Europäische Zulassungsbehörde wegen Betrug angeklagt

12. März 2012 | Von | Kategorie: Allgemein

Die EMA ist die europäische Zulassungsbehörde für Medikamente und obwohl es eigentlich ihre Aufgabe sein sollte, die Pharmaindustrie zu kontrollieren, wird sie finanziell kräftig von der pharmazeutischen Industrie unterstützt. Jetzt sieht sich die EMA mit Betrugsvorwürfen konfrontiert.

Beamte des Europäischen Amts für Betrugsbekämpfung untersuchen aktuell die Rolle der EMA bei der Zulassung des Medikaments „Mediator“ gegen Diabetes, das 2009 vom Markt genommen wurde, nachdem sich herausstellte, dass es für ca. 2000 Todesfälle verantwortlich war. Befürchtungen, dass das Medikament tödliche Herzprobleme verursachen könnte, tauchten schon ein Jahrzehnt zuvor auf. Das Medikament, das von der französischen Pharmafirma Servier Laboratories hergestellt wurde, war 33 Jahre auf dem Markt und wurde vor allem in Frankreich, Italien und Spanien verschrieben. Es wurde letztendlich vom Markt genommen als der Hersteller eingestand, dass das Medikament Herzklappenprobleme verursachen kann.

Zur Info: Die EMA, die 1995 gegründet wurde, um die Arzneimittelzulassung in ganz Europa zu reglementieren und vereinheitlichen, bekommt 80 Prozent seiner Bezüge von der pharmazeutischen Industrie, laut Michèle Rivasi, dem „grünem“ Parlamentsmitglied, die auch die Untersuchung leitet (Quelle). GlaxoSmithKline (GSK) hat sich bereit erklärt, 3 Milliarden Dollar als Strafe für das Puschen von Avandia als Verkaufspraxis zu zahlen. Avandia, ebenfalls ein Diabetesmedikament, wurde 2010 vom Markt genommen, nachdem sich herausstellte, dass es das Risiko für Herzinfarkte erhöht (Avandia – ein evidenzbasiertes Desaster).

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René Gräber - Heilpraktiker & Sportpädagoge mit eigener Praxis. Sie finden mich unter anderem auch auf Google+, facebook, Xing oder Twitter. Ich schreibe und berichte regelmäßig zu den Themen Medizin, Fitness und Gesundheit. Wenn Sie dies interessiert, dürfen Sie gerne (siehe Box hier unten), meinen persönlichen Gesundheits-Newsletter anfordern. In den ersten 5 Teilen berichte ich über meine "5 Lieblings-Wundermittel".

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5 Kommentare
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  1. Ich finde das sehr gut, dass die von der EMA mal unter die Lupe genommen werden. Hab schon öffters gehört, dass die von der Industrie stark beeinflußt sind.
    Bin gespannt was dabei raus kommt.

  2. Und einfache Vitamine werden vom Zoll vernichtet, weil ich angeblich davor geschützt werden müsse mit meinem Leben. Warum nur läuft soviel schief auf der welt? Macht und Gier nach Geld,…das regiert die Welt!

    lg, Cecilia

  3. Steter Tropfen höhlt den Stein.

    Es ist 5 vor 12 mit unserem „Krankheitssystem“.
    Es geht nur noch um Profit. Der Mensch scheint da einfach mal hinten runter zu fallen.
    Nur wenn ein P. Rössler sagt, man müsse das Gesundheitssystem als Wirtschaftsfaktor sehen, dann wird einiges klarer. Da müssen mehr Kranke her … oder so !?
    Bleibt gesund.

  4. Zu hoher Blutdruck ist lebensbedrohlich aber heilbar, das ist seit den 70er Jahren erwiesen und bekannt.
    Wie einfach das ist hat meine Frau am eigenen Leib erfahren.
    Wir stellten ganz einfach unsere Ernährung um und innerhalb von 4 Monaten war der Blutdruck herunter.
    Das ist nun über 3 Jahre her und alles ist ohne Arzneien und Tabletten im guten Bereich.
    Warum die meisten Ärzte das nicht Wissen oder Wissen wollen ist leicht erklärbar, ca 50% ihres Einkommens hängen davon ab.
    Alles nachzulesen bei Dr Johann Georg Schnitzer aus Friedrichshafen und seinen Schriften.
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  5. […] statt. Abgesehen davon, dass die EMA auch nur mit Vorsicht zu genießen ist, da diese “Europäische Zulassungsbehörde wegen Betrugs angeklagt” […]

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