Eiweißwerte im Urin

Informationen aus der Naturheilpraxis von René Gräber

René Gräber

Ein krankhafter Überschuss an Eiweiß im Urin wird medizinisch als Proteinurie bezeichnet. Damit ein Proteinüberschuss als krankhaft bezeichnet werden kann, muss er den Grenzwert von 150 mg pro täglicher Ausscheidungen deutlich überschreiten. Wenn eine Proteinurie den Normwert um mehr als das 20fache überschreitet, liegt eine große Proteinurie vor, die schwerwiegende, gesundheitliche Folgen haben kann. Kommen hohe Überschreitungen jedoch nur sporadisch in unregelmäßigen Abständen vor, wird in der Medizin von einer benigenen reversiblen Proteinurie gesprochen, die gesundheitlich absolut unbedenklich ist.

Ursachen

Die Ursachen für einen erhöhten Proteingehalt im Urin sind sehr vielfältig. Ursächlich können neben den verschiedensten Infektionen oder der Einnahme bestimmter Medikamente oder Gifte auch (fortschreitenden) Nieren- oder Leberschädigungen sein.

Eine sehr bekannte Ursache für eine Proteinurie ist der Diabetes mellitus. Das Protein findet sich im Urin, da die oben erwähnten Erkrankungen immer mit einer Schädigung oder negativen Beeinflussung der Nieren einhergehen. Dies kann ihre Filteraufgabe dann nicht mehr ausreichend erfüllen und lässt viele Proteine, die sie im Normalfall herausfiltern würde, passieren. So gelangen diese in die Blase.

Diagnose

Eiweiße im Urin werden mit Hilfe eines Teststreifens, der kurz in eine Urinprobe eingetaucht wird, heute schnell und unkompliziert nachgewiesen. Sollte ein solcher Test positiv ausfallen, beginnt die eigentliche "Detektivarbeit". Denn nun gilt es herauszufinden, ob es sich um eine anhaltende Erhöhung handelt und welche Ursachen zugrunde liegen. Wird eine Proteinurie nicht behandelt, kann dies zu einem Mangel an Albumin führen: Dieser wiederum kann Thrombosen, Ödeme, Infektionen, Herzinfarkte oder Nierenversagen zur Folge haben.

Therapieformen

Wurde eine Proteinurie festgestellt, muss schnellstens mit der Behandlung begonnen werden, um das Fortschreiten des Verlaufes zu verlangsamen. Eine Proteinurie kann in den meisten Fällen nicht vollständig geheilt werden. Durch schnelles Handeln jedoch kann die Wahrscheinlichkeit der schwerwiegendsten Folgen minimiert werden. Der behandelnde Arzt wird eine eiweißarme Ernährung im Zusammenhang mit der Gabe bestimmter Medikamente einleiten und begleiten. Zudem muss selbstverständlich auch die ursächliche Erkrankung, die zur Proteinurie geführt hat, in die Behandlung integriert werden.

Prävention

Um einer krankhaften Erhöhung der Eiweißwerte in Urin vorzubeugen, kann ein gesunder und verantwortlicher Lebensstil hilfreich sein. Denn so kann der Organismus vor dem Auftreten einiger Erkrankungen bestmöglich geschützt werden.

Eine Garantie, niemals an einer Proteinurie zu erkranken, gibt es jedoch nicht. Zudem muss immer zwischen einer krankhaften Proteinurie und einer kurz auftretenden Erhöhung der Eiweißwerte im Urin unterschieden werden. Dies jedoch kann nur in einer vertrauensvollen Zusammenarbeit mit dem behandelnden Arzt gewährleistet werden.

weitere Themen sind: Eiweißwerte im Blut - Blutdruckwerte - Direktes Bilirubin

Dieser Beitrag wurde letztmalig am 23.04.2013 aktualisiert