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Montag, 8. Dezember 2014, 10:41

zu hoher Lipoprotein-A-Wert

Hallo an alle!
Ich bin weiblich und 45 Jahre alt.
Zufällig wurde bei mir vor einem Jahr ein überhöhter Lipoprotein-A-Wert festgestellt. Normal ist wohl ein Wert von <30 mg/dl und mein Wert liegt bei 205.65! Das Lipoprotein A ist wohl für Arteriosklerose ein viel gefährlicherer Marker als das Cholesterin und kann zu Herzinfarkt/Schlaganfall führen. In der Uniklinik Heidelberg erklärte man mir, dass es sich hierbei um einen genetisch bedingten Wert handelt, der durch keinerlei Änderung der Lebensumstände zu beeinflussen sei.
Da ich sehr viel Wert auf meine Ernährung lege, nehme ich ohnehin kaum tierisches Eiweiss, nur selten gehärtete Fette und im Gegenzug viel Gemüse und Obst, gesunde Öle, Vollkorngetreide etc. zu mir. Sport betreibe ich auch regelmässig und bin schlank, so dass ich auch selbst keine Idee habe, was sich hier verbessern liesse.
Der Professor der Uniklinik empfahl mir, zur Vorbeugung einen Cholesterinsenker zu nehmen, was ich aber abgelehnt habe, da ich gar keinen zu hohen Cholesterin-Wert habe. Lediglig das gute HDL-Cholesterin ist bei mir mit 41 mg/dl etwas zu niedrig, es müsste über 50 liegen.
Ich habe im Internet gegoogelt und festgestellt, dass die Ursach wohl wirklich genetisch ist. Jedoch frage ich mich, ob es nicht doch irgendeine Möglichkeit gibt, diesen Wert ohne schwere Medikamente mit Nebenwirkungen auf ein Normalmass zu senken.

Hat jemand damit Erfahrungen?

Ich freue mich über jede Antwort.

Herzliche Grüße, Elisabeth1930

Avalonis

Moderator

Beiträge: 719

Wohnort: Wien

Beruf: Kinesiologin - Lösungsorientierte Kinesiologie entwickelt von Sabine Planegger

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2

Montag, 8. Dezember 2014, 15:24

Hallo Elisabeth,

welche Blutgruppe hast du?

Hier ein Artikel von René zu Cholesterin
http://naturheilt.com/blog/die-cholesterin-luge/

Hier ein Report von René zu Cholesterin/-senkern, der eeehr viel Einblick in die Materie gibt:
http://renegraeber.de/Cholesterin-Report.html
Liebe Grüße
Avalonis

bermibs

Moderator

Beiträge: 1 048

Wohnort: Bestensee

Beruf: Ruheständler ;o)

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3

Montag, 8. Dezember 2014, 23:55

Hallo Elisabeth

das ist wieder typisch Schulmedizin: Das ist genetisch bedingt, da kann man nichts machen!
Die Herren haben noch nichts von Epigenetik gehört. Gene sind nicht starr und steif, sie sind im Laufe eines Lebens veränderbar. Dazu benötigt der Körper aber Signalstoffe in Form von sekundären Pflanzenstoffen, Vitamin D als Basishormon unseres Körpers und eine Reihe weiterer Mikronährstoffe.
Cholesterinsenker sind pures Gift für den Körper, zerstören Mitochondrien und sind damit potentiell krebsauslösend. Deine Entscheidung war vollkommen richtig.

Was dein Körper braucht, um die Lipoproteine in Schach zu halten bzw. auf ein gesundes Maß zu senken, sind Mikronährstoffe und pflanzliche Sekundärstoffe. Hier spielt auch mein "Lieblingsfett" eine ganz wichtige Rolle - Omega 3 mit den Säuren Alpha-Linolensäure, EPA und DHA. Am besten mit reichlich Kaltwasserfisch oder Fischöl und kalt gepresstes Leinöl.

Hier ein Auszug aus "Burgerstein Handbuch Nährstoffe" zu den Lipoproteinen:
"Lipoprotein (a) gilt seit der Publikation der Framingham-Studie (eine der weltweit größten epidemiologischen Studien) als wichtiger Arteriosklerose-Risikofaktor. Bei erhöhten Plasmaspiegeln (> 30 mg/dl) werden vermehrt Ablagerungen in Gefäßwänden und eine
Verstärkung der entzündlichen arteriosklerotischen Prozesse beobachtet. Lipoprotein (a) wurde zunächst in Spezies gefunden, die die Fähigkeit zur endogenen Vitamin-C-Synthese verloren hatten. Es ist nicht klar, ob Statine den Lipoprotein(a)-Spiegel senken können. Die Studien zeigen uneinheitliche Ergebnisse. Niacin und Vitamin C können den Lipoprotein-(a)-Spiegel senken. Niacingaben von 2–4 g/Tag (Achtung: Flush; nur unter ärztlicher Kontrolle) vermindern den Lipoprotein-(a)-Spiegel um über 30%. Ebenso vermögen folgende Mikronährstoffe den Lipoprotein-(a)-Spiegel zu senken: Carnitin (2–3 g/Tag), Omega-3-Fettsäuren (2–3 g EPA/DHA/Tag), Coenzym Q10 (100–150 mg/Tag), L-Lysin (2–4 g/Tag) sowie auch Vitamin C verhindern zudem die Ablagerung von Lipoprotein (a) an der Gefäßwand."

Therapeutisch kannst du orthomolekulare Supplemente einsetzen. Langfristig sollte der größte Teil jedoch über eine überwiegend vegane und reichlich naturbelassene Ernährung realisiert werden.
Vitamin D wurde hier nicht genannt, ist aber insgesamt sehr wichtig. Hier solltest du ebenfalls mit Supplementen (bei D obligatorisch) einen Blutspiegel bei 25D von mindestens 40 (besser 60) ng/ml anstreben.

Hier noch eine orthomolekulare Übersicht zu Cholesterin, in der auch Lipoprotein (a) aufgeführt ist.
Ich nehme täglich 2 Gramm der beiden Omega-3-Fettsäuren EPA/DHA als Fischölkapseln und habe damit super Cholesterinwerte: HDL 82 (Ref. 40 - 50), LDL 85 (Ref. 80 - 155), Verhältnis 1,04 (Ref. bis 3)
[Link zu Cholesterin bei Wunsch per PN]

Stichwort gesunde Öle: Ich hoffe, in deiner Küche steht kein Sonnenblumenöl ;)
Sonnenblumenöl ist quasi ein reines Omega-6-Öl. Von diesen Fetten essen wir in der Regel zu viel. Das ideale Verhältnis zwischen Omega 3 und 6 ist 1 : 2 bis 1 : 4. Gängig sind aber 1 : 10 bis 1 : 20. Deshalb wert auf Öle legen, die viel Omega 3 enthalten, wie Leinöl, Rapsöl, Chiaöl und Perillaöl. Natürlich auch Olivenöl als einfach ungesättigt, aber auch Butter als einfach gesättigt sowie Kokos- und Palmfett als mehrfach gesättigt.
Dafür mit Sonnenblumen-, Distel- und Sojaöl sparsam umgehen.

Mit diesem Weg kannst du die Theorien und Empfehlungen deines Arzt ad acta legen.
LG bermibs
„Sage mir, was du isst, und ich sage dir, wer du bist.“ (Jean Anthelme Brillat-Savarin)

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »bermibs« (1. Februar 2015, 18:20)


4

Dienstag, 9. Dezember 2014, 11:30

Dankeschön

Danke Dir vielmals für die Tips und die Mühe, mir so ausführlich zu antworten. Ich werde die Hinweise umsetzen und berichten, wie es sich entwickelt hat. Einen schönen Tag noch! Elisabeth1930

Fred Ho

Profi

Beiträge: 48

Beruf: Gesundheits- u. Ernährungsberater, Mikronährstoffmedizin

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5

Dienstag, 17. Februar 2015, 16:36

Hallo Elisabeth,

hier noch ein paar Fakten zum besseren Verständnis, ansonsten war das schon eine super Zusammenstellung vom Bernd.

"Vitamin-C-Mangel schwächt die potenziell durchlässige Struktur der Gefäßwände.
So kann sich Lp(a) einlagern und die Gefäßwände abdichten. Zusätzlich
wird durch Blockierung von Plasminogen in den Gefäßen Fibrin eingelagert. Die
Ablagerung von Lp(a) dient als Schutz vor der Schädigung der Gefäßwände
durch den Vitamin-C-Mangel.
Der Nachteil - Gefäßverschluss bei überschießender Herstellung und Ablagerung
von Lp(a)." (Schmidt & Schmidt; Leitfaden Mikronährstoffe; S. 470)
Allein Vit. C verbessert die Flexibilität von Blutgefäßen, da es essentiel für die Bildung von kollagenen Fasern notwendig ist. Damit kann das "Phänomen der schweren Beine" schon beseitigt werden.
Sollten bereits Ablagerungen in den Blutgefäßen vorhanden sein, lässt sich das durch eine Nattokinasekur plus Vit. K2 auch wieder auflösen (Nicht bei Bluthochdruck!!! und ohne Therapeuten/ Arzt nicht zu empfehlen).
Vit. K2 sollte aber zur reinhalten der Gefäße nicht fehlen.

Liebe Grüße!
Ehrlichkeit ist hart, aber dafür unbeliebt. :D

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