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Mittwoch, 23. September 2015, 17:18

Homocysteinwert

Hallo,

ich werde wegen Diabetes vierteljährlich untersucht.
Durch Gewichtsreduktion, reichlich Bewegung und relativ gesunder Ernährung bin ich mittlerweile auf HBA1 5,4 (36,6)

Bei den Blutuntersuchungen viel mir auf, dass der HBGG (Hämoglobin) Wert langsam auf unter 13 wanderte (zuletzt war er 12,2).

Da mein Mediziner nicht gerade vor Aktivität sprüht, kümmere ich mich selbst um die Sache.

Ich hab dann mal ne Zeit Eisen genommen, was aber nicht allzu viel gebracht hat.

Dann hab ich mal irgendwo gelesen, dass B12-Mangel auch daran beteiligt sein kann, wenn Eisen nicht aufgenommen wird.

Bei den Laboruntersuchungen kam dann auch B12-Mangel zu Tage (<150).

Dann hab ich, nachdem ich vom Homocystein gelesen habe, auch noch diesen messen lassen.

Der Wert liegt bei 15,9.

Danach hab ich 4 Wochen B6, B12 und Folsäure eingenommen und nochmal messen lassen (Ergebnis 15,8 )

In
der Zwischenzeit hab ich erfahren, dass das Blut kurzfristig
zentrifugiert werden muss und möglichst schnell im Labor landen soll, da
der Wert sonst nicht stimmt (nach oben abweicht)

Was kann ich als nächstes machen, wenn der Wert trotz Einnahme von den Präparaten sich nicht bessert?

Wo finde ich eine Arztpraxis mit Zentrifuge? Gibt es Spezialisten für das Problem?

In meinem Fall lernt die Praxis von mir.

Grüsse

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »bermibs« (23. September 2015, 20:26) aus folgendem Grund: ungewolltes Smiley entfernt


bermibs

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2

Mittwoch, 23. September 2015, 20:56

Hallo Alfheimr,

in welchen Dosierungen hast du denn die Mikronährstoffe eingenommen?

Du liegst ja mit 15,8 noch im milden Bereich einer Hyperhomocysteinämie (10 - 25 µmol/l - U. Gröber). Der Einsatz der Mikronährstoffe ist schon vollkommen richtig, sollte aber ausreichend hoch dosiert und langfristig sein.

U. Gröber nennt in seinem Handbuch folgende empfohlene Tagesdosen:
- Folsäure 0,4–5 mg (als 5-Methyl-THF bei genetischen Defekten der 5,10-MTHF-Reduktase)
- Vitamin B2 5–50 mg
- Vitamin B6 5–250 mg
- Vitamin B12 100–1000 µg (zu Beginn: 1000–2000 µg i. m., z. B. Cyano-, Methylcobalamin)
- Betain 500–3000 mg (v. a. bei Niereninsuffizienz)
- Selen 100–200 µg
- L-Arginin 1000–6000 mg
- Vitamin C 500–1000 mg (Anmerkung von mir: es darf auch wesentlich mehr C sein, z.B. 3 - 5 Gramm)
- Vitamin E 200–500 I. E.

Auch die prophylaktische/therapeutische Aufnahme von Omega-3-Fettsäuren (1 Gramm bzw. 2 - 5 Gramm) führt zu einer signifikanten Senkung des Homocysteinspiegels. Hier kannst die Fischöl- bzw. Krillölpräparate verwenden und deine Speiseölvorräte für die kalte Küche um Lein-, Raps-, Hanf-, Chia- und Perillaöl erweitern. Dafür solltest du reine O6-Vertreter wie Sonnenblumen- und Distelöl aus der Küche verbannen. Zu diesen "schlechten" Ölen gehört auch das stark beworbene Traubenkernöl mit einem äußerst ungünstigen O3-O6-Verhältnis.
Liebe Grüße
Bernd
„Sage mir, was du isst, und ich sage dir, wer du bist.“ (Jean Anthelme Brillat-Savarin)

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »bermibs« (25. September 2015, 20:00) aus folgendem Grund: Maßeinheit "µg" korrigiert


3

Freitag, 25. September 2015, 13:52

Hallo Bernd,

ich habe von meinem Arzt, der selbst zugibt, dass er von Homocystein keine Ahnung hat, folgende Sachen verschrieben bekommen:

täglich
3x 100 mg B6
1x 0,010 mg B12
2x 5mg Folsäure

nach deiner Liste viel zu wenig B12

Hab von einem Freund Zellpower B von Ohland empfohlen bekommen, die haben pro Kapsel aber auch nur 0,001 mg B12 (während z.B. B2 mit 75mg eher hoch dosiert ist)

Gibt es Probleme mit der Überdosierung von B12

Fischöl wird wohl nichts werden bei mir, aber Leinöl gehört zur Grundausstattung in der Küche.


Wie siehst du das Problem der Blutentnahme in normalen Arztpraxen ohne Zentrifuge?

Grüsse

bermibs

Moderator

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4

Freitag, 25. September 2015, 20:14

Hallo Alfheimr,

mit meinem Multivitamin nehme ich täglich 1.000 µg B12 und 100 mg B2 zu mir. Das sind bei weitem keine zu hohen Dosierungen.
B12 wäre bis 2.000 µg möglich. U. Gröber geht sogar bis 5.000 µg bei speziellen Therapien.
Bei B2 ist es ähnlich: U. Gröber bis 400 mg und Ohlenschläger bis 1.000 mg.

Um den therapeutischen Bedarf an EPA und DHA über Leinöl abzudecken, sind 4 - 6 Esslöffel Leinöl täglich notwendig. Im Alter lässt allerdings die Fähigkeit des Körpers nach, Alpha-Linolensäure (Leinöl) in die langkettigen O3-Säuren EPA und anschließend in DHA umzuwandeln. Deshalb ist hier Fisch- bzw. Krillöl (als Kapseln) immer sinnvoll.

Zum Problem Blutentnahme kann ich dir leider nicht behilflich sein, da ich mich in dieser Materie nicht auskenne.
Liebe Grüße
Bernd
„Sage mir, was du isst, und ich sage dir, wer du bist.“ (Jean Anthelme Brillat-Savarin)

5

Dienstag, 18. Oktober 2016, 08:48

Vitamin B12 Aufnahmestörung

Der Stand der Dinge

Durch eine Aufnahmestörung (wahrscheinlich Darmprobleme wegen Schilddrüsensstörung - wird noch abgeklärt), kommt von den B12 Tabletten (Cyanocobalamin) nichts im Blut an. (Alles ist mit allem in Verbindung)

Ich nehme jetzt im Selbstversuch Methylcobalamin relativ niedrig dosiert in einer Sprayflasche mit 90% Wasser und 10% Alkohohl angemischt und unter die Zunge gesprayt (etwa 250% der Tagesdosis - 6,25 µg).

Nach 2 Monaten ist der Wert 400 pg/mol am unteren Ende von Normal :)

Grüsse Funkstille