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	<title>Yamedo BLOG</title>
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	<description>Wirksame und Nebenwirkungsfreie Therapien aus der Naturheilkunde und Alternativmedizin</description>
	<lastBuildDate>Thu, 23 May 2013 12:24:26 +0000</lastBuildDate>
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		<title>Aromatherapie hilft bei Herzproblemen</title>
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		<pubDate>Thu, 23 May 2013 12:24:26 +0000</pubDate>
		<dc:creator>René Gräber</dc:creator>
				<category><![CDATA[Heilverfahren]]></category>
		<category><![CDATA[Aromatherapie]]></category>

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		<description><![CDATA[Aromatherapie soll einen medizinischen Nutzen haben? Wie es aussieht, gibt es einen Nutzen und zwar im kardiovaskulären Bereich (Herz-Kreislauf-System). Denn es zeigte sich, dass die essentiellen Öle, die bei der Aromatherapie eingesetzt werden, in der Lage sind, die Herzfrequenz zu senken und ebenso den Blutdruck. Die Forscher aus Taiwan vermuten, dass dieser Effekt eine sehr [...]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.yamedo.de/heilverfahren/Aromatherapie.html" target="_blank">Aromatherapie</a> soll einen medizinischen Nutzen haben? Wie es aussieht, gibt es einen Nutzen und zwar im kardiovaskulären Bereich (Herz-Kreislauf-System). Denn es zeigte sich, dass die essentiellen Öle, die bei der Aromatherapie eingesetzt werden, in der Lage sind, die Herzfrequenz zu senken und ebenso den Blutdruck. Die Forscher aus Taiwan vermuten, dass dieser Effekt eine sehr günstige Auswirkung auf die Gesundheit des Herz-Kreislauf-Systems haben könnte. Und die Effekte sind außerdem hoch signifikant.</p>
<p>Laut einer Studie mit 100 jungen Probanden fiel die Herzfrequenz um 2,21 Schläge pro Minute. Die <a href="http://www.yamedo.de/blutwerte/blutdruckwerte.html" target="_blank">Blutdruckwerte</a> sanken um 2,10 mmHg nach 45 Minuten Einatmen der essentiellen Öle.</p>
<p>Aber die Öle haben leider auch eine Art Paradox-Effekt. Denn obwohl sie einen sofortigen nützlichen Effekt zeigen, bewirken sie, dass der Patient beim Einatmen der Öle für länger als eine knappe Stunde diese nützlichen Effekte wieder verliert. Denn dann erhöhen sich wieder die Herzfrequenzen und der Blutdruck.</p>
<p>Die Forscher resümieren folgendermaßen: Eine Behandlung mit essentiellen Ölen für eine Stunde zeigte sich als eine effektive Methode der Entspannung, was sich durch die verringerten Herzfrequenzen und Blutdruckwerte ausdrückte. Eine Behandlung über diese Stunde hinaus könnte einen gegenläufigen Effekt haben und potentiell schädlich sein. Dies ist auch ein mögliches Arbeitsrisiko von Spa-Mitarbeitern, die ganztägig diesen Ölen ausgesetzt sind.</p>
<div style="margin: 0; margin-right: 10px; border: 2px solid #dfdfdf; padding: 0em 1em 1em 1em; background-color: #ecffe4; text-align: center;">
<p style="text-align: left;"><i>Quelle: Chuang et al.: </i><i>Dept of Public Health, School of Med., College of Med./School of Public Hlth College of Public Health und Nutrition, Taipei Med. Uni., Taipei, Taiwan.</i></p>
<p style="text-align: left;"><i>„The effect of essential oil on heart rate und blood pressure among solus por aqua workers.“, </i><i>Eur J Prev Cardiol. 2012 Nov 29. </i><a href="https://ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/23197402">https://ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/23197402</a></p>
</div>
<p><i></i></p>
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		<title>Antazida &#8211; Bedenkliche Mittel bei Sodbrennen</title>
		<link>http://www.yamedo.de/blog/antazida-bedenklich-2013/</link>
		<comments>http://www.yamedo.de/blog/antazida-bedenklich-2013/#comments</comments>
		<pubDate>Wed, 03 Apr 2013 08:41:27 +0000</pubDate>
		<dc:creator>René Gräber</dc:creator>
				<category><![CDATA[Medikamente]]></category>
		<category><![CDATA[Antazida]]></category>
		<category><![CDATA[Sodbrennen]]></category>

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		<description><![CDATA[Was sind Antazida? Dies sind Medikamente, die in der Lage sind, Magensäure zu neutralisieren. Diese Art der Medikamente wird eingesetzt, wenn Patienten an Sodbrennen, Säurereflux, säurebedingte Magenerkrankungen (wie zum Beispiel Magengeschwüre), und so weiter leiden. Die meisten Antazida sind rezeptfrei, sodass der Patient sich selbst „behandeln“ kann. Daneben gibt es noch die nicht rezeptfreien Protonenpumpenhemmer, [...]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Was sind Antazida? Dies sind Medikamente, die in der Lage sind, Magensäure zu neutralisieren. Diese Art der Medikamente wird eingesetzt, wenn Patienten an Sodbrennen, Säurereflux, säurebedingte Magenerkrankungen (wie zum Beispiel Magengeschwüre), und so weiter leiden.</p>
<p>Die meisten Antazida sind rezeptfrei, sodass der Patient sich selbst „behandeln“ kann. Daneben gibt es noch die nicht rezeptfreien Protonenpumpenhemmer, die die Produktion von Magensäure direkt hemmen. Diese Protonenpumpenhemmer gehören mittlerweile zu den am meisten verordneten Medikamenten.</p>
<p>Die Mittel werden gerne von Patienten genommen, weil sie eine rasche Linderung verschaffen; angenehm ist das auch für Ärzte, denn die haben ein &#8220;wirksames&#8221; Mittel zur Hand, das auch noch gerne genommen wird. Die Werbung erledigt den Rest, denn die Mittel werden gerne als &#8220;Magenschutz&#8221; angepriesen. Und wer möchte seinen Magen denn nicht schützen?</p>
<p>Da werden die Negativ-Aspekte der Antazida gerne mal vergessen. Eine neuere Studie berichtet über zum Teil sehr unangenehme Wirkungen:</p>
<p><i>Morrison et al.: San Diego State University Graduate School of Public Health, San Diego, California, USA. „Risk factors associated with complications und mortality in patients with Clostridium difficile infection.“</i></p>
<p><i>Clin Infect Dis. 2011 Dec;53(12):1173-8. Doi: 10.1093/cid/cir668.</i></p>
<p><a href="https://ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/21976459">https://ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/21976459</a></p>
<p>Diese Arbeit konnte zeigen, dass unter Umständen die Antazida schlimmere Folgen auf die Gesundheit der Patienten haben als die Erkrankung, gegen die das Medikament eingesetzt wird. Und eine dieser Folgen kann durchaus ein frühzeitiges Ableben sein. Grund dafür ist die Tatsache, dass die Magensäure nicht nur eine Funktion bei der Verdauung von Nahrungsmitteln hat, sondern dass sie auch Teil der körpereigenen Abwehr ist. Denn die aggressive Säure vernichtet Keime, die sich mit der Nahrung versuchen, in den Organismus „einzuschleichen“. Und mit der Neutralisierung der Magensäure ist der Gastrointestinaltrakt besonders anfällig für Infektionen aller Art.</p>
<p>Deshalb erwähnen die Autoren der vorliegenden Studie zu Beginn, dass die Infektionen mit Clostridium difficile deutlich an Häufigkeit zugenommen haben. Es handelt sich hierbei um ein anaerobes, grampositives Bakterium, das eines der häufigsten Krankenhauskeime ist. In einem gesunden Gastrointestinaltrakt spielt das Bakterium nur eine untergeordnete Rolle. Verändert sich jedoch die Darmflora, durch den Einsatz von Antibiotika zum Beispiel, dann kommt es zum Wachstum der Clostridien-Kolonien und zum Einsatz einer Produktion von Toxinen seitens der Bakterien. Das Resultat sind unter Umständen lebensbedrohliche Durchfälle. Grund für eine Infektion ist häufig eine mangelnde Hygiene, da der Infektionsweg fäkal-oral (vom Stuhl in den Mund) erfolgt. Wenn dann Antibiotika und Antazida mit im Spiel sind, dann steht einer unkontrollierten Vermehrung der Clostridien kaum noch etwas im Wege. In einem solchen Szenario sind massive gesundheitliche Probleme und sogar der Tod des Patienten nicht unmöglich.</p>
<p>Daher beschreibt einer der Forscher, Dr. Edith Lederman, der vorliegenden Arbeit, dass hier erstmalig ein Zusammenhang gezeigt werden konnte zwischen dem Einsatz von Antazida und Protonenpumpenhemmern und einer erhöhten Sterblichkeit, da die Infektionsanfälligkeit für Clostridium difficile unter den Säure blockierenden Medikamenten signifikant zunimmt. In der vorliegenden Arbeit starben innerhalb des Beobachtungszeitraums von 4 Jahren 23 Patienten aufgrund einer Infektion mit Clostridium difficile. 19 Patienten davon hatten 90 Tage vor ihrem Krankenhausaufenthalt ein Säure hemmendes Medikament verschrieben bekommen.</p>
<p>Aber nicht nur Clostridien profitieren von dem Einsatz von Antazida und Protonenpumpenhemmern. Andere Keime, wie Salmonellen, Campylobacter-Bakterien, Listerien, Vibrionen (Cholera) und so weiter, kommen über die Nahrungsmittel in den Gastrointestinaltrakt und verursachen hier die entsprechenden Infektionen, da die Magensäure nicht mehr in der Lage ist, die Keime zu eliminieren.</p>
<p>Wie Sie auf natürliche Art und Weise Sodbrennen und ähnliche Symptome behandeln können, habe ich für Sie unter <a href="http://www.naturheilt.com/Inhalt/Sodbrennen.htm">Hausmittel gegen Sodbrennen</a> zusammengefasst.</p>
<iframe src="http://www.facebook.com/plugins/like.php?href=http%3A%2F%2Fwww.yamedo.de%2Fblog%2Fantazida-bedenklich-2013%2F&amp;layout=standard&amp;show_faces=true&amp;width=450&amp;action=like&amp;colorscheme=light&amp;height=80" scrolling="no" frameborder="0" style="border:none; overflow:hidden; width:450px; height:80px;" allowTransparency="true"></iframe>]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>15-Jähriger erfindet zuverlässigen Test auf Pankreaskrebs</title>
		<link>http://www.yamedo.de/blog/andraka-pankreaskrebs-test/</link>
		<comments>http://www.yamedo.de/blog/andraka-pankreaskrebs-test/#comments</comments>
		<pubDate>Wed, 13 Mar 2013 06:58:09 +0000</pubDate>
		<dc:creator>René Gräber</dc:creator>
				<category><![CDATA[Leads]]></category>
		<category><![CDATA[krebs]]></category>
		<category><![CDATA[Pankreas]]></category>

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		<description><![CDATA[Pankreaskrebs (Krebs der Bauchspeicheldrüse) ist in der Regel eine tödlich endende Krebserkrankung, deren Verlauf zudem besonders schnell ist. Und aufgrund der raschen Entwicklung dieser Krebsform kommt die Diagnose häufig viel zu spät, als dass noch lebensrettende Maßnahmen ergriffen werden könnten. Dies ist mit ein Grund, warum dieser Krebs mit die schlechteste 5-Jahres-Überlebensrate aufweist. Und dies [...]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Pankreaskrebs (<a href="http://www.yamedo.de/krankheiten/krebs/bauchspeicheldruesenkrebs.html" target="_blank">Krebs der Bauchspeicheldrüse</a>) ist in der Regel eine tödlich endende Krebserkrankung, deren Verlauf zudem besonders schnell ist. Und aufgrund der raschen Entwicklung dieser Krebsform kommt die Diagnose häufig viel zu spät, als dass noch lebensrettende Maßnahmen ergriffen werden könnten. Dies ist mit ein Grund, warum dieser Krebs mit die schlechteste 5-Jahres-Überlebensrate aufweist. Und dies zeigt zudem, wie schlecht und ineffektiv die bislang eingesetzten diagnostischen Verfahren der Schulmedizin zu sein scheinen.</p>
<p>Aus diesem Szenario taucht ein 15-Jähriger auf, <em>Jack Andraka</em> aus den USA, der sich Gedanken gemacht hatte, dass hier eine Lösung des Problems notwendig sei. Und wie es aussieht, hat er mit einfachsten Mitteln, viel Fleiß und Durchhaltevermögen diese Lösung auch gefunden.</p>
<p>Der Test ist nach seinen Angaben (<a href="https://www.youtube.com/watch?feature=player_embedded&amp;v=n9yuAhusVts">My 3 Cents 0n Cancer: Jack Andraka at TEDxSanJoseCAWomen</a>) 168 mal schneller, 26.000 mal günstiger und 400 mal empfindlicher als das, was in der Schulmedizin momentan als Standard zum Einsatz kommt. Dieser Test ermöglicht dazu noch die Diagnose von weiteren Krebsformen wie <a href="http://www.yamedo.de/krankheiten/krebs/lungenkrebs.html" target="_blank">Lungenkrebs</a> und <a href="http://www.yamedo.de/krankheiten/krebs/eierstockkrebs.html" target="_blank">Eierstockkrebs</a>. Dieser Test kostet 3 Cents, dauert nur 5 Minuten und hat eine 90-prozentige Trefferquote. Die Trefferquote der gegenwärtig gängigen Testmethode, die schon mehr als 60 Jahre alt ist, kann über 30 Prozent von positiven Fällen nicht entdecken und kostet in den USA circa 800 Dollar.</p>
<p>Für seine Nachforschungen benutzte er lediglich Google und Wikipedia als primäre Informationsquellen. Aber auch wenn sich das jetzt nach einer „einfachen Angelegenheit“ anhört, war es doch komplizierter als zunächst angenommen. Denn der junge Mann hatte im Laufe seiner Forschungen mit etlichen Problemen zu kämpfen, die ihn jedoch nie von seinem Ziel abbringen konnten. Das alleine ist schon bemerkenswert. Aber was bringt einen jungen Menschen dazu, sich mit solchen Themen zu befassen, statt, wie andere in seinem Alter, Sport zu betreiben, Videospiele zu spielen und so weiter?</p>
<p>Laut seinen Aussagen hatte er ein Schlüsselerlebnis, als ein Freund der Familie, der für ihn wie ein Onkel war, an Pankreaskrebs verstarb. Darauf hin begann er mit seiner Literaturrecherche im Internet. Er fand hier, dass es einen Marker für Pankreas-, Lungen- und Eierstockkrebs gibt, ein Protein mit dem Namen <em>Mesothelin</em>. Dieser Marker jedoch ist bei jedem Menschen vorhanden. Bei Menschen, die an einer der drei Krebsformen erkrankt sind, ist er erhöht.</p>
<p>Danach stellte sich die Frage, wie es möglich ist, diese erhöhten Konzentrationen des Proteins zu bestimmten. Dazu wollte er einen Test entwickeln, der nicht invasiv war, zudem schnell durchzuführen war, nicht zu teuer, einfach und selektiv genug, um aussagekräftig zu sein.</p>
<p>Seine Recherchen endeten in einem System, in dem Antikörper, die sich gegen Mesothelin richteten, mit Kohlenstoff-Nanoröhrchen versetzt wurden und dieses Gemisch auf Teststreifen aufgebracht wurde, die einem Diabetes-Teststreifen ähnlich sehen. Durch die Nanoröhrchen wurde der Teststreifen elektrisch leitfähig. Bei dem Test binden die Antikörper vorhandenes Mesothelin und vergrößern sich. Dadurch werden die Nanoröhrchen auseinander geschoben, was die Leitfähigkeit der Röhrchen herabsetzt. Je mehr Mesothelin vorhanden ist, desto größer wird der Antikörper-Nanoröhrchen-Komplex und desto ausgeprägter wird die Abschwächung der Leitfähigkeit des Komplexes. Als Testsubstanz dient das Serum eines Patienten, also kein Vollblut mit roten Blutkörperchen. Die elektrische Leitfähigkeit wird mit einem einfachen Ohm-Meter (Widerstandsmessgerät) gemessen.</p>
<p>Eine seiner größten Schwierigkeiten bestand, wie er in dem <a href="http://www.youtube.com/watch?v=n9yuAhusVts" target="_blank">Vortrag in Youtube</a> aussagte, in der Suche nach einem Labor, in dem er seine Ideen umsetzen konnte. Er schrieb 200 Professoren an und stellte seine Idee vor und bekam, bis auf eine Ausnahme, fast 200 Absagen. Als dieser eine Professor sich schließlich „breitschlagen ließ“, brauchte der junge Forscher immerhin noch sieben Monate, um zu dem Ergebnis zu kommen, das er jetzt der wissenschaftlichen Gemeinde präsentieren konnte. Während dieser sieben Monate hatte er mit der „Tücke des Objekts“ zu kämpfen und einiges an Fehlern und Rückschlägen einzustecken. Aber auch hier gab er nicht auf. Nachdem er erfolgreich einen Teststreifen hatte entwickeln können, wurde dieser in klinischen Studien ausgetestet. Diese zeigten, dass der Teststreifen eine 90-prozentige Trefferquote aufwies. Ein weiterer Vorteil des Teststreifens ist, dass er die Erkrankung schon in ihrer Frühphase erkennen kann, da bereits zu diesem Zeitpunkt die Konzentrationen von Mesothelin signifikant erhöht sind. Ein früheres Einschreiten würde dann auch zu einer verbesserten Prognose führen.</p>
<h4>Mögliche Ursachen von Pankreaskrebs</h4>
<p>Wie es aussieht, stehen hier drei mögliche Ursachen in vorderster Front, die sich aus unserem Lebensstil ableiten lassen. Dies sind:</p>
<ul>
<li>Zucker- beziehungsweise <a href="http://www.gesund-heilfasten.de/blog/fruchtzucker-und-fruktose/" target="_blank">Fructosekonsum</a> in höheren Mengen</li>
<li>Mangel an körperlicher Aktivität</li>
<li><a href="http://www.yamedo.de/blog/boese-sonne-gute-sonne-vitamin-d-2012/" target="_blank">Vitamin-D-Mangel</a></li>
</ul>
<p>Eine Studie aus dem Jahr 2010 bestätigt den Zusammenhang zwischen dem Fructosekonsum und der Entwicklung von Pankreaskrebs: <a href="http://cancerres.aacrjournals.org/content/70/15/6368.abstract">Fructose Induces Transketolase Flux to Promote Pancreatic Cancer Growth</a>. Wie es den Anschein hat, ist die Fructose eine Art „Brennstoff“ für maligne Zellen, besonders für Tumorzellen in der Bauchspeicheldrüse. Sie bewirkt eine raschere Entwicklung der Tumorzellen als ohne Fructose.</p>
<p>Weitere Schlüssel hier scheinen Übergewicht und damit verbunden körperliche Inaktivität zu sein. Bei einer Insulinresistenz liegen im Organismus überproportional hohe Konzentrationen an Insulin vor. Da Insulin nicht nur <a href="http://www.yamedo.de/blutwerte/blutzuckerwerte.html" target="_blank">Blutzuckerwerte</a> senkt, sondern auch wie ein Wachstumshormon funktioniert, liegt hier die Vermutung nahe, dass hohe Konzentrationen von Insulin das Wachstum von Tumoren begünstigt. So ist ein hoher Body Mass Index (BMI) verbunden mit einem 1,5 bis 2-mal so hohem Risiko für Pankreaskrebs im Vergleich zu einem niedrigen BMI. Bei Frauen ist das Risiko sogar um den Faktor 2,5 mal höher. Reduktion des Körpergewichts und körperliche Aktivitäten senken das Risiko beträchtlich. Männer, die mindestens 8 Stunden im Monat angestrengt trainieren, haben nur ein 59-prozentiges Risiko für die Entwicklung von Pankreaskrebs gegenüber Männern, die weniger oder überhaupt nicht trainieren.</p>
<p>Grund für dieses Szenario liegt wohl in der Tatsache, dass die Pankreas der Produktionsort von Insulin ist. Mit einer überzogenen Insulinproduktion erfolgt auch eine Vergrößerung der Krebszellen der Bauchspeicheldrüse. So vermuten die Wissenschaftler heute, dass bei einer Überproduktion an Insulin günstige Bedingungen für entartete Zellen in der Pankreas geschaffen werden. Damit sollte eine Behandlung beziehungsweise Prävention von Krebs allgemein und Pankreaskrebs im Speziellen immer mit Maßnahmen einhergehen, die die Senkung der Insulinspiegel zum Ziel haben. Ich denke hier weniger an medikamentöse Maßnahmen, sondern an körperliche Bewegung, die dies ebenfalls bewerkstelligen kann. Aber auch eine entsprechend gesunde Ernährung lässt die Insulinspiegel nicht hochschnellen. Fasten und Kalorienrestriktion sind weitere Maßnahmen, die in die gleiche Richtung zielen. Wie Fasten und Kalorienrestriktion sich günstig bei dieser Indikation auswirken können, habe ich bereits in einigen Beiträgen beschrieben:</p>
<ul>
<li><a href="http://www.gesund-heilfasten.de/blog/fasten-bei-krebs/">Fasten bei Krebs – Erstaunliche Erkenntnisse</a></li>
<li><a href="http://www.gesund-heilfasten.de/blog/fasten-gegen-krebs/">Fasten gegen Krebs</a></li>
<li><a href="http://www.gesund-heilfasten.de/Breuss-Kur-Krebskur-Total.html">Den Krebs &#8220;aushungern&#8221; &#8211; Die Breuss-Kur: &#8220;Krebskur-Total&#8221;</a></li>
<li><a href="http://www.gesund-heilfasten.de/blog/kalorienreduktion-krebskiller/">Kalorienreduktion als Krebskiller?</a></li>
<li><a href="http://www.gesund-heilfasten.de/blog/krebszellen-lieben-zucker/">Krebszellen lieben Zucker</a></li>
<li><a href="http://www.gesund-heilfasten.de/blog/fasten-bremst-tumore/">Fasten bremst Tumore</a></li>
</ul>
<p>Diese Theorie, dass Zucker „Brennstoff“ für Krebszellen ist, ist überhaupt nichts Neues. Schon vor circa 80 Jahren wurde der Nobelpreis dem deutschen Forscher Dr. Otto Warburg zugesprochen, der als Erster erkannt hatte, dass Krebszellen einen ausgesprochen unterschiedlichen Stoffwechsel im Vergleich zu gesunden Zellen haben. Aber bis heute ist diese Erkenntnis noch nicht in die schulmedizinische Behandlung von Krebserkrankungen durchgedrungen. Dazu kommt noch, dass Glucose und Saccharose (Haushaltszucker – ein Zweifachzucker, bestehend aus einem Molekül Glucose und einem Molekül Fructose) – die Kapazitäten der Neutrophile beschneidet. Neutrophile sind weiße Blutkörperchen, die „Eindringlinge“ in den Organismus angreifen, Krebszellen mit einbegriffen.</p>
<h4>13 Ratschläge, die krebsvermeidend sind</h4>
<ol>
<li>Vermeidung von industriell gefertigten Nahrungsmitteln, Zucker aller Art und Getreideprodukten. Das gilt leider auch für unverarbeitetes, organisches Getreide, da auch dies relativ rasch verdaut wird und den Insulinspiegel in die Höhe treibt. Das Gleiche gilt auch für die Leptinspiegel.</li>
<li>Zu viel an eiweißreicher Ernährung sollte ebenso vermieden werden. Eine akzeptable Richtzahl ist ein Gramm pro Kilogramm Normalgewicht.</li>
<li>Kontrolle der Nüchternwerte von <a href="http://www.yamedo.de/blutwerte/insulin-blutwerte.html" target="_blank">Insulin</a> und <a href="http://www.gesund-heilfasten.de/diaet/blog/das-schlusselhormon-der-fettverbrennung-leptin/" target="_blank">Leptin</a>. Dazu gilt es, Zucker und zuckerhaltige Nahrungsmittel zu vermeiden, ebenso Getreideprodukte. Zusätzlich sollte man mit regelmäßiger körperlicher Aktivität beginnen. Unter Umständen ist ein relativ einfacher und nicht übermäßig teurer Bluttest notwendig, um sich ein genaues Bild machen zu können.</li>
<li>Die Normalisierung des <a href="http://www.vitalstoffmedizin.com/fettsaeuren/omega-3-fettsaeuren.html" target="_blank">Verhältnisses von Omega-3-Fettsäuren zu Omega-6-Fettsäuren</a> durch den vermehrten Konsum von <a href="http://www.gesund-heilfasten.de/nahrungsergaenzung/spirulina-algen.html" target="_blank">Spirulina</a>, Fisch oder <a href="http://vitalstoffmedizin.com/blog/krill-oel-wie-wirkt-astaxanthin/" target="_blank">Krillöl</a> bei gleichzeitiger Reduzierung der üblichen industriell vertriebenen Speise- und Salatöle.</li>
<li>Regelmäßige körperliche Bewegung, die für sich alleine genommen schon in der Lage ist, Blutglucosespiegel zu senken und damit die Insulinproduktion einzuschränken. Geringe Konzentrationen an Insulin = geringes Krebsrisiko.</li>
<li>Die Normalisierung von Vitamin-D-Spiegeln durch ausreichend Sonnenstrahlen. Falls man nicht auf der „Sonnenseite“ lebt, dann kommen sichere Sonnenanlagen als Alternative in Frage.</li>
<li>Regelmäßiger und ausreichender Schlaf.</li>
<li><a href="http://www.yamedo.de/umweltgifte/" target="_blank">Vermeidung von Umweltgiften</a>, wie Pestiziden, Haushaltschemikalien, synthetischen Geruchsentfernern und so weiter.</li>
<li>Vermeidung, wo eben möglich, von elektromagnetischer Strahlung von Handys, Funkmasten, Mobilfunksender und WLAN-Geräten.</li>
<li>Vermeidung von Braten oder Rösten von Nahrungsmitteln, besonders Fleisch.</li>
<li>Stressvermeidung beziehungsweise Stressmanagement und -abbau, da es Hinweise gibt, dass neurologische Prozesse, die auf Stresserlebnissen basieren, Einfluss auf die Entwicklung von Krebs haben können.</li>
<li>Wenigstens ein Drittel aller aufgenommenen Nahrungsmittel sollten roh sein.</li>
<li>Überlegen Sie, das Nahrungsangebot um Nahrungsmittel zu bereichern, die im Ruf stehen, krebsvorbeugend zu sein, wie Heilpilze, Brokkoli, Resveratrol (in Rotwein und roten Weintrauben zum Beispiel), Curry (Curcumin) und so weiter. Daneben gibt es noch Nahrungsmittel, die die Angiogenese bei Tumorzellen unterdrücken; das heißt, dass diese Nahrungsmittel Substanzen enthalten, die die Neubildung von Blutgefäßen zu den Tumorzellen unterdrücken und somit den Tumor „aushungern“. Wie so etwas aussehen kann und welche Nahrungsmittel für diesen Zweck in Frage kommen, können Sie unter <a href="http://naturheilt.com/blog/angiogenese-oder-essen-gegen-krebs/">Angiogenese oder: Wie esse ich gegen Krebs?</a> nachlesen.</li>
</ol>
<iframe src="http://www.facebook.com/plugins/like.php?href=http%3A%2F%2Fwww.yamedo.de%2Fblog%2Fandraka-pankreaskrebs-test%2F&amp;layout=standard&amp;show_faces=true&amp;width=450&amp;action=like&amp;colorscheme=light&amp;height=80" scrolling="no" frameborder="0" style="border:none; overflow:hidden; width:450px; height:80px;" allowTransparency="true"></iframe>]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Zahnwurzelbehandlung? Nein Danke!</title>
		<link>http://www.yamedo.de/blog/zahnwurzelbehandlung-2013/</link>
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		<pubDate>Wed, 06 Mar 2013 20:46:09 +0000</pubDate>
		<dc:creator>René Gräber</dc:creator>
				<category><![CDATA[Krankheit]]></category>
		<category><![CDATA[Herzinfarkt]]></category>
		<category><![CDATA[Zahnprobleme]]></category>
		<category><![CDATA[Zahnwurzelbehandlung]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.yamedo.de/blog/?p=1719</guid>
		<description><![CDATA[Zahnwurzelbehandlung? Nein &#8211; Danke! Oder: Eine Ursache für Herzinfarkte, die man Ihnen nicht erzählt. Herzinfarkt? Wie bitte? Wenn man an Herzinfarkt denkt, dann denkt man gleichzeitig an zu hohe Cholesterinspiegel, Bluthochdruck, Arteriosklerose, Probleme mit den Herzkranzgefäßen und vielleicht auch noch erbliche Faktoren, wenn Vater, Großvater und so weiter auch schon einen Herzinfarkt gehabt hatten. Woran [...]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Zahnwurzelbehandlung? Nein &#8211; Danke! Oder: Eine Ursache für Herzinfarkte, die man Ihnen nicht erzählt.</p>
<p>Herzinfarkt? Wie bitte? Wenn man an Herzinfarkt denkt, dann denkt man gleichzeitig an <a href="http://www.yamedo.de/blutwerte/cholesterinspiegel.html" target="_blank">zu hohe Cholesterinspiegel</a>, <a href="http://www.yamedo.de/krankheiten/Bluthochdruck.html" target="_blank">Bluthochdruck</a>, <a href="http://www.yamedo.de/krankheiten/gefaesserkrankung/arteriosklerose-arterienverkalkung.html" target="_blank">Arteriosklerose</a>, Probleme mit den Herzkranzgefäßen und vielleicht auch noch erbliche Faktoren, wenn Vater, Großvater und so weiter auch schon einen <a href="http://www.yamedo.de/krankheiten/herzkrankheiten/herzinfarkt.html" target="_blank">Herzinfarkt</a> gehabt hatten. Woran kaum jemand als mögliche Ursache denkt, ist ein Umstand, dem ich jetzt auf den Zahn fühlen möchte: Zahnwurzelbehandlungen.</p>
<p><strong>Zahnwurzelbehandlungen?</strong></p>
<p>Schauen wir zunächst einmal, warum diese Zahnwurzelbehandlungen (genauer gesagt eigentlich eine Wurzelkanalbehandlung) durchgeführt werden. Die häufigsten Indikationen sind Zahnschmerzen, <a href="http://www.yamedo.de/krankheiten/zahnkrankheiten/karies.html" target="_blank">Karies</a> (Zahnfäule) bis tief in den Zahn hinein beziehungsweise bis zum Zahnnerv, Verletzungen durch Unfälle und Beschwerden ohne ersichtliche Ursache und einiges mehr. Das klingt logisch und verständlich - so weit. Wo also sollte das Problem liegen?</p>
<p>Vor mehr als 100 Jahren verkündete ein gewisser <a href="http://www.westonaprice.org/nutrition-greats/weston-price" target="_blank">Dr. Weston Price</a>, der damalige Vorsitzende der Forschungsabteilung der amerikanischen Dentistenvereinigung, dass Wurzelkanäle ein Eldorado für eine Reihe von Krankheitserregern seien. Sein Team, in dem auch Mikrobiologen der Mayo Clinik arbeiteten, begannen, diese Erreger zu identifizieren.</p>
<p>Als nächstes implantierten die Forscher um Dr. Price Fragmente von behandelten Wurzelkanälen unter die Bauchhaut von ca. 60.000 Kaninchen. Die daraus gewonnenen Resultate zeigten unmissverständlich, dass menschliche Erkrankungen, deren Ursprungsort in Zähnen mit Zahnwurzelbehandlungen zu suchen waren, nach nur wenigen Wochen die gleichen Erkrankungen in Kaninchen hervorrufen konnten. Herzinfarkte wurden dabei zu 100 Prozent „transplantiert“, was den Grund zu der Annahme gibt, dass Zahnwurzelbehandlungen eine primäre Ursache für <a href="http://www.yamedo.de/krankheiten/herzkrankheiten/" target="_blank">Herzerkrankungen</a> sind.</p>
<p><strong>Giftfabrik Zahnwurzelkanal</strong></p>
<p>In meinem Beitrag <a href="http://www.yamedo.de/krankheiten/zahnkrankheiten/wurzelbehandelte-zaehne.html">Wurzelbehandelte Zähne sind ein Problem: Ursachen und Therapie</a> bin ich bereits auf eine Reihe von Problemen eingegangen, die eine Zahnwurzelbehandlung mit sich bringen kann und oftmals auch bringt. Ich berichte auch darüber, dass eine &#8220;Desinfektion&#8221; nicht in der Lage ist, eine 100-prozentige Sterilität zu erzielen. Dafür sind die Instrumente für den Einsatz der Desinfektionsmittel nicht fein genug, um auch die mikroskopisch kleinen Tubuli und andere Mikroareale im Zahn zu erreichen und zu desinfizieren.</p>
<p>Unter diesem Gesichtspunkt ist es keine große Überraschung, dass Price und sein Team in der Lage waren, Krankheiten über Fragmente von Wurzelkanälen auf die Testtiere zu übertragen. Oder mit anderen Worten: <strong>Schon vor mehr als 100 Jahren gab es einen ernstzunehmenden Hinweis auf die Problematik einer Zahnwurzelbehandlung.</strong></p>
<p>Dr. Price, der von 1870 bis 1948 lebte, gilt heute als „Charles Darwin der Ernährung“, da er den Zusammenhang zwischen moderner Ernährung und der immer häufiger auftretenden Karies beschrieben hat. Interessanterweise lehnte er die Theorie der säurebildenden Bakterien als Verursacher der Karies ab. Vielmehr sah er in der Fehlernährung der modernen Zivilisation den Hauptgrund für den schlechten Zahnzustand in den Vereinigten Staaten. Kein Wunder also, warum die Theoretiker der schulmedizinischen Zahnmedizin besonderen Wert auf säurebildende Bakterien legen und gleichzeitig die mehr als 100-jährigen Ergebnisse bezüglich der Wurzelkanalbehandlung von Price verschweigen.</p>
<p>Denn Dr. Price und seine Kollegen hatten zuvor schon eine Reihe von Krankheiten identifiziert, die auf dem Ausstoß von bakteriellen Toxinen beruht. Und die Bakterien, die diese Toxine produzierten, „wohnen“ im Wurzelkanal. Damit gibt es für die Zahnmedizin keine „Ausrede“, dass man das alles nicht hat wissen können, da die Erkenntnisse neu sind. Sind sie nicht. Sie sind über 100 Jahre alt und niemand wollte und will sie wissen. Falls die Erkenntnisse von Price zum allgemeinen Wissen in der Zahnmedizin gemacht worden wären, dann gäbe es heute sehr wahrscheinlich keine oder kaum Wurzelkanalbehandlungen. Denn wenn der Patient eine nachfolgende Erkrankung erleidet, die sich auf die zahnärztliche Behandlung zurückführen lässt, dann hat der Zahnarzt vor Gericht ganz schlechte Karten.</p>
<p>Wie heillos das Durcheinander in der Zahnmedizin ist, sieht man an der Selbstbeweihräucherung in Sachen Wurzelkanalbehandlung. Der niedergelassene Zahnarzt wird hier von der eigenen Zunftvertretung mit verwirrenden Berichten zum Thema &#8220;informiert&#8221;; mancher Zahnarzt (der sich mit der Materie beschäftigt hat), sagte mir auch &#8220;wir werden nicht informiert &#8211; sondern für dumm verkauft&#8221;. Denn die meisten zahnärztlichen Vereinigungen rühmen sich, dass Wurzelkanalbehandlungen zu 97 Prozent erfolgreich seien. <strong>Dabei wird nicht definiert, was man unter „erfolgreich“ zu verstehen hat.</strong> Die frohe Botschaft reicht.</p>
<p>Dann kommt zum Beispiel die American Association of Endodontists (AAE), die nur noch von 90 Prozent Erfolg sprechen. Das amerikanische Department of Heath und Human Services verkündete 1984, dass es keine Anhaltspunkte gibt, nach denen man einen Erfolg oder nicht Erfolg beurteilen kann. Ein Dr. Burket veröffentlichte, dass nur 42 Prozent der Behandlungen „mechanisch“ korrekt die Füllungen der Kanäle eingebracht hätten. Soweit die amerikanische Seite der Medaille. Die Europäer waren hier noch konservativer und berichteten von nur 30 Prozent korrekter „Mechanik“.</p>
<p>Dann gab es da noch die Wissenschaftler, die sich detailliert für die Behauptung interessierten, dass eine Wurzelkanalbehandlung keine Sterilität garantieren kann. Ein Dr. Haden untersuchte 1500 behandelte Zähne unter dem Mikroskop und kam auf 87 Prozent der untersuchten Zähne mit einer bakteriellen Kontamination. Aber es kommt noch schlimmer. Dr. Okabe konnte zeigen, dass 72,1 Prozent der Patienten, die sich einer Wurzelkanalbehandlung unterzogen hatten, genau die Bakterien im Blut aufwiesen, die auch in ihren behandelten Zähnen oder Zahn gefunden wurden. Ist dann die Bakterienzahl im Blut ausreichend hoch, dann ist es auch nicht mehr weit zu einer lebensbedrohlichen Sepsis (Blutvergiftung).</p>
<p>Weiter geht es mit den Hiobsbotschaften: Denn die meisten Zahnärzte erzählen ihren Patienten, dass ein Schneidezahn nur einen einzigen Kanal hat. Dr. Price konnte schon damals zeigen, dass der gleiche Schneidezahn mehr als 75 Nebenkanäle haben kann, die vom Zahnmark (Zahnpulpa) zur Oberschicht des Zahns verlaufen. Da erhebt sich die Frage, wie man 75 und mehr Kanäle behandeln und füllen will? Und wenn man nicht weiß oder leugnet, dass diese Kanäle existent sind, dann wird diese Frage meines Erachtens doch noch dringender &#8211; oder?</p>
<p><strong>Wie die zahnärztliche Behandlung Ihre DNA verändert und Sie krank werden lässt</strong></p>
<p>Die DNA-Bestimmung ist derzeit (&#8220;wissenschaftlich&#8221;) die verlässlichste Form der Identifikation von lebenden und sogar toten Lebewesen. Mit ihr werden Kriminelle überführt und unbekannte Leichen identifiziert, selbst wenn sie schon Tausende von Jahren alt sind. Die DNA-Bestimmung bringt sogar Erkenntnisse bei den Bakterien und anderen Mikroorganismen. Mit einem Vergleich der DNA von verschiedenen Arten von Bakterien lassen sich Verwandtschaftsgrade und taxonomische Zugehörigkeit ermitteln. Das nur am Rande zum „Beweis“, welchen Stellenwert die DNA für das Leben hat.</p>
<p>Auf der anderen Seite ist eine Veränderung der DNA eines Individuums immer mit den entsprechend drastischen Konsequenzen verbunden. <a href="http://www.yamedo.de/krankheiten/krebs/" target="_blank">Krebs</a> zum Beispiel wird als eine solche Konsequenz diskutiert, bei der die DNA normaler Zellen sich so verändert beziehungsweise verändert wurde, dass sie zu einem körperfremden Gebilde wird.</p>
<p>Wer oder was kann so etwas bewirken? Ionisierende Strahlung zum Beispiel ist dazu in der Lage. Freie Radikale sind bekannte Angreifer auf Zell-DNA. Aber auch Chemikalien beziehungsweise die Toxine von Bakterien oder das <a href="http://www.yamedo.de/krankheiten/zahnkrankheiten/amalgan.html" target="_blank">Quecksilber aus dem Amalgam</a> sind in der Lage, DNA zu verändern. Aber nicht nur die DNA ist von solchen Vorgängen betroffen. Da die Proteinsynthese nicht im Zellkern, sondern auf den Ribosomen stattfindet, muss die Zelle eine „Arbeitskopie“ der DNA, beziehungsweise der DNA-Abschnitte, die für die entsprechenden Synthesewege zuständig sind, anfertigen und zu den Ribosomen schicken. Diese Kopie nennt man RNA. Wenn nun diese RNA durch bakterielle Toxine zum Beispiel verändert wird, dann kann der sonst normale Syntheseweg nicht mehr funktionieren und der Organismus wird langsam und sicher erkranken. Wenn die DNA einer Geschlechtszelle, sei es Ei oder Spermien, verändert werden sollte, dann kann diese Veränderung unter Umständen an die nächste Generation weitergegeben werden oder der Betroffene ist nicht mehr in der Lage, Kinder zu zeugen beziehungsweise als Frau Kinder zu empfangen. DNA-Veränderungen werden in der Regel vom Organismus repariert. Aber auch hier sind dem System Grenzen gesetzt. Wenn die Reparaturmechanismen gestört sind oder mehr repariert werden muss als der Organismus reparieren kann, dann werden diese Veränderungen immanent und bleiben für den Rest des Lebens bestehen.</p>
<p><strong>Damit hätten wir mit dem Quecksilber und den bakteriellen Toxinen aus unseren wurzelkanalbehandelten Zähnen eine „tolle Gelegenheit“, uns eine Reihe von Erkrankungen zuzulegen.</strong> Epidemiologisch gesehen erscheinen eine Reihe von „Zivilisationserkrankungen“ unter diesem Aspekt in einem völlig neuen Bild. Denn viele dieser Erkrankungen sind erst verhältnismäßig kurz auf der Bildfläche erschienen. Die Sichelzellanämie zum Beispiel gibt es erst seit dem Jahr 1910. Die <a href="http://www.yamedo.de/krankheiten/neurologie/multiple-sklerose.html" target="_blank">Multiple Sklerose</a> gab es nicht &#8211; bis circa 1830. Kurz danach tauchte die <a href="http://www.yamedo.de/krankheiten/blutkrankheiten/leukaemie-blutkrebs.html" target="_blank">Leukämie</a> auf. <a href="http://www.yamedo.de/krankheiten/bauchspeicheldruesenerkrankung/diabetes-mellitus-die-zuckerkrankheit.html" target="_blank">Diabetes</a> verschärfte sich erst nach 1900. Etwa zur gleichen Zeit nahmen die Herzerkrankungen ebenfalls drastisch zu. Um 1900 stellten sie „nur“ 10 Prozent der Todesfälle dar. Heute sind sie zusammen genommen die führende Todesursache. In den USA gab es zwischen 1970 und 1975 circa 8800 Fälle mit Multipler Sklerose. Ein Jahr später schossen die Zahlen hoch auf 123.000 Fälle.</p>
<p><strong>Ist die Ursache (beziehungsweise Mitverursacher) dieser Tendenzen die Zahnmedizin mit ihrer Vorliebe für Amalgamfüllungen und Wurzelkanalbehandlungen?</strong> Um diese Hypothese nachweisen zu können, muss man sich die Frage stellen, ob denn nun wirklich alle Wurzelkanäle noch voll gepfropft sind mit schädlichen Bakterien. Oder wird hier nicht doch das Kind mit dem Bade ausgeschüttet? Dank der DNA-Bestimmung gibt es sogar einen nicht invasiven Test, der das nachweisen kann. Man testet einfach die Flüssigkeit um den Wurzelkanal auf bakterielle DNA. Fällt der Test positiv aus, dann ist er negativ – für den Patienten. Um die Krankheitserreger zu identifizieren, muss der Zahn allerdings gezogen werden.</p>
<p><strong>Aber das ist noch nicht das Ende der Fahnenstange.</strong> Unlängst wurde entdeckt, dass die Bakterien sich nicht notwendigerweise nur in den Wurzelkanälen aufhalten müssen. Ein Test der Wurzelhaut eines behandelten Zahns (das ist die Verbindungsstelle zwischen Zahn und Knochen), zeigte sogar noch höhere Konzentrationen an Bakterien. Dieser Bereich von Zahn und Knochen ist unmöglich zu desinfizieren. Das Blut in diesem Bereich wies ebenfalls eine bakterielle Belastung auf.</p>
<p><strong>Krankheiten, die in den Wurzelkanälen stecken</strong></p>
<p>Es gibt (meines Wissens) 28 Bakterienarten, die einen Zusammenhang mit Herzerkrankungen haben, wie Herzinfarkt, Endokarditis und <a href="http://www.yamedo.de/krankheiten/herzkrankheiten/herzklappenfehler.html" target="_blank">fehlerhafte Herzklappenfunktion</a>. <a href="http://www.yamedo.de/krankheiten/neurologie/" target="_blank">Neurologische Erkrankungen</a> stehen auf Platz 2 mit 23 Bakterienarten als Verursacher. Leber- und Nierenfunktion, Brustkrebs – die Liste wird immer länger und alarmierender. Solche Zusammenhänge werden von den meisten mir bekannten Zahnärzten nicht gesehen oder schlichtweg geleugnet. Alleine für den Hinweis auf solche Zusammenhänge ernte ich böse Blicke. Klar: denn (wie eingangs schon angemerkt), <strong>wenn diese Zusammenhänge generelle Anerkennung fänden, dann könnte es zu einer wahren Flut an Prozessen und Schadenersatzklagen</strong> kommen.</p>
<p><strong>Laut einer anderen Statistik die ich gesehen habe leiden 90 Prozent der Patienten, die ihren Zahnarzt aufsuchen, unter Problemen wie <a href="http://www.yamedo.de/krankheiten/Erschoepfung-Muedigkeit.html" target="_blank">chronischer Müdigkeit</a>.</strong> Aber wie sollen Bakterien Menschen müde machen? Eine Art scheint dies zu können &#8211; die Porine. Porine sind Proteine, die auf der Oberfläche von bestimmten Bakterienarten eine Reihe von Aufgaben zu erfüllen haben. Eine davon kann sein, Oberflächenstrukturen von anderen Zellen zu zerstören, wie zum Beispiel die von Erythrozyten. Das aus den Erythrozyten entweichende <a href="http://www.yamedo.de/blutwerte/haemoglobinwert.html" target="_blank">Hämoglobin</a> beziehungsweise dessen Eisen dient dem Bakterium als Nahrung. Liegen im Blut ausreichend hohe Konzentrationen von diesen Bakterien vor, kommt es zu einer signifikanten Abnahme der roten Blutkörperchen, einer Anämie, deren Begleiterscheinung Müdigkeit ist. Aufgrund der <a href="http://www.yamedo.de/blutwerte/erythrozyten-werte.html" target="_blank">herabgesetzten Zahl an Erythrozyten</a> kommt es zu einer Abnahme des Sauerstofftransports, was eine Beeinträchtigung der Leistungsfähigkeit der Körperzellen bedingt.</p>
<p>Eine andere „zahnärztliche Erkrankung“ könnte die Meningitis sein. Capnocytophaga ochracea; Gemella morbillorum; Klebsiella oxytoca; Neisseria meningitidis; Pseudomonas aeruginosa sind Vertreter, die in den Wurzelkanälen von behandelten Zähnen nachgewiesen worden waren. Die Antwort der Schulmedizin darauf ist natürlich wieder einmal: Impfungen.</p>
<p>Eine andere Antwort wäre: <a href="http://www.naturheilt.com/Inhalt/Antibio.htm" target="_blank">Antibiotika</a>. Aber diese Vorgehensweise hat ebenfalls ihren Preis. Denn die Antibiotikagabe ruiniert die Darmflora des Patienten, vor allem wenn er sie über einen längeren Zeitraum einnehmen muss. Das wiederum beeinträchtigt dessen <a href="http://www.yamedo.de/krankheiten/infektionen/immunsystem.html" target="_blank">Immunsystem</a>, was wieder günstige Voraussetzungen für die Krankheitserreger schafft. Um hier zu kompensieren, müssen die Antibiotika noch höher dosiert werden, was noch mehr Schäden in der Darmflora bedingt. Und der Teufelskreis ist perfekt.</p>
<p><strong>Fazit</strong></p>
<p>Anscheinend wissen nur Wenige seit mehr als 100 Jahren, wie eine verantwortungsvolle Zahnbehandlung aussehen muss. Die Praxis steht diesem exklusiven Wissen diametral entgegen. WARUM? Ich persönlich lasse mir konsequent alle wurzelbehandelten Zähne entfernen und schon gar keine Wurzelfüllungen verabreichen. Und klar ist dabei auch: Das ist nicht billig. Aber Herzinfarkt, Krebs, MS? Nein Danke. Da trenne ich mich gerne von meinem Geld.</p>
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		<item>
		<title>Krebsmedikamente &#8211; zu gut, um wahr zu sein</title>
		<link>http://www.yamedo.de/blog/krebsmedikamente-zu-gut-um-wahr-zu-sein-2013/</link>
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		<pubDate>Wed, 27 Feb 2013 20:39:31 +0000</pubDate>
		<dc:creator>René Gräber</dc:creator>
				<category><![CDATA[Medikamente]]></category>
		<category><![CDATA[Chemotherapie]]></category>
		<category><![CDATA[krebs]]></category>
		<category><![CDATA[Studien]]></category>

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		<description><![CDATA[Ich hatte bereits im „Wissenschaftsreport“ darüber berichtet, wie medizinische Studien „gestrickt“ werden und welche Art von Datenmanipulationen hier an der Tagesordnung sind. Wie es aussieht, macht sich dieses Thema jetzt auch in der Presse breit. Es gab bereits Beiträge dazu. wie zum Beispiel im Spiegel (siehe http://naturheilt.com/blog/pharmafirmen-sollen-studiendaten-offenlegen/) und auch anderen Presseorganen. Der folgende Beitrag nimmt Bezug [...]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Ich hatte bereits im „<a href="http://renegraeber.de/Schulmedizin-Studien-Report.pdf">Wissenschaftsreport</a>“ darüber berichtet, wie medizinische Studien „gestrickt“ werden und welche Art von Datenmanipulationen hier an der Tagesordnung sind. Wie es aussieht, macht sich dieses Thema jetzt auch in der Presse breit.</p>
<p>Es gab bereits Beiträge dazu. wie zum Beispiel im Spiegel (siehe <a href="http://naturheilt.com/blog/pharmafirmen-sollen-studiendaten-offenlegen/">http://naturheilt.com/blog/pharmafirmen-sollen-studiendaten-offenlegen/</a>) und auch anderen Presseorganen.</p>
<p><span id="more-1712"></span></p>
<p>Der folgende Beitrag nimmt Bezug auf eine Studie, die Studien untersucht:</p>
<div style="margin: 0; margin-right: 10px; border: 2px solid #dfdfdf; padding: 0em 1em 1em 1em; background-color: #ecffe4; text-align: center;">
<p style="text-align: left;"><i>Vera-Badillo et al.: </i><i>Division of Medical Oncology &amp; Hematology, Princess Margaret Hospital und University of Toronto, Toronto, Canada Division of Medical Oncology &amp; Hematology, Princess Margaret Hospital und University of Toronto, Toronto, Canada<br />
</i><i>„Bias in reporting of end points of efficacy und toxicity in randomized, clinical trials for women with breast cancer“, </i><i>Oxford Journals<br />
</i><a href="http://annonc.oxfordjournals.org/content/early/2013/01/04/annonc.mds636.short?rss=1">http://annonc.oxfordjournals.org/content/early/2013/01/04/annonc.mds636.short?rss=1</a></p>
</div>
<p>In dieser Meta-Analyse wurden 164 Veröffentlichungen aus einem Zeitraum von 1995 bis 2011 einbezogen. Alle diese Arbeiten waren „Phase-III-Studien“ mit Medikamenten zur Therapie von Brustkrebs. Bei der Zulassung eines Präparats muss das neue Medikament eine Reihe von Phasen durchlaufen und sich bewähren, bevor es dann schlussendlich zugelassen werden kann. In der Phase III muss die neue Substanz einen signifikanten Wirkungsnachweis erbringen und Art und Häufigkeit von Nebenwirkungen werden hier ermittelt.</p>
<p>Diese Studien definieren vorab, wann das Präparat erfolgreich wirksam ist, was in der Studie als primärer Endpunkt (PE) bezeichnet wird. Es gibt dann noch sekundäre Endpunkte (SE), wo zusätzliche, untergeordnete therapeutische Wirkungen definiert werden. Bei der Krebsmedikation ist der PE oft die Überlebensdauer der Patienten, denn die Medikation soll ja eine lebensverlängernde Maßnahme sein.</p>
<p>Die kanadischen Wissenschaftler stellten in ihrer Studie jedoch fest, dass jede dritte Studie ihren PE nicht erreichte bzw. es keinen Vorteil zur Plazebogruppe gab.<strong> In diesem Fall heißt das, dass die erhoffte lebensverlängernde Wirksamkeit nicht gegeben war.</strong> Aber trotzdem wurde das Ergebnis so umgeschrieben, dass unter dem Strich die Therapie mit dem neuen Präparat als neuer Erfolg der medizinischen Forschung anzusehen war. Dies traf nicht nur auf von der Pharmaindustrie finanzierte Arbeiten zu, sondern war auch gängig bei sogenannten „unabhängigen“ Prüfern.</p>
<p>Bei einem nicht signifikanten Studienergebnis gehört schon eine gewisse Argumentationsakrobatik dazu, um daraus dann doch ein „hoch signifikantes“ Ergebnis abzuleiten. <strong>Diese Akrobatik besteht darin, z. B. andere Vorzüge der Therapie hochzuhalten, die mit dem ursprünglichen PE gar nichts zu tun hatten.</strong> Das könnte dann z. B. eine langsamere Entwicklung der Krankheit sein oder eine bessere Lebensqualität der Patienten usw. Diese Faktoren können SE sein, da sie ja nicht unwichtig sind. Eine Studie aber so umzudrehen, dass SE plötzlich nach Beendigung der Studie zu PE werden, hat überhaupt nichts mit einer wissenschaftlichen Arbeitsweise zu tun. Es handelt sich hier um ein bewusst durchgeführtes Täuschungsmanöver.</p>
<p>Aber nicht nur bei den fehlenden Wirksamkeiten der neuen Präparate wird getrickst: Auch die Nebenwirkungen werden zurechtgebogen. Denn zwei Drittel der 164 Studien berichten praktisch gar nicht oder nur unzureichend über die Nebenwirkungen. Das Medikamente zur Therapie von Krebserkrankungen keine oder nur milde Nebenwirkungen haben sollen, das ist kaum anzunehmen. Jeder kennt und fürchtet die massiven Nebenwirkungen solcher Präparate. Ein Blick auf deren „Waschzettel“ zeigt in der Regel eine lange Liste an möglichen „unerwünschten Wirkungen“. In diesem Fall waren es nur 32 Prozent von den 164 Arbeiten, die toxische Nebenwirkungen der Stufe 3 und 4 in ihrer Zusammenfassung (Abstract) mit aufführten. Es fiel auch auf, wenn ein positives Ergebnis bezüglich des PE nachgewiesen werden konnte, dass in der Regel keine oder kaum Nebenwirkungen angegeben wurden. Es hatte den Anschein, als wollten die Autoren nicht das gute Studienergebnis durch Berichte über Nebenwirkungen „versauen“.</p>
<p>Der abschließende Kommentar der kanadischen Autoren lautete, dass eine verfälschende Darstellung von Studienergebnissen üblich ist bei Studien mit negativem Ergebnis. Nebenwirkungen werden nur unzureichend beschrieben, wenn die Studienergebnisse positiv ausgefallen waren.</p>
<p>Wenn man jetzt an <a href="http://naturheilt.com/blog/vioxx-skandal-merck/" target="_blank">Vioxx</a> und <a href="http://www.yamedo.de/blog/avandia-evidenzbasiertes-desaster-2011/" target="_blank">Avandia</a> denkt, dann kann man sehr gut verstehen, warum solche Präparate zugelassen werden auf einer Basis, die mit dem viel beschworenen „evidenzbasiert“ überhaupt nichts zu tun hat. Leider werden nach einer Zulassung von solchen Präparaten die Schönschreibereien von der Realität eingeholt, und das auf Kosten der Patienten.</p>
<p>Weitere Links zu diesem Thema:</p>
<ul>
<li><a href="http://www.yamedo.de/blog/keine-durchbrueche-in-der-krebstherapie-2012/">Keine Durchbrüche in der Krebstherapie</a></li>
<li><a href="http://naturheilt.com/blog/geschaeft-mit-wertlosen-studien/">Das Geschäft mit wertlosen und gekauften Medizinstudien</a></li>
<li><a href="http://naturheilt.com/blog/pharmafirmen-sollen-studiendaten-offenlegen/">Pharmafirmen sollen Studiendaten offenlegen</a></li>
</ul>
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		</item>
		<item>
		<title>Traurige Neuigkeiten: Wieder Tote nach Masernimpfung</title>
		<link>http://www.yamedo.de/blog/tote-nach-masernimpfung-traurige-neuigkeiten-2013/</link>
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		<pubDate>Tue, 29 Jan 2013 10:53:46 +0000</pubDate>
		<dc:creator>René Gräber</dc:creator>
				<category><![CDATA[Leads]]></category>
		<category><![CDATA[Impfung]]></category>
		<category><![CDATA[Masern]]></category>

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		<description><![CDATA[Es gibt wieder einmal traurige Neuigkeiten von der Impffront. Obwohl Impfungen immer wieder gebetsmühlenartig von der Schulmedizin als sicher und effektiv bezeichnet werden, haben sie dennoch (leider) ungeahnte Nebenwirkungen. Eine davon ist der Tod, den es eigentlich durch die Impfung zu vermeiden galt. In diesem Fall ging es um die Masern. In Nepal sind 4 [...]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Es gibt wieder einmal traurige Neuigkeiten von der Impffront. Obwohl Impfungen immer wieder gebetsmühlenartig von der Schulmedizin als sicher und effektiv bezeichnet werden, haben sie dennoch (leider) ungeahnte Nebenwirkungen. Eine davon ist der Tod, den es eigentlich durch die Impfung zu vermeiden galt. In diesem Fall ging es um die <a href="http://www.yamedo.de/krankheiten/kinderkrankheiten/masern.html">Masern</a>.</p>
<p>In Nepal sind 4 Kleinkinder im Alter zwischen 9 und 14 Monaten innerhalb von 24 Stunden nach einer Masernimpfung verstorben. Sie hatten zusätzlich eine DPT (<a href="http://www.yamedo.de/krankheiten/kinderkrankheiten/diphtherie.html">Diphtherie</a>, <a href="http://www.yamedo.de/krankheiten/kinderkrankheiten/keuchhusten.html">Keuchhusten</a> und Tetanus) Impfung erhalten. <strong>Alle 4 Kinder begannen nur Stunden nach der Impfung damir, sich zu übergeben und entwickelten dazu eine extreme Blässe („Todesblässe“).</strong> Darüber hinaus gab es noch 2 weitere Kinder, die nach der Impfung ins Krankenhaus eingeliefert werden mussten. Nach Angaben des „<a href="http://www.thehimalayantimes.com/fullNews.php?headline=Measles+vaccines+could+have+caused+infants'+deaths+in+Doti&amp;sbquo;+says+DPHO&amp;NewsID=344520" target="_blank">The Himalayan</a>“ ließ die örtliche Gesundheitsbehörde verlauten, dass erste Untersuchungen ergeben hätten, dass als Todesursache die Masernimpfung angesehen werden kann. Denn andere Kinder, die andere Impfungen als eine Masernimpfung erhalten hatten, entwickelten keine lebensbedrohlichen Nebenwirkungen.</p>
<p><strong> Es drängt sich natürlich sofort die Vermutung auf, dass das Verfallsdatum der Impfseren gegen die Masern möglicherweise schon abgelaufen war. Aber auch hier versicherten die lokalen Behörden, dass dies nicht der Fall sei.</strong> Denn das Verfallsdatum war ordnungsgemäß angegeben worden und lautete „September 2013“. Die Bevölkerung verlangt jetzt eine gründliche Untersuchung des Vorfalls. Das Ministerium für Gesundheit und Bevölkerung ist dem Verlangen nachgekommen und hat ein Untersuchungskomitee beauftragt, die Todesfälle zu klären. Dieser Fall erinnert an vergleichbare Fälle von vor 2 Jahren (2010) in Indien, wo 9 Monate alte Zwillingsschwestern aus Ghaziabad nur 15 Minuten nach der Masernimpfung verstarben. Dann gab es noch 2 weitere ähnlich gelagerte Fälle aus anderen Regionen von Indien.</p>
<p><strong> Tod durch Impfung – ein rein asiatisches Phänomen?</strong></p>
<p>Man kann an dieser Stelle natürlich argumentieren, dass es sich hier möglicherweise um ein rein asiatisches Phänomen handelt. Außerdem, was sind 6 oder 8 Todesfälle, wo doch die Impfung Tausenden das Leben rettet? Wo gehobelt wird, da fallen bekanntlich Späne. Aber vielleicht bleibt es gar nicht bei 8 Impftoten? Und das Phänomen auch nicht auf Teile Asiens beschränkt&#8230;</p>
<p>In den USA gibt es zum Beispiel ein Informationssystem, das sogenannte VAERS (<a href="http://www.medalerts.org/vaersdb/index.php" target="_blank">Vaccine Adverse Event Report System</a>), in dem alle gemeldeten Nebenwirkungen bis hin zu den Todesfällen registriert werden. Wenn man sich die nur für die USA ermittelten Zahlen anschaut, dann wird man auf eine stolze Summe von 5100 Todesfällen stoßen, die sich zwischen 1990 und August 2012 ereignet haben. Etwa 60 Prozent der Todesfälle waren Kinder unter 3 Jahren. <strong>Etwas über 360 der 5100 Todesfälle standen in Verbindung mit einer der Masernimpfungen und deren Kombinationen mit anderen Impfseren.</strong> So lässt sich mit einiger Leichtigkeit über VAERS ermitteln, welche Impfstoffe mit welchen spezifischen Nebenwirkungen in Zusammenhang gebracht werden können. Aber auch hier sollte man sich immer wieder vor Augen halten, dass auch diese Zahlen nur einen Bruchteil der Realität darstellen. Denn es werden nur optimistisch geschätzte 10 Prozent der wirklichen Nebenwirkungen gemeldet. Ein Grund dafür ist, dass Nebenwirkungen von Impfungen als solche nicht erkannt werden. Denn wenn man davon ausgeht, dass Impfungen sicher und frei von Nebenwirkungen sind, dann müssen eventuell auftretende Effekte beim Patienten auf anderen Ursachen beruhen (so der logische, aber falsche Schluss). Auch in den USA hat die dort herrschende Meldepflicht solcher Ereignisse diesen Mangel noch längst nicht behoben. Es gibt sogar Studien, die von nur 1 Prozent gemeldeten Nebenwirkungen reden. Das würde für die amerikanischen Zahlen heißen, dass es zwischen 3600 und 36.000 Sterbefälle aufgrund der Masernimpfung geben könnte. Ein Horrorszenario.</p>
<p>Damit lässt sich eins mit Sicherheit festhalten: Impfseren sind Medikamente und Medikamente haben Nebenwirkungen. Selbst die Schulmedizin bzw. die Pharmakologie hat einen Leitsatz, der lautet: Eine Substanz ohne Nebenwirkungen hat auch keine Wirkung. Eine Substanz mit Wirkung hat immer Nebenwirkungen. Wie und warum also sollten die Impfseren von dieser pharmakologischen Grundregel ausgeschlossen sein?</p>
<p>Von daher ist es empfehlenswert, sich Gedanken zu machen, ob das Nutzen-Risiko-Verhältnis so günstig ausfällt, dass man seinem Kind oder sich eine solche Impfung zukommen lässt? Säuglinge bräuchten (falls man die Impfung in Betracht zieht), theoretisch erst ab dem 18. Lebensmonat eine Masernimpfung. Denn die &#8221;Anti-Masern-Immunglobuline&#8221; aus der Schwangerschaft seitens der Mutter sind (meines Wissens) zu diesem Zeitpunkt noch im Organismus des Säuglings aktiv.</p>
<p><strong>Ungereimtheiten der besonderen Art</strong></p>
<p>Wenn man sich einmal <a href="http://www.who.int/mediacentre/factsheets/fs286/en/" target="_blank">die Zahlen von z.B. der WHO</a> anschaut, dann fällt auf, dass hier, wie in anderen impffreundlichen Publikationen, Zahlen herangezogen werden, die die Effektivität der Maßnahme untermauern. So wird z.B. Folgendes erklärt:</p>
<ul>
<li>dass von 2000 bis 2010 durch die Masernimpfung ein 74-prozentiger Rückgang der Maserntoten zu verzeichnen ist. <em>Das klingt nach Effektivität. Ergo, auf zur Impfung.</em></li>
</ul>
<ul>
<li>Das nächste Argument ist, dass Masern immer noch die führende Todesursache bei Kleinkindern ist &#8211; und jetzt festhalten – und das obwohl es „sichere und kostengünstige Impfungen gibt“. <em>Das klingt nicht mehr ganz nach Effektivität. Soll ich doch zur Impfung oder lieber nicht&#8230;?</em></li>
</ul>
<ul>
<li>Die WHO erzählt weiter, dass es 2010 139.300 Maserntote weltweit gegeben hat. <em>Da bekomme ich es jetzt mit der Angst zu tun. Also, auf zur Impfung&#8230;!</em></li>
</ul>
<ul>
<li>Im Jahr 2010 erhielten 85 Prozent der Kinder weltweit eine Dosis des Masernimpfstoffs vor ihrem ersten Geburtstag, bedingt durch Vorsorgemaßnahmen. Im Jahr 2000 waren es nur 75 Prozent. <em>Also, so viele Maserntote bei 85-prozentiger Durchimpfung? Oder sind hier vielleicht Maserntote und Impftote in einen Topf geworfen worden? Ich warte noch mit meiner Impfung&#8230;</em></li>
</ul>
<ul>
<li>Das Beste zuletzt: Die WHO gibt an, dass mehr als 95 Prozent der Maserntoten in einkommensarmen Ländern mit schwacher Infrastruktur in Sachen gesundheitlicher Versorgung vorkommen. Wir erfahren auch, dass 10 Prozent der Masernfälle mit dem Tod enden. Wo? Warum? Laut WHO ist dies der Fall bei Menschen mit Unter- oder Fehlernährung. Laut <a href="https://en.wikipedia.org/wiki/Measles" target="_blank">Wikipedia</a> (unter „Epidemiology“) beträgt die Mortalität in entwickelten Ländern dagegen nur 1 zu 1000. <em>Impfung – nein danke&#8230;</em></li>
</ul>
<p>Und wie es ausschaut, sind sich alle Experten einig, dass wir in unserem reichen und sauberen Land alle viel besser dran sind als die (vermeintlich) &#8220;armen Schlucker&#8221; im Regenwald und in der Wüste. Was also brauchen diese &#8220;Schlucker&#8221;, um die Masern zu vermeiden? Richtig – eine Impfung. Hunger, Elend, unhygienische Zustände (nicht zuletzt weil wir einen Teil unseres Drecks dort ablagern), Armut u.v.m. werden sogar von der WHO als treibende Kraft für das Aufkommen der Krankheit und die hohe Sterblichkeit angesehen.</p>
<p>Aber es ist nur als Argument für eine Impfung gedacht. Und wehe, es kommt einer auf den Gedanken, Hunger und Elend dort beseitigen zu wollen, damit auch Krankheiten, nicht nur die Masern, weniger häufig auftreten. Denn wenn die WHO von schwacher Infrastruktur der Gesundheitsvorsorge spricht, dann meint sie, dass es kaum Chancen gibt, die Leute mit einer Impfung zu versorgen.</p>
<p>Von daher könnte ich mir gut vorstellen, dass eine Verbesserung all dieser negativen Faktoren zu einem dramatischen Rückgang von Krankheitsfällen und deren Sterblichkeit führt, die wesentlich deutlicher ausfällt als die der Impfung. Dabei würde ich gerne diese Zahlen auch noch einmal abklären wollen, ob die erwähnten 79 Prozent nur auf die Impfung zurückzuführen sind, oder ob nicht auch hier fremde Federn an den eigenen Hut geklatscht worden sind. Denn es gibt in den Schwellenländern und anderen „Problemzonen“ Bemühungen, all dies zu verbessern und es ist auch tatsächlich einiges verbessert worden. Ich bin fast geneigt, zu vermuten, dass diese Verbesserungen der Lebensumstände zumindest mit verantwortlich sind für die 79-prozentige Reduktion der Maserntoten.</p>
<p><strong>Fazit:</strong></p>
<p>Ich bin nicht gegen die Impfung, aber ich erlaube mir Fragen zu stellen zu denen ich keine eindeutigen Antworten erhalte. Die Daten, die ich gefunden habe, geben berechtigten Anlass zum Zweifel.</p>
<p><strong>Weiterführende Links</strong></p>
<ul>
<li><a href="http://www.yamedo.de/blog/japan-stoppt-impfung-nach-todesfaellen-2011/" target="_blank">Japan stoppt Impfung nach vier Todesfällen</a></li>
<li><a href="http://www.yamedo.de/blog/grippeimpfung-fuer-kinder-schwaecht-immunsystem-2012/" target="_blank">Grippeimpfung für Kinder schwächt Immunsystem</a></li>
<li><a href="http://www.yamedo.de/blog/mmr-impfung-und-autismus/" target="_blank">MMR-Impfung und Autismus</a></li>
<li><a href="http://www.yamedo.de/blog/impfung-gegen-gebaermutterhalskrebs/" target="_blank">Impfung gegen Gebärmutterhalskrebs mehr als umstritten</a></li>
</ul>
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		</item>
		<item>
		<title>Rosmarin für besseres Sehvermögen</title>
		<link>http://www.yamedo.de/blog/rosmarin-sehvermoegen-2013/</link>
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		<pubDate>Tue, 22 Jan 2013 08:46:18 +0000</pubDate>
		<dc:creator>René Gräber</dc:creator>
				<category><![CDATA[Heilverfahren]]></category>
		<category><![CDATA[Augenkrankheiten]]></category>
		<category><![CDATA[Heilkräuter]]></category>
		<category><![CDATA[Rosmarin]]></category>

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		<description><![CDATA[Rosmarin macht sehend – bzw. scheint in der Lage zu sein, das Sehvermögen scharf zu halten und den älter werdenden Menschen vor einem Sehschärfeverlust zu schützen. Diese Entdeckung machten Wissenschaftler vom Sanford-Burnham Medical Forschungsinstitut in den USA. Der aktive Wirkstoff im Rosmarin ist demnach Carnosolsäure. Sie ist ein natürliches Antioxidans und Antibiotikum. Zudem wirkt die Säure [...]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Rosmarin macht sehend – bzw. scheint in der Lage zu sein, das Sehvermögen scharf zu halten und den älter werdenden Menschen vor einem Sehschärfeverlust zu schützen. Diese Entdeckung machten Wissenschaftler vom <a href="http://www.sanfordburnham.org" target="_blank">Sanford-Burnham Medical Forschungsinstitut</a> in den USA.</p>
<p>Der aktive Wirkstoff im Rosmarin ist demnach Carnosolsäure. Sie ist ein natürliches Antioxidans und Antibiotikum. Zudem wirkt die Säure auch entzündungshemmend. Diese Eigenschaften scheinen dafür verantwortlich zu sein, dass der Verzehr von Rosmarin vor einer altersbedingten <a href="http://www.yamedo.de/krankheiten/augenkrankheiten/makuladegeneration-symptome-und-behandlung.html" target="_blank">Makuladegeneration</a> schützt, der häufigsten Ursache für ein sich verschlechterndes Sehvermögen in der westlichen Welt.</p>
<p>Zusätzlich scheint die Carnosolsäure auch vor einer Degeneration der Retina zu schützen, wollen die Forscher wissen, die das Kraut an Laborratten austesteten. In früheren Studien entdeckten die Wissenschaftler, dass die Carnosolsäure auch das Gehirn vor entzündlichen Prozessen schützt.</p>
<p>Quelle: <a href="https://ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/23081978">https://ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/23081978</a></p>
<p><strong>Aktualisierung 3.3.<del>2012</del> 2013</strong></p>
<p>Aufgrund der Anfragen bzgl. der Dosierung von Rosmarin und Bedenken zu Tierversuchen habe ich dieses Thema noch einmal in Angriff genommen. Und das hat etwas länger gedauert als angenommen.</p>
<p>Zunächst zur Dosierung: Im Abstract der angegebenen Veröffentlichung gab es keine Angaben zu den Mengen, die den Versuchstieren verabreicht worden war. Diese werden in der Originalarbeit angegeben sein, die aber über PubMed nicht so einfach zugänglich ist. Die Originalarbeit ist einsehbar unter <a href="http://www.iovs.org/content/53/12/7847.long">http://www.iovs.org/content/53/12/7847.long</a>. Voraussetzung dafür ist, dass man auf dieser Webseite ein „Konto“ eröffnet oder für das Lesen beziehungsweise Herunterladen der kompletten Veröffentlichung 15 Dollar zahlt.</p>
<p>Aber, wie Herr Reinhard (siehe Kommentare unten) ja schon richtig bemerkte, würde die Menge an intraperitoneal injizierter Substanz wenig Information geben über die Menge, die für eine oral durchgeführte Therapie in Frage käme. Wenn man sich die wissenschaftliche Literatur anschaut, dann wird man feststellen, dass Rosmarin nicht nur gut für die Augen zu sein scheint. Denn es gibt ältere Veröffentlichungen, die zeigen konnten, dass Rosmarin Tumorzellen attackiert (<a href="https://ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/20449663">https://ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/20449663</a>), Cholesterinspiegel und Blutzuckerwerte normalisiert (<a href="https://ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/21676274">https://ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/21676274</a>) und anti-bakterielle Eigenschaften hat. Aus der Naturheilkunde ist auch bekannt, dass Rosmarin wirksam ist gegen Kreislaufschwäche, <a href="http://www.yamedo.de/krankheiten/gefaesserkrankung/durchblutungsstoerungen.html" target="_blank">Durchblutungsstörungen</a>, Gicht, <a href="http://www.yamedo.de/krankheiten/rheuma/" target="_blank">Rheuma</a>, <a href="http://www.yamedo.de/krankheiten/neurologie/migraene.html" target="_blank">Migräne</a> oder auch schlecht heilende Wunden.</p>
<p>So wie es aussieht, ist die schützende Wirkung auf die Augen eine neue Beobachtung. Da ich die Originalarbeit nicht vollständig kenne, vermute ich, dass hier Mengenangaben gemacht worden sind, die für die Versuche, nicht aber für die Praxis relevant waren. Denn diese Arbeit hat erst einmal die Wirksamkeit von Rosmarin auf Augenleiden beschrieben. Die Dosisfindung für ein Produkt ist eine andere Angelegenheit, für die es eigens konzipierte Dosisfindungstudien gibt. Von daher gehe ich davon aus, dass es für diese „Indikation“ noch keine allgemein verbindliche Dosierungsempfehlungen gibt. Aber mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit können wir davon ausgehen, dass die bislang gängigen Dosierungsempfehlungen bei anderen Leiden auch bei den Augen wirksam sein könnten.</p>
<p>Laut Empfehlungen der „<a href="http://www.bfarm.de/DE/Arzneimittel/2_zulassung/zulArten/besTherap/amPflanz/ampflanz-inhalt.html?nn=1013980" target="_blank">Kommission E</a>“ sollen 4 bis 6 Gramm pro Tag nicht überschritten werden. Essentielle Öle werden mit 0,1 bis 1 Milliliter beziehungsweise 20 Tropfen maximal täglich dosiert (<a href="http://www.drugs.com/npp/rosemary.html">http://www.drugs.com/npp/rosemary.html</a>). Für Bäder liegt die tägliche Obergrenze bei 50 Gramm Blättern (<a href="http://www.natur-lexikon.com/Texte/MZ/002/00181-Rosmarin/MZ00181-Rosmarin.html">http://www.natur-lexikon.com/Texte/MZ/002/00181-Rosmarin/MZ00181-Rosmarin.html</a>).</p>
<p>Für die Zubereitung von Rosmarin-Tee nehme man einen gehäuften Teelöffel Rosmarinblätter auf 250 Milliliter heißem Wasser, was man 15 Minuten ziehen lässt. Zum Beispiel bei Erschöpfungszuständen empfehle ich den Tee morgens und mittags.</p>
<p><strong>Nun noch ein Wort zu Tierversuchen:</strong></p>
<p>Das Thema lautet eigentlich „Rosmarin und seine Wirkung auf die Augen“. Tierversuche ist ein völlig anderes Thema, das man mit Rosmarin nicht deshalb in Zusammenhang bringen kann, nur weil es Tierversuche gibt. Wenn ich Tierversuche ablehne und daraus ableite, dass auch deren Ergebnisse abzulehnen sind, dann mache ich meine Erkenntnisfähigkeit abhängig von moralischen Gesichtspunkten. Ich bin kein Freund von Tierversuchen. Aber: eine konsequente Ablehnung von Tierversuchen würde bedeuten, entweder auf bestimmte &#8220;wissenschaftliche&#8221; Erkenntnisfortschritte zu verzichten oder aber (um das arme Vieh zu schützen), auf Menschenversuche zurückgreifen zu müssen. Und wer käme da in Frage? Zum Beispiel Kinder in Nigeria, wie es <a href="http://www.nytimes.com/2010/12/11/business/11pfizer.html?_r=0" target="_blank">Pfizer beim Austesten eines inzwischen wieder vom Markt genommenen Antibiotikums (Trovafloxacin) durchgeführt hat</a> und bei dem 5 von 200 Kindern an den Nebenwirkungen der Substanz verstorben sind?</p>
<p>Tierversuche, die Kreaturen quälen, nur um eine weitere Schönheitscreme auf den Markt zu bringen, lehne ich genauso vehement ab wie Herr Reinhard. Eine totale Ablehnung aber würde vermutlich eine deutliche Einschränkung der Wissenschaft bedeuten, deren Folgen ich nicht wirklich abschätzen kann. Ich muss zugeben, wo der Trennstrich zu ziehen ist zwischen notwendigen und überflüssigen Tierversuchen, das liegt in einer undefinierbaren Grauzone.</p>
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		<title>Rohes Fleisch und seine Krebsviren</title>
		<link>http://www.yamedo.de/blog/rohes-fleisch-und-seine-krebsviren/</link>
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		<pubDate>Tue, 15 Jan 2013 08:19:16 +0000</pubDate>
		<dc:creator>René Gräber</dc:creator>
				<category><![CDATA[Leads]]></category>
		<category><![CDATA[Ernährung]]></category>
		<category><![CDATA[Fleisch]]></category>
		<category><![CDATA[Impfung]]></category>
		<category><![CDATA[krebs]]></category>
		<category><![CDATA[Viren]]></category>

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		<description><![CDATA[Vor mehr als einem Jahr gab es eine Stellungnahme von Nobelpreisträger Prof. zur Hausen zu dem Thema Darmkrebs und seine Ursachen. Im November 2012 gab der Professor zu diesem Thema ein Interview (Spiegel): spiegel.de/gesundheit/ernaehrung/darmkrebs-nobelpreistraeger-zur-hausen-warnt-vor-rohem-rindfleisch-a-865339.html Ich könnte es kurz machen, denn Herr Professor sieht immer noch gefährliche Viren, die in nicht durch gekochtem bzw. rohem Fleisch hausen (Ähnlichkeit des [...]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Vor mehr als einem Jahr gab es eine Stellungnahme von Nobelpreisträger Prof. zur Hausen zu dem Thema <a href="http://www.yamedo.de/krankheiten/krebs/darmkrebs.html">Darmkrebs</a> und seine Ursachen. Im November 2012 gab der Professor zu diesem Thema ein Interview (Spiegel): spiegel.de/gesundheit/ernaehrung/darmkrebs-nobelpreistraeger-zur-hausen-warnt-vor-rohem-rindfleisch-a-865339.html</p>
<p>Ich könnte es kurz machen, denn Herr Professor sieht immer noch gefährliche Viren, die in nicht durch gekochtem bzw. rohem Fleisch hausen (Ähnlichkeit des Namens rein zufällig), als DEN Verursacher von Darmkrebs schlechthin. Bratvorgänge, die bei hohen Temperaturen AGEs (advanced glycation end-product) entstehen lassen, schließt er jedoch bei der Krebsentstehung aus. Komisch &#8211; oder?</p>
<p>Bei den AGEs handelt es sich um verzuckerte Proteine oder Lipide, die ein gewisses Krebspotential haben. Der durch die hohen Temperaturen bedingte Glykationsprozess scheint auch bei der Bildung von Acrylamid beteiligt zu sein. Acrylamid greift direkt die DNA an und wird von der Leber zu Glycidamid umgebaut. Glycidamid hat ein noch höheres Krebspotential als seine Muttersubstanz, da schon geringe Mengen ausreichen, um Mutationen in Zellen zu bewirken.</p>
<p>An dieser Stelle bringt Herr zur Hausen die Grillhähnchen ins Feld, die ja auch gebraten werden und angeblich keine erhöhte Krebsbildung mit sich bringen. Eine solche Scheuklappen-Argumentation, die die offensichtlichen Gegebenheiten vollkommen ignoriert, zeigt das Interesse des Professors an seiner Idee. Denn auch Grillhähnchen erzeugen ohne das Zutun vom Herrn Professor AGEs und Acrylamide und haben damit ihr „persönliches“ Krebspotential. Wie und warum das so ist, hatte ich ja schon mal im Beitrag <a href="http://naturheilt.com/blog/die-rache-der-grill-haehnchen/" target="_blank">&#8220;Die Rache der Grill-Hähnchen</a>&#8221; diskutiert.</p>
<p>Es ergibt auch keinen Sinn, sich auf rohes Rindfleisch einzuschießen, wie es Herr Professor zur Hausen tut. In Deutschland wird deutlich mehr Schwein gegessen als Rindfleisch. Besonders die sozial schwächeren Bevölkerungsschichten essen kaum Rind, da dessen Fleisch für diese Leute zu teuer ist. Damit müssten die Reichen der Republik signifikant mehr an Darmkrebs leiden als die Armen. Auch hierzu und der gesamten Diskussion um die Fleischkrebsvirentheorie von Herrn zur Hausen habe ich bereits einen Beitrag geliefert: &#8220;<a href="http://www.gesund-heilfasten.de/blog/dickdarmkrebs-virale-ursachen/" target="_blank">Dickdarmkrebs – virale Ursachen?&#8221;</a></p>
<p>Man gewinnt in dem Interview den Eindruck, dass es eigentlich gar nicht so sehr um das Thema &#8220;Darmkrebs&#8221; geht. Es geht vielmehr um die Verlängerung und vielleicht auch nachträgliche Begründung seines etwas umstrittenen Nobelpreises durch seine Virentheorie. Immerhin haben die humanen Papillomaviren ihm dazu verholfen, indem sie sich bereitwillig an der Entstehung von Gebärmutterhalskrebs beteiligten.</p>
<p>Und damit die Viren richtig schön scheußlich diskutiert werden, müssen sie jetzt auch noch für andere Krebsformen herhalten, wie z. B. den Darmkrebs. Aber wie kommt der Virus in den Darm? Dieses Problem wird elegant gelöst, indem man ihn ins rohe oder schlecht gegarte Rindfleisch zaubert und dann verspeist.</p>
<p>Der Beweis wird anschließend durch die Statistik erbracht. Zur Hausen spricht von 21 Prozent aller Krebserkrankungen, die durch eine Infektion verursacht werden. Auf diese 21 Prozent angesprochen und ob das eine verlässliche exakte Angabe sei, erwidert er, dass es dann doch nur eine Schätzung ist. An dieser Stelle fängt man langsam an zu glauben, dass die Virentheorie im Zusammenhang mit dem Darmkrebs auch nur eine Schätzung ist.</p>
<p>Aber im Verlauf des Interviews gibt der Herr Professor weiteren Anlass zu noch mehr Unglauben. Denn seine Paradedisziplin – Gebärmutterhalskrebs, Papillomaviren und die HPV-Impfung – lobt er über den grünen Klee, um sie dann sofort wieder fallen zu lassen. Wie geht das? Zuerst behauptet er, dass eine Impfung die Krebsvorstufen verhindern kann. VORstufen also, nicht den Krebs selbst. Es gibt aber genug wissenschaftliche Literatur, die gezeigt hat, dass der gesunde Organismus durchaus selbst in der Lage ist, diese Vorstufen zu entfernen oder zu verhindern. Warum dann also so eine Impfung? Auch hier bleibt der Professor weiter am Ball seines Interesses. Denn er argumentiert: „&#8230; ich sehe, dass sich mit der Impfung in einem großen Umfang Krebsvorstufen und letztlich sicher (Hervorhebung von mir) auch der Gebärmutterhalskrebs verhindern lässt“.</p>
<p>Eigenartigerweise zeichnet sich die Sprache der Dichter und Denker durch einige Merkwürdigkeiten aus. Dazu zählt, dass man das Wort „sicher“ immer dann gebraucht, wenn man NICHT sicher ist, aber es gerne wäre. Und wie unsicher der Befragte ist, zeigt die nächste Bemerkung: „…. &#8211; das Letztere können wir aber mit Sicherheit erst in 10 bis 20 Jahren sagen“. Gigantisch! Wir können erst in 10 oder 20 Jahren mit Sicherheit sagen, ob die Verhinderung von Vorstufen auch den Krebs verhindert.</p>
<p>Mit dieser Bemerkung hat der nobel-gepriesene Erfinder der HPV-Impfung deren Unsinn zugegeben. Auch die nächste Bemerkung zeugt vom Unwissen in dieser Angelegenheit: „Ich bin &#8211; gemeinsam übrigens mit allen Experten &#8211; daher davon überzeugt, dass es nur eine Frage der Zeit ist, bis sich die krebsverhütende Wirkung der Impfung zeigen wird.“</p>
<p><strong>Halleluja! Die krebsverhütende Wirkung der Impfung hat sich also bislang noch nicht gezeigt!</strong> Danke für diese besonders wertvolle Information, Herr Professor. Und warum sollen wir uns impfen lassen? Weil es Experten sind, die die Wirkung noch nicht gesehen haben und eine Überzeugung hegen, nämlich dass das eintritt, was man sich sehnlichst wünscht: Die Wirkung.</p>
<p><strong>Fazit: </strong><a href="http://naturheilt.com/blog/impfung-gegen-gebarmutterhalskrebs-mehr-als-umstritten/" target="_blank">Gebärmutterhalskrebs und seine prophylaktische Impfung</a> sind für mich ein Wunschkonzert von Experten, welches das Geschäft der Pharmaindustrie wird. Und weil die Herren Experten „sicher“ in 10 oder 20 Jahren eine Wirkung sehen werden, müssen wir auch an den Virenunsinn im Darm glauben. Denn der Glaube versetzt Berge und Viren in rohes Fleisch. Wie unsinnig der Unsinn ist, zeigen die Schlüsse des Nobel-Experten aus seinen Beiträgen. Denn die Lösung seines Problems ließe sich einfach durch das Vermeiden von rohem Rindfleisch herbeiführen. Stattdessen empfiehlt er eine Impfung gegen Darmkrebsviren. TOLL.</p>
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		</item>
		<item>
		<title>Rezeptfreie Medikamente für Kinder sind kein Kinderspiel</title>
		<link>http://www.yamedo.de/blog/rezeptfreie-medikamente-fuer-kinder-2012/</link>
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		<pubDate>Wed, 02 Jan 2013 22:23:48 +0000</pubDate>
		<dc:creator>René Gräber</dc:creator>
				<category><![CDATA[Medikamente]]></category>
		<category><![CDATA[Kinder]]></category>

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		<description><![CDATA[Es gibt eine ganze Reihe von rezeptfreien Medikamenten für Kinder &#8211; vor allem gegen Erkältungen: Hustensäfte, Schnupfenmittel, Fiebersenker und einige mehr. Diese gibt es zum Teil rezeptfrei in jeder Apotheke zu kaufen. Wir gehen natürlich davon aus, dass diese Medikamente nicht nur helfen, sondern auch sicher sind. Leider wird dieses Sicherheitsgefühl ausgerechnet vom „Deutschen Ärzteblatt“ (Bd. 37, [...]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Es gibt eine ganze Reihe von rezeptfreien Medikamenten für Kinder &#8211; vor allem gegen Erkältungen: Hustensäfte, Schnupfenmittel, Fiebersenker und einige mehr. Diese gibt es zum Teil rezeptfrei in jeder Apotheke zu kaufen. Wir gehen natürlich davon aus, dass diese Medikamente nicht nur helfen, sondern auch sicher sind.</p>
<p>Leider wird dieses Sicherheitsgefühl ausgerechnet vom „Deutschen Ärzteblatt“ (Bd. 37, S. 1822) empfindlich gestört. Denn hier meldet sich die Kommission für Arzneimittelsicherheit im Kindesalter der Deutschen Gesellschaft für Kinder- und Jugendmedizin zu Wort.</p>
<p>Grund für Bedenken sind die zum Beispiel „<strong>Antihistaminika der ersten Generation</strong>“, die früher bei <a href="http://www.yamedo.de/krankheiten/allergie/allergischer-schnupfen.htm" target="_blank">Heuschnupfen</a> und anderen <a href="http://www.yamedo.de/krankheiten/allergie/" target="_blank">Allergien</a> gegeben wurden <a href="http://www.yamedo.de/krankheiten/allergie/Antihistaminika-Muedigkeit.html" target="_blank">und so herrlich müde machten</a>. Grund für die Müdigkeit war ein relativ unselektiver Wirkmechanismus gegenüber H1-Rezeptoren, die für die Allergie zuständig sind, und anderen Histaminrezeptoren (H3) im Gehirn. Bei Kindern kam es dann tagsüber zu Müdigkeit, Konzentrationsstörungen, Benommenheit und sogar Krämpfen und Halluzinationen. Bei den Kleinsten dagegen können die Nebenwirkungen noch gravierender ausfallen: Herz-Kreislauf-Kollaps und lebensbedrohliche Dämpfung der Atemfunktion. Daneben gibt es noch eine Reihe anderer Nebenwirkungen, weshalb die alten Präparate bei den Erwachsenen keine Anwendung mehr finden. Für die Kinder und Kleinkinder jedoch sind die alten Kamellen gerade gut genug. Denn sie bringen die unruhigen, quengelnden Kinder zur Ruhe, lassen sie schlafen und verhindern Erbrechen. Und sie sind bequem ohne ärztliches Rezept zu haben. Doxylamin ist ein solcher Stoff, der in einer Reihe von rezeptfreien Präparaten vorkommt.</p>
<p><strong>Zäpfchen oder Säfte gegen Erbrechen und Übelkeit</strong> enthalten die Substanzen <em>Diphenhydramin</em> und <em>Dimenhydrinat</em>. Als Nebenwirkungen sind für die beiden Substanzen bekannt die Einschränkung des Sekretflusses in den Speicheldrüsen und der Lunge, was in Mundtrockenheit, Atemstörungen und Verstopfung resultieren kann. Aber auch die Blasenentleerung kann gestört sein und es sind sogar Herzrhythmusstörungen beschrieben worden. Ein wahrer „Medizinschrank“ ist in dem Präparat „Wick MediNait“ zu verzeichnen. Das Präparat enthält <em>Doxylamin, Ephedrin, Dextromethorphan und Paracetamol</em>. Bei so vielen verschiedenen Substanzen muss das Kind ja sofort gesund sein, oder?</p>
<p>Leider ist dem nicht so. Kinder sind keine kleinen Erwachsenen. Sie verfügen über einen anderen Stoffwechsel als Erwachsene und werden deshalb auch diese „rezeptfreien“ Stoffe anders metabolisieren als dies bei einem Erwachsenen der Fall ist. In der Regel reagieren Kinder und besonders Kleinkinder und Säuglinge  empfindlicher auf solche Medikamente, so dass es leicht zu Vergiftungserscheinungen kommen kann. Es besteht auch die Neigung, diesen Kindern ein deutliches Mehr an Erkältungsmitteln, Hustenblockern und Antibrechmitteln zu verabreichen, da die Eltern (und vielleicht auch die Kinderärzte) die rezeptfreien Präparate als unbedenklich erachten. Frei nach dem Motto: Rezeptfrei = sicher. Und in diesem frühen Lebensalter sind die Kinder zudem häufiger von derartigen <a href="http://www.yamedo.de/krankheiten/infektionen/" target="_blank">Infektionen </a>betroffen, da das <a href="http://www.yamedo.de/krankheiten/infektionen/immunsystem.html" target="_blank">Immunsystem</a> noch nicht ganz ausgereift ist. Da wird für die beruflich geplagten Eltern die Erkrankung des Jüngsten zur Geduldsprobe und vielleicht zur Plage, die man mit einem rezeptfreien Schlaftrunk auf Antihistaminbasis in ihre Schranken verweisen kann, wann immer sie auftritt.</p>
<p>Leider scheint es keine konkrete gesicherte Daten für Vergiftungsfälle auf Basis rezeptfreier Medikamente zu geben, nicht zuletzt weil die Erfassung hier besonders schwierig ist. Es gibt eine erste Recherche, die bei verschiedenen Giftinformationszentren (GIZ) durchgeführt worden ist und Vergiftungsfälle durch Altantihistaminika untersucht hat. Ein erstes Ergebnis von GIZ-Nord in Göttingen lautet: <strong>Vergiftungen durch Diphenhydramin und Dimenhydrinat sind von 1996 bis 2011 jährlich von zwölf auf achtzig Fälle angestiegen. Betroffen waren Säuglinge und Kinder von bis zu 9 Jahren.</strong> Bei Kindern über 9 Jahren, Jugendlichen und Erwachsenen gab es diesen Trend nicht. Andere Giftnotrufzentralen bestätigen diese Beobachtungen.</p>
<p>In den USA, dem Land der unbeschränkten Einnahme-Möglichkeiten, zeigt sich ein neuer Trend: Fast die Hälfte der Notaufnahmen aufgrund von Vergiftungen durch Hustensäfte und Erkältungsmittel im Jahr 2008 beruhte auf einer beabsichtigten Überdosierung dieser „sicheren“ und rezeptfreien Medikamente bei Kindern unter 2 Jahren. Die Gründe für die beabsichtigte Überdosierung sind nur zu vermuten. Sehr wahrscheinlich schmecken die Zubereitungen so gut, dass das Kind sie als Süßigkeit verkennt und häufiger als vertretbar einnimmt (Kinder haben in diesem Alter kaum Selbstmordabsichten, schon gar nicht in dieser Häufigkeit).</p>
<p>Ich wundere mich noch immer, warum man zum Beispiel &#8220;alte&#8221; Substanzen (Althistaminika), die bei den Erwachsenen ausgedient haben, immer noch für unsere Kinder gut genug sind, obwohl die schutzbedürftiger sind (auch bei Medikamenten), als Erwachsene. Denn wenn diese Medikamente in Deutschland rezeptfrei sind, heißt das noch lange nicht, dass die gleichen Präparate überall auf der Welt rezeptfrei und damit sicher sind.</p>
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		<title>Nicht-steroidale Antiphlogistika können bei herzkranken Patienten tödlich sein</title>
		<link>http://www.yamedo.de/blog/nicht-steroidale-antiphlogistika-koennen-toedlich-sein/</link>
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		<pubDate>Sat, 22 Dec 2012 07:00:21 +0000</pubDate>
		<dc:creator>René Gräber</dc:creator>
				<category><![CDATA[Medikamente]]></category>

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		<description><![CDATA[Herzkranken Patienten wird oft empfohlen, NSAP (nicht-steroidale Antiphlogistika), auch NSAR (nicht-steroidale Antirheumatika) genannt, langfristig einzunehmen, um einen Herzinfarkt bzw. Zweitinfarkt zu verhindern. Wie es aussieht, ist dieser Ratschlag nicht nur falsch, sondern kann vom Patienten teuer bezahlt werden &#8211; mit seinem Leben. Inzwischen wird allen Ärzten dringend empfohlen, diese Medikamente bei ihren Herz-Patienten abzusetzen. Die [...]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Herzkranken Patienten wird oft empfohlen, NSAP (nicht-steroidale Antiphlogistika), auch NSAR (nicht-steroidale Antirheumatika) genannt, langfristig einzunehmen, um einen <a href="http://www.yamedo.de/krankheiten/herzkrankheiten/herzinfarkt.html" target="_blank">Herzinfarkt</a> bzw. Zweitinfarkt zu verhindern. Wie es aussieht, ist dieser Ratschlag nicht nur falsch, sondern kann vom Patienten teuer bezahlt werden &#8211; mit seinem Leben. Inzwischen wird allen Ärzten dringend empfohlen, diese Medikamente bei ihren Herz-Patienten abzusetzen.</p>
<p>Die üblichen Schmerzmittel aus der NSAP-Familie – wie z. B. Ibuprofen und Naproxen, und auch verschreibungspflichtige Substanzen wie Celebrex®, einem COX-2-Hemmer – sind in der Lage, einen tödlichen Herzinfarkt auszulösen, selbst Jahre nach dem ersten Herzinfarkt.</p>
<p>Zu dieser Erkenntnis kam Anne-Marie Schejrning Olsen vom Kopenhagen Universitätshospital in Gentofte, Dänemark (Link zur Studie: <a href="http://circ.ahajournals.org/content/early/2012/09/07/CIRCULATIONAHA.112.112607" target="_blank">Long-Term Cardiovascular Risk of NSAID Use According to Time Passed After First-Time Myocardial Infarction: A Nationwide Cohort Study</a>)</p>
<p>Von daher rät sie, dass es sehr wichtig ist, diese Erkenntnis rasch den Ärzten zu vermitteln, die Patienten mit <a href="http://www.yamedo.de/krankheiten/kreislauferkrankungen/" target="_blank">Herz-Kreislauf-Erkrankungen</a> betreuen und immer noch NSAP einsetzen. Sie und ihr Team machten diese verstörende Beobachtung, während sie den Krankheitsverlauf von 99.187 über 30 Jahre alten Patienten mit Erstinfarkt zwischen 1997 und 2009 nachverfolgten. Von diesen Fällen nahmen 44 Prozent NSAP ein. Die Einnahme des Medikaments erhöhte danach das Risiko eines Todesfalls im ersten Jahr nach dem Infarkt um 59 Prozent. Über die nächsten 5 Jahre stieg das Risiko sogar auf 63 Prozent.</p>
<p>Aber auch das Risiko für einen Folgeinfarkt erhöhte sich im ersten Jahr nach Infarkt um 30 Prozent. Das Folgeinfarktrisiko für die nächsten 5 Jahre stieg auf 41 Prozent. Normalerweise sinkt das Risiko eines Zweitinfarkts innerhalb der ersten paar Jahre, wenn keine anderen Risiken während der 5 Jahre gegeben sind.</p>
<p>In einer Arbeit aus dem Jahr 2011 stellte das Forscherteam sogar fest, dass Langzeit- und sogar<br />
Kurzzeittherapien mit NSAP bei Herz-Patienten deren Risiko für einen tödlichen Folgeinfarkt signifikant ansteigen lassen. Auch hier rieten die Wissenschaftler von einer Kurz- und Langzeitbehandlung mit NSAP ab. (Link zur Studie: <a href="https://ncbi.nlm.nih.gov/pubmed?db=pubmed&amp;cmd=search&amp;term=Schjerning+Olsen" target="_blank">Duration of treatment with nonsteroidal anti-inflammatory drugs and impact on risk of death and recurrent myocardial infarction in patients with prior myocardial infarction: a nationwide cohort study.</a>)</p>
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