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Mittwoch, 23. Juli 2014, 06:32

Was ist eigentlich mit dem Histamin

Nach meiner Meinung wird viel zu selten daran gedacht, dass es sich bei diesen arthrotischen Erscheinungen (auch) um eine Autoimmunreaktion handeln kann. Diese fördert den Verschleiß zusätzlich, sodass die Reparaturprozesse nicht mehr in erforderlicher Geschwindigkeit ablaufen können.
Nach dem, was ich mir zusammengelesen habe, sind wohl dafür folgende Zusammenhänge anzunehmen:
1. Schmerzen lösen an ihrem Ort Histaminausschüttungen aus
2. Histamin löst dort eine Immunreaktion aus, indem es durch Aufweitung von Kanälen in den Gefäßwänden für einen erhöhten Antransport von Immunglobulinen durch die Gefäßwände hindurch ermöglicht, die z.B. den geschädigten (noch nicht reparierten) Knorpel und später auch gesundes Knorpelgewebe angreifen.
3. Dieser Vorgang eskaliert im Laufe der Zeit, indem mit zunehmenden Schmerzen immer größere Histaminmengen freigesetzt werden. Begünstigt wird dieser Vorgang auch durch eine histaminfördernde Lebensweise (Stress, bestimmte Lebensmittel)
4. Dieser Vorgang eskaliert im Verlauf von wenigen Stunden, wenn das betroffene Gelenk (z.B. das Knie bei einer Wanderung) strapaziert wird. Dabei wird besonders bei Wärme so viel Histamin erzeugt, dass der ganze Körper besonders mit Schwellungen und Atemnot reagiert.
Ich stieß im Jahr 2008 auf diesen Artikel von 2006, mit dem ich den Einstieg in die Thematik fand: focus.de/gesundheit/ratgeber/gelenkschmerzen/news/entzuendete-gelenke_aid_105092.html
Selbst betroffen habe ich dann sofort den Selbstversuch mit einem Mittel (DAOSIN) gemacht, das das körpereigene Enzym Diaminoxydase enthält. Dieses ist der Stoff, der im Darm mit der Nahrung aufgenommenes Histamin abbaut. Bei mir brachte dies bereits nach wenigen Tagen den Erfolg. Später musste ich das Mittel allerdings durch ein „richtiges“ Antihistaminikum ersetzen bzw. kombinieren. Beides nehme ich seit 2008 nach Bedarf, meist auch vorbeugend vor Wanderungen oder wenn sich erste Anzeichen von Schmerz ergeben; DAOSIN vor Mahlzeiten, die wissentlich Histaminreaktionen auslösen könnten.
Im Übrigen ist es für mich unverständlich, dass es trotz dieser Focus-Verlautbarung und eines sehr ausführlichen Artikels über die zentrale Rolle des Histamins im Deutschen Ärzteblatt von 2006 (https://www.aerzteblatt.de/pdf/103/51/a3477.pdf ) anscheinend kein Echo gegeben hat. Ärzte und Alternativmediziner meiden dieses Thema aus Gründen, die ich evtl. ahne. Wie dem auch sei, Antihistaminika sind für mich die „gesundere“ Alternative zu Schmerzmitteln und ich glaube, nicht nur für mich!

Avalonis

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22

Donnerstag, 24. Juli 2014, 07:54

Wäre es nicht sinnvoll bei Punkt 1, den Schmerzen anzusetzen, als später die Histaminproduktion zu unterbinden?
Liebe Grüße
Avalonis

23

Samstag, 26. Juli 2014, 19:02

Das habe ich wohl nicht klar genug dargestellt. Im Falle einer erfolgten Chronifizierung sind Ursache und Wirkung nicht mehr gegeneinander zu unterscheiden: Die extremen Schmerzen, die eine Autoimmunreaktion verursacht, weil sie auf breiter Front körpereigenes Gewebe angreift, lösen Riesenmengen an neuem Histamin aus. Diese Mengen können durch das normale Reparatursystem nicht mehr bewältigt werden. Es entstehen so Entzündungsherde, die sich selbst erhalten und kaum noch therapierbar sind.
In diesen Vorgang können Schmerzmittel, auch wenn sie antientzündlich wirken sollen, nicht mehr eingreifen. Diclophenac wirkt sogar kontraproduktiv, indem es in einer sehr unliebsamen Nebenwirkung den Körper dazu veranlasst, noch zusätzliches Histamin freizusetzen.
Ich glaube, dass ich den Erfolg gegen meine Arthrose deshalb hatte, weil ich die Funktionalkette der Autoimmunreaktion mit einem Antihistaminikum unterbrechen konnte. Und ich denke auch, dass alle Ratschläge, sich gegen Arthroseschmerzen trotzdem zu bewegen, keinen Nutzen bringen, ja den Verschleiß der geschädigten Strukturen noch fördern. Erst, und so schnell als möglich, mittels Antihistaminika den Entzündungsschmerz stoppen und dann jede Gelegenheit zur maßvollen Bewegung nutzen, wäre die Devise.
In einem späteren Beitrag werde ich über die Rolle des Nervensystems sprechen, das an dem Geschehen beteiligt und selbst betroffen ist und wo es auch noch Eingriffsmöglichkeiten gibt.
Viele Grüße Manfred

Avalonis

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24

Samstag, 26. Juli 2014, 19:54

Lieber Manfred,
soweit hast du dich völlig klar ausgedrückt - aber ich offenbar nicht.
Ich würde der Ursache des Schmerzes an den Kragen gehen wollen :)
Liebe Grüße
Avalonis

25

Mittwoch, 6. August 2014, 11:08

Athrose-URsache sind Ernährungsmängel die Übersäuerungsschäden verursachten!

Der Hinweis auf Borax ist nach meiner Erfahrung sehr gut. Jedoch ist Bormangel nicht die alleinige echte URSACHE, sondern sehr häufig eine vorgängig andauernde schleichende unerkannte Fehlernährung. Zu viel Genuss von tierischem Eiweiss und Kohlenhydrat-Abusus ist meist die URsache. Es folgt dadurch die generelle Übersäuerung unseres Organismusses, was zu Arthrose und zu sehr vielen Zivilisationserkrankungen bis hin zu Herzkreislaufproblemen(Infarkt/Schlaganfall...) und auch Krebs begleiten kann.

Borax ist als erste Hilfe sehr gut (obwohl in EU mitlerweile durch Lobbyisten als NEM gezielt verboten). Aber auf Dauer ist das keine Lösung, sondern nur die Umstellung auf eine normalere, artgerechtere, basische Ernährung. Ich selbst habe dadurch fast alle meine ehemaligen Gelenkprobleme und mehr, in kurzer Zeit verloren. Kein Wunder, wenn man erkennt, das Säuren Knorpelmasse/Bandscheiben erweichen und auflösen können. Kommt noch Überlastung durch Eigengewicht oder Sport hinzu, erfolgt quasi die Selbstzerstörung.

Den Grad seiner eigenen Übersäuerung kann man mit pH-Papierstreifen (z.B. Uralyt-U) aus der Apotheke schnell selbst testen. Mehr darüber z.N. bei: faq4h.bplaced.net/uebersaeuerung.php

Eine echte URsachen-Therapie kann da zur Genesung vieler Probleme führen - auch beim Knorpelproblemen sind damit wundersame Genesungsfälle möglich.

Mehr über Ernährung und Heilung: faq4h.bplaced.net/ernaehrung_und_heilung.php

Gruss bert

26

Mittwoch, 6. August 2014, 13:20

Knie- und Hüftarthrosen

Tragt federnde Schuhe wie von MBT oder Joya. Ich habe damit jahrelange gute Erfahrung gemacht. Siggi

27

Donnerstag, 7. August 2014, 11:22

Kaputte Knorpel, Schuppenflechte und Polyneupathie

Seit gestern bin ich neu hier. Ein herzliches Guten Tag an dieser Stelle an Alle.

Die Ausgangssituation

Mein Mann hat Knorpelschäden (Restknorpel ca. 60 %) in beiden Knien. Hinzu kommen Schuppenflechte sowie Polyneupathie in den Füßen. Die Polyneupathie ist laut Auskunft der Schmerzklinik nicht Diabetisch bedingt,sondern vermutlich den vielen Schmerzmedikamenten der letzten Jahre zuzuschreiben. (Eine tolle ärztliche Umschreibung des Medikamentenwahnsinns )

Neben den traditionellen Medikamenten ist Akupunktur seit einigen Jahren zur Schmerzlinderung verordnet worden, was regelmäßig zur Folge hat, dass die Schmerzen anschließend noch unerträglicher werden.

Hat jemand Erfahrung ob Akupunktur bei dieser Schmerzkonstellation überhaupt Sinn macht und NEMs wie Spirulina und B12 als zusätzliche oder auch alleinige Hilfe zur Schmerzlinderung geeignet sind?

Vielen Dank und liebe Grüße
Karin

Avalonis

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28

Donnerstag, 7. August 2014, 22:05

Liebe Karin,

klingt furchtbar.
Schuppenflechte und Polyneupathie deuten sehr stark auf eine Umweltgiftbelastung hin. Ich habe in meiner Praxis bei derartigen Beschwerden teilweise unglaubliche Erfolge durch die Entgiftung nach Dr. Klinghardt (Chlorella, Koriander, Knoblauch, Bärlauch und Aufbau mit Omega3) und was sonst noch individuell gebraucht wird.
Akupunktur macht keine Schwermetalle aus dem Körper, es reizt "nur" de Schmerzpunkte um die Selbstheilungskräfte zu aktivieren, das klappt da leider nicht, und wenn, ist man auf eine Dauerbehandlung angewiesen. Spirulina haben viele Spurenelemente, ist fein, aber sie entgiften leider nicht und haben auch einen hohen Anteil an Jod. Umweltgifte sind auch für Über- und Unterfunktionen der Schilddrüse (mit-) verantwortlich. Jod sollte man bei Schilddrüsenproblemen meiden.
B12 ist auch fein, macht aber auch nichts gegen die Umweltgifte.

Das wäre meine Erfahrung und Empfehlung :)
Liebe Grüße
Avalonis

29

Samstag, 4. Oktober 2014, 17:18

Eine Anmerkung zu der Bor-Sache:

Meine Meinung zum Borax habe ich im Beitrag dazu beschrieben:

Zitat


Nach den Ergebnissen zahlreicher Studien soll BORAX gegen zahlreiche unterschiedlichen Erkrankungen helfen. Derartigen Erfolgen steht das Risiko der Reproduktionstoxizität gegenüber, das im Jahr 2010 zu einem entsprechenden Verbot geführt hat. Inwieweit es sich hierbei tatsächlich um ein ernstzunehmendes Risiko handelt, bleibt ungeklärt; so haben zwar diverse Untersuchungen an Ratten ein derartiges Ergebnis hervorgebracht.

Vergleichbare Studien an menschlichen Probanden sind jedoch teilweise recht rudimentär. Untersuchungen an Arbeitern, die beim Abbau von Bor mit entsprechenden Verbindungen in hoher Konzentration in Berührung kamen, konnten das Ergebnis der Rattenstudie nicht erhärten. So müssen künftige Untersuchungen abgewartet werden, um Risiko und Nutzen der umstrittenen Substanz richtig einschätzen zu können.

Ich sah bisher keine Notwendigkeit mich auf ein Mittel zu stützen, das einige Fragen bei mir hinterlässt. Zudem stehen ausreichend Alternativen zur Verfügung, wie ich diese (am Anfang auf die Ausgangsfrage) beschrieben habe.

30

Samstag, 4. Oktober 2014, 17:23

NeyArthros (erwähnt von HansMay)

Das Mittel ist wirklich sehr gut - gewesen. Gewesen, weil es dieses in der "Originalrezeptur" nicht mehr gibt. Die Pharmaindustrie konnte ja in der Politik Anfang des Jahrtausends "durchdrücken", dass zahlreiche Medikamente einer "Nachzulassung" usw. bedürfen :evil:. In diesem Zuge sind sehr viele wirksame Mittel vom Markt verschwunden :cursing: .

Das NeyArthrose war auch betroffen und heißt jetzt NeyAthos und wirkt zwar immer noch. Aber das NeyArthros war m.E. besser.

31

Montag, 24. November 2014, 08:23

Erfahrungen

Hallo zusammen!

Ich bin neu in diesem Forum und selber von Arthrose Stufe 4 im rechten Knie betroffen. Deshalb habe ich mich intensiv mit dem Thema auseinander gesetzt und kann mich vielen Äußerungen hier im Forum anschließen: Arthrose IST ein multifaktorielles Geschehen und läßt sich nicht "schnell" abhandeln.

Ich persönlich habe gute Erfahrungen mit der Ernährungsumstellung nach Dr. Fissler gemacht (Eiweisspeicherkrankheit / Übersäuerung). Nach 4 Wochen war ich Schmerzfrei.

Über meine Erfahrungen berichte ich in meinem Blog: schmerzfrei-durch-ernaehrung.de/Blog

Dem eigentlichen "Knorpelaufbau" stehe ich aber skeptisch gegenüber. Die Schulmedizin sagt, das Knorpel nicht wieder aufgebaut werden kann. Der Körper kann höchstens Ersatzmaterial produzieren. Und ich habe auch noch kein Röntgenbild gesehen, dass mir das Gegenteil bewiesen hätte...

Liebe Grüße und gute Besserung an alle Betroffenen ;-)

mary

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32

Dienstag, 25. November 2014, 20:00

mir hat mal vor jahren jemand gesagt, gewöhnliche gelatine auflösen und trinken, sollte helfen.
ob es stimmt und wirklich hilft kann ich nicht beurteilen. lg. mary

bermibs

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33

Freitag, 5. Dezember 2014, 08:31

Hallo,
ich habe seit Anfang der neunziger Jahre auch Erfahrungen mit arthrodischen Veränderungen der Gelenke und Bandscheiben gesammelt. 2007 habe ich dann angefangen, Supplemente mit Glucosamin (1.500 mg), Chondroitin und MSM zu nehmen. Später dann auch Kollagen. Nach rund einem Jahr waren die Beschwerden in den Knien und bandscheibenbedingten Schmerzen in der LWS verschwunden. Geduld ist bei diesen und auch anderen Mikronährstoffen also eine gute Basis ;-)

Bei Arthroseursachen kommt vieles zusammen. Ich bin aber der Meinung, dass die "Hauptlast" (ca. 80 - 90 %) unsere falsche Ernährung trägt. Übersäuerung durch zu hohen tierischen Anteil wurde ja schon angesprochen. Die 200 g tierisches Eiweiß täglich sehe ich sehr kritisch, da diese Menge wieder zur Übersäuerung führt. Im Vergleich zu unseren nächsten Verwandten, den Schimpansen mit 3 % tierisch, sehe ich 10 % für Menschen als optimal an. Alles andere sollte vegan (ca. 90 %) und möglichst naturbelassen sein.
Einwurf vegan: Vegane Ernährung ist nicht per se gesund. Raffinierte Kohlenhydrate wie Zucker und Weißmehl sind vegan aber absolut knorpelschädlich. Sie fördern Knorpel zerstörende Entzündungsprozesse genau so wie die Omega-6-Fettsäure Arachidonsäure aus Schweineschmalz/Geflügelfett.
Ziel sollte also eine basische, mikronährstoffreiche und entzündungshemmende Ernährung sein. Zum Beispiel sollten hier neben den Knorpelnährstoffen auch Vitamin D und Omega 3 supplementiert werden.
Natürlich brauchen wir auch ausreichend Bewegung, damit die Nährstoffe in die Gelenke/Bandscheiben kommen. Aber ohne Übertreibungen, ein Spaziergang an frischer Luft bringt schon sehr viel ;-)

Knorpel ist durchaus regenerationsfähig. Die gängige Schulmeinung "einmal weg - immer weg" stimmt nicht. Das haben zahlreiche Studien nachgewiesen. Das kann ich auch mit eigenen Erfahrungen belegen.
Allerdings, wie in deinem Fall Hjlahann, wird es problematisch. Eine Regeneration/Aufbau ist nur dann möglich, wenn noch eigener Knorpel vorhanden ist. Das ist bei Arthrose Grad I und II ganz sicher der Fall. Grad III ist schon schwieriger. Bei Grad IV jedoch ist Regeneration nicht mehr möglich, da kein Knorpel mehr vorhanden ist. Hier wäre eine Knorpelimplantierung notwendig, wobei die Studienlage und Erfolgsaussichten sehr dünn sind. Hier sollte man dann Schmerzen und künstliches Gelenk gegenseitig abwägen.
Wichtig ist also, so zeitig wie möglich die Ernährung umzustellen und Knorpelnährstoffe als Supplement aufzunehmen - mit den ersten Beschwerden und nicht bis zum Endstadium zu warten. Ideal wäre natürlich, mit der richtigen Ernährung Arthrose von vornherein vorzubeugen.

Eine Supplementierung von Knorpelnährstoffen ist niemals umsonst, auch wenn in einem Gelenk schon Arthrose Grad IV (Endstadium) vorliegen sollte. Schließlich haben wir über einhundert Gelenke und zahlreiche Bandscheiben, die alle versorgt werden wollen.

Hallo Mary,
Gelantine besteht überwiegend aus Kollagen Typ I. Unser Knorpel benötigt aber vorzugsweise Typ II, so dass Gelantine nicht allzuviel bringen wird. Schon gar nicht als viel beschworene Gummibärchen mit ihrem hohen Zuckeranteil :-(
LG bermibs
„Sage mir, was du isst, und ich sage dir, wer du bist.“ (Jean Anthelme Brillat-Savarin)

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »bermibs« (5. Dezember 2014, 08:42)


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Mittwoch, 21. Januar 2015, 18:26

Arthrose Knie ist anscheinend laut nicht heilbar. Okay, aber man kann es behandeln. Ich will nun man hoffnungsvoll sein und hoffe, dass es in der Zukunft eine echte Heilung geben wird. Weiß jemand vielleicht genau, wie der heutige Stand der Arthrose Symptome ist? Welche Fortschritte wurden gemacht? Kann ich mich vielleicht als Testperson irgendwo anmelden oder zur Verfügung stellen? Ich möchte nämlich nicht einfach nur da sitzen und darauf warten, dass die Arthrose mein Leben versaut. Ich will auf keinen Fall unter zu vielen Schmerzen leiden oder gar operiert werden müssen! http://abnehmen-zentrum.com

Dieser Beitrag wurde bereits 8 mal editiert, zuletzt von »Una32« (6. April 2017, 09:13)


35

Mittwoch, 21. Januar 2015, 19:09

Es gibt ein Produkt, das "Go on" heißt. Ein Arzt hat es empfohlen, weil er es selbst nehme.
similia similibus curentur

bermibs

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36

Mittwoch, 21. Januar 2015, 20:59

Hallo Una32,

was dieses Help-Centrum von sich gibt, ist schlichtweg Blödsinn. Arthrose ist ein langer, schleichender Prozess, der viele Stadien und Bilder hat. Die Medizin gliedert Arthrose in vier Grade ein. Die Anfangsstadien I und II sind nahezu uneingeschränkt heilbar (aber nicht mit Medikamenten!). Bei der mittleren Stufe III wird es schon problematisch, aber es gibt auch hier noch berechtigte Chancen.
Aussichtslos ist es jedoch bei Grad IV (Endstufe). Hier existiert kein Knorpel mehr im Gelenk und der ist Voraussetzung für eine aktive Knorpelregeneration und Heilung.

Und die meisten Menschen warten leider bis es zu spät ist. Auch die wenigsten Orthopäden weisen darauf hin, dass man mit den ersten Beschwerden (Anfangsstadien) noch alles selbst in den Griff bekommen kann.

Du kannst es durchaus selbst testen ^^
Du kaufst dir das Buch von Dr. Feil, stellst deine Ernährung auf überwiegend vegan (ca. 90 %) und maximal naturbelassen um, bewegst dich viel ohne zu übertreiben (keine schwere Belastung für Gelenke) und führst deinem Körper wichtige Knorpelnährstoffe als Supplemente zu.
Auf die Schulmedizin brauchst du nicht hoffen, da sie die eigentliche Ursache Ernährung ignoriert.
Du solltest dafür alles, was Entzündungen fördert, wie der Teufel das Weihwasser meiden. Dazu gehören an erster Stelle die Arachidonsäure (Omega 6 - nur in tierischen Quellen!) aus Schweinefleisch/-schmalz und Geflügelhaut/-fett sowie raffinierte Kohlenhydrate wie Zucker und Weißmehl (insbesondere Weizen).

Dieses "Testprogramm" solltest du aber auf mindestens ein Jahr anlegen, da Knorpelregeneration nur sehr langsam vonstatten geht ("mikrometerweise"). ;)
Nach ca. einem Jahr waren damit meine Knieprobleme verschwunden.

Es kommt also nicht auf teure Studien im Interesse der Pharmaindustrie sondern auf richtige Ernährung und Lebensweise an. Und das geht meistens nur in Eigenregie.
Liebe Grüße
Bernd
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37

Mittwoch, 21. Januar 2015, 22:36

Ich danke Ihnen
was dieses Help-Centrum von sich gibt, ist schlichtweg Blödsinn. Arthrose ist ein langer, schleichender Prozess, ...

Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von »bermibs« (21. Januar 2015, 22:58) aus folgendem Grund: Zitat eingekürzt, da kein direkter Bezug im Beitrag auf Passagen


bermibs

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38

Mittwoch, 21. Januar 2015, 23:03

Hallo Una32,

ich habe das Zitat etwas eingekürzt, da es ja eine 1:1-Kopie meines Beitrages ist und du keinen Bezug auf einzelne Passagen nimmst. Du kannst auch Text selektiv für Zitate auswählen.

Du darfst hier im Forum ruhig duzen. Das ist in der kleinen Gemeinschaft eigentlich Usus :rolleyes:
Liebe Grüße
Bernd
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39

Mittwoch, 11. Februar 2015, 19:43

Hallo Bernd,

vielen Dank für Deine wirklich guten und hilfreichen Informationen! Ich hatte mir schon gedacht, das ein Knorpel-(Wieder-)Aufbau nur bei Stufe 1-2 infrage kommt. Bei meiner Stufe 4 ist wohl nichts mehr zu machen, jdf. nicht im Knie ;-)

Ich finde aber noch den Hinweis notwendig, dass man bei der Suplementierung schon darauf achten sollte, WAS man nimmt und das es auch ausreichend hoch dosiert ist. In Reformhäusern und Drogerien gibt es so viele Produkte, die vorgeben zu helfen, aber nur eine ganz geringe Menge der notwendigen Wirkstoffe enthalten.

Und noch ein Wort zu Dr. Feil... Ich finde das Buch von Dr. Fisseler hilfreicher. Dr. Feil gegenüber bin ich misstrauisch, weil er eindeutig wirtschaftiche Interessen vertritt. Ausserdem ist seine Ernährungsumstellung nur auf Entzündungsreduzierung abgestellt, von Übersäuerung und Eiweiss-Überschuss hält er nicht viel, schöießlich empfiehlt er ja seinen "Gewürz-Quark". Fisseler ist dagegen konsquenter, was die basische Ernährung angeht.

Wegen der veganen Ernährung hast Du auch vollkommen Recht. Arthrose-Ernährung sollte Tier-Eiweiss-Frei sein (in der ersten Zeit auch ohne Hülsenfrüchte wegen des Eiweiss Gehaltes) und Vollwertig. Auf jdf. aber in der ersten Zeit 100% basisch...

Liebe Grüße

Hans-Jürgen

bermibs

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40

Mittwoch, 11. Februar 2015, 21:49

Hallo Hans-Jürgen,

aber du hast über 100 weitere Gelenke und zahlreiche Bandscheiben, die sich alle über gesunde Ernährung und Knorpelnährstoffe freuen :rolleyes:

Über Discounter und Drogerien sind wir uns absolut bezüglich der Qualität einig. Reformhäuser würde ich nicht gerade in diese Ecke stellen wollen.
Die Informationen von Dr. Feil finde ich schon brauchbar. Seine Produkte habe ich auf Grund der zum Teil enormen Preise noch nie empfohlen. Die Ernährung nach Dr. Feil ist auch basisch ausgelegt. Wobei er nicht auf vollvegan setzt. Das entspricht ja auch der Natur. Tierisches Eiweiß kann man stark einschränken. Null ist aber auch nicht notwendig, wie zum Beispiel Kaltwasserfisch/Omega 3. Auch das ist für die Entzündungshemmung ganz wichtig.
Entzündungsreduzierung setzt aber Entsäuerung/basische Ernährung voraus. Übersäuerung führt immer zu Entzündungen. Wir können auch nicht vollständig auf Eiweiß, vor allem die Eiweißbausteine (Aminosäuren), verzichten. Aber gerade die Aminosäuren können verstärkt aus dem pflanzlichen Bereich abgedeckt werden. Das mag schon ein kleines Manko bei Dr. Feil sein, da viele Ernährungsspezialisten noch zu sehr auf tierisches Eiweiß statt pflanzliche Aminosäuren fixiert sind.
Ein Verzicht auf diese pflanzlichen Quellen (z.B. Hülsenfrüchte) wäre aus meiner Sicht kontraproduktiv, da viele Aminosäuren essentiell sind.
Liebe Grüße
Bernd
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