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21

Dienstag, 18. August 2015, 15:23

Da muss ich ja echt gratulieren, dass du das einfach so verarbeiten kannst! Kann ich mir garnicht so wirklich vorstellen.
Ich glaub ich würd sterben 3 Tage nur Kokosöl. (und nebenbei noch Hunger haben...) ;-)

2 Liter Wasser trinke ich schon, nur hab ich echt ein Problem mit der Fettverdauung :-/
Und wenn ich 3 Tage lang die Kohlenhydrate -stark- reduziere liege ich unterzuckert im Eckchen und kann mich nicht mehr bewegen...
Hatte auch schonmal weniger KH und dafür mehr Öl probiert, aber auch da war ich unterzuckert im Eckchen liegen weil Öl nunmal keinen Zucker hat ODER eben weil es nicht richtig verstoffwechselt werden kann und ich davon keine Energie bekomme!?

kokosfan

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22

Dienstag, 18. August 2015, 18:13

Kokosöl

Hallo See Eule

wenn die Energiegewinnung über Fett funktioniert, dann hat man keinen Hunger (auch nicht nach 3 Tagen nur Kokosölkonsum)

ich kenne die Gründe jetzt auch nicht, warum das bei dir nicht klappt (KH, Insulin und auch zu viel Eiweiss hemmt die Energiegewinnung über Fett) im Buch steht auch, dass dies vorkommen kann

in diesen Fällen hilft lt. meinem Buch, den KH Konsum auf unter 30g tägl. zu reduzieren, bis der Körper auch Fett als Energie verarbeitet ( lt. Buch mit viel hochwertigem Fleisch, Salat, KH armen Gemüse, Käse usw.)

ev. auch mal eine Weile nur das bisher verwendete Fett reduzieren, und teilweise gegen Kokosöl austauschen
(es sollte sich dann ev. auch langsam den Stoffwechsel und Schilddrüsenfunktionen verbessern)

mfG Manfred
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bermibs

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23

Dienstag, 18. August 2015, 21:43

Hallo SeeEule,

ganz ohne Kohlenhydrate geht es auch nicht. Es müssen die richtigen Relationen und die richtigen Kohlenhydrate sein.
Die LOGI-Methode definiert nach meiner Einschätzung sinnvolle Relationen bei den drei Hauptenergieträgern:
- Fett (alle Arten in den richtigen Relationen, insbesondere Omega 3 und 6): 40 - 50 Prozent
- Proteine: 25 - 30 Prozent
- Kohlenhydrate: 25 - 30 Prozent
Wie du siehst, liegt der Schwerpunkt eindeutig bei den Fetten. Der Herzmuskel als "Schwerstarbeiter" kann nur aus Fett Energie gewinnen. Deshalb gibt es auch keinen Herzkrebs. Die Stoffwechselkrankheit Krebs ist immer an Kohlenhydrate gekoppelt. Dagegen mögen Krebszellen ketogene Ernährung überhaupt nicht.

Was aus unserer Ernährung verschwinden sollte, sind raffinierte Kohlenhydrate und hier besonders aus Getreide, da Getreide nicht zur artgerechten Ernährung des Menschen zählt.
Am besten Schritt für Schritt den Anteil naturbelassener, frischer Nahrung erhöhen und den Kohlenhydratbedarf aus frischem Obst decken.
Bei den Fetten alle Arten in die Ernährung einbeziehen:
- einfach gesättigt: Butter, Butterschmalz, Ghee-Butter
- mehrfach gesättigt: Kokos- und Palmfett
- einfach ungesättigt: Olivenöl
- mehrfach ungesättigt: Lein-, Raps-, Chia-, Perilla-, Hanf-, Fischöl
Hier ist das Verhältnis von Omega 3 zu Omega 6 für die Gesundheit von ganz entscheidender Bedeutung. Ideal wäre 1:1, da beide Fettsäurearten im Stoffwechsel konkurrieren. Gängig sind aber 1:20 und mehr zu Ungunsten von O3. Das wird auch durch Getreide verursacht, da es fast nur O6 enthält.
Deshalb reine O6-Vertreter wie Sonnenblumen- und Distelöl aus der Küche verbannen.

Ursache für Herz-Kreislaufprobleme sind nicht die angeblich zu vielen Triglyceride im Blut sondern dieses gefährliche Missverhältnis O3 zu O6. Bei einer gesunden Relation (1:1, nicht höher als 1:4) sinkt automatisch der Triglyceridespiegel.
Liebe Grüße
Bernd
„Sage mir, was du isst, und ich sage dir, wer du bist.“ (Jean Anthelme Brillat-Savarin)

kokosfan

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24

Mittwoch, 19. August 2015, 10:41

Energie aus Kokosöl

Hatte auch schonmal weniger KH und dafür mehr Öl probiert, aber auch da war ich unterzuckert im Eckchen liegen weil Öl nunmal keinen Zucker hat ODER eben weil es nicht richtig verstoffwechselt werden kann und ich davon keine Energie bekomme!?


Hallo See Eule

die von Bernd vorgeschlagene Ernährung verwende ich im Prinzip auch (super Zusammenstellung :thumbup: )

ich verwende hauptsächlich Kokosöl, Olivenöl, Hanföl und auch Butter, und esse fast keine industriell gefertigten KH und viel Obst und Gemüse, aber auch Vollfettmichprodukte Eier Käse Fleisch Hanfsamen versch. Nüsse usw.

Kokosöl (MCT) hat lt. Studien in Bezug Abnehmen Vorteile gegenüber andere Öle, denoch sollte man nicht nur Kokosöl verwenden.

Ich hab jetzt nochmal in meinem Buch nach gelesen, manche kommen erst in eine Fettverbrennung, wenn 5-7 Tage lang , die KH Zufuhr stark reduziert wird (vor allem bei starkem Übergewicht und schon langer Fehlernährung) wenn der Körper dann auch Fett verwertet , müßte der Effekt mit Kokosöl (lange Sättigung, viel Energie und Ausdauer) dann auch funktionieren

ein weiterer Grund wenn man nicht abnimmt, ist ein langsam laufender Stoffwechsel (meist bei Frauen) , das ist sozusagen der Verhungermodus aus dem der Körper nicht mehr heraus kommt, Ursachen sind lange vitaminarme Fehlernährung , Hungerdiäten, Schwangerschaft, viel Stress, schwere Erkrankungen usw.

Anzeichen dafür sind dauernder Energiemangel, laufende Gewichtszunahme, häufiges Kältegefühl, Schilddrüsenunterfunktion und eine niedrige Körpertemperatur (deshalb arbeiten die Enzyme und der Hormonhaushalt nicht richtig, diese benötigen eine Temp. um 37° um richtig zu funktionieren)

mit einem genauen Thermometer (3 min. im Mund) kann man das gut fest stellen , die Messung sollte 3 Std. nach dem Aufstehen dann um ca. 12:00 und um ca. 15:00 erfolgen , der Schnitt sollte nicht unter 36,8° betragen, unter 36,5° wäre sehr ungünstig
(meine Temperatur liegt bei 37,1-37,2°, das wäre sehr gut)

mit der von Bernd vorgeschlagenen Ernährung kombiniert mit Kokosöl und regelmässig Bewegung sollte man langfristig aus diesem fest gefahrenen Modus heraus kommen (auch viel Sonne und eine damit verknüpfte gute Vit.D Versorgung ist wichtig, dabei sind bei unserem Klima und Lebenswandel, zumindest über den Winter zusätzliche Vit.D Präparate erforderlich )

nebenbei Stress vermeiden und ausreichend Schlaf

ich hoffe das hilft dir weiter

mfG Manfred
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Dieser Beitrag wurde bereits 3 mal editiert, zuletzt von »kokosfan« (19. August 2015, 11:15)


kokosfan

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25

Donnerstag, 20. August 2015, 10:54

artgerechte Ernährung

Was aus unserer Ernährung verschwinden sollte, sind raffinierte Kohlenhydrate und hier besonders aus Getreide, da Getreide nicht zur artgerechten Ernährung des Menschen zählt.


hab einen ganz interesanten Beitrag zur artgerechten Ernährung gefunden, hier wird auch von einem hohem Fettanteil ausgegangen, der KH Anteil war bei unseren Vorfahren vermutlich sehr gering !

Fettanteil 3
Eiweissanteil 2
Kohlehydratanteil 1

mfG Manfred
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26

Donnerstag, 20. August 2015, 16:11

Das Kohlenhydrate nicht so das optimale darstellen ist schon klar, aber wenn Beiträge dieser Art tatsächlich stimmen sollten finde ich das zum einen persönlich sehr deprimierend, da ich mit viel Fett nichts anfangen kann und Eiweiß erst nach 3 Tagen fertig ist mit der Verdauung und man dann Angst vom Geruch seiner eigenen Exkremente kriegt -__-

Und auch allgemein: Man soll dann also "mehr" Tiere essen, wo soll es die denn heute noch geben, diese Artgerecht gehaltenen? Und wenn man dann mal tatsächlich irgendwo ein Artgerecht gehaltenes Tier findet - Ding der Unmöglichkeit - ist es mit sicherheit auch zu Recht unbezahlbar.

Trau mich irgendwie nicht mehr so richtig mit dem Kokosöl. Heute nacht hat schon wieder die Galle gedrückt...
Geht warscheinlich echt nur wenn man komplett von den KH wegkommt weil der Körper dann vielleicht aus Not doch noch auf Fett umstellt - oder ich habe beim Weniger-KH-mehr-Fett Versuch irgendwas falsch gemacht oder man muss erst die Galle reparieren... (warscheinlich)

27

Donnerstag, 20. August 2015, 19:44


Und auch allgemein: Man soll dann also "mehr" Tiere essen, wo soll es die denn heute noch geben, diese Artgerecht gehaltenen? Und wenn man dann mal tatsächlich irgendwo ein Artgerecht gehaltenes Tier findet - Ding der Unmöglichkeit - ist es mit sicherheit auch zu Recht unbezahlbar.

Eiweiß heißt doch nicht automatisch totes Tier, es gibt auch Eiweiß von lebenden Tieren und die pflanzlichen Eiweiße darfst du auch nicht vergessen
Nette Grüße
Kerstin

bermibs

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28

Donnerstag, 20. August 2015, 21:27

Hallo Manfred,

bei dem Artikel sträuben sich mir etwas die Haare:
"Das schließt nicht aus, dass wir Pflanzen und Obst essen können, doch unser Organismus hat sich vom Pflanzenesser zum Fleischesser weiter entwickelt. Unser Organismus hat sich an die karnivore (tierische) Nahrung angepasst. Unser Gebiss verkleinerte sich durch das gegarte Fleisch, unser Darm verkürzte sich durch die verringerte Pflanzenkost, unser Gehirnvolumen nahm durch die wertvollen Proteine und Lipide zu. Unsere evolutionäre und genetische Entwicklung wurde dadurch geprägt."

Das was hier geschrieben steht haben wir eben nicht evolutionsmäßig vollzogen. Das war reine Anpassung. Was der übermäßige Fleischkonsum anrichtet, können wir auch an unseren Volkskrankheiten sehen. Unser tierisch notwendiger Bedarf ist relativ gering. Ich gehe von 10 % aus. Bei den Schimpansen, unseren nächsten Verwandten, sind es gerade einmal 3 %.

Und gekochtes/gebratenes Essen als Evolution zu bezeichnen, ist glattweg Unfug und Verdummung der Menschen. Erhitzen der Nahrung führt zur Zerstörung von Mikronährstoffen und zu einem Abwehrverhalten des Körpers (Verdauungsleukozytose).
So wie raffinierte Kohlenhydrate führt auch ein übermäßiger Fleischkonsum zu einer Übersäuerung des Körpers.
Die Länge unseres Darms hat nichts mit Fleischverzehr zu tun, sondern mit unserer Hauptnahrung - Früchte. Unser Gebiss ist nachgewiesener Maßen ein Frugivorengebiss.

Einziges Kriterium für die Relationen in der Nahrung ist die optimale Gestaltung der Zellsymbiose mit ihrer Atmungskette in den Mitochondrien. Dort spielt sich die Evolution ab und nicht in den Vorstellungen einzelner Menschen.
Die Nahrung muss also alle Makro- und Mikronährstoffe beinhalten, damit diese Symbiose reibungslos funktionieren kann. Und diese Symbiose bedarf nur eines geringen tierischen Nahrungsanteils.
Liebe Grüße
Bernd
„Sage mir, was du isst, und ich sage dir, wer du bist.“ (Jean Anthelme Brillat-Savarin)

kokosfan

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29

Freitag, 21. August 2015, 10:51

Hallo Bernd,

Das was hier geschrieben steht haben wir eben nicht evolutionsmäßig vollzogen. Das war reine Anpassung. Was der übermäßige Fleischkonsum anrichtet, können wir auch an unseren Volkskrankheiten sehen. Unser tierisch notwendiger Bedarf ist relativ gering. Ich gehe von 10 % aus. Bei den Schimpansen, unseren nächsten Verwandten, sind es gerade einmal 3 %.


ich denke du hast dich bisher intensiv mit dieser Thematik beschäftigt, das was ich bisher alles gelesen hab, ging hauptsächlich auf übermässigen industriell verarbeiteten KH Konsum aus (in Bezug Volkskrankheiten) aber es wird auch sicher viele geben, die zuviel Fleisch essen, und dadurch Probleme bekommen.

ich esse öfters Fisch (selbst gefangen) und beziehe auch tlw. Fleisch von einem Demeterbauernhof, und die Eier von frei laufenden Hühnern aus meinem Wohnort

mfG Manfred
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bermibs

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30

Freitag, 21. August 2015, 20:58

Hallo Manfred,

die Unmengen an raffinierten Kohlenhydraten in unserer tagtäglichen Nahrung und vor allem in der "Industrienahrung" sind unstrittig äußerst gesundheitsschädlich und dazu zählt eben auch das gesamte Getreide an sich. Diesen Teil des Artikels unterstütze ich voll.
Die Schlussfolgerung - karnivore Entwicklung oder wie die Autorin zutreffend mit Anpassung beschreibt ist aber grundlegend falsch.
Das würde bedeuten, dass wir mehr als 50 % tierisch essen könnten und es unbeschadet vertragen. Dem ist absolut nicht so. Unserem Stoffwechsel fehlen ganz einfach die Möglichkeiten (z. B. Enzyme in Art und Menge), um diese Mengen Fleisch überhaupt verdauen zu können.

Zudem kommt noch der Selbstbetrug der Menschen hinzu. Die Nutzung von technischen Möglichkeiten auf Grund seiner Intelligenz für die Ernährung hat rein gar nichts mit Evolution zu tun.
Dazu gehören die technischen Waffen zur Erbeutung von lebender Nahrung und das bereits genannte Erhitzen der Nahrung.
Wir sind durch die Natur so geschaffen worden, unsere Nahrung mit der Hand zu greifen (zu jagen) und roh zu essen. Unsere Verdauung ist dafür ausgelegt, rohe Nahrung selbst zu erschließen und und nicht erschlossene Nahrung (Raffinierung, Erhitzen) vorgesetzt zu bekommen.

Ergo schränkt sich der tierische Bereich für die menschliche Ernährung erheblich ein. Und dieser Bereich ist wesentlich bekömmlicher und gesünder für den Menschen. Dazu gehören Insekten, Weichtiere, Lurche, Fische, Eier u.ä., was der Mensch mit seinen bloßen Händen fangen und direkt roh essen kann, kein Schwein, kein Rind oder sonstiges höher entwickeltes Lebewesen, schon gar keine Säugetiere. Die Mengen an Fleisch aus dem Bereich der Säugetiere, die heutzutage verdrückt werden, verträgt kein Mensch im rohen Zustand. Auch ein Beleg dafür, dass wir für diese Eiweiß-(Fleisch-)quellen nicht geschaffen sind.

Auf dieser Stufe der evolutionären Entwicklung stehen wir bei der Ernährung und dem gesamten Stoffwechsel heute noch. Alles andere ist mehr oder weniger misslungene Anpassung. Der ständige Versuch der Spezies Mensch, die Natur mit seiner Intelligenz auszutrixen, wird immer wieder kläglich scheitern.
Liebe Grüße
Bernd
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kokosfan

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31

Freitag, 21. August 2015, 23:07

Hallo Bernd,

danke für die sehr detailierten Ausführungen, ich hab schon gesehen, das wird noch ein komplexes Thema nach dem Abnehmen, werd wohl noch an einigen Schrauben drehen müßen :S

mfG Manfred
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Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »kokosfan« (22. August 2015, 09:48)


Franz-Anton

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32

Samstag, 22. August 2015, 07:37

Hallo

Mit diesen Beitrag von Bernd kann ich nur zustimmen!
Seit Jahren erhitze ich nur noch sehr gering und gebratenes verzehre ich schon lange nicht mehr. Nur so konnte ich meine Beschwerden eindämmen auf Dauer. Das hatte ich ja auch in meinen Beitrag zur gesunden Ernährung bereits erwähnt, aber nicht ganz so ausführlich.
Viele Grüße
Franz-Anton
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33

Samstag, 22. August 2015, 13:21

Es gab sie doch schon immer, die Jäger und die Sammler. Und Feuer gab es auch.
Kann es sein, dass die Jäger eben mehr bzw. besser Fleisch vertragen als die Sammler?
Nette Grüße
Kerstin

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34

Samstag, 22. August 2015, 14:22

Hallo Franz-Anton,

Seit Jahren erhitze ich nur noch sehr gering

Selbst in einem Wok bei niedriger Temperatur zerstörst du wichtige pflanzliche Enzyme. Die werden bereits bei Temperaturen über 45 Grad zerstört. Ich nehme nicht an, dass beim Wok die Temperatur unter 50 Grad liegt.
Liebe Grüße
Bernd
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bermibs

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35

Samstag, 22. August 2015, 14:55

Hallo Kerstin,

Es gab sie doch schon immer, die Jäger und die Sammler. Und Feuer gab es auch.

Diese Aussage der "modernen Ernährungswissenschaften" und der Schulmedizin impliziert das Jagen mit technischen Waffen und das Erhitzen als "normalen", der Evolution entsprechende Vorgänge.
Dem ist aber nicht so.
Hier fehlen auch die Relationen. Der Schwerpunkt lag eindeutig beim "Sammeln", da der Mensch vordergründig ein Fruchtfresser (Frugivore) und kein Allesfresser (Omnivore) ist. Letzteres wird uns aber mit Beginn der Schulzeit immer wieder eingebläut. Ich habe bis 2008/2009 auch noch daran geglaubt.

Der Ursprung unserer heutigen Zellen geht auf mehr als 2 Milliarden Jahre zurück und die menschliche Entwicklung umfasst mehrere Millionen Jahre. In diesen vielen Jahren vollzog sich die Entwicklung nur sehr langsam. Abrupte Umbrüche (höchstens durch Naturkatastrophen) gab es aber nicht.
Die Anwendung von Feuer zur Zubereitung von Nahrung seit ca. 200.000 Jahren war aber ein künstlicher plötzlicher Umbruch, den die Evolution gar nicht nachvollziehen konnte.
In der Natur gibt es immer verschiedene Lebewesen mit ähnlichen Ernährungsgewohnheiten. Kennst du ein Lebewesen neben dem Menschen, dass seine Nahrung durch Erhitzen zubereitet? Ich nicht.
Genau aus dem Grund ist der gesamte Stoffwechsel/Verdauung auf rohe, naturbelassene Nahrung ausgelegt.

Das gleiche trifft auch auf das Jagen mit technischen Waffen zu. Die ureigensten "Jagdwaffen" des Menschen waren seit Beginn seiner Entwicklung seine Hände und Beine, mehr nicht. Und alles was er damit fangen konnte, fiel grundsätzlich in sein Nahrungsspektrum. Ungenießbare oder giftige Nahrung oder auch Aas natürlich nicht.
Was dazugehört, habe ich ja bereits geschrieben.
Die Anwendung von technischen Waffen war wieder so ein plötzlicher Umbruch, den die Evolution nicht nachvollziehen konnte. Ganz einfach, weil plötzlich tierische Nahrung/tierisches Eiweiß im Stoffwechsel auftauchte, dass der menschliche Körper seit Millionen Jahren nicht kannte.

Hauptbestandteil seiner natürlichen Nahrung sind Früchte jeglicher Art, wie Obst, Gemüse, Wurzelgemüse, Nüsse, Kerne u.d.g.
Plus der geringe tierische Anteil. 100 % vegan ist für den Menschen genauso unnatürlich und gesundheitsschädlich wie Omnivore.

Kleine Anmerkung am Rande: Seit dieser Woche habe ich mich an lebende Pflaumenmaden rangetraut :D
Kirschmaden waren noch nie ein Thema der Ablehnung für mich - pflücken und essen ohne nachzuschauen!!!
Irgendwann versuche ich einmal Regenwürmer :pinch:
Liebe Grüße
Bernd
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Franz-Anton

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36

Samstag, 22. August 2015, 17:09

Hallo Bernd

Das mit der Erhitzung im Wok oder Dampfgarer mit Gemüse und Fisch dauert nur 3 Minuten und wird sofort danach verzehrt und nicht mehr aufgewärmt.
Rohen Fisch zu verzehren ist auch nicht ideal, außer man würde diesen selber weitgehend kalträuchern. und dieses ist mit großen Aufwand verbunden. Und das meiste Blattgemüse landet bei mir im Mixer und wird zu Smoothie verarbeitet.
Viele Grüße
Franz-Anton
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kokosfan

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37

Samstag, 22. August 2015, 19:49

Hallo Bernd,

Irgendwann versuche ich einmal Regenwürmer :pinch:


ganz so exakt möchte ich mich nicht an den Vorfahren orientieren ;)

manchen Entwicklungen durch Erhitzung möchte ich auch nicht missen (Kaffee ,Tee, oder gelegentlich ein gutes Steak oder meine selbst gefangenen Forellen)

einen kleinen Vorteil haben wir gegenüber unseren Vorfahren, wir können uns gleichmässiger versorgen (keine Hungerperioden) und wir können bei Bedarf Nährstoffe und Mineralien zuführen (NEM), wenn mans nicht ganz so exakt mit der Ernährung hin bekommt (ich bekomme vieles nicht in der näheren Umgebung zu kaufen, und ich mag auch nicht alles was gesund ist)

PS: hochwertige Dampfgarer arbeiten schon ab 40°C (z.B. Miele Geräte)

mfG Manfred
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Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von »kokosfan« (22. August 2015, 21:30)


38

Samstag, 22. August 2015, 20:05

RE: Hallo Franz-Anton,

Seit Jahren erhitze ich nur noch sehr gering

Selbst in einem Wok bei niedriger Temperatur zerstörst du wichtige pflanzliche Enzyme. Die werden bereits bei Temperaturen über 45 Grad zerstört. Ich nehme nicht an, dass beim Wok die Temperatur unter 50 Grad liegt.
Liebe Grüße
Bernd


Wenn er trotzdem wieder gesund geworden ist scheint es wohl nicht so schlimm zu sein? Außerdem entfalten manche Sachen ja erst beim leichten Erwärmen (Dünsten) ihr volles Aroma - ist das dann auch schlecht für uns? Ich dachte immer die Zunge als Geschmacksorgan soll einem sagen ob wir etwas von einem Lebensmittel brauchen oder ob wir darauf gerade keine Lust haben, weil wir von den Nährstoffen die es enthält vielleicht gerade schon genug haben. Sehnsucht nach Blumenkohl oder Birnen heißt dann vielleicht das wir etwas brauchen was in diesen Pflanzen besonders vorhanden ist. (Natürlich funktioniert das bei Industrienahrungsmitteln nicht mehr weil da alles falsch ist.)
Worauf ich hinaus will ob es nicht vielleicht sogar sein kann, das manche Stoffe die dann eben so besonders gut Schmecken nach dem Dünsten eben doch leichter für uns verfügbar sein könnten? Erklähr mir doch mal einer warum diese blöden Pflanzen dann manchmal schmackhafter werden ;-P
Das falsche Essen meiner normalessenden Mitbewohner riecht (zumindest aus der Ferne!) immer total lecker beim Kochen/Backen, dass man gleich Hunger bekommt, da bin ich eigentlich ganz froh wenn gedünstet manchmal auch etwas so richtig schön aromatisch daherkommt auch wenns dabei längst nicht so gut riecht.
Manche Sachen wie Auberginen,Kartoffeln ohne Erhitzen auch giftig für uns; sollte man die dann ganz weglassen? (Weiß zufällig jemand die minimale Dünstzeit von einer Aubergine? Ich möchte da lieber nicht zu wenig riskieren; habe mal eine roh gegessen und sehr Bauchschmerzen bekommen...)

Generell erachte ich aber auch aus unlogischen Gründen hauptsächlich Rohgemüse, Früchte und mini-Fleisch als wesentlich bekömmlicher als 50% Fett (und leckerer, abwechslungsreicher!).


BTW irgendein Volk hatte doch glaub ich mal geröstete Ameisen in den Kinos statt Popkorn und Regenwürmer sollen doch angeblich sehr gehaltvoll sein. :-D

39

Samstag, 22. August 2015, 20:44


Das gleiche trifft auch auf das Jagen mit technischen Waffen zu. Die ureigensten "Jagdwaffen" des Menschen waren seit Beginn seiner Entwicklung seine Hände und Beine, mehr nicht. Und alles was er damit fangen konnte, fiel grundsätzlich in sein Nahrungsspektrum.

Unsere Meinung geht da ziemlich weit auseinander ;)
Selbst die Neandertaler hatten schon Waffen


Aber das ist ja das schöne, jeder darf essen was er will. Ich vertrage Rohkost zum Beispiel nur sehr schlecht, Fleisch (keine Wurst) geht immer, aber ich vermeide möglichst Schwein und meistens auch Geflügel
Nette Grüße
Kerstin

bermibs

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40

Samstag, 22. August 2015, 21:57

Hallo SeeEule,

Ich dachte immer die Zunge als Geschmacksorgan soll einem sagen ob wir etwas von einem Lebensmittel brauchen oder ob wir darauf gerade keine Lust haben, weil wir von den Nährstoffen die es enthält vielleicht gerade schon genug haben.

Unser Geschmackssinn und unser Instinkt für notwendige Mikronährstoffe wird von Geburt an auf Irrwege geführt. Das geschieht gerade durch die industrielle und raffinierte Nahrung. Raffinierter Zucker z.B. ist ein Suchtstoff, der das normale Empfinden für Nahrungsbedarf über den Haufen wirft. Er macht ganz einfach süchtig. Mit dem einzigen Unterschied, dass diese Droge nicht verboten ist. Und dabei ist Zucker nicht die einzige Substanz in der Lebensmittelindustrie. Geschmacksverstärker wie Glutamat und andere künstliche Aromen gehören genau auch dazu. Und diese Palette ist sehr groß.
Wir werden in unserem Essverhalten ganz einfach tagtäglich manipuliert. Ausbrechen kann leider nur jeder für sich allein, wenn er bereit ist, sich damit auseinanderzusetzen.
Liebe Grüße
Bernd
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