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Mittwoch, 22. März 2017, 08:55

Extremer Kalziummangel

Hallo liebe Forumsmitglieder,

bei meinem Sohn (35) wurde, schon vor längerer Zeit, extremer Kalziummangel fesgestellt. Die vom Arzt verordneten Brausetabletten verträgt er nicht mehr. Von diesen sitzt er den halben Tag auf der Toilette.
Habt Ihr einen Tipp welche Kalciumtabletten er, statt dessen nehmen könnte.
Er hatte auch schon eine Art Krampfanfall deswegen.
Vielen Dank für Eure Antwort.

kokosfan

Erleuchteter

Beiträge: 795

Wohnort: Tirol

Beruf: Angestellter

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2

Mittwoch, 22. März 2017, 09:20

Hallo Elvira

der Calciumstoffwechsel und die Verwertung von Calcium über die Nahrung wird über Vitamin D gesteuert

ich würde zuerst Vitamin D kontrollieren lassen (und auf mindestends 50-80 ng/ml hoch fahren) und auch den Kofaktor Magnesium
würde ich messen lassen , und Magnesium auch auf einen höheren Wert bringen


LG Manfred
Licht ist Leben / ohne Licht kein Vitamin D / ohne Vitamin D keine Gesundheit / und keine Gesundheit will niemand ;) deshalb schaut auf euren Vitamin D Spiegel !

Elke

Meister

Beiträge: 251

Wohnort: Oberbergischer Kreis

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3

Mittwoch, 22. März 2017, 09:51

Hallo Elvira,

diese Erkrankung nennt sich Hypoparathyreoidismus (Nebenschilddrüsenunterfunktion). Ich leide seit einer Schilddrüsen OP auch daran. Es gibt aber auch Fälle, in denen es ohne OP auftritt.

Leider ist es bei dieser Erkrankung in den meisten Fällen nicht mit nur Kalziumgabe oder Vitamin D3 (Calcidiol) getan. Da braucht es sogenanntes aktives Vitamin D (Calcitriol) (eben weil die Nebenschilddrüsen den Nieren kaum oder gar nicht mehr den Befehl geben das "normale Vitamin D3 (Calcidiol) in Calcitriol umzuwandeln.
Grundsätzlich gilt:
der Kalziumspiegel sollte in der Norm liegen. Wird das mit allerhöchstens 2000mg Kalzium am Tag nicht erreicht, dann muss aktives Vitamin D (Calcitriol) gegeben werden. Das muss der Arzt verordnen- am besten zu einem guten Endokrinologen in Behandlung gehen.
Die Tagesdosis an Kalzium sollte in kleine Protionen über den Tag verteilt werden, damit die Nieren nicht ständig überschüssiges Kalzium wieder ausscheiden müssen. Also nicht zweimal am Tag 1000mg sondern lieber achtmal am Tag 250mg.

Gute Informationen auch über die Behandlung findest du hier : hypopara.de/cms/

Hier: sd-krebs.de/phpBB2/forum31.html
findest du viele andere Betroffene und super viele Infos rund um das Thema und den Behandlungsmöglichkeiten.

Das Thema gehört definitiv erstmal in kompetente ärztliche Behandlung.
Wenn dein Sohn Kalziumbrausetabletten einnimmt und davon Durchfall bekommt (oft kommt das von den enthaltenen Süßstoffen in den Braustabletten), könnte er versuchen auf Kalziumtabletten umzusteigen (ZB Kalzium Verla) Der Arzt sollte sowas aber wissen.

Viele Grüße
Elke

Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von »Elke« (22. März 2017, 10:02)


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Mittwoch, 22. März 2017, 10:51

Erste Hormonersatztherapie bei Nebenschilddrüsen-Unterfunktion,
passend zum Thema (Hypoparathyreoidismus) ein Artikel vom 27.02.2017.

Der Humanarzneimittelausschuss der EMA hat mit Naptar die erste Hormonersatztherapie bei Unterfunktion der Nebenschilddrüsen zur bedingten Zulassung empfohlen. Da diese Erkrankung sehr selten ist, hat das Arzneimittel, dessen wirksamer Bestandteil mit dem menschlichen Parathormon identisch ist, Orphan-Drug-Status.
deutsche-apotheker-zeitung.de/news/artikel/2017/02/27/erste-hormonersatztherapie-bei-hypoparathyreoidismus
Bescheidenheit ist der Anfang der Sitte, Recht und Unrecht unterscheiden ist der Anfang der Weisheit - Mong Dsi.

Elke

Meister

Beiträge: 251

Wohnort: Oberbergischer Kreis

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5

Donnerstag, 23. März 2017, 14:53

Hallo Bernhard,

ja Natpara ist mir bekannt. Das Medikament muss aber gespritzt werden und wird aller Voraussicht nach nur einer Handvoll Patienten (bei denen eben alle Voraussetzungen passen) zur Verfügung stehen - deshalb der Status. Dazu kommen Nebenwirkungen, die noch weiter erforscht werden sollten. Viel wichtiger für uns Hypoparas wäre die Entwicklung eines Kalzium-Messgerätes (ähnlich einem Blutzuckermessgerät) für zuhause gewesen.
blog.endokrinologie.net/rekombinantes-humanes-parathormon-3232/

Eavelifire

unregistriert

6

Freitag, 18. August 2017, 10:11

Na bei so etwas würde ich immer mit dem Arzt Rücksprache halten oder die Apotheke