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	<title>Yamedo BLOG&#187; Leads</title>
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	<description>Wirksame und Nebenwirkungsfreie Therapien aus der Naturheilkunde und Alternativmedizin</description>
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		<title>Die Heilslehre der Genetik – Oder: das vertrackte Genom</title>
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		<pubDate>Tue, 17 Jan 2012 17:33:46 +0000</pubDate>
		<dc:creator>René Gräber</dc:creator>
				<category><![CDATA[Leads]]></category>
		<category><![CDATA[Genetik]]></category>

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		<description><![CDATA[Es war einmal… vor 10 Jahren, da begab es sich, dass ein paar tollkühne Genetiker vor die Welt traten und verkündeten, dass das Himmelreich nahe sei. Denn mit der Entzifferung des menschlichen Erbguts werde alles gut. Die Welt bräuchte fortan nicht mehr zu leiden unter den &#8220;großen Geißeln&#8221; der Menschheit, denn die Genetik wäre nun [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Es war einmal… vor 10 Jahren, da begab es sich, dass ein paar tollkühne Genetiker vor die Welt traten und verkündeten, dass das Himmelreich nahe sei. Denn mit der Entzifferung des menschlichen Erbguts werde alles gut. Die Welt bräuchte fortan nicht mehr zu leiden unter den &#8220;großen Geißeln&#8221; der Menschheit, denn die Genetik wäre nun in der Lage, alle diese schlimmen Krankheiten zu besiegen. Und da viele dieser tollkühnen Überflieger noch nicht gestorben sind, behaupten sie diesen Schwachsinn auch heute noch.</p>
<p>Heute zeigt die Realität, dass die Ideen von damals mehr utopischen Charakter hatten und besser in ein Drehbuch für einen Science-Fiction-Film passen. Denn wenn noch nicht einmal die genaue Genzahl des Menschen bekannt ist, wie kann man dann entschlüsseln und entziffern?</p>
<p><span id="more-1224"></span></p>
<p>Wenn man die Literatur durchstöbert, auf der Suche nach Quellen über die genaue oder auch nur ungefähre Anzahl der Gene beim Menschen, dann kommt man sich vor wie in einem Großkaufhaus. Es wird eine Unzahl an Zahlen gehandelt, von 20.000 bis 35.000 ist alles dabei. In früheren Zeiten, also im Jahre 0 der Genetik oder 2001 A.D., war man noch überzeugt, dass mit Größe und Komplexität einer Gattung auch deren Genzahl zunahm. Natürlich waren wir Menschen, als Krone der Schöpfung, auch mit den meisten Genen ausgestattet. Leider war bzw. ist dem nicht so. Es stimmt zwar, dass die Zahl der Basenpaare, also die Genomgröße, beim Menschen deutlich größer ist als zum Beispiel beim Regenwurm. Aber die Anzahl der Gene scheint mit der Anzahl der Basenpaare nur indirekt etwas zu tun zu haben.</p>
<p><strong>Ein Beispiel:</strong> Wenn Bierhefe (Prost!) 12,1 Millionen Basenpaare hat und 6034 Gene, dann müssten der Mensch mit seinen 3,2 Milliarden Basenpaaren etwa 1,6 Millionen Gene besitzen. Der höchste Wert, den ich finden konnte, lag aber bei nur 35.000 Genen. Wer also hat da die restlichen 1,5 Millionen und mehr Gene unterschlagen? Oder gibt es die wirklich nicht? Man könnte jetzt meinen, dass 35.000 Gene leichter zu erforschen seien als 1,6 Millionen, und dass alles übersichtlicher wäre aufgrund der deutlich kleineren Zahl. Ist es aber nicht. Es wird deutlich komplizierter, nicht zuletzt weil die Basenpaare eine unbekannte Korrelation zu den tatsächlich aktiven Genen haben. Und dieses Zusammenspiel scheint derartig komplex und &#8220;verwirrwarrt&#8221; zu sein, dass eine schnelle und saubere Entwirrung und Erklärung des gesamten Sachverhalts Zukunftsmusik ist.</p>
<p><strong>Alles doch nicht ganz so einfach &#8230;</strong></p>
<p>Und so ist es dann auch gekommen, wie es kommen musste: Statt zügiger Veröffentlichung von genetischen Landkarten, Genomen und medizinischen Lösungen, die auf dem neu gewonnenen Wissen basierten, gab es nur langsame und mühsame Erkenntnisse. Die einzige Erkenntnis, die schnell gewonnen wurde, war, dass alles viel komplizierter ist, als man zuvor gedacht hatte. Denn ursprünglich hegten die Wissenschaftler die irrige Meinung, dass man nur das gesamte Erbgut zu entziffern brauchte &#8211; wie man einen Geheimcode knackt &#8211; und schon hatte man schwarz auf weiß das Geheimnis des Lebens in der Hand. Krankheiten könnten aufgrund der Abweichungen von der Norm ausgemacht werden.</p>
<p>Und die dazugehörigen Therapien? Sollten diese Leute wirklich so blauäugig gewesen sein, zu glauben, dass genetisch bedingte Erkrankungen durch ein einfaches Reparieren oder Austauschen des beschädigten Gens zu heilen sind? Wie in der Autoreperaturwerkstatt? Falsch gedacht.  Abgesehen davon, dass der menschliche Organismus &#8220;lebt&#8221; und man nur schlecht eingreifen kann. Be einem lebenden Menschen ist es auch dann unmöglich, selbst wenn es diese Option geben würde. Denn es ist nicht nur ein zu lokalisierendes Teil, das ausgetauscht werden müsste. Dann müsste man etliche Milliarden Körperzellen reparieren, weil eine genetische Erkrankung in jeder Körperzelle vorliegt.</p>
<p><strong>Das falsche Yin-Yang westlicher Wissenschaft</strong></p>
<p>Wo viel Licht ist, ist auch viel Schatten. Wo viel falsche Begeisterung ist, ist auch viel falsche Angst. Genauso wie die verrückten Allmachtsträume der Wissenschaft nichts mit der Realität zu tun haben, hat auch die Angst vor der Wissenschaft und die damit gekoppelte Wissenschaftsfeindlichkeit der Nicht-Wissenschaftler nichts mit der Realität zu tun. Es gibt überhaupt keinen Grund, sich vor der Wissenschaft zu fürchten. Denn die Wissenschaft ist, wenn sie ordentlich betrieben wird, nichts als ein Instrument, ganz wie Messer und Gabel. Und wer hat schon Angst vor Messer und Gabel? Wenn Sie mal jemanden sehen, der mit den Fingern isst, das muss dann jemand sein, der sich vor dem Esswerkzeug fürchtet. Oder ist es nur eine andere Sichtweise auf die Dinge? Eine Furcht vor der Wissenschaft und ein ewiges, langweiliges Kritisieren der Wissenschaft als solche nimmt nur die in Schutz, vor denen wir wirklich Angst haben sollten: Die Machtmenschen. Sie nutzen die Ergebnisse der Wissenschaft für ihre eigenen Bedürfnisse aus. Das ist aber eine ganz andere Kiste als über die Wissenschaft neues Wissen zu erlangen.</p>
<p>Dieser ganze Kritikrummel um die “Allmacht der Wissenschaftler”, den “gläsernen Menschen” usw. ist nichts als die andere Seite der Medaille von Übermut und Überschätzung der Wissenschaft. Denn einer Ablehnung neuer wissenschaftlicher Erkenntnisse müsste konsequenterweise auch eine Abschaffung längst eingeführter Ergebnisse der Wissenschaft folgen. Wenn Wissenschaft etwas so Schreckliches ist, das in Grund und Boden verdammt werden muss &#8211; weil so fürchterlich gefährlich und unberechenbar &#8211; dann müssen wir alles Fluggerät, Autos, Medizin, Computer usw. auch mit abschaffen. Denn das alles ist Resultat wissenschaftlicher Bemühungen. Aber wer will schon wieder zurück ins Mittelalter?</p>
<p><strong>Keine Furcht, sondern gesunde Kritikfähigkeit ist gefragt</strong></p>
<p>Es gibt also keinen Grund, die Wissenschaft oder in diesem Fall die Genetik zu verdammen oder zu fürchten. Man hat vielmehr allen Grund, die Leute zu fürchten, die mit zu viel oder zu wenig Wissen diese Wissenschaft hoch leben lassen oder zutiefst verdammen wollen. Und dies ist kein spezifisches Problem der Genetik. Dies ist ein Vorgang, der bei praktisch jeder Form von Wissenschaft vorgekommen ist und immer wieder vorkommt: Auf der einen Seite überzogene und oft völlig falsche Erwartungen (Beispiel: &#8220;genetisch manipulierte Nahrungsmittel beseitigen den Welthunger&#8221;), auf der anderen Seite irrationale Ängste (&#8220;die Genetik macht aus uns allen Klone, die nur noch eine bestimmte Handbewegung machen können&#8221;).</p>
<p>Die Realität scheint eher zu sein, dass die Genetik im Essen den Welthunger nicht beseitigen kann, weil dessen Ursache mit Genetik nichts zu tun hat. Und das Wissen um die Grundlagen der Vererbung immer noch hauchdünn ist, dass man überhaupt nicht weiß, welche Konsequenzen ein Eingriff in die Genetik von Pflanzen mit sich bringt. Immerhin wurde versucht, Getreidesorten genetisch so zu verändern, dass sie mehr Ertrag abwarfen. Das taten sie dann auch, aber nur im Gewächshaus. Einmal auf die natürliche Scholle ausgesät, lieferten sie nicht mehr oder sogar weniger als „normales“ Getreide ab. Es traten auch noch andere Probleme auf, z.B. als Konkurrenten zum normalen Getreide, Erkrankungen etc. Wenn die Genetik also den Schlüssel des Wissens mit der Entzifferung des genetischen Codes in der Hand hält, dann bleibt unverständlich, warum das genmanipulierte Getreide sich nicht wissenschaftlich verhält. Und wer hier das “Ende des Unwissens” verkündet, der zeigt entweder wie unwissend er wirklich ist oder er macht Marketing für Gen-Produkte, mit denen man viel Geld machen kann, wenn nur genug Leute an die falsche Allmacht der Genetik glauben.</p>
<p><strong>Zellkern-DNA &#8211; die eine Hälfte der Miete</strong></p>
<p>Die Konzentration auf die Zellkern-DNA scheint nicht nur den wissenschaftlichen Erkenntnisfortschritt zu fördern, sondern zugleich auch zu hemmen. Es ist nicht zu leugnen, dass eine Entschlüsselung des menschlichen Genoms ein wissenschaftlicher Fortschritt wäre. Die ersten Schritte dazu sind ja dann auch unternommen worden. Aber bis heute sind die 20.000 oder 35.000 oder wie viel Gene des Menschen nicht vollständig erschlossen worden. Man weiß nicht einmal, wie viele Gene der Mensch denn nun wirklich hat. Sachen, die ich nicht kenne, kann ich auch nicht analysieren. Aber dass, was man zwischenzeitlich hat entschlüsseln können, ist eine Bereicherung für die Grundlagenforschung. Eine praktische Anwendung im medizinischen Bereich gibt es kaum bzw. gar nicht. Denn die Arbeit der Gene scheint nicht mit dieser Gradlinigkeit abzulaufen, die zuvor als Modell angenommen worden ist. Das mag vielleicht bei Einzellern so gegeben sein, die oft mit einem reduzierten Satz an Genen auskommen müssen. Aber beim Menschen können Gene komplett verschiedene Aufgaben übernehmen, sich gegenseitig kontrollieren, stumm sein etc. Diese Eigenschaften kann man leider nicht unter einem Mikroskop erkennen. Somit ist es schon ein großes Rätselraten, welche der 3,2 Milliarden Basenpaare für die 20.000 bis 35.000 Gene zuständig sind. Aber die richtige Beantwortung all dieser Fragen ist nur die Hälfte der Miete.</p>
<p>Für die Strukturierung des Lebens ist die Zellkern-DNA nicht hauptsächlich, aber mit verantwortlich. Denn es gibt andere Faktoren, ohne die Leben nicht möglich wäre. Denn es gibt nicht nur DNA im Zellkern, sondern auch außerhalb des Kerns. Es gibt DNA in den Mitochondrien, die allerdings anders strukturiert ist. Sie liegt nicht als Strang, sondern als Ring vor. Des Weiteren gibt es die Epigenetik: <em></em></p>
<p><em>“Die Epigenetik ist ein Spezialgebiet der Biologie. Sie befasst sich mit Zelleigenschaften (Phänotyp), die auf Tochterzellen vererbt werden und nicht in der DNA-Sequenz (dem Genotyp) festgelegt sind. Hierbei erfolgen Veränderungen an den Chromosomen, wodurch Abschnitte oder ganze Chromosomen in ihrer Aktivität beeinflusst werden. Man spricht infolgedessen auch von epigenetischer Veränderung bzw. epigenetischer Prägung. Die DNA-Sequenz wird dabei jedoch nicht verändert.”</em> (Wikipedia)</p>
<p>Das heißt doch letztendlich, dass die Zell-DNA eben nicht die alleinige Kontrolle über Zellvorgänge hat, sondern dass hier ein ganzes Orchester von Komponenten gut eingestimmt und harmonisch miteinander kooperiert, um das zu erzeugen, was wir &#8220;Leben&#8221; nennen. Damit wäre die Entschlüsselung des genetischen Codes nur ein Tropfen auf dem heißen Stein. Wäre dies geschehen, dann fing die eigentliche Arbeit erst an: Die Beschreibung der Wechselwirkungen mit mitochondrialer DNA, Epigenetik und allem, was dazu gehört. Und wer kann garantieren (oder auch nicht), ob epigenetische Faktoren für Erkrankungen von größerer Bedeutung sind als eine verrutschte Zellkern-DNA? Vieles lässt diese Vermutung zu, denn eine Mutation der Zellkern-DNA ist meist mit dem Leben nicht vereinbar. Solche Mutationen, die nicht tödlich enden, bescheren dem Kranken oft eine stark verkürzte Lebensdauer, die ihn selten das fortpflanzungsfähige Alter erreichen lässt.</p>
<p>Aber unsere Erkrankungen häufen sich nicht mit Einsetzen der Volljährigkeit, sondern mit Einsetzen der Rente. Das lässt doch die Vermutung aufkommen, dass die Zellkern-DNA weniger mit den üblichen Erkrankungen zu tun hat. Vielmehr können hier Umweltfaktoren auf epigenetische Faktoren Einfluss nehmen und diese mit der Zeit so verändern, dass daraus eine erhöhte Bereitschaft zur Erkrankung wird. Denn bislang hat noch niemand <a href="http://www.yamedo.de/krankheiten/bauchspeicheldruesenerkrankung/diabetes-mellitus-die-zuckerkrankheit.html">Diabetes</a>, die ja als Typ-2 vererblich sein soll, als Gen rumlaufen sehen. Und nicht jeder, dessen Eltern beide Diabetiker waren, wird selbst zum Diabetiker. Es besteht eine erhöhte Wahrscheinlichkeit, das ist richtig. Aber bei den Genen geht es nicht um Wahrscheinlichkeiten. Die feuern oder feuern nicht. Wenn jemand Blutgruppe 0 hat und dessen Lebenspartner ebenso, dann haben alle Kinder 100-prozentig Blutgruppe 0, jenseits jeder Wahrscheinlichkeit. Wenn nicht, dann gibt es ausreichend Gründe für ein Vaterschaftsgutachten. Denn in diesem Fall haben andere Faktoren, wie immer sie auch aussehen mögen, keinen Einfluss auf die Ausprägung der Blutgruppen.</p>
<p><strong>Wie viel ist die Genetik wert?</strong></p>
<p>Ich erwähnte es schon. Aber bei so viel falscher Euphorie und falscher Kritik von und für die Genetik kommt immer der Verdacht auf, dass es um etwas ganz anderes geht: ums Geschäft. Aber wie komm ich in ein Geschäft, das keine Grundlage hat, wo keiner nichts weiß und alles noch in den Sternen steht? Genau das ist das Geschäft! Das ist die Milliarden-Dollar-Frage und jeder will hier auf Nummer Sicher gehen. Es gibt inzwischen eine Art Wettrennen in der Entschlüsselung des menschlichen Genoms. Dabei haben Firmen begonnen, Patente auf neu gefundene Gene anzumelden . Es gibt sogar Anträge auf Gene, die man noch gar nicht gefunden hat. Beim US Patentamt liegen inzwischen um die 1800 Patentanträge für vollständige Gensequenzierungen vor. Die meisten sind bei Pflanzen gemacht worden, aber in den letzten Jahren gab es einen enormen Anstieg an Patentanträgen für menschliche Gene. Das US Patentamt erlaubt inzwischen Patentierungen von Genfragmenten, auch wenn die Beschreibung des entsprechenden Gens dabei unvollständig bleibt. Jetzt rennen die Forscher in der ganzen Welt zu den Patentämtern bevor sie eigentlich wissen, was das gerade untersuchte Gen eigentlich macht und wofür es gut oder schlecht ist. Millennium Pharmceuticals, eine amerikanische Biopharmafirma, unterhält inzwischen massive Datenbanken, um Gene zu finden und die Funktionen der von diesen Genen produzierten Proteine vorauszusagen, welches ein schnelleres Vorgehen ermöglicht als mit den sonst üblichen, konventionellen Methoden. Damit wird man Millennium Manager deutlich früher auf den Patentämtern antreffen als die der Konkurrenz.</p>
<p>Und jetzt kommt die Gretchen-Frage: Wer darf ein Gen besitzen? Der Wissenschaftler, der es entdeckt hat? Oder die Firma, die das notwendige Kapital in die Erforschung investierte? Oder die gesamte Menschheit? Kann man wirklich einen Teil des menschlichen Körpers patentieren? Langsam fängt die Sache an, übel zu riechen. Nicht die Wissenschaft sondern die Genetik ist der Stein des Anstoßes. Hier werden nur zu offensichtlich wieder einmal wissenschaftliche Ergebnisse zur Ware degradiert. Und dabei kommt es gar nicht auf die Ergebnisse an. Die sind zweitrangig. Es kommt scheinbar darauf an, ob sie sich verkaufen lassen. Und wie erhöht man die Kauflust von potentiellen Kunden? Durch Marketing und Werbung! Und wie bereitet man dies alles vor? Durch Pre-Marketing.</p>
<p>Was ist Pre-Marketing? Pre-Marketing ist, wenn man hingeht und allen erzählt, dass man in 10 Jahren alles über den Menschen weiß, dank der Genetik. Und Pre-Marketing ist, wenn man dem kleinen Mann von der Straße Angst macht, denn das stellt sicher, dass die Diskussion über dieses Thema lange in aller Munde ist.</p>
<p><strong>Fazit</strong>: Die Zukunft hat begonnen. Es wird keine genetisch manipulierten Robotermenschen geben. Doch dafür werden die Menschen keine Wahl mehr haben, wie sie leben, was sie essen etc. Und wenn ich ein Gen trage, was mir patentrechtlich gar nicht gehört, dann bin ich aus Sicht der Rechtssprechung nicht berechtigt, dieses Gen per Zeugungsakt an meine Nachkommen weiterzugeben. Es sei denn, ich bezahle diese Weitergabe als Gen-Miete oder Gen-Leasing, jedes Jahr oder monatlich, bar cash, versteht sich. Und wenn ich mit den falschen Genen auf die Welt komme, dann bin ich ein dauerzahlender Gen-Sklave. Es wird eine schöne neue Welt werden. Amen.</p>
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		<title>Konfusion in der Schulmedizin &#8211; Allergien und Nahrungsmittelallergien</title>
		<link>http://www.yamedo.de/blog/nahrungsmittelallergien-konfusion-schulmedizin/</link>
		<comments>http://www.yamedo.de/blog/nahrungsmittelallergien-konfusion-schulmedizin/#comments</comments>
		<pubDate>Wed, 30 Nov 2011 01:32:35 +0000</pubDate>
		<dc:creator>René Gräber</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Allergietest]]></category>
		<category><![CDATA[Nahrungsmittelallergie]]></category>

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		<description><![CDATA[Allergien &#8211; habe ich sie, und wenn ja: Welche? Dies erfährt man nur durch verschiedene Tests. Doch immer wieder werden Artikel veröffentlicht, im Ärzteblatt oder der Ärzte-Zeitung, in der Allergologen sich teils abfällig, teils beklagend über eine spezifische Sorte von Allergie-Tests äußern, die sie als nutzlos oder potentiell gefährlich betrachten. Gemeint sind IgG-Tests, die man [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.yamedo.de/krankheiten/allergie/">Allergien</a> &#8211; habe ich sie, und wenn ja: Welche? Dies erfährt man nur durch verschiedene Tests. Doch immer wieder werden Artikel veröffentlicht, im Ärzteblatt oder der Ärzte-Zeitung, in der Allergologen sich teils abfällig, teils beklagend über eine spezifische Sorte von Allergie-Tests äußern, die sie als nutzlos oder potentiell gefährlich betrachten.</p>
<p>Gemeint sind IgG-Tests, die man prinzipiell zur Testung auf <a href="http://www.yamedo.de/krankheiten/allergie/nahrungsmittelallergie.html">Nahrungsmittelallergien</a> für untauglich erachtet. Die Allergologen argumentieren, dass IgG-Titer nach Nahrungsmittelaufnahme bei vielen Menschen ansteigen &#8211; als natürliche Antwort auf Proteine und andere immunstimulierende Stoffe in der Nahrung. Damit wird diesem spezifischen Phänomen jeder Krankheitswert abgesprochen.</p>
<p>Als allergologische Erkrankungen werden nur solche Phänomene gewertet, die eine mehr oder weniger unmittelbare IgE-Antwort auslösen. Diese gelten dann als allergische Erkrankungen und sind dementsprechend zu diagnostizieren und zu therapieren.</p>
<p><strong>IgE gegen IgG – 1:3</strong></p>
<p>Interessant ist es zu beobachten, dass diese Interpretation immunologischer Vorgänge fast ausschließlich aus eine Fachärztegruppe kommt, die sich Allergologen nennen. Diese Ärzte aber verstehen unter einer Allergie zumeist die klassische Typ-I-Allergie mit den klassischen Symptomen wie juckende Ausschläge, <a href="www.yamedo.de/symptome/oedeme.html">Ödemen</a> oder anaphylaktische Ereignisse. Diese werden allerdings nicht von IgG-Antikörpern, sondern von IgE-Antikörpern ausgelöst.</p>
<p>IgG-basierende Nahrungsmittelallergien nehmen oft Verlaufsformen an, die mit einer klassischen Allergie kaum etwas gemeinsam haben. Von daher ist es auch eher unwahrscheinlich, dass solche Beschwerden den Betroffenen zum Allergologen gehen lassen. Der Betroffene wird eher seinen Hausarzt, einen Allgemeinmediziner, aufsuchen, der aber auch meist nur symptomatisch den Patienten behandeln wird. <a href="www.yamedo.de/krankheiten/Neurodermitis.html">Neurodermitis</a>, <a href="http://www.yamedo.de/krankheiten/.../morbus-crohn.html">Morbus Crohn</a>, <a href="http://www.yamedo.de/heilverfahren/.../Kopfschmerzen_Migraene.html">Migräne</a>, <a href="http://www.yamedo.de/krankheiten/rheuma/">rheumatische Erkrankungen</a>, <a href="http://www.yamedo.de/krankheiten/.../arthritis-gelenkentzuendung.html">Gelenkentzündungen</a>, Depression, Müdigkeit, <a href="http://www.yamedo.de/krankheiten/rheuma/fibromyalgie.html">Fibromyalgie</a> usw. sind in diesem Zusammenhang als mögliche Kandidaten für eine Typ-III-Allergie zu nennen, deren Ursprung in einer Lebensmittelunverträglichkeit liegt. Und hier spielen die immer wieder unterschätzten IgG-Antikörper die zentral vermittelnde Rolle bei der Ausbildung der Erkrankungen.</p>
<p>Mit anderen Worten: IgG-Tests wollen und können keine IgE-Antikörper nachweisen. Sie können aber gute Dienste leisten bei der Beurteilung einer möglichen Entstehung einer Lebensmittelallergie.</p>
<p><strong>Typ-I gegen Typ-III – selten : häufig</strong></p>
<p>Typ-I-Allergien scheinen aus noch nicht geklärten Gründen immer häufiger zu werden, aber im Vergleich zu Typ-III-Allergien geraten sie deutlich ins Hintertreffen. Heute weiß man, dass in Europa und den USA bis zu 45 % der Bevölkerung unter Lebenmittelallergien oder –unverträglichkeiten leidet, die nicht in einer klassischen IgE-basierten Immunreaktion ausarten. Von daher werden <a href="http://www.yamedo.de/krankheiten/Blaehung-Blaehungen.html">Blähungen</a>, <a href="http://www.yamedo.de/heilverfahren/.../Kopfschmerzen_Migraene.html">Kopfschmerzen</a>, <a href="http://www.yamedo.de/symptome/verstopfung.html">Verstopfungen</a> oder <a href="http://www.yamedo.de/symptome/durchfall.html">Durchfälle</a> nicht mit einer Allergie in Verbindung gebracht. Dementsprechend sieht auch die Therapie dieser Symptome aus: Kopfschmerztabletten, Abführmittel, Anti-Flatulenz-Medikamente, Anti-Durchfall-Medikamente, alles symptomatische Versuche, die Symptome einer Allergie, aber nicht die Allergie selbst zu „therapieren“.</p>
<p><strong>Wie bekomme ich eine Typ-III-Allergie?</strong></p>
<p>Eine gesunde Darmflora mit einer intakten Darmschleimhaut wird keine „unerwünschten“ Substanzen in den Resorptionsprozess einbinden. Eine durch Medikamente z.B. Antibiotika vorgeschädigte Darmmucosa wird deutlich durchlässiger und weniger selektiv für das, was es zu resorbieren gilt. So kann es passieren, dass zusammen mit den eigentlich zu resorbierenden Substanzen auch Fremdpartikel Einlass finden in den Blutkreislauf, was das Immunsystem dazu treibt, diese als „unerwünscht“ zu markieren.</p>
<p>Diese Partikel sind zumeist nicht vollkommen verdaute Komplexe, die neben der eigentlichen Nahrung noch Substrate enthalten, die bei einer ausreichenden Verdauung und einer intakten Mucosa keinen Einzug in den Blutkreislauf gefunden hätten. Diese Substrate veranlassen nun das Immunsystem eine entsprechende Antwort auf alle Komponenten auszubilden, also auch auf die eigentlich erwünschten Nahrungsbestandteile. Da die Nahrungsaufnahme ein alltägliches Ereignis ist, wird der Betroffene kaum in der Lage sein, diesen pathophysiologischen Prozess zu umgehen. Er wird also permanent mit seiner Allergie konfrontiert werden, ein weiterer wichtiger Unterschied zur Typ-I-Allergie, die nur unter sehr spezifischen Umständen ablaufen wird.</p>
<p><strong>Prophylaxe</strong></p>
<p>Aus dem eben beschriebenen Teil wird deutlich, wie sinnvoll und notwendig eine gesunde Darmflora und –mucosa ist. Diese ist nicht nur in der Lage, schädliche Mikroorganismen und Substanzen am Eindringen in den Organismus zu hindern, sondern auch allergische Prozesse zu unterbinden. Prophylaktische Maßnahmen, um den Darm zu sanieren, sind probiotische Nahrungsmittel, <a href="http://www.yamedo.de/heilverfahren/heilfasten-fasten.html">Fastenkuren</a>, Zeolite-Anwendungen, die Einnahme von <a href="http://www.yamedo.de/blog/heilpilze-gegen-reizdarm-und-reizmagen-2011/">Heilpilzen</a>, die eine starke regulierende Wirkung auf die Darmflora haben usw.</p>
<p><strong>Ergo</strong></p>
<p>IgG-Tests scheinen einen Sinn zu geben, wenn man die physiologischen Gegebenheiten und den Unterschied zwischen Typ-I- und Typ-III-Allergien beachtet. In der naturwissenschaftlichen Immunologie hat sich diese Betrachtungsweise schon seit langem durchgesetzt.</p>
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		<title>Eisenversorgung in der Schwangerschaft</title>
		<link>http://www.yamedo.de/blog/eisenversorgung-in-der-schwangerschaft/</link>
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		<pubDate>Fri, 07 Oct 2011 13:04:28 +0000</pubDate>
		<dc:creator>René Gräber</dc:creator>
				<category><![CDATA[Leads]]></category>
		<category><![CDATA[Anämie]]></category>
		<category><![CDATA[Eisenmangel]]></category>
		<category><![CDATA[Schwangerschaft]]></category>

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		<description><![CDATA[Während einer Schwangerschaft ist die Versorgung mit Eisen besonders wichtig, um einen stabilen Bluteisenwert zu gewährleisten. Es dient zur besseren Durchblutung der Gebärmutter sowie zur Versorgung des ungeborenen Kindes. Auch produziert der Körper während dieser Zeit ca. 30% mehr Blut. Aufgrund des geringen zur Verfügung stehenden Eisenspeichers kommt es daher bei Schwangeren sehr häufig zum [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Während einer Schwangerschaft ist die Versorgung mit Eisen besonders wichtig, um einen stabilen <a href="http://www.yamedo.de/blutwerte/bluteisenwerte.html">Bluteisenwert</a> zu gewährleisten. Es dient zur besseren Durchblutung der Gebärmutter sowie zur Versorgung des ungeborenen Kindes. Auch produziert der Körper während dieser Zeit ca. 30% mehr Blut. Aufgrund des geringen zur Verfügung stehenden Eisenspeichers kommt es daher bei Schwangeren sehr häufig zum Eisenmangel. Um diesen auszugleichen benötigt der Körper ungefähr 30 mg Eisen zusätzlich, um einer möglichen <a href="http://www.yamedo.de/krankheiten/blutkrankheiten/anaemie-blutarmut.html">Blutarmut</a> vorzubeugen.</p>
<p>Typische Symptome von Eisenmangel sind <a href="http://www.yamedo.de/symptome/muedigkeit.html">Müdigkeit</a>, <a href="http://www.yamedo.de/krankheiten/Erschoepfung-Muedigkeit.html">Erschöpfung</a>, Blässe als auch brüchige Haare und Nägel. Die regelmäßige Kontrolle der Eisenwerte sollte daher stets vom betreuenden Arzt erfolgen, sodass eventuellen Mängelerscheinungen rechtzeitig entgegengewirkt werden kann.</p>
<p>Eine Möglichkeit der zusätzlichen Eisenzufuhr besteht darin, ein Eisenpräparat in Tablettenform einzunehmen. Dies gilt als effektivste Maßnahme, kann jedoch zu Verstopfungen führen, welche aber wiederum mit der Einnahme von Milchzucker gelindert werden können.</p>
<p>Zudem ist eine ausgewogene Ernährung mit eisenreichen Produkten empfehlenswert. Unterschieden wird hier in die Aufnahme von pflanzlichem oder tierischen Eisen, wobei das tierische leichter vom Körper verwertet werden kann. Rotes Fleisch, Vollkornprodukte, Hülsenfrüchte als auch rote Früchte oder Fruchtsäfte zählen hier zu den effizientesten Nahrungsmitteln.</p>
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		<title>Durchbrüche in der Krebsmedizin – Näher betrachtet</title>
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		<pubDate>Thu, 29 Sep 2011 12:19:57 +0000</pubDate>
		<dc:creator>René Gräber</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Schulmedizin rettet Leben, keine Frage. Dafür darf sie sich gern mal feiern &#8211; und das tun sie auch gern und oft. Nur wenn ich den Eindruck habe, dass wir für dumm verkauft werden, schaue ich doch mal genauer hin. Es ist nun fast drei Jahre her, dass die ASCO (American Society for Clinical Oncology) 12 [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Schulmedizin rettet Leben, keine Frage. Dafür darf sie sich gern mal feiern &#8211; und das tun sie auch gern und oft. Nur wenn ich den Eindruck habe, dass wir für dumm verkauft werden, schaue ich doch mal genauer hin.</p>
<p>Es ist nun fast drei Jahre her, dass die ASCO (American Society for Clinical Oncology) 12 der wichtigsten Fortschritte in der Behandlung und Prävention von <a href="http://www.yamedo.de/krankheiten/krebs/">Krebserkrankungen</a> vorstellte. Diese Erfolge wurden dann auch von der Presse als imposante Beispiele ärztlicher Kunst aufgenommen.</p>
<p>Aber dann kam auch schon sofort der Rückzieher: Bei etwa 1,4 Millionen Amerikanern wurde im Jahr 2008 eine Krebserkrankung diagnostiziert. Im gleichen Jahr sind eine halbe Millionen Menschen an Krebs verstorben. Ich bin jedoch überzeugt, dass diese Katastrophen-Statistik nur deshalb veröffentlicht wurde, um die Dringlichkeit des medizinischen Fortschritts zu unterstreichen und nicht etwa, um zu dokumentieren, dass man weit davon entfernt ist, auch nur ansatzweise den Krebserkrankungen beizukommen.</p>
<p>Aber wenn man diese beiden Veröffentlichungen nebeneinander sieht, erscheint es doch eigenartig, dass man bei 500.000 Krebstoten in einem Jahr noch stolz ist auf Fortschritte, die diese Unzahl an Toten zuließ. Oder sollte es vielleicht bei dieser fortschrittlichen Angelegenheit vielleicht gar nicht um die Patienten gehen? Dienen die hier nur dazu, Argumente zu erfinden und Belege zu fabrizieren?</p>
<p><strong>Schauen wir mal die 12 „Fortschritte“ der Krebsmedizin genauer an.</strong></p>
<p>Es waren 21 Krebsexperten, die die Auswahl trafen. Und es wurden nur Studien berücksichtigt, „die signifikant (<em>Lieblingswort der Schulmedizin</em>) die Art und Weise änderten, wie Krebserkrankungen verstanden werden (<em>die Erkrankungen sprechen einen Krebsdialekt, den niemand versteht</em>) oder die einen wichtigen Einfluss auf die Patientenfürsorge hatten.“</p>
<p>Und hier sind die krebssprache-verstehenden, patientenfürsorglichen Errungenschaften der Schulmedizin:</p>
<p>Erbitux für <a href="http://www.yamedo.de/krankheiten/krebs/lungenkrebs.html">Lungenkrebs</a>: Ein Chemotherapeutikum, dass alleine oder in Kombination mit anderen Chemotherapeutika gegeben wird. Man zitiert eine (1!) Studie, die zeigen konnte, dass eine Kombinationstherapie mit Standardchemotherapeutika die Überlebensrate bis zu (!) 21 Prozent erhöhen konnte, aber nur bei Patienten, deren Tumore ein Molekül aufwiesen, das epidermaler Wachstumsfaktorrezeptor oder EGFR heißt.</p>
<p>Prima! Eine Studie hat was zeigen können, bei einem superselektiven Patientenklientel und das nur bis zu, nicht um 21 Prozent. Geht man der Substanz einmal auf den Grund, dann wird man merken, dass Erbitux keine Substanz ist, sondern ein Handelsname. Der generische Name lautet Cetuximab und wird von Bristol-Myers und Merck vertrieben. Die Substanz scheint so hilfreich zu sein, dass in den Informationen für Fachpersonal auf Drugs.com folgender Warnhinweis gleich zu Beginn zu lesen ist (aus dem Englischen übersetzt): &#8220;<em>Schwerwiegende und teilweise tödliche Reaktionen sind bei Patienten unter einer Erbitux-Therapie vorgekommen. Viele der Reaktionen erfolgten gleich nach der ersten Verabreichung. Falls Sie Symptome entwickeln, wie plötzliche Beschwerden beim Atmen oder <a href="http://www.yamedo.de/symptome/atemnot-luftnot.html">Atemnot</a>, Heiserkeit, Lungenpfeifen, Ausschläge, <a href="http://www.yamedo.de/symptome/juckreiz.html">Juckreiz</a>, <a href="http://www.yamedo.de/symptome/fieber.html">Fieber</a>, schwerer <a href="http://www.yamedo.de/symptome/schwindel.html">Schwindel</a>, Ohnmacht, Schwellungen von Mund, Gesicht, Lippen oder Zunge, <a href="http://www.yamedo.de/symptome/brustschmerzen.html">Brustschmerzen</a> oder Beklemmungen, Taubheitsgefühl in Armen oder Beinen, dann ist sofort ärztliche Hilfe aufzusuchen.</em></p>
<p><em>Das Risiko eines <a href="http://www.yamedo.de/krankheiten/herzkrankheiten/herzinfarkt.html">Herzinfarkts</a> oder eines plötzlichen Herztods sind erhöht bei Patienten, die Erbitux erhalten in Verbindung mit einer Strahlenbehandlung zur Behandlung von bestimmten Krebsarten von Kopf und Nacken bzw. Hals. Es ist wichtig, den behandelnden Arzt zu informieren über Probleme in den Blutgefäßen, Herzinsuffizienz oder unregelmäßigen Herzrhythmus. Labortests, inklusive Elektrolyte des Bluts, sollten durchgeführt werden während einer Behandlung mit Erbitux und eine geraume Zeit nach abgeschlossener Behandlung</em>.&#8221;<br />
Könnte es sein, dass der Warnhinweis mindestens genau so beeindruckend ist, wie das positive „bis-zu“ Ergebnis einer einzigen Studie bei einem kleinen Teil der Probanden? Während der Warnhinweis keiner statistischen Verrenkungen bedurfte, um glaubhaft zu wirken, müssen die Krebsexperten in ihrer Hitliste der besten Erfolge eine Menge Artistik an den Tag legen. Und nicht vergessen: Der Handelsname muss her, denn es geht mal wiederum ums Geschäft. Da sind generische Namen eher lästig.</p>
<p>Gemzar für <a href="http://www.yamedo.de/krankheiten/krebs/bauchspeicheldruesenkrebs.html">Pankreaskrebs</a> (generisch: Gemcitabine): Es gibt zwar keinen expliziten Warnhinweis eingangs der Patienteninformation, aber die Liste der Nebenwirkungen und Dos-and-Donts ist ellenlang. Auch hier wird wieder eine (1!) „große“ Studie bemüht, die Effekte hat zeigen können.</p>
<p>Treanda für chronische lymphozytische <a href="http://www.yamedo.de/krankheiten/blutkrankheiten/leukaemie-blutkrebs.html">Leukämie</a> (generisch: Bendamustine): Treanda gibt es in den USA erst seit März 2008, in Europa dagegen schon seit 30 Jahren. Es war mal wieder eine einzige Studie, die den Amerikanern zeigen konnte, dass die Europäer Recht hatten, denn die Substanz eliminierte den Krebs bei 30 Prozent der Patienten. Nebenwirkungen: Die Liste ist deutlich länger als die der Wirkungen.</p>
<p>Avastin für metastatischen <a href="http://www.yamedo.de/krankheiten/krebs/brustkrebs.html">Brustkrebs</a> (Bevacizumab): Der Warnhinweis in der Drugs.com Patienteninformation gleich zu Anfang der Beschreibung ist fast beispiellos. Wenn man diesem Hinweis Glauben schenkt, dann ist die Substanz eher geeignet, tödlichen Schaden anzurichten als Überlebensraten zu verdoppeln. Ich selbst habe Avastin schon mal unter die Lupe genommen: &#8220;<a href="http://www.yamedo.de/blog/bekanntes-krebsmedikament-mehr-schaden-als-nutzen/" target="_blank">Bekanntes Krebsmedikament &#8211; mehr Schaden als Nutzen?</a>&#8221;<br />
An dieser Stelle nenn ich nur einfach die weiteren Preisträger, ohne auf sie im Einzelnen näher einzugehen, denn das Muster der Lobhudelei ist immer das Gleiche: Es gab eine Studie, die den Herren in Weiß gefallen hatte, weil die Ergebnisse den Leuten ganz gut in den Kram passte. Die Nebenwirkungen und Warnhinweise in Drugs.com sprechen eine andere, dafür aber deutliche Sprache, dass es mit den Fortschritten nicht sonderlich viel auf sich hat:</p>
<ul>
<li>Langzeit-Hormontherapie bei Brustkrebs</li>
<li>Zometa bei Brustkrebs</li>
<li>PEGyliertes Interferon für Melanome</li>
<li>Zielgerichtetes Erbitux für <a href="http://www.yamedo.de/krankheiten/krebs/darmkrebs.html">Darmkrebs</a> (eine besonders zynische Beschreibung des Präparats. Sein Vorteil besteht darin, dass die Patienten, die mit KRAS-Mutationen für eine Behandlung mit dem Präparat nicht in Frage kommen, nicht unnötigerweise an den Nebenwirkungen leiden! Das Präparat ist also ein voller Erfolg, weil man es nicht einsetzen kann.)</li>
<li>Die Erkenntnis, dass die Anti-Baby-Pille das Risiko von <a href="http://www.yamedo.de/krankheiten/krebs/eierstockkrebs.html">Eierstockkrebs</a> senkt.</li>
<li>HPV Impfseren senken möglicherweise Krebsformen im Mundbereich.</li>
<li>Zu wenig Onkologen in der Zukunft (Man ist sich des Schwachsinns der gefeierten Erfolge doch bewusst, konstatiert man immerhin, dass die Krebsrate sich in 10 Jahren um 55 Prozent erhöhen wird. Da die Nachrückgeneration von neuen Onkologen zu dürftig ausfällt, entsteht ein Onkologenmangel. Unglaubliche Fortschritte im Verbund mit unglaublichen Erkrankungsraten. Das nennt man auf schulmedizinisch: „Erfolg“.)</li>
<li>Fürsorge für Kinderkrebsüberlebende: Auch hier tobt der Zynismus der Schulmedizin. Man feiert die gestiegene Überlebensrate krebskranker Kinder, nur um dann festzustellen, dass diese Kinder in ein paar Jahrzehnten ein 10-fach höheres Risiko haben, an Herzerkrankungen zu sterben. So konstatiert man die Nebenwirkungen der Krebstherapie, die offensichtlich so gewaltig zu sein scheinen, dass sie noch Jahrzehnte später Auswirkungen auf die Gesundheit der Betroffenen haben.</li>
</ul>
<p>Dies also sind die 12 wichtigsten Errungenschaften in der Behandlung und Prävention von Krebserkrankungen aus dem Jahr 2008&#8230; einen Moment mal&#8230; Prävention? Die Verabreichung von Anti-Baby-Pillen als Prävention anzusehen, halte ich für einen weiteren sehr fragwürdigen Beleg. Das gleiche gilt für die <a href="http://www.yamedo.de/blog/impfung-gegen-gebaermutterhalskrebs/">Gebärmutterhalskrebsimpfung</a>. Diese Empfehlung richt verdächtig nach Werbung für eine Durchimpfung der gesamten Bevölkerung gemäß „tödliches H1N1 Virus“ mit epidemischen Ausmaßen, die nie stattgefunden haben.</p>
<p>Beide Formen der hier gefeierten „Prävention“ sind ein Schuss ins Blaue, denn keiner scheint zu wissen, auf welcher Basis die präventive Wirksamkeit beruht. Wenn man allerdings immer nur mit einer Studie argumentiert, dann ist es so gut wie unmöglich, die Mechanismen, die eine effektive Prävention ausmachen, zu erkennen.</p>
<p>Aber Prävention scheint hier wieder einmal dann in den Vordergrund gestellt zu werden, wenn damit eine Produktabnahme, also ein Verkauf von Medikamenten verbunden ist. Na, dann können die Pharmahersteller doch froh sein, dass sie Medikamente verkaufen dürfen, die die Patienten langfristig krank machen, und die dann damit der Pharmaindustrie auch langfristig als (leidende) Kunden erhalten bleiben.</p>
<p>Wenn das nicht zynisch ist, dann muss eine neue Definition von Zynismus her!</p>
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		<title>Nanowissenschaften und Homöopathie</title>
		<link>http://www.yamedo.de/blog/nanowissenschaften-homoeopathie-2011/</link>
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		<pubDate>Wed, 13 Jul 2011 13:36:27 +0000</pubDate>
		<dc:creator>René Gräber</dc:creator>
				<category><![CDATA[Leads]]></category>
		<category><![CDATA[Homöopathie]]></category>
		<category><![CDATA[Nanotechnologie]]></category>

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		<description><![CDATA[Homöopathie polarisiert. Ihre ungezählten Anhänger schwören darauf seit nunmehr fast 200 Jahren. Den wissenschaftlich eindeutigen Beweis über ihre Wirksamkeit, um auch konventionell behandelnde Schulmediziner von ihr zu überzeugen, blieb die Homöopathie bisher jedoch schuldig. Dies macht sie angreifbar für ihre zahlreichen Kritiker. Hauptangriffsziel stellen bei kritischen Betrachtungen der Homöopathie ihre Potenzierungen dar. Die Heilmittel werden [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.yamedo.de/heilverfahren/homoeopathie/">Homöopathie</a> polarisiert. Ihre ungezählten Anhänger schwören darauf seit nunmehr fast 200 Jahren. Den wissenschaftlich eindeutigen Beweis über ihre <a href="http://www.yamedo.de/heilverfahren/homoeopathie/wirkung.htm">Wirksamkeit</a>, um auch konventionell behandelnde Schulmediziner von ihr zu überzeugen, blieb die Homöopathie bisher jedoch schuldig. Dies macht sie angreifbar für ihre zahlreichen Kritiker.</p>
<p>Hauptangriffsziel stellen bei kritischen Betrachtungen der Homöopathie ihre <a href="http://www.yamedo.de/heilverfahren/homoeopathie/potenz-potenzieren.html">Potenzierungen</a> dar. Die Heilmittel werden in stufenweisen Herstellungsprozessen durch Verreiben oder Verschütteln immer stärker verdünnt. Rein rechnerisch können jedoch die höheren Potenzen gar nicht mehr in jeder Tablette, jedem <a href="http://www.yamedo.de/heilverfahren/homoeopathie/globuli.html">Globulus</a> oder Tropfen Moleküle des Heilstoffes enthalten, sondern bestehen nur noch aus dem Trägermaterial. Nach gängiger medizinischer Lehrmeinung sind sie damit wirkungslos. Tatsächlich erreichte homöopathische Erfolge werden mit Placebo-Effekten auf eine Stufe gestellt.</p>
<p>Eine Gruppe indischer Forscher vom renommierten <a href="http://www.iitb.ac.in/" target="_blank">ITT</a> &#8211; dem Indian Institute of Technology &#8211; hat nun im Peer-Review-Journal &#8220;Homeopathy&#8221; einen hochinteressanten Artikel veröffentlicht. In einer <a href="http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/20970092" target="_blank">Arbeit</a> untersuchten die indischen Forscher sechs Metalle, die homöopathische Heilmittel darstellen: Gold, Silber, Platin, Kupfer, Zink und Zinn. Dabei konzentrierten sie sich auf die Potenzstufen C 6, C 30 und C 200. Mit dem Transmissionselektronenmikroskop sowie einer Feinbereichsbeugung stießen sie auf die eindeutige Existenz von aus der Ausgangssubstanz stammenden Nanopartikeln mit ihren Aggregaten. <strong>Der Nachweis des Vorhandenseins des Ausgangsstoffs auch in hohen Potenzen war damit gelungen!</strong></p>
<p>Die Unterschiede in Form und Größe zwischen den einzelnen Stufen der Potenzen waren dabei unwesentlich. Mit einem weiteren Verfahren &#8211; der Autoemissionsspektroskopie mit induktiv gekoppeltem Plasma &#8211; waren sie in der Lage, auch die Konzentration der Ursprungssubstanz zu messen. Das Resultat verblüffte, als sich herausstellte, dass mit Potenzstufe C 6 ein Konzentrationsplateau erreicht wurde, welches sich bis zur Stufe C 200 kaum noch veränderte. Der Konzentrationsbereich belief sich dabei auf einen Bereich zwischen 80 und 7000 pg/ml.</p>
<p>Es darf mit Spannung darauf gewartet werden, wie die traditionellen Kritiker auf diesen wissenschaftlichen Nachweis reagieren werden.</p>
<p><strong>Weitere Informationen zum Thema:</strong></p>
<ul>
<li><a href="http://www.yamedo.de/blog/informationen-zur-homoeopathischen-grundlagenforschung-2011/">Informationen zur homöopathischen Grundlagenforschung</a></li>
<li><a href="http://www.yamedo.de/blog/bund-veroeffentlicht-datenbank-mit-nano-produkten/">BUND veröffentlicht Datenbank mit Nano-Produkten</a></li>
<li><a href="http://www.yamedo.de/blog/zytotoxische-effekte-von-ultraverdunnten-arzneimitteln-auf-brustkrebszellen/">Zytotoxische Effekte von ultraverdünnten Arzneimitteln auf Brustkrebszellen</a></li>
</ul>
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		</item>
		<item>
		<title>Informationen zur homöopathischen Grundlagenforschung</title>
		<link>http://www.yamedo.de/blog/informationen-zur-homoeopathischen-grundlagenforschung-2011/</link>
		<comments>http://www.yamedo.de/blog/informationen-zur-homoeopathischen-grundlagenforschung-2011/#comments</comments>
		<pubDate>Fri, 01 Jul 2011 14:35:53 +0000</pubDate>
		<dc:creator>René Gräber</dc:creator>
				<category><![CDATA[Heilverfahren]]></category>
		<category><![CDATA[Leads]]></category>
		<category><![CDATA[Homöopathie]]></category>
		<category><![CDATA[homöopathische Grundlagenforschung]]></category>
		<category><![CDATA[Naturwissenschaft]]></category>

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		<description><![CDATA[Wenn Naturwissenschaftler sich mal der Frage nach der Wirksamkeit der Homöopathie annehmen, dann ist es immer wieder verwunderlich, warum diese zu vollkommen anderen Ergebnissen kommen als ihre Kollegen aus der Medizin. Ein Grund dafür könnte sein, dass die Forschungsweise eine komplett andere zu sein scheint als in der Medizin. Die Medizin verlässt sich vor allem [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Wenn Naturwissenschaftler sich mal der Frage nach der <a href="http://www.yamedo.de/heilverfahren/homoeopathie/wirkung.htm">Wirksamkeit der Homöopathie</a> annehmen, dann ist es immer wieder verwunderlich, warum diese zu vollkommen anderen Ergebnissen kommen als ihre Kollegen aus der Medizin.</p>
<p>Ein Grund dafür könnte sein, dass die Forschungsweise eine komplett andere zu sein scheint als in der Medizin.</p>
<p>Die Medizin verlässt sich vor allem auf Plazebo kontrollierte statistische Verfahren. Plazebo (angeblich ohne Wirkung) &#8211; kontrolliert (hört sich gut an) und &#8220;statistisch&#8221; (hört sich noch besser an). Jedenfalls werden in der &#8220;Medizin-Wissenschaft&#8221; gerne mal  Korrelationen (Hinweise auf Zusammenhänge) gerne zu &#8220;Beweisen&#8221; umgedeutet.</p>
<p>In den Naturwissenschaften werden solche Verfahren bestenfalls eingesetzt, um Vorauswahlen zu treffen; nämlich: in welche Richtung man weiter forschen sollte und in welcher Richtung es offensichtlich wenig Sinn hat.</p>
<p style="padding-left: 30px;">Eine nähere Beschreibung zu diesen Fragen der Wissenschaft in der Medizin habe ich übrigens im Report:  „<a href="http://renegraeber.de/blog/unsere-schulmedizin-die-einzig-wahre-wissenschaft/">Unsere Schulmedizin &#8211; Die einzig wahre Wissenschaft?</a>“ diskutiert.</p>
<p>Prinzipiell sehe ich einige &#8220;methodologische Schwächen&#8221; in der Medizinwissenschaft. <strong>Die Medizin (im allgemeinen jedenfalls) ist aber nicht bereit, diese Schwäche zuzugeben</strong>.</p>
<p>Und so kommen wir einmal zur Homöopathie. Die Homöopathie ist ja ein komplett eigenständiges Heilverfahren mit Medikamenten. Allerdings mit anderen Medikamenten als diese in der Schulmedizin verordnet werden. In der Homöopathie werden die <a href="http://www.yamedo.de/heilverfahren/homoeopathie/materia-medica/">homöopathischen Mittel</a> &#8220;Homöopathika&#8221; genannt. Entscheidend dabei ist, dass die  Ursubstanzen (siehe auch <a href="http://www.yamedo.de/heilverfahren/homoeopathie/urtinktur.html">Urtinktur</a>) &#8220;<a href="http://www.yamedo.de/heilverfahren/homoeopathie/potenz-potenzieren.html">potenziert</a>&#8221; werden, sodass die Homöopathika nachher in verschiedenen &#8220;Potenzen&#8221; vorliegen. Diese Potenzen erhält man dann entweder in Tablettenform, als Tropfen oder als <a href="http://www.yamedo.de/heilverfahren/homoeopathie/globuli.html">Globuli</a> (die kleinen runden Kügelchen).</p>
<p><strong>Zurück zur Forschung</strong></p>
<p>Die Forschung steht bei der <a href="http://www.yamedo.de/heilverfahren/homoeopathie/">Homöopathie</a> vor dem Dilemma, dass sie unter den verschiedensten Bedingungen zu verschiedenen Ergebnissen in Sachen Wirksamkeit und Effektivität kommt.</p>
<p>Wenn man nun das alte (nicht immer falsche) Dogma der Pharmakologie (=Lehre von den Arzneimitteln) nimmt, dass mit abnehmender Konzentration eines Wirkstoffs auch dessen Wirkung abnimmt, dann ist eigentlich sonnenklar, dass ein homöopathisches Präparat nicht wirksam sein kann, weil es keine nachweisbaren Wirkstoffe mehr enthält.</p>
<p>Denn die Potenzierung in der Homöopathie ist pharmakologisch gesehen nichts anderes als eine Folge von Verdünnungen.Wie gesagt: &#8220;pharmakologisch gesehen&#8221;.</p>
<p>Da stehen dann die Studien, die den homöopathischen Präparaten eine günstige klinische Wirkung bescheinigen, störend im Wege. Und wenn man mit der Wissenschaftlichkeit und Wissen am Ende ist, dann werden diese Ergebnisse tunlichst ignoriert und/oder lächerlich gemacht. Von daher wird man in jeder einigermaßen „seriösen“ populärwissenschaftlichen Veröffentlichung ganz zu Anfang und dann auch noch am Ende den Hinweis zu sehen bekommen, dass Homöopathie eine Glaubensfrage, alles Plazebo, Scharlatanerie etc. ist.</p>
<p>Von so einem Standpunkt aus betrachtet ist es durchaus verständlich, wenn sich einige Menschen dazu hinreißen lassen von &#8220;<a href="http://www.yamedo.de/blog/streit-um-homoeopathischen-bockmist-2011/">homöopathischem Bockmist</a>&#8221; zu sprechen oder gar die <a href="http://www.yamedo.de/blog/homoeopathie-sofort-streichen/">Homöopathie zu verbieten</a>.</p>
<p>Selbst wenn man beweisen könnte, dass das Dosis-Wirkungs-Prinzip der Pharmakologie in vielen Fällen richtig ist, so halte ich es dennoch für &#8220;begrenzt&#8221; anzunehmen, dass das die einzige pharmakologische Grundregel sein soll, die im Universum Geltung hat. Nur weil ich mir eine Sache momentan nicht erklären kann, kann ich nicht daraus schließen, dass es diese nicht gibt.</p>
<p>Ein Naturwissenschaftler wird sich nicht so billig zufrieden geben. Für einen unvoreingenommen Wissenschaftler stellt sich die Frage: <strong>Warum wirkt etwas, was nach bisherigem Wissen nicht wirken dürfte?</strong></p>
<p>Aber: Es kommt ja noch schlimmer. Wenn man sich die Studien zu den homöopathischen Mitteln einmal anschaut, dann schneiden viele gut durchgeführte Studien in ihren Ergebnissen mindestens so gut ab, wie die Studien, bei denen Präparate der Pharmaindustrie zum Einsatz kamen. Einige schnitten sogar besser ab.</p>
<p style="padding-left: 30px;">Ich arbeite derzeit an einer umfassenden Übersicht. Wenn Sie das interessiert, sollten Sie unbedingt meinen kostenlosen Newsletter von Yamedo anfordern. (Das Formular dazu finden Sie rechts in der Spalte &#8211; Eine große grüne Box mit der Überschrift Newsletter <img src='http://www.yamedo.de/blog/wp-includes/images/smilies/icon_wink.gif' alt=';-)' class='wp-smiley' /> </p>
<p>Zu den Studien: Wie auch immer, allen Studien gemeinsam war, dass dabei gleichzeitig die Nebenwirkungsrate „statistisch signifikant“ niedriger lag als bei den Pharma-Studien. Klar doch&#8230; wenn nix drinne is, dann kann dat ja auch nich nebenwirken&#8230; Denn, alter pharmakologischer Leitspruch: „Ohne Nebenwirkung &#8211; keine Wirkung“.</p>
<p>Leider passt dies dann wieder nicht zu den beobachteten guten bzw. besseren Wirkungen der homöopathischen Präparate bei gleichzeitiger Nebenwirkungsarmut. Also so kommen wir wirklich nicht weiter.</p>
<p><strong>Einen Hoffnungsschimmer bietet uns das Plazebo-Prinzip. </strong></p>
<p>Homöopathie ist wirksam wie ein Plazebo, das ja bekanntlich auch irgendwie seine Wirksamkeit hat. Aber hier beißt die Unlogik gleich zweimal zu: Immerhin scheint dieses Argument der Schulmedizin recht und billig genug zu sein, zuzugeben, dass es etwas gibt, wo nix drinne is, das aber trotzdem wirkt. Plazebo also soll wirksam sein, ohne Wirkstoff zu enthalten: Das wird anerkannt. Die Homöopathie enthält nichts und hier plötzlich, unvermuteter Weise kann es keine Wirkung haben. Wie soll man diesen Widerspruch der Schulmedizin auflösen?</p>
<p>Unlogik Nr. 2 sind die real existierenden Studien, von denen ich oben gesprochen habe, die wissenschaftlich evidenzbasiert, klinisch relevant durchgezogen worden sind und die eine bessere Wirkung als die Plazebo-Referenz-Gruppe gezeigt haben. Hoppla, hatte ich schon wieder vergessen&#8230; das wird ja von der Schulmedizin ignoriert, weil es nicht in die gängige Wissenschaftsideologie der &#8220;Hardcore&#8221;-Gegner passt. Homöopathie – das Zeugs heilt ja, pfui Spinne! Aber, wie geht dies von statten?</p>
<p><strong>Über die verkorkste Psyche von Wasserlinsen</strong></p>
<p>Ein gewisser <a href="http://www.kikom.unibe.ch/content/ueber_uns/e7940/e7971/index_ger.html">Dr. Stephan Baumgartner</a>, Biophysiker seines Zeichens, hatte eine verrückte Idee in seinen Bemühungen, etwas mehr Grundlagenforschung über die Homöopathie zu betreiben. Denn: Herr Baumgartner wollte den „Grund“ für die Wirkung erfahren und die Bedeutung von möglichen Plazeboeffekten. Da Plazeboeffekte in einem gewissen Rahmen schon eine klinische Bedeutung haben, musste ein Testobjekt her, von dem man keinen Plazeboeffekt erwarten konnte: Wasserlinsen.</p>
<p>Diese Pflanzen werden routinemäßig in standardisierten Untersuchungen zur Ermittlung von Wasserqualität genutzt. Also untersuchte die Forschergruppe um Dr. Baumgartner ob diese Wasserlinsen, die durch höhere Konzentrationen an Arsen im Wachstum gehindert werden, nachfolgend durch eine homöopathische Behandlung wieder „geheilt“ werden können und sie wieder wachsen. Auch diese Untersuchung wurde im Rahmen einer randomisierten, doppelblinden, Plazebo kontrollierten Versuchsreihe durchgeführt. Ergebnis: Die eingesetzten homöopathischen Potenzen von Arsen veranlasste die Wasserlinsen zu einem erneuten Wachstum.</p>
<p><em><strong>Dieser Effekt wurde sogar bei Potenzen beobachtet, bei denen rechnerisch kaum noch ein Molekül Arsen in der Lösung hätte sein können. </strong></em></p>
<p>Das war der Beweis? Wenn es sich hier um ein neues Produkt der Pharmaindustrie gehandelt hätte, dann wäre ich mir sicher, dass es morgen zur behördlichen Zulassung gebracht worden wäre und gleichzeitig die Medien einen neuen &#8220;<em>medizinischen Durchbruch</em>&#8221; zu verkünden hätten. Die Forscher hier aber trauten dem Braten nicht und untersuchten erst einmal durch Kontrollexperimente die Stabilität des Untersuchungssystems. Damit sollte ausgeschlossen werden, dass äußere Einflüsse das Ergebnis verfälscht hatten.</p>
<p>Da eine solche Konstellation ausgeschlossen werden konnte, schlossen die Forscher: „Wir ziehen daraus den Schluss, dass wir hier mit großer Wahrscheinlichkeit Effekte beobachteten, welche nur durch spezifische Eigenschaften der potenzierten Substanzen zu erklären sind. Mit anderen Worten: offenbar wurden durch den Potenzierungsprozess bestimmte Eigenschaften der Ausgangssubstanz Arsen an die höheren Verdünnungsstufen weitergegeben, welche dann bei der Anwendung auf die Wasserlinsen zu einer Wachstumssteigerung führten.“</p>
<p>&#8220;Heiligs Blechle&#8221; (wie die Schwaben sagen) &#8211; wenn sich die Wasserlinsen das nicht mal nur eingebildet haben…</p>
<p><strong>Immer noch keine Erklärung</strong></p>
<p>Aber unsere Forscher rennen immer noch nicht zur Zulassungsstelle und zu den Medien, denn sie sind ehrlich genug, zu sagen, dass es für diese Beobachtung keine wissenschaftliche Erklärung gibt. Auch nach diesem erfolgreichen Experiment weiß niemand, wie dieser positive Effekt zustande kommt. Die Mechanismen liegen nach wie vor im Dunkeln.</p>
<p>Verschärfend kommt noch dazu, dass sich bei Parallel-Untersuchungen an Hefe dieser positive Effekt nicht hat reproduzieren lassen. Oder in den Worten der Schulmedizin: Die Hefe war nicht so verrückt, sich von so einem Unsinn beeindrucken zu lassen. Aber, auch wenn die Hefe streikte, dies macht den Effekt auf die Wasserlinsen nicht ungeschehen. (Esoteriker würde an dieser Stelle sofort einwerfen: Wasserlinsen sind Lebewesen mit Seele, Hefen nicht&#8230;) Aber solche Aussagen würde nur wieder Skeptiker auf den Plan rufen nach dem Motto: Die spinnen alle! Ein unvoreingenommener Wissenschaftler würde das erst einmal versuchen zu prüfen&#8230; &#8211; und womöglich zur Erkenntnis kommen, dass die <a href="http://renegraeber.de/blog/seele-wiegt-21-gramm/">menschliche Seele 21 Gramm wiegt</a>.</p>
<p>Offensichtlich gibt es hier Dinge, von denen wir noch so wenig wissen, dass sie sich als Widersprüche manifestieren. Und es sind gerade diese Widersprüche, die das Forschungsgeschehen weiter treiben (statt widersprüchliche Ergebnisse einfach zu ignorieren). Da gibt es z.B. das ungeklärte Phänomen, dass bei Untersuchungen von homöopathischen Präparaten Ergebnisse im eigenen Labor leichter zu reproduzieren sind als in anderen Labors.</p>
<p>Gerade die Sache mit der Reproduzierbarkeit ist ein sehr ernstes Kriterium in der Naturwissenschaft (ein weiterer Unterschied zur Schulmedizin und ihrer Statistikmauschelei). Auch hier wissen die Forscher nicht, auf welchen Mechanismen dieser Effekt beruht. So vermutet man, dass die Wirkung von homöopathischen Präparaten an Konditionen geknüpft ist, die weitestgehend noch unbekannt sind.</p>
<p>Dr. Baumgartner schildert dies in einem anschaulichen Vergleich: „Ich vergleiche manchmal die derzeitige Situation der homöopathischen Grundlagenforschung mit derjenigen der Erforschung des Elektromagnetismus vor rund 300 Jahren: solange man nicht wusste, dass elektrostatische Ladungen durch Erdung neutralisiert werden können und dass somit die Luftfeuchtigkeit oder die Schuhsohlen des Experimentators den Ausgang von Experimenten beeinflussen können, waren elektrostatische Experimente schlecht reproduzierbar.“</p>
<p><strong>Aber eine Hypothese muss es geben</strong></p>
<p>Laut Dr. Baumgartner gibt es lokale und nichtlokale Theorien zum Wirkmechanismus. Bei der lokalen Hypothese geht man davon aus, dass der unbekannte Wirkmechanismus in irgend einer Weise im Medikament fixiert sein muss. Man veranschaulicht diese Theorie mit einem Vergleich mit einem Buch oder einer CD, in denen Informationen gespeichert sind, die an den zu behandelnden Organismus weitergegeben werden, der dann auf diese Informationen reagiert. Aber wo liegt der Informationsträger? Man vermutet hier die Struktur der Wassermoleküle in Bewegung und/oder Anordnung. Möglich wären auch elektromagnetische Felder.</p>
<p>Die nichtlokalen Hypothesen vermuten, dass homöopathische Medikamente bestenfalls einen „Verweis auf eine immaterielle Struktur oder Prozess enthalten.“ Dies könnte sich auf das Verhältnis von Arzt und Patient beziehen z.B. Diese Vorstellungen laufen allerdings teilweise wieder in die Richtung einer Erklärung mit Plazeboeffekten hinaus. Dem widerspricht das Wasserlinsen-Experiment, bei dem es kaum eine Arzt-Patient-Wechselwirkung gegeben haben kann (es sei, die Wasserlinsen verstehen die Forscher ganz genau). Die Plazebo-Hypothese bezeichnet Dr. Baumgartner als „ist nicht mit dem derzeitigen Stand der Forschung in Übereinstimmung zu bringen“.</p>
<p><strong>Tolle Forschung und keiner schaut hin</strong></p>
<p>Ob man es wahr haben will oder nicht, es scheint in der homöopathischen Grundlagenforschung mehr zu passieren, als man gewahr wird und als man glaubt. Aber die Medien halten sich dahingehend bedeckt. Im Gegenteil. Wie schon weiter oben erwähnt, versuchen nicht wenige &#8220;Wissenschaftler&#8221; bei jeder sich passenden Gelegenheit die Homöopathie als Hirngespinst und Schwachsinn darzustellen.</p>
<p>Allerdings werden dann schon mal todbringende Präparate wie Vioxx, <a href="http://www.yamedo.de/blog/avandia-evidenzbasiertes-desaster-2011/">Avandia</a> erst mal mit Pomp und Trara als &#8220;neue medizinische Durchbrüche&#8221; gefeiert und später mit einer &#8220;Fußnote&#8221; verschämt verabschiedet, als deren wahre Natur zum Vorschein kam.</p>
<p>Die homöopathische Grundlagenforschung dagegen hat keine finanzstarke Interessenslobby, wenn sie denn überhaupt eine Lobby hat. Die wenigen, relativ kleinen Herstellerfirmen, haben zum Teil um ihr überleben zu kämpfen.</p>
<p>Wenig Lobby, (relativ) wenig Geld. Damit gibt es auch keine publizistische Vermarktung der Ergebnisse. Und die Presse ist im Prinzip nur an reißerischen Ergebnissen interessiert, die sich gut verkaufen lassen. Aber so funktioniert Homöopathie halt nicht.</p>
<p>Die Homöopathie ist eine Therapieform, die nicht besonders „fotogen“ ist und daher von der Presse nur dann beachtet wird, wenn man sich über sie lustig machen kann.Vor allem wenn sich &#8220;Forscher&#8221; darüber auslassen oder anprangern, dass Homöopathie nur in den sogenannten &#8220;Bunten Blättern&#8221; (auch als Regenbogenpresse oder &#8220;Frauenzeitschriften&#8221; betitelt) Beachtung fände.</p>
<p>Wenn hier von Schwachsinn die Rede sein muss, dann von der schwachsinnigen Vorstellung, dass Wissenschaft von einem verrückten Genie betrieben wird, der Essen und Trinken und sich selbst vergisst und am nächsten Tag den Stein der Weisen findet. Wissenschaft erfolgt viel unauffälliger und unspektakulärer = medienunwirksamer. Wissenschaft hat auch im Bereich der homöopathischen Grundlagenforschung etwas mit „Wissen“ zu tun. Und das lässt sich nicht über Nacht generieren.</p>
<p>Der Lichblick ist allerdings: Homöopathie – kaum Lobby, kaum Geld, wenig Presse. Dies scheint eine günstige Voraussetzung zu sein für ehrliche Forschungsergebnisse.</p>
<p><strong>Weitere Artikel zum Thema:</strong></p>
<ul>
<li><a href="http://www.yamedo.de/blog/homoeopathie-als-kassenleistung-2011/">Homöopathie als flächendeckende Kassenleistung</a></li>
<li><a href="http://www.yamedo.de/blog/gegen-homoeopathie/">Kann man auch gegen Homöopathie sein?</a></li>
<li><a href="http://www.informationen-zur-homoeopathie.de/?p=417" target="_blank">Interview mit Dr. Stephan Baumgartner zur homöopathischen Grundlagenforschung</a></li>
</ul>
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		</item>
		<item>
		<title>Schlechtes Cholesterin ist nicht so schlecht wie Sie denken</title>
		<link>http://www.yamedo.de/blog/ldl-cholesterin-nicht-schlecht-2011/</link>
		<comments>http://www.yamedo.de/blog/ldl-cholesterin-nicht-schlecht-2011/#comments</comments>
		<pubDate>Wed, 29 Jun 2011 09:09:51 +0000</pubDate>
		<dc:creator>René Gräber</dc:creator>
				<category><![CDATA[Leads]]></category>
		<category><![CDATA[Arteriosklerose]]></category>
		<category><![CDATA[Cholesterin]]></category>
		<category><![CDATA[HDL]]></category>
		<category><![CDATA[Herz-Kreislauf-Erkrankung]]></category>
		<category><![CDATA[LDL]]></category>
		<category><![CDATA[Studie]]></category>

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		<description><![CDATA[Der LDL-Anteil (Low density lipoprotein) am Cholesterinwert gilt allgemein als das gefährliche oder „schlechte Cholesterin“. Ärzte machen diese Version des Cholesterins für die Arteriosklerose und Herz-Kreislauf-Erkrankungen verantwortlich. Das bestreitet neuerdings eine Gruppe von US-amerikanischen Wissenschaftlern unter der Führung von Steve Riechmann vom texanischen Department of Health and Kinesiology. Im Journal of Gerontology veröffentlichten die Forscher [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Der LDL-Anteil (Low density lipoprotein) am <a href="http://www.yamedo.de/blutwerte/cholesterinspiegel.html">Cholesterinwert</a> gilt allgemein als das gefährliche oder „schlechte Cholesterin“. Ärzte machen diese Version des Cholesterins für die <a href="http://www.yamedo.de/krankheiten/gefaesserkrankung/arteriosklerose-arterienverkalkung.html">Arteriosklerose </a>und <a href="http://www.yamedo.de/krankheiten/kreislauferkrankungen/">Herz-Kreislauf-Erkrankungen</a> verantwortlich. Das bestreitet neuerdings eine Gruppe von US-amerikanischen Wissenschaftlern unter der Führung von Steve Riechmann vom texanischen Department of Health and Kinesiology.</p>
<p>Im Journal of Gerontology veröffentlichten die Forscher die Ergebnisse einer Studie an älteren Versuchspersonen. Überprüft wurden zunächst die LDL-Werte während einer Phase der sportlichen Inaktivität. Anschließend verglichen die Wissenschaftler die Zahlen mit den LDL-Werten nach einem intensiven Fitness-Training. <strong>Das überraschende Resultat zeigte, dass die Studien-Teilnehmer mit dem höchsten Muskelwachstum auch die höchsten LDL-Werte hatten. Wenn also die Muskelzunahme mit hohen Mengen an LDL einherginge, müsse es eine wichtige Rolle im Stoffwechsel spielen.</strong> Das folgert zumindest Riechmann und seine Kollegen. Fraglich sei daher, ob eine radikale Senkung des LDL-Wertes sinnvoll sei. Denn die LDL-Partikel fungieren auch als Cholesterin-Lieferanten für die Körperzellen, die das Cholesterin dringend brauchen.</p>
<p>Dem HDL (High density lipoprotein) wird die Funktion der Gefäßreinigung zugeschrieben. Damit gilt HDL als körpereigener Wirkstoff gegen Arteriosklerose. Riechmann meint, LDL sei aus zwei Gründen zu Unrecht ins schlechte Licht geraten. Diese Fraktion des Blut-Cholesterins sei zumindest ein Indikator für Krisensituationen des Organismus. Und wenn LDL offensichtlich für den Aufbau von Muskelmasse erforderlich sei, könne es nicht ausschließlich schlecht sein.<br />
Auch im Hinblick auf die sogenannte Sarkopenie müsste die Rolle des LDL neu überdacht werden. Sarkopenie ist der medizinische Begriff für den altersbedingten Muskelschwund. So verliert der Mensch ab 50 jährlich etwa 2% seines Muskelgewebes. Möglicherweise sei ein zu hoher LDL-Wert eine Reaktion des Körpers auf den Abbau der Muskeln. Dies könne ein Zeichen für zu wenig Bewegung oder andere Risiko-Faktoren sein. Neue Therapien könnten an den Ursachen statt am Symptom des „schlechten“ Cholesterins ansetzen.</p>
<p><strong>Weitere Informationen zum Thema:</strong></p>
<ul>
<li><a href="http://www.yamedo.de/blog/aepfel-verbessern-cholesterinwerte-2011/">Äpfel verbessern Cholesterinwerte</a></li>
<li><a href="http://www.yamedo.de/blog/cholesterinsenker-gesundheitsnutzen-fraglich-2011/">Cholesterinsenker: Fette Gewinne &#8211; Gesundheitsnutzen fraglich</a></li>
<li><a href="http://www.yamedo.de/blog/cholesterinsenker-forscher-warnen/">Cholesterinsenker: Forscher warnen</a></li>
</ul>
<p><a href="http://renegraeber.de/Cholesterin-Report.html"><img class="alignnone size-full wp-image-171" src="http://naturheilt.com/blog/wp-content/uploads/2009/08/cholesterin_blog_mainpanel_470px.jpg" alt="cholesterin_blog_mainpanel_470px" width="470" height="198" /></a></p>
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		</item>
		<item>
		<title>Streit um &#8220;homöopathischen Bockmist&#8221;</title>
		<link>http://www.yamedo.de/blog/streit-um-homoeopathischen-bockmist-2011/</link>
		<comments>http://www.yamedo.de/blog/streit-um-homoeopathischen-bockmist-2011/#comments</comments>
		<pubDate>Wed, 01 Jun 2011 13:58:59 +0000</pubDate>
		<dc:creator>René Gräber</dc:creator>
				<category><![CDATA[Leads]]></category>
		<category><![CDATA[Homöopathie]]></category>
		<category><![CDATA[Presserat]]></category>
		<category><![CDATA[Schweiz]]></category>
		<category><![CDATA[Studien]]></category>

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		<description><![CDATA[Die Zeitschrift &#8220;Das Magazin&#8221; darf weiterhin behaupten, dass die Homöopathie Bockmist, Scharlatanerie und eine moderne Form des Aberglaubens sei. Die von der Zeitschrift aufgestellte Behauptung, es gäbe keine Studie, in der die Wirksamkeit von Methoden der Homöopathie belegt würde, ist jedoch nach der Auffassung des Presserates unrichtig. Der Schweizerische Verein Homöopathischer Ärztinnen und Ärzte hatte [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Die Zeitschrift &#8220;Das Magazin&#8221; darf weiterhin behaupten, dass die <a href="http://www.yamedo.de/heilverfahren/homoeopathie/">Homöopathie</a> Bockmist, Scharlatanerie und eine moderne Form des Aberglaubens sei. Die von der Zeitschrift aufgestellte Behauptung, es gäbe keine Studie, in der die Wirksamkeit von Methoden der Homöopathie belegt würde, ist jedoch nach der Auffassung des Presserates unrichtig.</p>
<p>Der Schweizerische Verein Homöopathischer Ärztinnen und Ärzte hatte sich bei dem Presserat über &#8220;Das Magazin&#8221; beschwert, weil der Chefredakteur des Blattes, Finn Canonica, sich in einem Editorial sehr pointiert und mit falschen Behauptungen gegen homöopathische Verfahren geäußert hatte. Die Beschwerde des Vereins wurde vom Presserat gutgeheißen.</p>
<p>Finn Canoncia hatte die Homöopathie in seinem Artikel als &#8220;Bockmist&#8221;, &#8220;Aberglauben&#8221; und &#8220;Scharlatanerie&#8221; bezeichnet. Solche Bezeichnungen fallen nach Auffassung des Presserates unter die Kommentarfreiheit und sind für den Leser als wertende Meinung des Autors erkennbar. Sie wurden daher als zulässig eingestuft.</p>
<p>Der Chefredakteur hatte aber auch noch die Behauptung aufgestellt, dass es keine einzige Studie gäbe, die einen Beweis für die Wirksamkeit der Homöopathie liefere. Eine solche Behauptung hält der Presserat sachlich für falsch. Sie fällt nicht mehr unter die Kommentarfreiheit, da sie die Wahrheitspflicht durch falsche Tatsachenbehauptungen verletzt.</p>
<p><strong>Weitere Informationen zum Thema:</strong></p>
<ul>
<li><a href="http://www.yamedo.de/blog/homoeopathie-als-kassenleistung-2011/">Homöopathie als flächendeckende Kassenleistung</a></li>
<li><a href="http://www.yamedo.de/blog/gegen-homoeopathie/">Kann man auch gegen Homöopathie sein?</a></li>
<li><a href="http://www.yamedo.de/blog/studie-zur-wirkung-homoeopathischer-mittel/">Interessante Studie zur Wirkung homöopathischer Mittel</a></li>
<li><a href="http://www.yamedo.de/blog/vertrauen-in-die-homoopathie/">Nobelpreisträger gibt der Homöopathie Aufschwung</a></li>
</ul>
<p style="text-align: center;"><a href="http://www.yamedo.de/heilverfahren/homoeopathie/hanbuch-der-homoeopathie.html"><img class="size-full wp-image-281 aligncenter" src="http://www.yamedo.de/blog/wp-content/uploads/2010/01/handbuch_hom_blog.jpg" alt="" width="470" height="198" /></a><a href="http://www.yamedo.de/heilverfahren/homoeopathie/hanbuch-der-homoeopathie.html"></a></p>
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		</item>
		<item>
		<title>Bessere Herzdruckmassage mit den BeeGees</title>
		<link>http://www.yamedo.de/blog/bessere-herzdruckmassage-mit-bee-gees-201/</link>
		<comments>http://www.yamedo.de/blog/bessere-herzdruckmassage-mit-bee-gees-201/#comments</comments>
		<pubDate>Fri, 15 Apr 2011 09:41:20 +0000</pubDate>
		<dc:creator>René Gräber</dc:creator>
				<category><![CDATA[Leads]]></category>
		<category><![CDATA[BeeGees]]></category>
		<category><![CDATA[Herzdruckmassage]]></category>
		<category><![CDATA[Herzinfarkt]]></category>
		<category><![CDATA[Video]]></category>

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		<description><![CDATA[Die goldene Zeit der Discoklänge ist vorbei, ihre prominenten Vertreter von John Travolta bis zu den Bee-Gees sind nur noch wenigen, meist schon etwas angegrauten Mitmenschen bekannt. Aber für einen Superhit der Bee-Gees kündigt sich eine Renaissance an, die etwas unerwartet im Bereich der Medizin stattfindet. Staying Alive hilft dabei, Leben zu retten. Als Rhythmusgeber [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Die goldene Zeit der Discoklänge ist vorbei, ihre prominenten Vertreter von John Travolta bis zu den Bee-Gees sind nur noch wenigen, meist schon etwas angegrauten Mitmenschen bekannt. Aber für einen Superhit der Bee-Gees kündigt sich eine Renaissance an, die etwas unerwartet im Bereich der Medizin stattfindet. <em>Staying Alive</em> hilft dabei, Leben zu retten. Als Rhythmusgeber bei der Herzdruckmassage nach <a href="http://www.yamedo.de/krankheiten/herzkrankheiten/herzinfarkt.html">Herzinfarkt</a>.</p>
<p>Bei der Herzdruckmassage, die im Notfall vor Ort von einem Ersthelfer oder dem Notarzt durchgeführt wird, wird der Brustkorb des bewusstlosen Patienten einer Druckmassage unterzogen. Die kräftige Massage, die durch Atemgaben unterbrochen wird, soll den Herzstillstand des Patienten beheben. Hierbei ist es günstig, wenn der Brustkorb mit einer Frequenz von rund 100 Schlägen pro Minute bearbeitet wird.</p>
<p>Viele Techno-Titel haben einen Beat, der weit über dieser Frequenz liegt. Aber der Diskoklassiker &#8220;Staying Alive&#8221; von den Bee-Gees hat genau 103 Taktschläge pro Minute. Ein perfekter Rhythmus für die Herzdruckmassage.</p>
<p>Rettungsmediziner in den USA haben die Eignung des Songs als Taktgeber überprüft. Hierzu mussten Studenten eine Herzdruckmassage simulieren. Bei der Gruppe, der vor der Ausführung &#8220;Staying Alive&#8221; vorgespielt worden war, zeigte sich ein eindeutig besseres Ergebnis als bei einer Kontrollgruppe.</p>
<p>Auch deutsche Rettungsärzte haben den Nutzen des Musikstücks erkannt. Jüngst wurde bei einer Vorführung in Nürnberg demonstriert, wie mit der Musik von &#8220;Staying Alive&#8221; im Hintergrund bei der Herzdruckmassage die richtige Taktzahl erreicht werden kann. &#8220;Staying Alive&#8221; hilft offenbar, am Leben zu bleiben.</p>
<p><object style="height: 351px; width: 576px;"><param name="movie" value="http://www.youtube.com/v/RX_g78F2K1Q?version=3" /><param name="allowFullScreen" value="true" /><param name="allowScriptAccess" value="always" /><embed type="application/x-shockwave-flash" width="576" height="351" src="http://www.youtube.com/v/RX_g78F2K1Q?version=3" allowfullscreen="true" allowscriptaccess="always"></embed></object></p>
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		</item>
		<item>
		<title>Unser Immunsystem muss mit Mikroben leben lernen</title>
		<link>http://www.yamedo.de/blog/immunsystem-muss-mit-mikroben-leben-2011/</link>
		<comments>http://www.yamedo.de/blog/immunsystem-muss-mit-mikroben-leben-2011/#comments</comments>
		<pubDate>Thu, 24 Mar 2011 09:54:15 +0000</pubDate>
		<dc:creator>René Gräber</dc:creator>
				<category><![CDATA[Leads]]></category>
		<category><![CDATA[Immunsystem]]></category>
		<category><![CDATA[Mikroben]]></category>

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		<description><![CDATA[Seit die Menschheit existiert, wird sie immer wieder von schweren Infektionskrankheiten heimgesucht. Erst seit dem 20. Jahrhundert enstanden verstärkte Hygienemaßnahmen wie eine verbesserte Wasserversorgung und die Entwicklung von Schutzimpfungen sowie modernen Medikamente wie Antibiotika. Sie trugen dazu bei, die Übertragung von Infektionskrankheiten zunächst wirksam zu bekämpfen. Dadurch stieg die Lebenserwartung enorm an und es führte [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Seit die Menschheit existiert, wird sie immer wieder von schweren <a href="http://www.yamedo.de/krankheiten/infektionen/">Infektionskrankheiten</a> heimgesucht. Erst seit dem 20. Jahrhundert enstanden verstärkte Hygienemaßnahmen wie eine verbesserte Wasserversorgung und die Entwicklung von Schutzimpfungen sowie modernen Medikamente wie Antibiotika. Sie trugen dazu bei, die Übertragung von Infektionskrankheiten zunächst wirksam zu bekämpfen. Dadurch stieg die Lebenserwartung enorm an und es führte zu der großen Hoffnung, diese Krankheiten durch den medizinischen Fortschritt für immer besiegen zu können.</p>
<p>Schnell stellte sich jedoch heraus, dass diese Hoffnung trügerisch war. Immer wieder tauchten neue, schwere Infektionskrankheiten wie <a href="http://www.yamedo.de/krankheiten/infektionen/hiv.html">AIDS</a>, SARS oder BSE auf, immer wieder entwickelten Krankheitserreger eine Resistenz gegen zunächst wirksame Medikamente. <strong>Immer wieder entstanden aus ursprünglich harmlosen Erregern Mutationen, die weitaus schwerere Erkrankungen hervorriefen.</strong> So soll beispielsweise der lebensbedrohliche SARS-Erreger aus einem harmlosen Grippevirus entstanden sein.</p>
<p>Der amerikanische Molekularbiologe und Genetiker Joshua Lederberg, der 1958 mit erst 33 Jahren den Nobelpreis für Medizin erhielt, hat auf Mikroben eine ganz andere als die herkömmliche Sicht. Er betrachtet sie nicht als Schädlinge, sondern als eine dem Menschen so überlegene Lebensform, dass der Versuch, sie zu bekämpfen, völlig aussichtslos erscheint.</p>
<p><strong>Eine Bekämpfung der Mikroben ist allein schon wegen ihrer schieren Menge unmöglich</strong>. Den lediglich ca. 7 Milliarden Menschen auf unserem Planeten stehen Mikroorganismen in einer so unvorstellbar großen Anzahl gegenüber, dass mathematische Begriffe hierfür nicht zur Verfügung stehen. Schon in einem einzigen Reagenzglas können Milliarden von Mikroben erzeugt werden.</p>
<p>Ein weiterer Nachteil des Menschen ist, dass seine Entwicklung als komplexer Vielzeller viele Jahre in Anspruch nimmt. Die einzelligen Mikroben dagegen sind in höchstens 20 Minuten voll entwickelt und können sich immer wieder schnell an veränderte Gegebenheiten anpassen. Dafür benötigt die Menschheit viele Generationen. <strong>Zudem kann die Immunität, die ein Mensch gegen eine bestimmte Krankheit entwickelt, nicht an seine Nachkommen weitervererbt werden, sondern diese müssen immer wieder eigene Abwehrstrategien entwickeln.</strong></p>
<p>Lederberg prägte den Begriff „Mikrobiom“, worunter er die Gesamtheit aller Mikroorganismen meint, die den Körper des Menschen auf der Haut, im Verdauungstrakt und auf den Schleimhäuten besiedeln. Er ist der Auffassung, dass der Mensch nicht nur durch seine eigenen Gene bestimmt wird, sondern auch durch das Genom seiner Mikroflora. Diese hat einen großen Einfluss auf den menschlichen Stoffwechsel und spielt auch bei der Entstehung oder Verhinderung von Krankheiten eine große Rolle.</p>
<p><strong>Mikroben leben laut Lederburg in einer symbiotischen Koexistenz mit ihren Wirten, den Menschen also.</strong> Ihre Strategie ist es keineswegs, den Menschen zu zerstören, denn damit würden sie sich ja ihres eigenen Nährbodens berauben. Mit dem Überleben ihres Wirtes sichern Mikroben ihr eigenes Überleben. So schützen Mikroben wie beispielsweise <a href="http://www.yamedo.de/krankheiten/hauterkrankungen/herpes.html">Herpesviren</a> ihre Wirte vor sehr viel gefährlicheren Erregern. Eine ähnliche Schutzfunktion wird bei einer Variante des <a href="http://www.yamedo.de/krankheiten/lebererkrankungen/hepatitis-c.html">Hepatitis-C-Virus </a>beobachtet, dessen Vorhandensein den Betroffenen wirkungsvoll vor einer Infektion mit AIDS bewahrt.</p>
<p>Lederburg plädiert eindringlich für ein erweitertes Verständnis des menschlichen Organismus, der nicht nur aus den eigenen Zellen, sondern aus dem gesamten Mikrobiom mit all seinen positiven Einflüssen besteht. <strong>Statt Mikroben zu bekämpfen, sollte der Mensch auf eine sinnvolle Kooperation mit ihnen bedacht sein. </strong></p>
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