Indirektes Bilirubin - Verständlich Erklärt

Informationen aus der Naturheilpraxis von René Gräber

René Gräber

Bilirubin entsteht beim Abbau des roten Blutfarbstoffs Hämoglobin. Dieser finden hauptsächlich in der Milz und der Leber ab. Da das Bilirubin zunächst einmal nicht wasserlöslich ist ("indirektes" oder "unkonjugiertes" Bilirubin), muss es chemisch verändert werden, um als direktes Bilirubin über die Niere im Urin ausgeschieden zu werden. Dies geschieht durch die Anbindung des Bilirubins an Glukuronsäure. Aber Bilirubin wird nicht nur mit dem Urin, sondern auch mit dem Stuhl ausgeschieden.

Indirektes Bilirubin

Indirektes Bilirubin schwimmt frei im Blut. Es ist noch nicht an Glukuronsäure gebunden und daher nicht wasserlöslich. Indirektes Bilirubin wird durch den Anschluss an die Glukuronsäure wasserlöslich und somit zu direktem (konjugiertem) Bilirubin. Diese ist dann durch den Urin ausscheidbar. Als Gesamtbilirubin wird letztendlich die Gesamtmenge von direktem und indirektem Bilirubin bezeichnet.

Der Normwert für das indirekte Bilirubin im Blut liegt bei unter 0,7 mg / dl. Indirektes Bilirubin kann nicht im Blut nachgewiesen werden; hierfür muss der Gesamtbilirubinwert und der Wert des direkten Bilirubins bestimmt und dann die Differenz gebildet werden. Eine Erhöhung des indirekten Bilirubinwertes kann auf folgende Erkrankungen hinweisen:

Gelbsucht bei Neugeborenen

Hämolytische Anämie; bei dieser Form der Blutarmut werden die roten Blutkörperchen zerstört. Dadurch wird eine große Menge an Hämoglobin und damit auch Bilirubin freigesetzt. Für diesen Überschuss an Bilirubin reicht die dem Körper zu Verfügung stehenden Glukuronsäure nicht aus. Das indirekte Bilirubin kann nicht umgewandelt und damit ausgeschieden werden, sondern verbleibt im Blut.

Unverträglichkeit der Blutgruppen zwischen Mutter und Kind. Durch diese werden die roten Blutkörperchen im Körper der Kindes mit demselben Effekt wie bei der hämolytischen Anämie
Angeborene Störungen der Bindung zwischen Bilirubin und Glukuronsäure (Meulengracht-Syndrom); zwar bedingt diese Erkrankung eine chronische, leichte Gelbsucht, ist jedoch in den meisten Fällen harmlos.

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Dieser Beitrag wurde letztmalig am 23.04.2013 aktualisiert