Gebratenes rotes Fleisch – die Hauptursache für Prostatakrebs?

13. Dezember 2012 | Von | Kategorie: Ernährung

Der Verzehr von rotem Fleisch, speziell wenn es bei hohen Temperaturen in einer Pfanne gebraten worden ist, ist eine Hauptursache für Prostatakrebs. Männer, die häufig diese Sorte Fleisch verzehren, erhöhen das Risiko für die Entwicklung von Prostatakrebs um 40 Prozent.

Rotes Fleisch steht zwar schon seit geraumer Zeit auf der Liste der „Verdächtigen“ für den Prostatakrebs. Aber die Zusammenhänge werden deutlicher, wenn es mit hohen Temperaturen in Berührung kommt. Der Bratvorgang scheint sehr wirksame Karzinogene im Fleisch zu erzeugen. Dies behaupten die Forscher der University of Southern California.

Sie hatten eine Studie an 2000 Männern durchgeführt, bei der mehr als 1000 Männer einen fortgeschrittenen Prostatakrebs aufwiesen. Die Männer, die zweieinhalb Mahlzeiten mit fraglichem Fleisch, das bei hohen Temperaturen gebraten worden war, pro Woche aßen, hatten eine 40-prozentig höhere Wahrscheinlichkeit, an einem Prostatakrebs zu erkranken. Die Männer, die eineinhalb Mahlzeiten mit rotem Bratfleisch aßen, hatten eine 30-prozentige Wahrscheinlichkeit.

Die Sorte Fleisch scheint hier ebenfalls eine Rolle zu spielen. Hamburger hat ein höheres Potential für Krebs als z. B. Steaks. Hühnerfleisch und andere Geflügelsorten dagegen haben bei gleichen Zubereitungsbedingungen überhaupt keinen Einfluss auf das Krebsrisiko.

Grund für das erhöhte Krebsrisiko bei gebratenem roten Fleisch scheinen heterozyklische Amine zu sein, die beim Bratvorgang besonders bei höheren Temperaturen entstehen.

Quelle
Red meat and poultry, cooking practices, genetic susceptibility and risk of prostate cancer: results from the California Collaborative Prostate Cancer Study / Amit D Joshi et al.

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Ein Kommentar
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  1. Zitat:“Sie hatten eine Studie an 2000 Männern durchgeführt, bei der mehr als 1000 Männer einen fortgeschrittenen Prostatakrebs aufwiesen. Die Männer, die zweieinhalb Mahlzeiten mit fraglichem Fleisch, das bei hohen Temperaturen gebraten worden war, pro Woche aßen, hatten eine 40-prozentig höhere Wahrscheinlichkeit, an einem Prostatakrebs zu erkranken. Die Männer, die eineinhalb Mahlzeiten mit rotem Bratfleisch aßen, hatten eine 30-prozentige Wahrscheinlichkeit.“
    Diese Art von Studien konzentrieren sich nur auf eine mögliche Ursache. Dabei ist eine Krebserkrankung doch sicherlich durch multifaktorielle Ursachen zu erklären. Der große Bereich der Vergiftung und des Mangels an Mikronährstoffen wird bei derartigen Studien wohl nicht berücksichtigt. Und Frauen? Bekommen sie von dem Konsum des „fraglichen“ Fleisches auch eine Krebserkrankung mit höherer Wahrscheinlichkeit? Ich glaube , dass die o.g. Studie einen anderen Hintergrund hat.

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