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Sonntag, 31. August 2014, 23:32

Tilidin - kann ein Schmerzmittel weitere Schmerzen erzeugen?

Seit 2000 habe ich die Diagnose MS. Ein Jahr später kam ein doppelter Bandscheibenvorfall
in der HWS dazu. Seitdem nehme ich Tilidin. 2007 wurde ich dann operiert. Zur Stabilisation
wurde eine Titanplatte eingesetzt. Die Schmerzen wurden nicht besser. Seit 2009 kamen
Schmerzen in den Gelenken dazu und es werden immer mehr.
Einen Orthopäden fragte ich dann vor einem Jahr, ob das Schmerzmittel Schmerzen erzeugen
kann. Er hat meinen Verdacht bestätigt und mir geraten runter vom Tilidin und bewegen, bewegen,
bewegen. Will ich ja gerne, aber es geht eigentlich nur noch Radfahren.

Ich bin von 800mg täglich runter auf 300mg. Ich kann nicht ohne Tilidin, aber auch nicht mit.
Aufgefallen ist mir, dass die Tabletten Titandioxid enthalten und sich dieser Stoff wohl in meinem
Körper eingelagert hat. Also wer hat ähnliches erlebt? Wie komme ich raus aus dieser Mühle?
Sollte ich eine Entgiftung vornehmen? Wie und wo? Wer hat Erfahrungen mit der Spezialklinik
in Neukirchen, die sich auf Umweltgifte spezialisiert haben soll? http://www.spezialklinik-neukirchen.de

Avalonis

Moderator

Beiträge: 719

Wohnort: Wien

Beruf: Kinesiologin - Lösungsorientierte Kinesiologie entwickelt von Sabine Planegger

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2

Montag, 1. September 2014, 16:02

Meiner Erfahrung nach ist es so: Je mehr Umweltgifte wir im Körper haben, desto schlechter wirken Schmerzmittel.
Du bist eh schon auf dem richtigen Pfad: Entgiften, entgiften, entgiften.
Meine MS-Klienten testen auf Unmengen von Chlorella.

Es werden mir als Kinesiologin ständig "die besten" MLM-Produkte zum Reichwerden angeboten. Sie sind alle in etwa gleich gut, sie entgiften im Periodensystem alles ... ab Quecksilber helfen alle nicht mehr. Und das ist das Grundproblem.

Da hilft nur noch Chlorella oder DMPS (chemisch). Wenn du entgiftest achte darauf, mit welchen Mitteln sie entgiften und ob sie Quecksilber und Radioaktivität auch entgiften. (Ich habe davon auf der angegebenen Seite nichts gefunden).

Im Zweifelsfall empfehle ich dir aus eigener positiver Erfahrung dich an einen Arzt/HP/Kinesiologen, der nach Dr. Klinghardt ausgebildet ist, zu wenden.
Liebe Grüße
Avalonis

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Dienstag, 2. September 2014, 00:04

Vielen Dank

4

Dienstag, 2. September 2014, 09:37

Ob Tilidin als Schmerzmittel Schmerzen erzeugen kann, kann ich nicht beurteilen. Es ist aber denkbar, dass Abhängigkeiten entstehen, da es sich hier um ein synthetisches Opioid handelt. Tilidin hat noch einen Zusatzstoff aufzuweisen, das Naloxon, das ein Opioid-Antagonist ist. Da fragt man sich, warum ein Opioid und sein Gegenspieler gleichzeitig in die Tablette gegeben werden?

Das Naloxon hat auf jeden Fall keine therapeutische Aufgabe. Es dient nur dazu, den Benutzer vor einem (angeblichen) Missbrauch zu bewahren. Denn Tilidin wäre intravenös gegeben unwirksam, da das gleichzeitig verabreichte Naloxon seine Wirkung antagonisieren würde.

Oral eingenommen hat Naloxon einen so hohen First-Pass-Effekt (sofortige Eliminierung einer Substanz durch die Leber bei Eintritt in den Organismus), dass fast nichts im Organismus ankommt und damit der antagonisierende Effekt ausbleibt. First-Pass-Effekt heißt aber hier gleichzeitig, dass man die Leber wieder einmal mit eigentlich unnötigen Substanzen belastet. Und das nur, um den rechtlichen Bestimmungen Rechnung zu tragen.

Da Tilidin eine sogenannte "Prodrug" ist (also eine biologisch unwirksame Substanz), muss die Leber aus der Prodrug erst noch aktive Metabolite herstellen, damit die Wirkung sich einstellen kann – und das Ganze zum Schluss wieder abbauen. Wie es aussieht, bereitet diese Medikation der Leber dreifache Arbeit.

Daher ist es denkbar, dass Ihre Schmerzen entweder auf einem Gewöhnungseffekt an das Opoid beruhen, bei dem die zuvor durch Tilidin kaschierten Schmerzen nicht mehr kaschiert werden. Oder die Leber ist schon so überlastet, dass sie nicht mehr effektiv den First-Pass-Effekt für Naloxon ausübt und damit der Antagonist an Wirkung gewinnt.

Die Anregung von Avalonis kann ich nur unterstützen. Eine Entgiftung bei dieser Form der Langzeitbehandlung ist mit einiger Wahrscheinlichkeit eine dringend erforderliche Maßnahme. Wie und unter welchen Umständen dies geschehen soll, kann, müsste usw. können Sie hier nachlesen:

Entgiften nach Dr. Klinghardt - ein umfassende Analyse

Schwermetalle (Quecksilber - Amalgam) ausleiten und Entgiftung

Die Bedeutung der Entgiftung aus Sicht der Naturheilkunde

Gifte im Körper und wo sie sich ablagern

Entgiftungssymptome - Und wie sich diese zeigen können

5

Mittwoch, 3. September 2014, 18:45

Danke für Ihre Antwort. Sie haben mir einen sehr interessanten Zusammenhang verständlich erklärt.
Ich werde weiterlesen und baldigst Entgiftungsmaßnahmen vornehmen.

6

Freitag, 20. Oktober 2017, 16:49

Hey Pusteblume,

Ich denke auch, dass du versuchen musst das Mittel abzusetzen und zu entgiften. Ich habe Polyarthritis und habe selbst auch Schmerzen. Durch Ibu Profen und andere Schmerzmittel habe ich gelernt, dass die Nebenwirkungen genau so schlimm ausfallen können wie die eigentliche Krankheit. Mein Magen hat nicht mehr mitgespielt und meine Schmerzen wurde nicht mehr besser. Jetzt nehme ich zurzeit nichts, geht mir nicht gut, aber zumindest weiß ich, dass ich vom Schmerzmittel weg bin. Mal ganz krass ausgedrückt. Hat generell jemand eine Idee, was man nehmen kann, ohne die meisten Nebenwirkungen davonzutragen? Ich weiß, das klingt unmöglich, aber irgendwas muss es geben.. ?( Ich möchte sehr gerne mal wieder durchschlafen. Denke Pusteblume kennt das.


Eva Mst

Meister

Beiträge: 263

Wohnort: Saarland

Beruf: Rentnerin

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7

Freitag, 20. Oktober 2017, 18:04

Ich habe ein Schmerzmittel gefunden, das mir bei den Osteoporoseschmerzen wirklich sehr gut hilft. Hier ist ein Link dazu.Ich nehme dieses Mittel seit etwa 5 Wochen und bin von der Wirkung überzeugt. Allerdings ist es nicht so stark wie Opiode, dafür hat es hoffentlich keine Nebenwirkungen.
Die schmerzenden Stellen reibe ich bei Bedarf auch mit Rescue Remedy ein, auch das bringt soviel Linderung (nach Überbelastung), daß ich zumindest gut schlafen kann. Den Schlaf unterstütze ich mit Melatonin.

Hier ist eine Bezugsquelle für PEA .


Alles, alles Gute für alle Schmerzgeplagten!


Eva
"Primum nil nocere" - "Zuallererst nicht schaden!"
(Hippokrates)

Franz-Anton

Erleuchteter

Beiträge: 552

Wohnort: San Fernando / La - Union Philippinen

Beruf: Kunsterzieher in Ruhestand

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8

Montag, 23. Oktober 2017, 15:09

Hallo Pusteblume

Hast du außer HWS und Gelenkschmerzen noch andere Probleme?
Bei meinen Schwager wurde vor vielen Jahren auch Bandscheibenvorfall diagnostiziert weil er sich vor Schmerzen nicht mehr bewegen konnte und wurde ebenfalls operiert. Danach wurden seine Schmerzen ebenfalls schlimmer.
Erst auf anraten von mir hat er den Arzt gewechselt. Ein anderer Experte stellte Schäden am ZNS fest Die durch eine durchgemachte Borreliose entstanden sind.
Leider ist mein Schwager kein Einzelfall der unnötig operiert wurde und heute mit einen Fremdkörper im Rücken leben muss. Immer wieder gibt es Fälle in der Schulmedizin mit solchen Fehldiagnosen sowie unnötigen Operationen.
Ich kann nur jeden empfehlen bei solchen Problemen sich noch eine zweite oder dritte Meinung einholen bevor man zum Opfer der Schulmedizin wird.
Viele Grüße
Eugen
Täglich Kokoswasser trinken hilft die Blutfettwerte senken, reinigt auch noch Blut und Nieren, und hilft dir beim Gelenke schmieren. ( Eigenzitat )

Beiträge: 57

Wohnort: Bayreuth

Beruf: Verkäuferin

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9

Montag, 23. Oktober 2017, 15:20

Hey YingundYanguin,

Kann mir vorstellen, dass es langfristig mit IBU problematisch werden kann. Ich habe auch chronische Schmerzen und die kommen bei mir von der HWS, so wie Pusteblume auch Beschwerden hat. Als ich mich so durchprobiert habe durch die ganzen Schmerzmittel und alternative Heilmethoden, habe ich dann von dem geänderten Cannabis Gesetz erfahren. Wie dem auch sei, dachte ich habe nichts zu verlieren und ging zum Doc. Habe es nach dem bürokratischen Kram dann bekommen und es hilft wunderbar. Vor allem Sorten, die wenig THC und viel CBD enthalten werden bei Schmerzen eingesetzt und deswegen ist der Rausch sehr gering, was natürlich gut ist bei der medizinischen Anwendung ;)

Habe auch von Polyarthritis auf dieser Seite gelesen: https://www.leafly.de/patienten/polyarth…nnabis-medizin/
Scheint auch dort Anwendung zu finden. Besonders passend für dich sollte der Effekt sein, dass man mit medizinischem Cannabis besser schlafen und Essen kann. Das kann sehr hilfreich sein, wenn man ein Schmerzproblem hat. Falls Pusteblume noch Infos für das HWS-Problem oder auch MS sucht, dann gibt es auch dazu Infos auf der Seite ;)

Beste Grüße!