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21

Sonntag, 16. April 2017, 09:40

Zitat

Katrin
da möchte man gerne wieder ein Steinzeit mensch sein


Wir müssen aber bedenken, das unsere Vorfahren ab Homo erectus als Jäger hauptsächlich sich vom Fleisch ernährten, hat alle essentiellen Aminosäuren, bei pflanzlichen Proteinquellen fehlen eine oder mehrere der Aminosäuren. In der Neandertalergegend (am Ufer des Ascherslebener Sees) fanden Forscher Reste von Mammut, Nashorn, Wildesel, Hirsch und Rentier die zum Essen zubereitet wurden. Ja, was für den Gaumen.

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Zitat

„Der Mensch ist das einzige Tier, das gekochte oder anderweitig verarbeitete Nahrung aufnimmt“, schreiben Chris Organ und sein Team von der Harvard University im Magazin „PNAS“. Die Evolutionsbiologen haben herausgefunden, dass der Mensch bereits vor 1,9 Millionen Jahren das Kochen erfand – und dass er sich damit seine Überlebenschancen und die Fitness seiner Art signifikant verbesserte:
Bescheidenheit ist der Anfang der Sitte, Recht und Unrecht unterscheiden ist der Anfang der Weisheit - Mong Dsi.

bermibs

Moderator

Beiträge: 1 052

Wohnort: Bestensee

Beruf: Ruheständler ;o)

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22

Dienstag, 18. April 2017, 16:55

Da bin ich anderer Auffassung. Die Evolution kennt keine technischen Mittel. Dazu zählen auch industrielle Verarbeitung, Erhitzen und generell Denaturierung der Nahrung.
Die Möglichkeit der Anpassung ist kein direkter Beleg dafür, dass dieser Weg auf Dauer evolutionsgerecht ist. Das zeigt auch die Zunahme von chronischen Erkrankungen durch hohen, vor allem roten Fleischkonsum.
Den Steinzeitmenschen werden auch gerne Prozentanteile beim Fleischkonsum untergeschoben, die nicht der Realität entsprechen.
Wir sind bei weitem keine Omnivoren sondern Frugivoren mit einem geringen tierischen Anteil.
„Sage mir, was du isst, und ich sage dir, wer du bist.“ (Jean Anthelme Brillat-Savarin)

23

Dienstag, 18. April 2017, 18:02

Ja Bernd, die Evolution kennt keine technischen Mittel, aber der Gehirzuwachs begann mit der Nutzung des Feuers. Das ist Fakt.

Interessant ist aber der Vergleich der Nahrungspyramiden (siehe Link) in der Steinzeit zu heutiger Zeit. In der Steinzeit gab es kein Zucker, die einzigen Süssigkeiten die sie kannten, waren Früchte und Honig und keine verarbeitete (ungesunde) Produkte.




Zitat


Die Ernährung der Jäger und Sammler war ausgewogener, als jener Menschen, die sich zu einem grossen Teil von Getreide ernährten. Getreide war zuvor bei den Jägern und Sammlern nur ein Happen zwischendurch, das heisst, wenn man Getreide fand.

http://www.steinzeitung.ch/ernaehrung-in-der-steinzeit/



Wir müssen auch bedenken dass der Homo erectus über 2 Millionen Jahre auf der Erde lebte und wir als Homo sapiens erst am Anfang der Entwicklung sind. Ob wir so lange überleben ist aber fraglich.

Das der Mensch auch anpassungsfähig ist, zeigen (zeigten) uns die Inuit. Die einzige Essguelle war die Jagd auf Karibus, Moschusochsen, Fische, Wale, Seehunde, das Fleisch wurde roh ohne Gewürze gegessen. Hier stammt die Bezeichnung Eskimo, also Personen die rohes Fleisch essen.
Bescheidenheit ist der Anfang der Sitte, Recht und Unrecht unterscheiden ist der Anfang der Weisheit - Mong Dsi.

24

Samstag, 22. April 2017, 17:29

Den Steinzeitmenschen werden auch gerne Prozentanteile beim Fleischkonsum untergeschoben, die nicht der Realität entsprechen.

Nun das ganze ist wesentlich komplizierter und mannigfaltiger. Hier nur ein Beispiel.

Für die ersten Bewohner Sibiriens die nach Norden marschieren und dort als Nomaden noch heute leben (Evenki), waren die Rentiere ihre unerschöpfliche Quelle in der kargen und sehr kalten Welt. Sie assen nur Fleisch der Tiere, dort entstand vor etwa 40 000 Jahren auch die erste Nähnadel der Welt (aus Knochen, dazu gibt es ein Fund) um die Felle für die Kleidung zu nähen.


Noch heute ist das Rindfleisch für die Nomaden das notwendige tägliches Essen mit seiner enormen Qualität und Energie um in der eisiger Kälte zu überleben.
Bescheidenheit ist der Anfang der Sitte, Recht und Unrecht unterscheiden ist der Anfang der Weisheit - Mong Dsi.

kaulli

Meister

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Beruf: Energetikerin

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25

Samstag, 22. April 2017, 21:28

Wir müssen aber bedenken, das unsere Vorfahren ab Homo erectus als Jäger hauptsächlich sich vom Fleisch ernährten, ...
eben, sie gingen jagen, wer von uns macht das? Die meisten heute essen Fleisch und verarbeitete Prdoukte aus Massentierhaltung.
Liebe Grüße
Kaulli

26

Donnerstag, 15. Juni 2017, 14:51

Ich habe es in einem anderen Thread schon gesagt. Warum ist es so wichtig auf unsere evolutionäre Entwicklung zu verweisen.
Sicherlich gibt es gute Gründe, dennoch bitte aufpassen!
Man kann Früher und heute einfach nicht vergleichen.

Es ist möglich eine Annährung zu schaffen. Mehr nicht.
Wichtig ist doch auf sein Bauchgefühl zu hören. Mal wirklich zu schauen was tut mir gut, was nicht.

Das vermisse ich hier in jeder Diskussion. Die individuelle Sicht. Hier wird oft gesagt ich ernähre mich Paleo, Ich ernähre mich nach Richtung xy.
Alle anderen sind falsch.

Das stört mich ein wenig. Euch nicht?