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Mittwoch, 18. Juni 2014, 14:32

Verschiebung von Krankheiten ins Erwachsenenalter "dank" MMR-Impfung?

Hallo,

zum Beitrag "Masern Mumps Röteln Impfung - Fieber und Krampfanfälle " wurde gefragt:

"Dieser Arzt hat mir damals auch erzählt, dass durch das frühe und
zeitnahe MMR-Impfen die Krankheiten ins Erwachsenenalter verschoben
werden, dies wäre in Amerika bereits zu erkennen. Was denken Sie dazu?
Gibt es hier schon weitere Erkenntnisse? Das wäre ja noch schlimmer wenn
der Impfschutz quasi bis ins Erwachsenenalter reicht und man dann die
Kinderkrankheiten bekommt.
Ich habe nun vor ein paar Monaten bei einer Heilpraktikerin auf
eigene Kosten seinen Titer für Mumps, Masern und Röteln testen lassen
und dieser war hoch und die Heilpraktikerin meinte, da muss ich nicht
impfen. Wie ist denn Ihre Meinung hierzu? Denken Sie, dass ein solcher
Titer-Wert aussagekräftig genug gegenüber einem Kinderarzt ist? Das wäre
doch ein super wichtiger Punkt für alle, die zumindest schon einmal
geimpft haben und nun eigentlich nicht mehr einfach so nochmal impfen
möchten."

Ganodolon

Moderator

Beiträge: 73

Wohnort: Talisay City, Cebu, Philippinen

Beruf: Humangenetiker/-biologe

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2

Samstag, 21. Juni 2014, 04:38

Ob es sich hierbei wirklich um eine "Verschiebung" ins Erwachsenenalter handelt, ist fraglich. Viel eher würde ich hier andere Mechanismen sehen, die für dieses Phänomen verantwortlich sind. So verändern sich die Viren (und Bakterien) durch Mutationen und entsprechen dann nicht mehr dem Antikörper-Schutz (wenn der noch da ist) seitens der Impfung. Ich hatte das zweifelhafte Vergnügen, trotz Masern-Impfung als Kind zweimal die Masern zu bekommen: Einmal eben als Kind und dann ein zweites Mal nach meiner Auswanderung auf die Philippinen (im Alter von Anfang 40). Von daher hatte sich die Impfung nicht für mich, dafür aber für den Arzt und den Impfserenhersteller gelohnt.
Daraus lässt sich ableiten, dass eine Immunsierung durch eine Impfung immer nur dann ein Leben lang hält, wenn die Viren, gegen die geimpft wird, sich im Laufe der Jahre nicht verändern. Und das halte ich für sehr unwahrscheinlich. Und wenn die Viren sich verändert haben und nicht mehr zu den "betriebsbereiten" Antikörpern von der Impfung passen, dann kommt es im Falle einer Immunschwäche, die immer mal auftreten kann, besonders bei lang anhaltendem Stress, zu der Erkrankung.
Spätestens hier ist der Organismus gefragt, das zu tun, was er von Natur tun kann: Eine natürliche Immunsierung durchführen. Daher halte ich eine Unterstützung des Immunsystems für günstiger als Impfungen, die im Prinzip nichts als ein "Tritt in den Allerwertesten" des Immunsystems darstellen.
Schöne Worte sind nicht wahr; wahre Worte sind nicht schön ::: Lao-tse

bermibs

Moderator

Beiträge: 1 052

Wohnort: Bestensee

Beruf: Ruheständler ;o)

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3

Sonntag, 7. Dezember 2014, 15:11

Hallo Ganodolon,
diese Verschiebung in das Erwachsenenalter gibt es und wurde speziell bei Windpocken schon nachgewiesen. Und eine Windpockeninfektion in diesem Alter ist nicht ohne. Zudem wird der Nestschutz für Neugeborene durch diese Impfung bei der Mutter gestört, so dass auch hier gefährliche Windpocken auftreten können.
Zudem ist der Antikörpertiter keine Aussage über einen ausreichenden Infektionsschutz. Dazu ist das Immunsystem viel zu komplex.

Jeder Eingriff in die Natur ist zwangsläufig nur zweit- und drittklassig. Es gibt keinen vollwertigen Ersatz.
Und der beste Schutz ist ein natürlich gut funktionierendes Immunsystem, dem unter anderem gerade in unseren Breiten ausreichend Vitamin D als Supplement zur Verfügung gestellt werden sollte.
LG bermibs
„Sage mir, was du isst, und ich sage dir, wer du bist.“ (Jean Anthelme Brillat-Savarin)