Entschlacken mit der Wacholderbeerenkur nach Kneipp

19. März 2009 | Von | Kategorie: Allgemein

Sebastian Kneipp ist ja eines meiner Vorbilder bzgl. der Naturheilkunde:

„Die Mittel, welche das natürliche Heilverfahren beansprucht, beruhen in Licht, Luft, Wasser, Diät, Ruhe und Bewegung in ihren verschiedenen Anwendungsformen, Dinge, die, wenn sie normal vorhanden, den gesunden Organismus gesund erhalten und wieder gesund machen können, wenn er erkrankt ist.“ (Sebastian Kneipp)

Die meisten bringen mit Kneipp eigentlich die Wasserheilkunde in Verbindung. Das ist aber nicht wahr. Kneipp behandelte ebenso mit Heilpflanzen und relativ strengen „Regeln zum Leben“. 

Was wäre ein saftiger Rehbraten ohne Wachholder oder gar ein frisches Sauerkraut ohne die würzigen Beeren? Aus kaum einer Küche sind diese Früchtchen wegzudenken, doch viele wissen nichts um die gesundheitsfördernden Eigenschaften dieses beliebten Würzmittels.

Bereits in der Antike wusste man um diese Vorteile des Wacholders und verwendete neben den blauen Früchten auch die Zweige dieses immergrünen Strauches.

Als Heilpflanze ist der Wacholder vor allem bei Harnsteinen und Gicht, aber auch als Blutreinigungsmittel eingesetzt worden. Der stachelige Strauch hat eine typische Säulenform und gehört zu den Zypressen.

Er bevorzugt lichte Wälder und sonnige Heideflächen als Standort und gedeiht auch hierzulande recht gut. Bei einer Höhe bis zu 10 Metern trägt er im Herbst stark duftende dicke Scheinbeeren, die zu Heilzwecken verwandt werden.

Sebastian Kneipp (1821 bis 1897), Pfarrer und Volksmediziner war der Erste, der die Wacholderbeere bei Gicht und Rheuma empfahl und seitdem als Wacholderbeer–Kur bekannt ist.

Dabei wird durch Kauen von Wacholderbeeren eine geschwächte Magentätigkeit und Blähungen Abhilfe geschafft.

Nach Kneipp wird die Wocholderbeeren-Kur wie folgt angewendet: 1.Tag: 4 Beeren, 2.Tag: 5 Beeren … 12.Tag: 15 Beeren. Dann wieder die Menge der Beeren um jeweils eine pro Tag reduzieren.

Durch ihre schweiß- und harntreibende, aber auch blutreinigende Wirkung, wird sie daher gern zu Kuren verwendet, die eine Entschlackung erzielen.

Wacholderbeerentee zur Entschlackung

Dabei wird eine sogenannte „Durchspülungstherapie“ angewandt, bei der täglich mindestens zwei Liter Wacholderbeerentee getrunken werden müssen. Wichtig ist es, darauf zu achten, dass eine solche Kur nicht länger wie 6 Wochen dauern sollte, da sonst Nebenwirkungen auftreten können.

Jede Art von Wacholder sollte bei Nierenerkrankungen und Schwangerschaft vermieden werden.

Die Naturheilverfahren des Pfarrers Kneipp sind für den ganzen Menschen gedacht. Geist, Seele und Körper bilden eine Einheit und können nur in gesundem Zustand miteinander harmonieren. Seine einfachen, nachvollziehbaren Methoden, diese Einheit zu erreichen und Krankheiten zu heilen, sind volksnah und daher auch als Volksmedizin zu betrachten …

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René Gräber - Heilpraktiker & Sportpädagoge mit eigener Praxis. Sie finden mich unter anderem auch auf Google+, facebook, Xing oder Twitter. Ich schreibe und berichte regelmäßig zu den Themen Medizin, Fitness und Gesundheit. Wenn Sie dies interessiert, dürfen Sie gerne (siehe Box hier unten), meinen persönlichen Gesundheits-Newsletter anfordern. In den ersten 5 Teilen berichte ich über meine "5 Lieblings-Wundermittel".

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  1. Seit Jahren lasse ich mich beraten durch MEINE Heilpraktikerin.Ich ernähre mich einigermassen gesund und suche immer wieder nach neuen Tipps, zur Gesundheit, die ich dann auch gerne ausprobiere.Bin 68 J. alt habe in meiner Jugend gerne und viel Sport getrieben.
    Liebe Obst und Gemüse esse wenig Fleisch, trinke täglich Bier zum Feierabend.Das hält fit.Ärzte und Apotheker können von meinem Gebrauch an Medizin nicht überleben.Lb. Gr.
    U.K.

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