8221; von AstraZeneca ist nur ein Cholesterinsenker. Was haben beide gemeinsam? Sie sind mehr oder weniger gute Verkaufsschlager, weil jeder Angst vor´m Cholesterin hat. Nicht nur die Patienten haben Angst, die behandelnden Ärzte ebenso und verschreiben was das Fett hält. Es werden sogar Millionen von Kindern zwischenzeitlich damit behandelt!</p>
<p>Aber alle <a href="http://www.yamedo.de/blog/cholesterinsenker-gesundheitsnutzen-fraglich-2011/">Statine</a> sind dafür bekannt, dass sie einen Muskelabbau einleiten können, die Rhabdomyelyse. Und besonders &#8220;Crestor&#8221; scheint gerade diese Nebenwirkung so häufig aufzuzeigen, dass diese Substanz in den Staaten als eine der fünf gefährlichsten Medikamente gekürt worden ist.</p>
<p>Mehr zu den Cholesterinsenkern auch in meinen Beiträgen: <a href="http://www.yamedo.de/blog/cholesterinsenker-forscher-warnen/" target="_blank">Cholesterinsenker &#8211; Forscher warnen</a> und <a href="http://www.yamedo.de/blog/cholesterinsenker-gesundheitsnutzen-fraglich-2011/" target="_blank">Cholesterinsenker &#8211; Fette Gewinne, Gesundheitsnutzen fraglich</a>. Ausführlicher lesen Sie dazu auch in meinem Report: <a href="http://renegraeber.de/Cholesterin-Report.html" target="_blank">Das Märchen vom bösen Cholesterin</a>.</p>
<p><strong>Bonviva</strong></p>
<p>&#8220;Bonviva&#8221; von Roche gehört zur Gruppe der <a href="http://www.naturheilt.com/medikamente/bisphosphonate.html" target="_blank">Bisphosphonate</a> und dem Indikationsbereich der Osteoporose. Sie gelten bei den Kritikern der etablierten Krankheits- und Medizinverwaltung als typisches Beispiel, wie die Zulassungsbehörden mit gefährlichen Substanzen umgehen.</p>
<p>Anstatt sie zu verbieten und nach besseren Alternativen zu suchen, wird das Risiko, das mit der Einnahme dieser Medikamente verbunden ist, auf den ohnehin schon durch Krankheit geplagten Patienten geschoben. Daher muss der Patient auch erst einmal ein kleines Pharmakologie-Seminar über sich ergehen lassen, bevor er in der Lage ist, die Substanz “ordnungsgemäß” einzunehmen. Denn die Liste der nicht erlaubten Vorgehensweisen ist ellenlang: Nach Einnahme darf man 1 Stunde nichts essen oder trinken, außer reinem Wasser. Man darf auf keinen Fall Mineralwasser trinken, kein kohlesäurehaltiges Wasser, Kaffee, Tee, Milch, Säfte jeglicher Art, andere oral verabreichte Medikamente, einschließlich Kalziumpräparate, Antazida, Vitamine. Auch darf der Patient sich nach der Einnahme nicht hinlegen.</p>
<p>Wenn ich jetzt sage, dass Osteoporose mehr Spaß macht als diese Medikation, dann werden Sie mich wohl für zynisch halten. Kommen wir zum nächsten &#8220;Highlight&#8221;&#8230;</p>
<p><strong>Hormonersatztherapie</strong></p>
<p>Pfizers &#8220;Prempo&#8221; steht in Verbindung mit einer ca. 26-prozentigen Erhöhung von Brustkrebs, 41 Prozent mehr Schlaganfälle, 29 Prozent mehr Herzinfarkte, 22 Prozent mehr Herz-Kreislauf-Erkrankungen und eine verdoppelte Rate an Blutgerinnselbildung. Momentan wird an einigen Universitäten “getestet”, ob nicht doch die kardiovaskulären und andere “Vorteile” überwiegen, um eine “leichte” Hormontherapie durchzusetzen. Vielleicht setzt man auch auf die Hoffnung, dass die Bevölkerung ein unzureichendes Langzeitgedächtnis hat.</p>
<p><strong>Prozac, Seroxat, Zoloft, SSRIs</strong></p>
<p>Hier tummeln sich wieder alte Bekannte, wie Pfizer, Eli Lilly, Glaxo etc. Die “selektiven Serotonin-Wiederaufnahmehemmer” sind Medikamente gegen Depressionen. So wie es heute aussieht, haben diese so wenig Wirkung auf den menschlichen Organismus, dass ihre eigentliche Wirkung sich nur auf das Aufblasen der Verkaufszahlen und Profite auf Seiten der Pharmafirmen beschränkt. Andere behaupten, dass diese “Medikamente” auch die Überstunden der Polizeikräfte aufgeblasen hat. Unter der Medikation sind vermehrt gewalttätige Verhaltensweisen von Patienten gegen sich und andere beobachtet worden. In den USA geht man von mehr als 4200 Gewalttaten aus, die in unmittelbarem Zusammenhang mit dem Konsum eines der Antidepressiva zu tun hatten.</p>
<p>Diese Art der <a href="http://www.naturheilt.com/medikamente/antidepressiva.html" target="_blank">Antidepressiva</a> ist auch bekannt dafür, dass sie zusammen mit bestimmten anderen Medikamenten das sogenannte Serotoninsyndrom und Blutungen im Gastrointestinaltrakt auslösen können. &#8220;Seroxat&#8221; steht darüber hinaus im Verdacht, Geburtsdefekte auszulösen.</p>
<p><strong>Trevilor, Cymbalta, SNRIs</strong></p>
<p>&#8220;Trevilor&#8221; von Wyeth (jetzt Teil von Pfizer) und &#8220;Cymbalta&#8221; von Eli Lilly sind “selektive Noradrenalin-Wiederaufnahmehemmer”. Sie sind biochemisch mit den SSRIs verwandt. Allerdings ist ihr Norepinephrin-Effekt in der Lage, Schmerzzustände zu beeinflussen. Dies machte sich das medizinische Marketing zu Nutze und kam mit Slogans wie: “Depression schmerzt” und “Schmerz deprimiert”. SNRIs allerdings kann man nicht so schnell absetzen wie SSRIs. Es gibt fast 740.000 Webseiten unter dem Suchwort “Effexor” und “withdrawal” (Entzug). Dies macht deutlich, welches Gewöhnungspotential die SNRIs haben, zum Wohle der pharmazeutischen Kassen, versteht sich.</p>
<p><strong>Ritalin, Concerta, Strattera, Adderall &#8211; ADHS Medikamente</strong></p>
<p>Ritalin und ähnliche Substanzen dienen zur “Behandlung” des <a href="http://www.yamedo.de/krankheiten/kinderkrankheiten/ads.html" target="_blank">Aufmerksamkeitsdefizit-/ Hyperaktivitätsstörungsyndroms (ADHS)</a>. Allerdings “rauben diese Arzneimittel den Kindern das Recht, Kinder zu sein, ihr Recht zu wachsen, ihr Recht auf die komplette Palette von Emotionen und ihr Recht, die Welt in all ihren Farben zu erleben”, beschreibt Robert Whitaker, der Autor von “Anatomy of an Epidemic”. Diese Medikamente sind eine weitere Goldmine der Pharmaindustrie. Die Börsenbranche jubelte dann auch, dass der ADHS-Markt “sich sehr dynamisch zeigte”. Gleiches galt auch für den “Ko-Administrationsmarkt”, wo Kinder nicht nur ein, sondern gleich mehrere Medikamente verpasst bekommen. Na, wenn das kein heißer Börsentipp ist…</p>
<p><strong>Gardasil and Cervarix Impfstoffe</strong></p>
<p>Merck baut &#8220;<a href="http://www.yamedo.de/blog/gebarmutterhalskrebs-impfung-endlich-vor-dem-aus/" target="_blank">Gardasil</a>&#8221; und Glaxo produziert &#8220;Cervarix&#8221;. Letzteres kommt nicht aus den Asterix und Obelix-Heften, obwohl man meinen könnte, dass es sich hier um einen gallischen Frauenarzt aus römischen Zeiten handeln könnte. Nein, dies sind Impfstoffe, die die weibliche Bevölkerung vor einem krebserregenden Virus schützen sollen. Heute weiß man, dass das Impfserum nur gegen 2 von 16 Unterarten des Virus wirksam sein könnte. Aber auch dann wird eine Auffrischimpfung benötigt. Aber laut <a href="http://renegraeber.de/Schulmedizin-Studien-Report.pdf" target="_blank">Schulmedizin</a> soll doch eine Impfung dafür gut sein, dass der Geimpfte ein Leben lang vor den fiesen Viechern geschützt ist, denn sein Immunsystem hat sich die Bösewichter gemerkt und schlägt unbarmherzig zu, wenn es eins zu fassen bekommt.</p>
<p>Warum kommt jetzt die Notwendigkeit einer Auffrischung auf die Geimpften zu? Stimmt wohl nicht mit der lebenslangen Immunität, oder? Dann hapert es wohl auch mit dem gesamten Konzept der Immunisierung durch <a href="http://www.yamedo.de/blog/tag/impfung/" target="_blank">Impfungen</a>. Aber so eine Auffrischimpfung ist ja eine zusätzliche Einnahmequelle für die Pharmaindustrie. Dafür wurde extra das englische Alphabet umgeschrieben: Booster wird in diesem Zusammenhang “boo$ter” buchstabiert. Da macht es dann auch nichts, wenn man bis September 2010 in den USA alleine 56 tote Mädchen durch die Impfung &#8220;produzierte&#8221;.</p>
<p><strong>&#8230; und das wars jetzt?</strong></p>
<p>Die Liste ist noch deutlich länger, aber irgendwann muss ja mal Schluss sein. Dennoch sollte zu diesem Zeitpunkt deutlich geworden sein, dass die evidenzbasierte schulmedizinische Wissenschaft und deren lateinisches Gesäusel mit äußerster Vorsicht zu genießen ist, mit der man aber dem Ottonormalverbraucher imponieren kann, damit der wortwörtlich alles schluckt, was man ihm vorsetzt.</p>
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		<title>Neue Regeln für Gen-Honig</title>
		<link>http://www.yamedo.de/blog/neue-regeln-fur-gen-honig-2011/</link>
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		<pubDate>Wed, 14 Sep 2011 14:14:23 +0000</pubDate>
		<dc:creator>René Gräber</dc:creator>
				<category><![CDATA[Ernährung]]></category>
		<category><![CDATA[Featured]]></category>
		<category><![CDATA[Gentechnik]]></category>
		<category><![CDATA[Honig]]></category>

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		<description><![CDATA[Die Gegner der Gentechnik jubeln. Am Dienstag fällte der Europäische Gerichtshof ein Urteil, laut dem Honig, der auch nur die kleinste Menge gentechnisch veränderter Pollen enthält, in Zukunft erst zugelassen werden muss, bevor er auf den europäischen Markt kommen darf. Das Urteil hat schwere Folgen, denn rund 30 Prozent des in Europa erzeugten Honigs und [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Die Gegner der <a href="http://www.yamedo.de/blog/tag/gentechnik/">Gentechnik</a> jubeln. Am Dienstag fällte der Europäische Gerichtshof ein Urteil, laut dem Honig, der auch nur die kleinste Menge gentechnisch veränderter Pollen enthält, in Zukunft erst zugelassen werden muss, bevor er auf den europäischen Markt kommen darf.</p>
<p>Das Urteil hat schwere Folgen, denn rund 30 Prozent des in Europa erzeugten Honigs und fast sämtlicher Importhonig weißt genetische Veränderungen auf &#8211; und darf somit ohne Zulassung nicht mehr verkauft werden. Betroffen sind insbesondere viele Honigsorten, die von Supermärkten geführt werden und in denen <a href="http://renegraeber.de/blog/die-gruene-gentechnik-luege/" target="_blank">Gentechnik</a> nachgewiesen werden kann.</p>
<p>Bisher galt die Regelung, dass Honig als Gen-Honig gilt, wenn absichtlich gentechnisch veränderte Pollen für die Honigproduktion verwendet werden. Durch den Entscheid des Europäischen Gerichtshofs sind nun auch alle Honigsorten als Gen-Honig eingestuft, bei denen unabsichtlich gentechnisch veränderte Pollen in den Honig gelangt sind &#8211; dabei handelt es sich um Mengen von unter 0,1%.</p>
<p>Viele Imker wird diese Regelung zu Unrecht treffen, denn den Anbau von gentechnisch veränderten Pflanzen in der Umgebung ihrer Bienenstöcke haben sie in den meisten Fällen nicht zu verschulden. Daher verkündeten die Landwirtschafts- und Verbraucherschutzministerien, dass das Urteil erst noch in Ruhe geprüft werden müsse.</p>
<p>Zustande kam das Urteil wegen der Klage eines Hobby-Imkers aus Bayern; in seinem Honig wurden gentechnisch veränderte Pollen nachgewiesen, nachdem auf einem benachbarten Feld gentechnisch veränderter Mais angebaut worden war.</p>
<p><strong>Sie interessieren sich für das Thema &#8220;Gentechnik&#8221;? Lesen Sie meinen Gentechnik-Report:</strong></p>
<p><a href="http://renegraeber.de/gentechnik-report.pdf"><img class="alignnone size-full wp-image-88" src="http://renegraeber.de/blog/wp-content/uploads/2009/09/Genetchnik_470px.jpg" alt="" width="470" height="198" /></a></p>
<p><strong>Weitere Informationen zum Thema:</strong></p>
<ul>
<li><a href="http://www.yamedo.de/blog/honig-als-medizin/">Honig als Medizin</a></li>
</ul>
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		</item>
		<item>
		<title>Telomere – Jungbrunnen der Genetik</title>
		<link>http://www.yamedo.de/blog/telomere-jungbrunnen-der-genetik-2011/</link>
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		<pubDate>Tue, 06 Sep 2011 14:59:35 +0000</pubDate>
		<dc:creator>René Gräber</dc:creator>
				<category><![CDATA[Featured]]></category>
		<category><![CDATA[Heilverfahren]]></category>
		<category><![CDATA[Telomerase]]></category>
		<category><![CDATA[Telomere]]></category>

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		<description><![CDATA[Sie sind die &#8211; angeblich von der Medizin erst frisch entdeckte &#8211; neue &#8220;Wunderwaffe&#8221; gegen das Altern und den Tod: Telomere. Ein Grund für mich, mir dieses Phänomen einmal genauer anzusehen. Aber was sind eigentlich Telomere? Telomere sind die Endteile eines Chromosoms und bestehen aus DNA und mit der DNA verbundenen Proteinen. Die DNA besteht [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Sie sind die &#8211; angeblich von der Medizin erst frisch entdeckte &#8211; neue &#8220;Wunderwaffe&#8221; gegen das Altern und den Tod: Telomere. Ein Grund für mich, mir dieses Phänomen einmal genauer anzusehen.</p>
<p><strong>Aber was sind eigentlich Telomere?</strong></p>
<p>Telomere sind die Endteile eines Chromosoms und bestehen aus DNA und mit der DNA verbundenen Proteinen. Die DNA besteht bei Telomeren typischerweise aus sich wiederholenden Sequenzen, deren Länge bei den verschiedenen Organismen verschieden lang und vom Inhalt der Sequenz unterschiedlich ausfallen. Die meisten Wirbeltiere, inklusive dem Menschen, haben eine Sequenz, die &#8220;TTAGGG&#8221; lautet und die sich mehrere tausend Mal wiederholt. Telomere stabilisieren auch Chromosomen.</p>
<p><strong>Doch nicht so neu</strong></p>
<p>Obwohl Telomere eine brandneue Zugabe in der schulmedizinischen Wissenschaft zu sein scheinen, kennt die Naturwissenschaft sie schon seit den späten 30er Jahren des letzten Jahrhunderts. Doch erst 1973 entdeckte Alexey Olovnikov, dass Telomere sich mit jeder Zellteilung ein wenig verkürzen und damit in den Tochterzellen kleiner sind als zuvor in der Mutterzelle. Damit werden die Chromosomen-Endstücke mit zunehmenden Alter kürzer und kürzer. Irgendwann kommt dann der Zeitpunkt, an dem die Zellteilung bzw. DNA-Replikation zum Erliegen kommt, da die Telomere verschwunden oder zu kurz geworden sind. Dies ist der Zeitpunkt, an dem der Tod eintritt.</p>
<p>So entstand dann die Idee, dass eine Verhinderung der Verkürzung der Telomere den Alterungsprozess verhindert oder zumindest verlangsamt. Theoretisch müsste es sogar möglich sein, den gesamten Alterungsprozess umzudrehen. Auf diese Art müsste es also möglich sein, 150 Jahre und älter zu werden.</p>
<p>1984 war es Elisabeth Blackburn, die entdeckte, dass das Enzym Telomerase die Fähigkeit besitzt, die Telomere zu verlängern &#8211; durch die Synthese von DNA aus einer RNA-Startersequenz. Für die Entdeckung, wie Telomere und die Telomerase Chromosomen schützen, bekam sie mit den Nobelpreis für Medizin 2009. Heute wird diese Entdeckung gerade in der Anti-Aging Gemeinde mit Interesse verfolgt. Aber auch in alternativen Kreisen ist man teilweise nicht abgeneigt, sich in dieser Richtung weit aus dem Fenster zu lehnen.</p>
<p><strong>Eine neue Einnahmequelle</strong></p>
<p>Für die Pharmaindustrie wäre diese Entdeckung eine riesige Goldgrube. Denn ein Medikament, dass man prophylaktisch ein Leben lang einnehmen müsste, damit sich die Telomerasen so benehmen, wie man es für wünschenswert hält, nämlich telomere- und damit lebensverlängernd, wird so sicher kommen wie das Amen in der Kirche. Und so ein Medikament wird dann besonders teuer werden, wegen des Forschungsaufwands und so&#8230; Sie verstehen&#8230;</p>
<p>Zurück zu unseren Telomeren. Die sind nicht nur Risikofaktor für ein Dahinscheiden, sondern stehen offensichtlich auch in einem Zusammenhang mit einer Reihe von Erkrankungen. Die Verkürzung der Telomere ist assoziiert mit einer verminderten Immunabwehr bei <a href="http://www.yamedo.de/krankheiten/infektionen/">Infektionen</a>, <a href="http://www.yamedo.de/krankheiten/bauchspeicheldruesenerkrankung/diabetes-mellitus-die-zuckerkrankheit.html">Typ 2 Diabetes</a>, <a href="http://www.yamedo.de/krankheiten/gefaesserkrankung/arteriosklerose-arterienverkalkung.html">Atherosklerose</a>, neurodegenerative Erkrankungen, Hoden-, Milz- und Darmatrophien, DNA Schäden etc. Die aufgezählten Erkrankungen konnten im <a href="http://onlinelibrary.wiley.com/doi/10.1111/j.1365-294X.2004.02291.x/abstract;jsessionid=8E571BE078AFD0F9074D5E96FED34D84.d03t04" target="_blank">Tierexperiment</a> durch eine „Reparatur“ der Telomere rückgängig gemacht werden.</p>
<p>Laut wissenschaftlichen Untersuchungen besteht ein Telomer aus 15000 Baseneinheiten. Diese Zahl zeigt sich aber nur zu Beginn des Lebens bei der Befruchtung im Mutterleib. Sofort nach der Befruchtung kommt es zu einer anhaltenden Zellteilung, wobei die Telomere schon beginnen, sich zu verkürzen. Wenn die Telomere sich auf weniger als 5000 Basenpaare reduziert haben, dann ist die Zelle zu alt und stirbt ab.</p>
<p><strong>Jung bleiben, alt werden durch die Genetik?</strong></p>
<p>Wenn es also stimmen sollte, dass die Telomerase die Telomere so verlängern kann, dass diese uns „ewiges Leben“ bescheren, dann bleibt nur zu hoffen, dass es der Pharmaindustrie baldigst gelingt, den richtigen Telomerase-Kitzler zu erfinden und uns alle unsterblich zu machen. Oder doch nicht?</p>
<p>Wieder einmal scheinen die Offiziellen die gesamte Genetik als einen einfachen Selbstbedienungsladen anzusehen. Denn, so verführerisch die Idee auch ist, so unbestätigt und vage ist sie. Es gibt in diesem Zusammenhang einen Berg an unbeantworteten Fragen und Widersprüchen. Auf diesen Unwägbarkeiten und scheinbarer Logik ein Konzept erstellen zu wollen, liefe in Richtung <a href="http://www.yamedo.de/blog/tag/monsanto/">Monsanto</a>-Genetik, diesem Genkonzern, der ja auch nicht wissen was sie tun, zum Wohle des eigenen Profits.</p>
<p><strong>Was ist denn in diesem Zusammenhang noch unklar?</strong></p>
<p>Als erstes ist es überhaupt noch nicht klar, ob der Zusammenhang zwischen den Telomeren und dem Altern kausal ist. Die wechselnde Länge von Telomeren ist zwar in der Regel mit dem Wechsel in der Alterungsgeschwindigkeit assoziiert. Aber dieses Sich-Verkürzen der Telomere kann genauso gut eine Konsequenz und nicht die Ursache des Alterns sein. Oder kurz ausgedrückt: Man weiß nicht genau, ob man hier nicht Ursache und Wirkung vertauscht diskutiert.</p>
<p>Desweiteren ist die Rolle der Telomere bislang überhaupt nicht klar. Dies wurde in einigen <a href="http://www.bioone.org/doi/abs/10.1642/0004-8038%282006%29123%5B775%3ATSIALM%5D2.0.CO%3B2" target="_blank">Studien</a> deutlich, die mit langlebigen Seevögeln durchgeführt wurden: Der Wellenläufer (Oceanodroma leucorhoa) wird in freier Natur fast 25 Jahre alt. Wissenschaftler fanden nun heraus, dass bei diesem Vogel mit zunehmendem Alter die Telomere sich verlängern. Der Bindenfregattvogel (Fregata minor) wird ebenfalls ca. 25 Jahre alt und gilt somit als eine langlebige Vogelart. Untersuchungen bei dieser Vogelart zeigten, dass deren Telomere sich zwar mit zunehmenden Alter verkürzten, dass aber die Verkürzungsrate mit zunehmendem Alter abnahm. Des Weiteren waren die Verkürzungsraten bei den verschiedenen Individuen höchst unterschiedlich. Somit folgerten die Wissenschaftler, dass bei diesen Vögeln die Länge der Telomere keine zuverlässigen Aussagen über den Alterungsprozess zuließ.</p>
<p>Wie es scheint, gibt es Parameter und Einflüsse unbekannter Natur, die das Verhalten der Telomere und ihre Länge mehr als ursprünglich angenommen beeinflussen. Ein anderer wichtiger Punkt ist die Beobachtung, dass bei geklonten Tieren selten die gleichen Telomerlängen erzeugt werden, was eigentlich bei einer identischen Replikation der Fall sein müsste. Kürzere, aber auch längere Telomere im Vergleich zum Original sind beobachtet worden.</p>
<p>Was wollen diese Daten uns nun sagen? Wer jetzt schon auf eine Lebensverlängerung durch Telomerverlängerung hofft, dem sei geraten, dass er sich gleich Klonen lassen kann. Beide Verfahren sind in etwa gleich zuverlässig in Sachen Lebensverlängerung.</p>
<p><strong>Chancenlos?</strong></p>
<p>Es wird wohl noch ein wenig dauern, bis dass in diesem Bereich alle Fragen zufriedenstellend gelöst sein werden. Und dann wird auch die Frage beantwortet sein, in welchem Verhältnis die Telomerlänge und die Lebenserwartung stehen. Auf der anderen Seite kann man es allerdings als fast sicher ansehen, dass es einen Zusammenhang gibt. Um diesen Zusammenhang nochmals zu relativieren, wiederhole ich nochmals die Frage, die hier unklar ist: Man weiß heute nicht, ob die Telomerlänge die Lebenserwartung beeinflusst oder ob die Telomerlänge nur das Resultat anderer Prozesse ist, die einen Einfluss auf die Telomerlänge UND die Lebenserwartung haben.</p>
<p>In diesem Fall wäre die Telomerlänge bestenfalls ein Indikator, aber kein Ansatz für eine lebensverlängernde pharmazeutische Maßnahme. Ein Vergleich mit einem Auto mag dies verdeutlichen: Am Zustand der Reifen lässt sich nur sehr bedingt das Alter eines Autos feststellen. Ein Reifen wird nicht durch das Alter des Autos abgenutzt, sondern nur durch seine Nutzung. Ein Auto kann uralt sein. Wenn es aber nicht genutzt worden ist, erscheinen die Reifen in fast ungebrauchtem Zustand. Hier sind die Reifen die Telomere, das Auto der Organismus und die (Ab)Nutzung die Lebensweise bzw. andere Prozesse, die einen Einfluss auf den physiologischen Zustand des Individuums haben. Dies würde aber andere Türen öffnen, die einen positiven Einfluss auf Lebenserwartung und Telomerlänge in Aussicht stellen.</p>
<p>Es ist bekannt, dass bestimmte Lebensstile in der Lage sind, die Lebenserwartung signifikant zu verkürzen. So gibt es Untersuchungen zu <a href="http://www.yamedo.de/symptome/uebergewicht.html">Übergewicht</a>, Mangel an körperlicher Bewegung, <a href="http://www.yamedo.de/krankheiten/Erschoepfung-Muedigkeit.html">Stress</a> mental und physisch, und Rauchen, die gezeigt haben, dass diese negativen Gegebenheiten in der Lage sind, Telomere aufzuspalten und den Verkürzungsprozess zu beschleunigen. Resultat davon ist ein vorzeitiges Altern und eine deutlich höhere Anfälligkeit für eine Reihe von Erkrankungen.</p>
<p>Inzwischen gibt es eine Reihe von <a href="http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/20520771" target="_blank">Studien</a>, die chronisch mentalen Stress mit einer beschleunigten Telomerverkürzung assoziieren. Dies würde die negativen Auswirkungen von Dauerstress erklären, die ja bestens bekannt sind.</p>
<p><strong>Kümmern Sie sich doch selbst um Ihre Telomere &#8211; ganz einfach</strong></p>
<p>Wenn es also Prozesse gibt, die die Telomere verkürzen, dann erhebt sich die spannende Frage: Gibt es Prozesse, die das verhindern oder sogar selbige verlängern oder zumindest die alte Länge wieder herstellen können? Und da scheint die Antwort „ja“ zu lauten. Dazu gab es letztes Jahr eine <a href="http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/20520771" target="_blank">Studie</a> mit 63 gesunden postmenopausalen Frauen. Ausgiebiges körperliches Training bewirkte bei diesen Frauen eine Stabilisierung der Telomerlänge auch bei hohem Stresslevel. Die Frauen, die nicht trainierten, zeigten ein 15-fach höheres Risiko für eine Telomerverkürzung.</p>
<p>Aber auch die Ernährung könnte ein wichtiger positiver Faktor sein, denn das Aufkommen von freien Radikalen ist ebenfalls mit einer Störung der Telomere assoziiert. Eine brandneue Arbeit weist auf diesen Zusammenhang hin (<a href="http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/21429730" target="_blank">Diet, nutrition and telomere length. Paul L.</a>).<br />
Der Autor fasst nochmals zusammen, dass die Länge der Telomere ein Indikator ist für das biologische Alter. Er betont auch nochmals, dass eine Dysfunktion der Telomere verbunden ist mit altersbedingten Erkrankungen, wie <a href="http://www.yamedo.de/krankheiten/kreislauferkrankungen/">Herz-Kreislauf-Erkrankungen</a>, <a href="http://www.yamedo.de/krankheiten/neurologie/morbus-parkinson.html">Parkinson</a>, <a href="http://www.yamedo.de/krankheiten/neurologie/alzheimer.html">Alzheimer</a> und <a href="http://www.yamedo.de/krankheiten/krebs/">Krebserkrankungen</a>.</p>
<p>Er fährt weiter fort, dass die Länge der Telomere eine positive Korrelation zu verschiedenen Ernährungsformen hat. Die dort enthaltenen Nährstoffe sind in der Lage, die Telomerlänge zu beeinflussen. Dies geschieht durch Mechanismen, über die die Nährstoffe Zellfunktionen beeinflussen, wie z.B. Entzündungen, oxidativer Stress, DNA Integrität, DNA Methylierung und die Aktivitäten der Telomerase.</p>
<p><strong>Fazit:</strong> Wir brauchen nicht auf &#8220;Telomerase-Booster&#8221; zu warten, denn Mutter Natur hat uns gesunde Ernährung und einen ausgezeichneten Bewegungsapparat gegeben, die beide, wenn gut genutzt, alle Gene blank geputzt halten. Und die Telomere und deren -rase bleiben so lang wie Pinocchios Nase. Als Abfallprodukt erhalten wir nebenbei ein gesundes, langes Leben.</p>
<p>Interessiert sich eigentlich jemand von der Schulmedizin für so was?</p>
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		</item>
		<item>
		<title>Kniegelenkspiegelung &#8211; eine unnötige Operation?</title>
		<link>http://www.yamedo.de/blog/kniegelenkspiegelung-unnoetig-operation-2011/</link>
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		<pubDate>Tue, 02 Aug 2011 08:51:11 +0000</pubDate>
		<dc:creator>René Gräber</dc:creator>
				<category><![CDATA[Featured]]></category>
		<category><![CDATA[Heilverfahren]]></category>
		<category><![CDATA[Arthrose]]></category>
		<category><![CDATA[Knie]]></category>
		<category><![CDATA[Operation]]></category>

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		<description><![CDATA[Bei einer Kniegelenkspiegelung, Arthroskopie oder Endoskopie des Knies wird durch einen kleinen Schnitt eine Kamera ins Kniegelenk eingeführt. Bei dem Eingriff wird das Kniegelenk gespült und oft auch noch der Knorpel geglättet. Rund eine halbe Millionen Mal pro Jahr wird dieser operative Eingriff in Deutschland durchgeführt. Umgerechnet auf die Bevölkerung ist das doppelt so häufig [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Bei einer Kniegelenkspiegelung, Arthroskopie oder Endoskopie des <a href="http://www.yamedo.de/krankheiten/knie/">Knies</a> wird durch einen kleinen Schnitt eine Kamera ins <a href="http://www.yamedo.de/krankheiten/knie/Knie_Aufbau_Funktion.html">Kniegelenk</a> eingeführt. Bei dem Eingriff wird das Kniegelenk gespült und oft auch noch der <a href="http://www.yamedo.de/krankheiten/knie/knie-gelenk-knorpel-und-knorpelaufbau.html">Knorpel</a> geglättet. Rund eine halbe Millionen Mal pro Jahr wird dieser operative Eingriff in Deutschland durchgeführt.</p>
<p>Umgerechnet auf die Bevölkerung ist das doppelt so häufig wie zum Beispiel in Schweden. Zudem nimmt die Zahl der Operationen stetig zu (Kim et al., 2011, in The Journal of Bone and Joint Surgery). Doch am Nutzen der Operation bestehen inzwischen Zweifel. Meistens helfen <a href="http://www.yamedo.de/krankheiten/knie/reha-mtt-trainingstherapie-und-aufbautraining.html">Reha-Gymnastik</a> oder eine <a href="http://www.yamedo.de/krankheiten/knie/akupunktur-bei-kniearthrose.html">Akupunktur des Knies</a> ebenso gut. Medikamente helfen zwar auch, beseitigen meiner Erfahrung nach nicht die Ursache.</p>
<p>Bei traumatischen Knieverletzungen (in Folge von Verletzungen) kann die Knie-Endoskopie ein effektives Mittel zur Linderung von Beschwerden sein (Ibrahim et al., 2008, in Arthroscopy). Patienten mit chronischen Knieverletzungen können mit dem Eingriff mehr Lebensqualität, Gesundheit und eine Verbesserung der Gelenkfunktion erreichen (Bryant, 2008, in The Journal of Bone and Joint Surgery). Aber auch hier rate ich zur Vorsicht. Es kommt nicht nur darauf an, was auf einem MRT oder CT zu sehen ist. Wesentlich für mich sind dabei die Beschwerden und Schmerzen die der Patient beschreibt. Und ich stelle fest, dass Patienten oftmals gar nicht richtig befragt werden wann genau die Beschwerden auftreten, wobei die Einschränkung auftritt, was der Patient nicht machen kann.</p>
<p>Während eine Kniegelenkspiegelung bei <a href="http://www.yamedo.de/krankheiten/knie/kniescheibenbruch-bruch-der-kniescheibe.html">Knochenverletzungen</a> (vor allem bei sogenannten freien Gelenkkörpern und einer <a href="http://www.yamedo.de/krankheiten/knie/kniegelenkblockierung-blockierung-des-kniegelenk.html">Blockierung des Kniegelenks</a>) oder <a href="http://www.yamedo.de/krankheiten/knie/kreuzbandriss.html">Verletzungen des Bänderapparats</a> durchaus sinnvoll sein kann, halten einige Mediziner den Gewinn einer Operation bei <a href="http://www.yamedo.de/krankheiten/knie/kniearthrose-die-arthrose-im-kniegelenk.html">Kniearthrosen</a> dagegen für kein bißchen größer als den von Gymnastik und Medikamenten.Und das sehe ich genauso, denn: als erstes dazu sollte man wissen, dass der Knorpel und die Menisken im Knie dar keine Schmerzrezeptoren haben. Schmerzrezeptoren bdefinden sich vor allem im Knochen, in den Muskeln und in den Faszien, sowie auch in der Gelenkkapsel. Selbst wenn auch einem Bild eine Arthrose zu sehen ist, bedeutet das nicht zwangsläufig, dass diese für die Schmerzen verantwortlich ist. Aus der Praxis kann ich sagen: 90% aller Patienten mit einer <a href="http://www.yamedo.de/krankheiten/orthopaedie/arthrose.html">Arthrose</a> und Schmerzen im Knie sind nach einer &#8220;Muskel-Faszien-Behandlung&#8221; und Trainingstherapie wieder schmerzfrei. Geeignete Therapien sind zum Beispiel: <a href="http://www.yamedo.de/heilverfahren/Osteopathie.html">Osteopathie</a>, <a href="http://www.yamedo.de/heilverfahren/Schmerztherapie-Liebscher-Bracht.html">Liebscher-Bracht-Therapie</a>, Manuelle Therapie und allgemein <a href="http://www.yamedo.de/heilverfahren/Bewegungstherapie.html">Bewegungstherapien</a>, die aber unbedingt ein <a href="http://www.der-fitnessberater.de/beweglichkeit-stretching.html">Beweglichkeitstraining</a> beinhalten sollten, welches heutzutage extrem vernachlässigt wird &#8211; vor allem weil es dazu zu viele widersprüchliche Studien und Untersuchungen gibt. (Dies ist ein Thema, auf das ich in weiteren Beiträgen noch ausführlicher eingehen werde).</p>
<p><strong>Schauen wir uns mal weitere Studien zu diesem Thema an:</strong></p>
<p>Auch die &#8220;operative Reinigung des Gelenks&#8221;, die sogenannte &#8220;Gelenktoilette&#8221; gilt als überflüssig. Eine <a href="http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/19534013" target="_blank">Untersuchung der Universtitätsklinik Oslo</a> an 168 Patienten kam zu dem Ergebnis, dass eine Kniegelenkspiegelung bei mittleren bis schweren Kniearthrosen keine zusätzliche Verbesserung der Schmerzen, Gelenkfunktion oder Lebensqualität der Patienten im Vergleich zum Einsatz von Physiotherapie und Medikamenten allein erreicht (Risberg, 2009, in The Australian Journal of Physiotherapy).</p>
<p>Zu demselben, ernüchternden Ergebnis kam bereits eine <a href="http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/18784099" target="_blank">Studie</a> der Fowler Kennedy Klinik für Sportmedizin in Kanada, an der 92 Patienten mit Kniearthrose teilnahmen (Kirkley et al., 2008, in The New England Journal of Medicine). Die kanadischen Mediziner sprachen der Kniegelenkspiegelung &#8220;no additional benefit&#8221;, keinen zusätzlichen Nutzen bei Einsatz von Physiotherapie und Arzneimitteln zu. In 2009 titeln daher die Mediziner Anne Mounsey von der University of North Carolina und Bernard Ewigman, University of Chicago, klar und deutlich im <a href="http://www.jfponline.com/pages.asp?id=7419" target="_blank">Journal of Family Practice</a>: &#8220;Arthroscopic surgery for knee osteoarthritis? Just say no.&#8221; <strong></strong></p>
<p><strong>Zu deutsch: Kniegelenkspiegelung bei Kniearthrose? Sagen Sie einfach nein. Dieser Aussage kann ich mich nur deutlich anschließen. Vor allem weil ich weiß, dass bessere Alternativen zur Verfügung stehen.<br />
</strong></p>
<p>Patienten mit Kniearthrose kann ich daher nur raten vor einer eventuellen Operation zu versuchen, die Beschwerden im Rahmen einer physiotherapeutischen Behandlung sowie mit Bewegung und Medikamenten (da gibt es auch Möglichkeiten aus der Alternativen Medizin) zu lindern und die Entscheidung für oder gegen eine Kniegelenkspiegelung wohlüberlegt zu treffen.</p>
<p><strong>Weitere Beiträge von mir zum Thema:</strong></p>
<p><a href="http://der-fitnessberater.de/blog/knieprobleme-bewegungsuebungen-oder-knieoperation/">Was ist besser: Bewegungsübungen oder Knieoperation bei Knieproblemen?</a></p>
<p>Interessantes in diesem Zusammenhang:</p>
<p><a href="http://naturheilt.com/blog/fehldiagnosen-roentgen-notaufnahme/">Röntgenologische Fehldiagnosen in der Notaufnahme</a></p>
<p><a href="http://naturheilt.com/blog/in-deutschland-wird-zuviel-geroentgt/">In Deutschland wird zuviel geröntgt</a></p>
<p>&nbsp;</p>
<iframe src="http://www.facebook.com/plugins/like.php?href=http%3A%2F%2Fwww.yamedo.de%2Fblog%2Fkniegelenkspiegelung-unnoetig-operation-2011%2F&amp;layout=standard&amp;show_faces=true&amp;width=450&amp;action=like&amp;colorscheme=light&amp;height=80" scrolling="no" frameborder="0" style="border:none; overflow:hidden; width:450px; height:80px;" allowTransparency="true"></iframe>]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Tiotropium im Respimat &#8211; Tödliche Kombination?</title>
		<link>http://www.yamedo.de/blog/tiotropium-im-respimat-toedlich-2011/</link>
		<comments>http://www.yamedo.de/blog/tiotropium-im-respimat-toedlich-2011/#comments</comments>
		<pubDate>Tue, 26 Jul 2011 14:44:20 +0000</pubDate>
		<dc:creator>René Gräber</dc:creator>
				<category><![CDATA[Featured]]></category>
		<category><![CDATA[Medikamente]]></category>
		<category><![CDATA[Bronchitis]]></category>
		<category><![CDATA[Lungenkrankheit]]></category>

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		<description><![CDATA[Patienten mit Lungenkrankheiten, wie z.B. der sogenannten &#8220;Raucherlunge&#8221; oder einer schweren, tief sitzenden Bronchitis, bekommen seit einigen Jahren häufig das Medikament Tiotropium, auch unter dem Handelsnamen &#8220;Spiriva&#8221; bekannt, verschrieben. Seit 2007 wird es auch mit dem neuartigen Inhalator &#8220;Respimat&#8221;, der besonders feine Tröpfchen zur Inhalation erzeugt, angeboten. Experten wie der Arzt Sonal Singh von der [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Patienten mit <a href="http://www.yamedo.de/krankheiten/lungenkrankheiten/">Lungenkrankheiten</a>, wie z.B. der sogenannten &#8220;<a href="http://www.yamedo.de/krankheiten/lungenkrankheiten/copd-chronisch-obstruktive-lungenerkrankung.html">Raucherlunge</a>&#8221; oder einer schweren, tief sitzenden <a href="http://www.yamedo.de/krankheiten/Akute-Bronchitis-und-Chronische-Bronchitis.html">Bronchitis</a>, bekommen seit einigen Jahren häufig das Medikament Tiotropium, auch unter dem Handelsnamen &#8220;Spiriva&#8221; bekannt, verschrieben. Seit 2007 wird es auch mit dem neuartigen Inhalator &#8220;Respimat&#8221;, der besonders feine Tröpfchen zur Inhalation erzeugt, angeboten. Experten wie der Arzt Sonal Singh von der Johns Hopkins University in Baltimore / USA berichten nun von möglichen Problemen mit dieser Kombination und empfehlen den Patienten, Tiotropium besser aus einem herkömmlichen Gerät zu inhalieren.<br />
Eine Gruppe von Ärzten um Singh fand in fünf Studien heraus, dass das Todesrisiko von Menschen die Tiotropium mit dem &#8220;Respimat&#8221; benutzen, erhöht ist. 2,6 Prozent derjenigen starben innerhalb eines Jahres. Besonders oft betroffen waren Menschen mit einem <a href="http://www.yamedo.de/krankheiten/herzkrankheiten/index.html">Herzleiden</a>.<br />
Die Firma Boehringer Ingelheim, Hersteller des Medikamentes, wehrte sich gegen die Vorwürfe.<br />
Zu sagen bleibt, dass vor dem Medikament Tiotropium an sich, auf herkömmlichem Vernebelungsweg genutzt, nach heutigen Erkenntnissen nicht gewarnt werden muss.</p>
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		</item>
		<item>
		<title>&#8220;Moderne&#8221; Anti-Babypillen riskanter als &#8220;Alte&#8221;</title>
		<link>http://www.yamedo.de/blog/moderne-anti-babypillen-riskanter-als-alte/</link>
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		<pubDate>Tue, 19 Jul 2011 13:41:46 +0000</pubDate>
		<dc:creator>René Gräber</dc:creator>
				<category><![CDATA[Featured]]></category>
		<category><![CDATA[Medikamente]]></category>
		<category><![CDATA[Anti-Baby-Pille]]></category>
		<category><![CDATA[Nebenwirkungen]]></category>

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		<description><![CDATA[Nichts ist so gut, dass man es nicht noch verbessern könnte, neue Besen kehren gut, aus alt mach neu &#8230; deutsche Sprichworte sind in diesem Bereich vielfältig und auf nahezu alle Bereiche des Lebens anwendbar. Der Kampf &#8220;alt gegen neu&#8221; ist daher auch auf dem Markt der Anti-Babypillen (Kontrazeptiva) immer wieder vorzufinden. Hier geht es [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><em>Nichts ist so gut, dass man es nicht noch verbessern könnte, neue Besen kehren gut, aus alt mach neu</em> &#8230; deutsche Sprichworte sind in diesem Bereich vielfältig und auf nahezu alle Bereiche des Lebens anwendbar.</p>
<p>Der Kampf &#8220;alt gegen neu&#8221; ist daher auch auf dem Markt der Anti-Babypillen (Kontrazeptiva) immer wieder vorzufinden. Hier geht es aber weniger um ein neues Design oder um Modernität, sondern um medizinischen Fortschritt. Fortschritt, der sich durchaus im Detail bemerkbar machen kann &#8211; in diesem Fall jedoch negativ. Aber was kann die neue Generation der Anti-Babypillen, was die altbewährten Produkte nicht können?</p>
<p><strong>Der Preis der Unabhängigkeit &#8211; mit Nebenwirkungen</strong></p>
<p>Die Anti-Babypille feierte erst jüngst ihren 50sten Geburtstag. Zu Beginn eher skeptisch betrachtet, verhalf diese kleine und unscheinbare Pille aber bald zahlreichen Frauen zur sexuellen Unabhängigkeit und Sicherheit. Die Zahl der ungewollten Schwangerschaften sank beachtlich &#8211; und vor allem deshalb wollen heute nur noch die wenigsten Frauen auf die Pille als Verhütungsmittel verzichten.</p>
<p>Den Gefahren und Nebenwirkungen, die mit der Einnahme einhergehen, sind sich die meisten durchaus bewusst. Nur die wenigsten Frauen wissen aber, dass es mit den &#8220;Alten&#8221; etwas weniger risikoreich gehen kann. Denn diese setzen &#8211; anders als die moderne Standardpille &#8211; auf eine vollkommen andere, hormonelle Zusammenstellung. Während die neuen Pillen fast alle auf eine Mischung der beiden weiblichen Geschlechtshormone Östrogen (in den meisten Fällen Ethinylestradiol) und auf neuartigen Gestagen (Drospirenon oder Dienogest) setzen, wird bei den älteren Pillen nach wie vor ausschließlich das bewährte Gestagen Levonorgestrel verwendet.</p>
<p><strong>Welche Nebenwirkungen in der neuen Generation zu beobachten sind</strong></p>
<p>Wie sich in Studien aus dem Jahre 2009 zeigte, birgen vor allem Pillen mit den sehr modernen Zusammenstellungen ein erhöhtes Risiko der Blutgerinnselbildung in den Gefäßen des Körpers. Laut dieser Studien leiden etwa 30 bis 40 von 100.000 Frauen, die über längere Zeit eine neuartige Pille eingenommen haben, später unter Thrombose. Bei den älteren Pillen sind es nur etwa 20 von 100.000 Frauen.</p>
<p>Unter den neuen unter den getesteten Pillenpräparaten waren übrigens die bekannten und häufig verschriebenen Pillen Desmin, Yasmin, Aida, Petibelle, Femovan, Valette, Lovelle, Minulet und auch Marvelon &#8211; um nur einige zu nennen. Das Erschreckende: Laut dem <a href="http://www.barmer-gek.de/barmer/web/Portale/Presseportal/Subportal/Presseinformationen/Aktuelle-Pressemitteilungen/110615-Arzneimittelreport-2011/PDF-Arzneimittelreport-2011,property=Data.pdf" target="_blank">Arzneimittelreport 2011</a> der Barmer GEK gehören viele der oben genannten Pillen zu den 20 am häufigsten verordneten Arzneimitteln in Deutschland.</p>
<p><strong>Warum werden risikoreiche, neue Mittel eher verschrieben als altbewährte und weniger gefährliche?</strong></p>
<p>Der Grund liegt laut Professor Dr. Gerd Glaeske, Reportherausgeber und Leiter der Arzneimittelbewertungen der Stiftung Warentest, wahrscheinlich an der intensiven Werbung und dem &#8220;Marketinggeklingel der Firmen&#8221;, von dem sich Ärzte einfach zu sehr beeinflussen lassen. Die noch unter Patentschutz stehenden Präparate werden in den meisten Fällen nämlich sehr viel intensiver beworben, als die älteren.</p>
<p>Doch wie kann Frau sich dagegen wehren und wappnen, mit einer neuen Pille ausgestattet zu werden? Ganz einfach: Sie sollte auf ein älteres und möglichst niedrig dosiertes Standardpräparat bestehen. Denn diese verhüten genauso zuverlässig, sind aber erheblich risikoärmer als ihre &#8220;Nachfolger&#8221;.</p>
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		</item>
		<item>
		<title>Die alten Ägypter hatten Herzleiden, jedoch keinen Krebs</title>
		<link>http://www.yamedo.de/blog/aegypter-hatten-herzleiden-keinen-krebs-2011/</link>
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		<pubDate>Thu, 14 Jul 2011 10:40:55 +0000</pubDate>
		<dc:creator>René Gräber</dc:creator>
				<category><![CDATA[Featured]]></category>
		<category><![CDATA[Krankheit]]></category>
		<category><![CDATA[Arteriosklerose]]></category>
		<category><![CDATA[krebs]]></category>

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		<description><![CDATA[Wer ein wenig neugierig auf die Welt und ihre Geschichte ist, möchte auch gern wissen, wie die Menschen in anderen Zeitaltern gelebt haben. Wie war es mit der Hygiene mit Mittelalter? Welche Krankheiten hatte man in der Antike? Und ich bin nicht der Einzige, den soetwas interessiert, denn dafür gibt es die medizinisch-historische Forschung. Forscher [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Wer ein wenig neugierig auf die Welt und ihre Geschichte ist, möchte auch gern wissen, wie die Menschen in anderen Zeitaltern gelebt haben. Wie war es mit der Hygiene mit Mittelalter? Welche Krankheiten hatte man in der Antike? Und ich bin nicht der Einzige, den soetwas interessiert, denn dafür gibt es die medizinisch-historische Forschung. Forscher aus Kalifornien und Ägypten haben die heute erhältlichen technischen Gerätschaften genutzt, um mal in ägyptische Mumien &#8220;hineinzuschauen&#8221;.</p>
<p>Die computertomografische Untersuchung von 52 ägyptischen Mumien im Antikenmuseum in Kairo brachte eine Überraschung: Ein unerwartet hoher Anteil der alten Ägypter litt an <a href="http://www.yamedo.de/krankheiten/gefaesserkrankung/arteriosklerose-arterienverkalkung.html">Arterienverkalkung</a>.</p>
<p>Eine Pharaonentochter, die vor rund 3.500 Jahren verstorbene Prinzessin Ahmose-Meryet-Amun, war extrem betroffen. Fast alle ihrer in der Computertomografie sichtbaren Arterien wiesen sklerotische Veränderungen auf. An zwei von ihren drei Hauptkoronararterien ließ sich Arteriosklerose diagnostizieren. Heutzutage wäre sie aufgrund der <a href="http://www.yamedo.de/krankheiten/gefaesserkrankung/arterielle-verschlusskrankheit.html">arteriellen Verschlußkrankheit</a> (AVK) eine klare Kandidatin für eine Bypass-Operation. Es ist möglich, dass ihr Tod im Alter von etwa vierzig Jahren infolge eines <a href="http://www.yamedo.de/krankheiten/herzkrankheiten/herzinfarkt.html">Herzinfarktes</a> eintrat.</p>
<p>Von den 52 untersuchten Mumien besaßen 44 noch erhaltene Arterien. Von diesen 44 Mumien litten zu Lebzeiten 20 an Arterienverkalkung. Bei drei Mumien lag eine Verkalkung der <a href="http://www.yamedo.de/krankheiten/herzkrankheiten/">Herzkranzgefäße</a> vor. Während die von Arteriosklerose betroffenen Mumien mit durchschnittlich 45 Jahren verstorben waren, betrug das Sterbealter der Mumien ohne Gefäßverkalkungen nur 34,5 Jahre. Selbst wenn die durchschnittliche Lebenserwartung damals deutlich unter der heutigen lag, erstaunt es die Forscher, dass bei den alten Ägyptern bereits in einem Alter von Mitte Vierzig Arteriosklerose so häufig auftrat. <strong>Arteriosklerose gilt heute zum einen als Erkrankung vorwiegend älterer Menschen, zum anderen als Zivilisationskrankheit.</strong></p>
<p>Da es sich bei Mumien um einst recht wohlhabende Menschen handelt, kann davon ausgegangen werden, dass sie sich abwechslungsreich ernährt haben. Neben Getreideprodukten, darunter Brot und auch Bier, dürfte es sich dabei vorrangig um Obst und Gemüse sowie gelegentlich Fleisch und Fisch gehandelt haben. Die Ernährung war also fettarm und eine Arteriosklerose nicht begünstigend. Als Prinzessin war Ahmose-Meryet-Amun wahrscheinlich auch häufiger aktiv.</p>
<p><strong>Warum trotz einer gesunden Ernährung Arteriosklerose im alten Ägypten so häufig auftrat, wird nun lebhaft diskutiert.</strong> Gregory Thomas, Universität von Kalifornien in Irvine, und Adel Allam, sein Kolleg von der Al Azhar Universität in Kairo, stellen hierzu drei Theorien in den Raum:</p>
<ul>
<li>Erstens könnte eine genetische Veranlagung der alten Ägypter für die Entwicklung einer Arteriosklerose bestanden haben. Wie bekannt ist, sind auch heute Personen genetisch dafür prädestiniert.</li>
</ul>
<ul>
<li>Zweitens könnten damals häufigere Parasiteninfektionen verantwortlich gewesen sein, welche im Körper chronische Entzündungen auslösten, die ihrerseits Arteriosklerose begünstigten.</li>
</ul>
<ul>
<li>Drittens ist im Fall der besonders stark betroffenen Prinzessin Ahmose-Meryet-Amun ihr privilegierter Status heranzuziehen, der ihr regelmäßigen Zugang zu fettreichen Luxus-Lebensmitteln wie Butter, Käse sowie deutlich mehr Fleisch ließ. Das Konservieren von Nahrung mit Salz bedeutete einen weiteren Risikofaktor.</li>
</ul>
<p><strong>Verkalkung &#8211; aber keine Krebserkrankungen</strong></p>
<p>Untersuchungen an Mumien ergaben noch einen auffälligen Befund: Die alten Ägypter erkrankten nicht an <a href="http://www.yamedo.de/krankheiten/krebs/">Krebs</a>. Unter letztendlich mehreren Hundert untersuchten Mumien wies lediglich eine Krebsanzeichen auf. Professor R. David von der Universität Manchester folgert daraus, dass Krebs eine Zivilisationskrankheit ist, verursacht von Luftverschmutzung, industriell bearbeiteten Lebensmitteln und modernem Lebensstil. Nach seiner Überzeugung existiert in einer natürlichen Umgebung nichts Krebserregendes.</p>
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		<title>Chinesisches Heilkraut reduziert Allergie-Symptome</title>
		<link>http://www.yamedo.de/blog/chinesisches-heilkraut-reduziert-allergie-symptome-2011/</link>
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		<pubDate>Mon, 11 Jul 2011 11:06:10 +0000</pubDate>
		<dc:creator>René Gräber</dc:creator>
				<category><![CDATA[Featured]]></category>
		<category><![CDATA[Heilverfahren]]></category>
		<category><![CDATA[Allergie]]></category>
		<category><![CDATA[TCM]]></category>

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		<description><![CDATA[Frühling und Sommer sind die klassischen Jahreszeiten, die den Allergikern unter uns das Leben schwer machen. Allerdings scheint auch gegen hartnäckige Allergien ein natürliches Kraut gewachsen zu sein, denn in der Traditionellen Chinesischen Medizin (TCM) gibt es ein pflanzliches Heilmittel, das die meisten typischen Allergiesymptome nachweislich lindert. Das pflanzliche Heilmittel Xin-yi-san (XYS), das aus getrockneten [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: justify;">Frühling und Sommer sind die klassischen Jahreszeiten, die den Allergikern unter uns das Leben schwer machen. Allerdings scheint auch gegen hartnäckige <a href="http://www.yamedo.de/krankheiten/allergie/">Allergien</a> ein natürliches Kraut gewachsen zu sein, denn in der <a href="http://www.yamedo.de/heilverfahren/Traditionelle-Chinesische-Medizin.html">Traditionellen Chinesischen Medizin</a> (TCM) gibt es ein pflanzliches Heilmittel, das die meisten typischen Allergiesymptome nachweislich lindert. <span id="more-1052"></span></p>
<p style="text-align: justify;">Das pflanzliche Heilmittel Xin-yi-san (XYS), das aus getrockneten Magnolienblüten hergestellt wird, reduziert bei Menschen, die an Hausstauballergie, Tierhaarallergie sowie an Sporenallergien leiden, die typischen Allergiesymptome.</p>
<p style="text-align: justify;">In einer Studie, an der 100 Allergiker beteiligt waren, bekamen 56 Teilnehmer für die Dauer von drei Monaten ein XYS-Präparat, dem Rest der Teilnehmer wurde ein Placebo verabreicht.<br />
<strong>Erscheinungen wie häufiges Niesen und das Anschwellen der Nasenschleimhäute haben nach Einsatz des Mittels XYS bei der Versuchsgruppe dramatisch nachgelassen.</strong></p>
<p style="text-align: justify;">In der Traditionellen Chinesischen Medizin wird XYS oft in Kombination mit anderen Kräutern verabreicht, Forscher der Chang Gung Universität in Taiwan haben allerdings bewiesen, dass es auch völlig eigenständig wirkt.</p>
<p style="text-align: justify;">XYS-Präparate werden derzeit in der EU noch frei gehandelt. Allerdings nur noch, bis die Bestände erschöpft sind. Danach wird XYS ausschließlich nach dem Besuch eines Heilpraktikers der Traditionellen Chinesischen Medizin erhältlich sein.</p>
<p style="text-align: justify;">Nach der „Richtlinie für traditionelle pflanzliche Arzneimittel“ ist innerhalb der EU der Verkauf von nicht-zugelassenen Naturheilmitteln verboten, die nicht bereits seit mindestens 30 Jahren auf dem Markt sind.</p>
<p style="text-align: justify;">Allerdings besitzt keines der chinesischen Naturheilmittel eine Zulassung oder ist länger als 30 Jahre im Handel erhältlich. Das bedeutet im Klartext: Wenn die noch vorhandene Lagerbestände aufgebraucht sind, werden nach aktueller Gesetzeslage die traditionellen Naturheilmittel europaweit verschwinden.</p>
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		<title>Ratiopharm: Verurteilt wegen Bestechlichkeit</title>
		<link>http://www.yamedo.de/blog/ratiopharm-verurteilt-wegen-bestechlichkeit-2011/</link>
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		<pubDate>Fri, 08 Jul 2011 12:33:43 +0000</pubDate>
		<dc:creator>René Gräber</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Featured]]></category>
		<category><![CDATA[Bestechung]]></category>
		<category><![CDATA[Medikamente]]></category>
		<category><![CDATA[Ratiopharm]]></category>

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		<description><![CDATA[Letztes Jahr sind zwei niedergelassene Ärzte vom Amtsgericht Ulm wegen Bestechlichkeit verurteilt worden. Was war geschehen? Die beiden Ärzte einer Praxisgemeinschaft/Doppelpraxis hatten einen Deal mit der Firma Ratiopharm. Dieser besagte, dass für jede Ratiopharm-Verschreibung die Ärzte um die 8 Prozent vom Abgabepreis erhalten würden. Mit anderen Worten: Je mehr Ratiopharm-Produkte die Ärzte verschrieben, desto mehr [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Letztes Jahr sind zwei niedergelassene Ärzte vom Amtsgericht Ulm wegen Bestechlichkeit verurteilt worden. <strong></strong></p>
<p><strong>Was war geschehen?</strong></p>
<p>Die beiden Ärzte einer Praxisgemeinschaft/Doppelpraxis hatten einen Deal mit der Firma Ratiopharm. Dieser besagte, dass für jede Ratiopharm-Verschreibung die Ärzte um die 8 Prozent vom Abgabepreis erhalten würden. Mit anderen Worten: Je mehr Ratiopharm-Produkte die Ärzte verschrieben, desto mehr Vergütung erhielten sie von der Firma als nettes, fettes Zubrot. Auf diese Weise haben beide Docs zwischen 2002 und 2005 19.000 Euro dazu verdient. Als Belohnung nun wurden die Mediziner vom Gericht zu einem Jahr Haft auf Bewährung verdonnert und jeder darf 20.000 Euro Strafe zahlen.</p>
<p><strong>Zwei Ärzte &#8211; Zerrbild für alle?</strong></p>
<p>Wer aber jetzt glaubt, dass es sich hier um einen Einzelfall handelt, der irrt. Inzwischen sind über 3000 Fälle aktenkundig geworden, bei denen oft gerade Ratiopharm seine Hände im Spiel hat. Die Firma führt keine Originalwaren, sondern ausschließlich Generika. Da kann man halt nicht mit Forschung und Innovation angeben, sondern muss die Scharte mit marketingtechischen Mitteln auswetzen.</p>
<p>Zumindest auf diesem Gebiet hat sich die Firma seit geraumer Zeit als innovativ bewährt. So zeigte sich einer der beiden verurteilten Ärzte als aufgebracht, weil die anderen 2999 nicht auch mit verurteilt worden sind. So sind angeblich „Tausende Ermittlungsverfahren in der Ratiopharm-Affäre gegen Zahlungen von Geldbußen eingestellt worden“. Diese Aussage bestätigt, dass diese Vorgehensweise bei Ratiopharm System hat und keinen Einzelfall darstellt. Unsere beiden Verurteilten dagegen hatten das Bußgeld nicht bezahlen wollen und es auf einen Prozess ankommen lassen.</p>
<p><strong>Was steckt dahinter?</strong></p>
<p>Die Presse feiert dieses eine Urteil als Sieg des Rechtsstaats über die Gier von Ärzten und Pharmaindustrie. Natürlich ging sofort eine akademische Diskussion los, ob denn überhaupt das Annehmen von Geld von der Pharmaindustrie den Tatbestand der Bestechlichkeit erfüllt. Auch andere juristische Klauseln werden heiß diskutiert, so etwa, ob ein Arzt überhaupt wegen Bestechlichkeit verurteilt werden kann und ob gesponsorte Ärztereisen strafbar sind usw.</p>
<p>Wie dem auch sei, diese langweilige Diskussion um der Diskussion Willen weigert sich standhaft, sich mit den wirklichen Gegebenheiten auseinanderzusetzen. Sie scheint vielmehr von der Realität und deren Ungeheuerlichkeit ablenken zu wollen.</p>
<p><strong>Ich weiß nicht, was soll es bedeuten&#8230; </strong></p>
<p>Ob ein Arzt es will oder nicht, aber auch er muss trotz seines Status als &#8220;Halbgott in Weiß&#8221; seine Brötchen selbst verdienen. Ob er es mag oder nicht, aber seine Praxis unterliegt den Gesetzen der Marktwirtschaft und muss daher rentabel arbeiten. Von daher sind die niedergelassenen Ärzte gezwungen, ihre Unkosten so klein wie nur möglich zu halten, nicht zuletzt, weil die Möglichkeiten, das Einkommen zu steigern, weitestgehend beschränkt sind. Denn die Leistungen für Kassenpatienten werden von der Krankenkasse diktiert. Einträglich sind nur Privatpatienten, aber von denen gibt es nicht furchtbar viele. Und mehr Kassenpatienten behandeln wollen sprengt dann irgendwann auch einmal den 24-Stunden-Tag. Von daher ist es nicht sonderlich verwunderlich, wenn auch die Herren Mediziner einmal nach einer kostenfreien Vergünstigung oder einer „Lohnerhöhung“ schmachten, denn man hat ja nicht umsonst studiert, oder?</p>
<p>Das dies nun über diese fragwürdige Schiene läuft, wird zum Gegenstand einer überflüssigen Diskussion gemacht, die auf fast perfekte Weise von den Vorgängen im Gesundheitswesen und der Verflechtung der Pharmaindustrie ablenkt. Hier sind es auf einmal fragwürdige Mediziner, die sich „unrechtmäßig“ bereichern wollen. Aber was ist mit der Pharmafirma, die dieses Angebot erst ermöglicht hat, indem sie es angeboten hat?</p>
<p><strong>Oder haben diese 3000 Ärzte die arme Firma bzw. Firmen gezwungen, diese Vereinbarungen anzubieten? Ist es nicht vielmehr so, dass die Initiative für fragwürdige Praktiken wieder einmal von der Pharmaindustrie ausgegangen ist? </strong></p>
<p>Klar, dass auch hier wieder deutlich wird, dass es immer noch nicht um den Patienten geht, wenn Arzt und Pharmaindustrie sich zusammenraufen. Aber diese 20.000 Euro für die beiden Docs und die 200 Euro mal 2999 andere Sündenböcke sind doch keine Summen gegen die organisierte Abzocke bei Schweinegrippeimpfung, fragwürdigen Medikamenten, die jedes Jahre Milliarden Umsatz machen, bis dass die Medikamente vom Markt genommen werden müssen, weil man die tödlichen Nebenwirkungen nicht mehr verheimlichen kann und andere Kapriolen.</p>
<p>Ratiopharm hat sich im Existenzkampf gegen die forschende Industrie was Besonderes einfallen lassen, was im Prinzip der Pharmaindustrie würdig ist. Peinlich ist nur, dass man hier mit Krümeln um sich wirft und sich dabei auch noch erwischen lässt. Also, im Westen nichts Neues – die Kleinen werden immer noch gehängt, während die Großen so weiter machen dürfen wie bisher.</p>
<p><em>Es ist eine alte Weise,<br />
doch bleibt sie immer neu.<br />
Und wem sie just passieret,<br />
dem bricht das Herz entzwei.<br />
(Heinrich Heine, Buch der Lieder)</em></p>
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		<title>Opioide nicht so wirksam wie gedacht</title>
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		<pubDate>Wed, 06 Jul 2011 11:00:42 +0000</pubDate>
		<dc:creator>René Gräber</dc:creator>
				<category><![CDATA[Featured]]></category>
		<category><![CDATA[Medikamente]]></category>
		<category><![CDATA[krebs]]></category>
		<category><![CDATA[Opioide]]></category>
		<category><![CDATA[Schmerzmittel]]></category>
		<category><![CDATA[Tumor]]></category>

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		<description><![CDATA[Opioide wurden bisher als wirksame Schmerzmittel auch bei Nicht-Tumorpatienten eingesetzt. Jetzt hat sich jedoch herausgestellt, dass sie nicht unbedingt Vorteile gegenüber anderen Schmerzmitteln haben. Bei einer Langzeitbehandlung sind die Nebenwirkungen sogar höher einzuschätzen als die schmerzstillende Wirkung. Diese Erkenntnis ergab eine aufwendige wissenschaftliche Auswertung, die aus der die S3-Leitlinie hervor ging. Prof. Dr. Christoph Stein [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Opioide wurden bisher als wirksame <a href="http://www.yamedo.de/krankheiten/Chronische-Schmerzen.html">Schmerzmittel</a> auch bei Nicht-Tumorpatienten eingesetzt. Jetzt hat sich jedoch herausgestellt, dass sie nicht unbedingt Vorteile gegenüber anderen Schmerzmitteln haben. Bei einer Langzeitbehandlung sind die Nebenwirkungen sogar höher einzuschätzen als die schmerzstillende Wirkung. Diese Erkenntnis ergab eine aufwendige wissenschaftliche Auswertung, die aus der die S3-Leitlinie hervor ging.</p>
<p><strong>Prof. Dr. Christoph Stein der Freien Universität Berlin erklärt, dass Opioide bei chronischen Schmerzen keine gravierende Wirkung zeigen.</strong> Bei einer langen Anwendungsdauer könnten sogar Nebenwirkungen wie Suchtprobleme oder Aufmerksamkeitsstörungen auftreten. Dieser negative Aspekt sollte unbedingt beachtet werden. Zudem solle die Behandlung mit Physiotherapie oder Problemlösestrategien begleitet werden.</p>
<p>Prof. Rolf-Detlef Treede, der Präsident der DGSS berichte über die S3-Leitlinie, dass Opioide bei nicht-tumorbedingten Schmerzen kaum Linderung verschaffen. Sie werden normalerweise nach Operationen oder bei Patienten mit <a href="http://www.yamedo.de/krankheiten/krebs/">Krebs</a> eingesetzt, können bei <a href="http://www.yamedo.de/symptome/gelenkschmerzen.html">Gelenkschmerzen</a> oder <a href="http://www.yamedo.de/krankheiten/orthopaedie/rueckenschmerzen.html">Rückenschmerzen</a> jedoch nicht auffallend gut helfen. Bei einer längeren Anwendung verringert sich die Wirkung sogar.</p>
<p>Die ausführliche wissenschaftliche Auswertung bezüglich der Wirksamkeit von Opioiden verschafft erstmals Klarheit und wichtige Erkenntnisse. Die DGSS beauftragte dazu ein Team aus 35 Experten, welches anerkannte Studien aus über 960 veröffentlichten Quellen auswertete. Dabei wurden Opioide und NSAIDs untersucht. Anschließend gab das Team Behandlungsempfehlungen für Patienten mit nicht-tumorbedingte Schmerzen ab. Durch diese Behandlungsleitlinie sollen solche Patienten mit den richtigen Schmerzmittel versorgt werden.</p>
<p><strong>Weitere Informationen zum Thema:</strong></p>
<ul>
<li><a href="http://www.yamedo.de/blog/homoeopathie-und-gehirntumore-2011/">Homöopathie und Gehirntumore</a></li>
</ul>
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