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Donnerstag, 7. Januar 2016, 21:09

Therapien bei CFS: was ist sinnvoll?

Guten Tag lieber Herr Gräber,

meine Mama (54 Jahre alt) hat CFS (Chronisches Fatigue-Syndrom), Schweregrad 10, bettlägerig, seit 2 Jahren erkrankt.

1) Ist Heilfasten in diesem Zustand möglich bzw. aus Ihrer Sicht eventuell
sogar sinnvoll (sie isst eh beinahe gar nichts, da es zu anstrengend
ist)?

2) 'Phoenix' / Ausleitung: empfehlen Sie das in diesem Zustand?

3) Kneipp-Therapie (spanischer Mantel): auch hier die Frage: Ist das in dem Zustand ratsam?

4) Wo in Deutschland gibt es eine sehr gute Kneipp-Therapie und eine
empfehlenswerte Schlaftherapie (mehrere Tage am Stück schlafen)?

5) Vielleicht empfehlen Sie noch weitere Therapien, de möglichst sanft auf den bereits geschwächten Organismus einwirken?

Wir hoffen sehr auf Ihre baldige Antwort!
Vielen lieben Dank für Ihre tolle und bedeutende Arbeit und Ihre prima Artikel!

Liebe Grüße
Maria Burchert

bermibs

Moderator

Beiträge: 1 048

Wohnort: Bestensee

Beruf: Ruheständler ;o)

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Donnerstag, 7. Januar 2016, 21:46

Hallo Maria,

zuerst ein herzliches Willkommen hier im Forum

René wird dir sicherlich Informationen zu deinen Fragen geben.

Aus meiner Sicht würde ich bei deiner Mama einen massiven Mikronährstoffmangel verbunden mit einer systemischen Mitochondriopathie vermuten.
Deshalb würde ich eine Heilfastenkur als möglichen zweiten Schritt ansehen.

Zuerst sollte aber die wahrscheinliche Mitochondriopathie beseitigt werden. Das bedeutet Therapie auf Zellebene und den Mitochondrien. Seit 2001 und Folgejahren gibt es die von Dr. Heinrich Kremer entwickelte Zellsymbiosetherapie (CST), die auf Basis der Natur und Evolution arbeitet aber von der Schulmedizin erheblich boykottiert wird. Da kommt nämlich nicht ein Medikament von Big-Pharma zum Einsatz.

Ich habe eine Liste mit CST-Therapeuten zusammengestellt. Vielleicht findest du einen in deiner Nähe. Allerdings übernehmen die KK so gut wie keine Kosten, da nicht evidenzbasiert!?!?!? Das übliche Totschlagargument der Schulmedizin.
Liebe Grüße
Bernd
„Sage mir, was du isst, und ich sage dir, wer du bist.“ (Jean Anthelme Brillat-Savarin)

3

Freitag, 8. Januar 2016, 00:12

Das CFS ist für mich allenfalls eine Zustandsbeschreibung, aber keine wirkliche Diagnose.

Für Interessierte: CFS, englisch für chronic fatigue Syndrome, auf deutsch: "Syndrom chronischer Erschöpfung". Manchmal hört man auch von "Myalgische Enzephalomyelitis". Das hört sich noch besser an, sagt aber auch nichts aus.

Denn: Warum ist der Patient denn völlig erschöpft? Warum hat er Schmerzen?

Ich teile die Meinung von Bernd, dass wir es wahrscheinlich mit einer tiefgreifenden Störung auf Zellebene zu tun haben. Und die Cellsymbiostherapie versucht das auf vielen verschiedenen Ebenen anzugehen.

Zu Ihren Fragen im Einzelnen will ich auch nochmal eingehen:

1. Heilfasten: Allgemein würde man davor in dem Zustand abraten. Nach meiner Meinung kommt es da aber ganz auf den Zustand der Patientin an. Die übliche Krankenhauskost die solchen Patienten gegeben wird, kann man nur als solche bezeichnen...

2. Die Phönix Entgiftung: Kann ein Ansatz sein. Allerdings wird das nach meiner Erfahrung keinesfalls reichen.

3. Kneipp Therapie: Ich habe die Fälle von Kneipp versucht zu studieren, soweit diese dokumentiert sind. Kneipp wurde oft in ganz ähnlichen Fällen bettlägriger oder gar "hoffnungsloser" Fälle um Hilfe gebeten. Die Ernährung, Luft und Wasseranwendungen, sowie Heilpflanzen waren seine Heilmittel. Bei den Wasseranwendungen habe ich versucht ein Schema zu finden. Es fand aber keins, ausser: dass er die Anwendung nach der Konstitution und den noch möglichen Reaktionen des Patienten anpasste. Fazit: Der spanische Mantel kann angezeigt sein (täglich) oder aber auch "nur" eine kalte Waschung des Oberkörpers.

4. Kneipptherapie: Da würde ich sagen, die gibt / gab es mal in Bad Lauterberg am Kneipp-Kurhaus. Ich war dort selbst in den 90er Jahren zur Ausbildung. Meine alten Ausbilder sind aber schon in Rente, sodass ich zu den jetzigen Maßnahmen nicht viel sagen kann... Bei der Schlaftherapie muss ich passen. Ich bin mir auch nicht sicher, was sie darunter verstehen...

5. Für weitere Therapien müsste ich die Patientin und die Laborbefunde einmal sehen. Aus meiner Sicht ist das was Bernd bereits schrieb richtig. Dazu brauchen diese Patienten meist auch eine vernünftige Entgiftungstherapie.

Ich wünsche Ihnen alles Gute!

4

Sonntag, 17. Januar 2016, 15:48

Hallo Herr Gräber,

vielen Dank für die schnelle Antwort!

Lieber Bernd, vielen Dank für die Rückmeldung, die sehr informativ ist. Die Mitochondrien sind jedoch vollkommen in Ordnung!

DAS sind aktuell die wichtigsten Beschwerden. Wie kann dagegen vorgegangen werden?

1) Orthostatische Intoleranz ist das Hauptproblem: Wie kann das behoben werden?

2) Sehr sehr starke chronische Überlastung ("Übertraining" wegen nicht korrektem Therapievorschlag = die Diagnose war nicht klar, deshalb hat meine Mama "falsch" / "zu viel" trainiert nach Beratungsgespräch beim Arzt)

bermibs

Moderator

Beiträge: 1 048

Wohnort: Bestensee

Beruf: Ruheständler ;o)

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5

Sonntag, 17. Januar 2016, 19:38

Hallo Maria,

hier scheint offensichtlich ein Missverständnis vorzuliegen.

Welcher Arzt hat denn bei deiner Mama festgestellt, dass die "Mitochondrien" vollkommen in Ordnung sind? Und vor allem wie?

Mitochondrien sind keine selbständigen Organe im Körper sondern sogenannte Organellen in jeder einzelnen Körperzelle (außer wenige Ausnahmen wie rote Blutkörperchen). Sie sind zuständig für die Energieversorgung der Zelle und damit des Körpers.

Entsprechend deiner Beschreibung wage ich stark zu bezweifeln, dass diese "Kraftwerke" bei deiner Mutter "vollkommen in Ordnung" sind. Das kann nur ein Spezialist auf diesem Gebiet sicher einschätzen/diagnostizieren und auch entsprechend therapieren. Meine Liste hatte ich ja bereits verlinkt.

Umfassende Hilfe ist nur durch einen entsprechenden Therapeuten vor Ort möglich. Das können wir bei dieser Komplexität hier im Forum nicht leisten.
Liebe Grüße
Bernd
„Sage mir, was du isst, und ich sage dir, wer du bist.“ (Jean Anthelme Brillat-Savarin)