Shiatsu

Informationen aus der Naturheilpraxis von René Gräber

René Gräber

Shiatsu ist eine moderne Therapieform, die jedoch in der orientalischen Traditionsmedizin verwurzelt ist. Sie wurde auch die "japanische Physiotherapie" getauft. 

Die Behandlungsmethode, die Philosophie und die Betrachtungsweise der Erkrankungen sind dieselben wie bei der traditionellen chinesischen Medizin, von der bei uns vor allem die Akupunktur bekannt ist. Shiatsu nutzt Energiekanäle, auch Meridiane genannt, und Druckstellen (oder "tsubo") zusammen mit diagnostischen Methoden. Doch Nadeln werden bei Shiatsu nicht verwendet (wie es bei der Akupunktur der Fall ist). Es werden auch keine Öle für eine Massage gebraucht, denn der Patient bleibt während der Behandlung vollständig bekleidet. 

Der Name Shiatsu wird im Japanischen als zwei Zeichen geschrieben – shi steht für Finger und atsu für Druck. Der fundamentale Grundsatz von Shiatsu ist die Anwendung von Druck. Mit dem Ausdruck Akupressur könnte man Shiatsu auch umschreiben, doch technisch gesehen wird Shiatsu als eine Akupressurvariante betrachtet und es zieht die Anwendung von Druck auf vieler Aku-Punkte ein. Finger und Daumen werden benutzt, um Druck auf festgelegte Punkte auszuüben. Handoberflächen, Knie und Füße werden benutzt, um Druck auf größere Flächen anzuwenden.

Neben der Druckausübung beinhaltet Shiatsu auch Manipulation und sanfte Dehntechniken.

Shiatzu hat mit der westlichen Massagetechnik oder Massagetheorie nichts gemeinsam. In der klassischen Massage (wie diese meist vom Arzt verordnet wird), sind die Handbewegungen lang und fließend, um Muskeln zu kneten und dadurch eine Muskeltonusänderung zu erreichen.

Shiatsu setzt sich aus  rhythmischen, langsamen und sukzessiven Bewegungen zusammen, die im Verlauf der Tsubos und den Meridianen erfolgt. Korrekturtechniken und Dehnübungen sind üblich, da diese den Körper "flexibel" machen und auch ein Gleichgewicht herstellen, indem sie die Energie steigern.

Es ist der in unserem Körper gegenwärtige Energiefluss, den sich Shiatsu nutzbar macht. Die Traditionelle Orientalische Medizin besagt, der Körper habe ‘Lebensenergie’ oder ‘Lebenskraft’ und das spielt die entscheidende Rolle in der Aufrechterhaltung der physischen, spirituellen und mentalen Stabilität. Diese Kraft heißt "Ki" im Japanischen und "Chi" oder "qi" im Chinesischen. Diese Kraft dient der Aufrechterhaltung eines homeostatischen Gleichgewichtes im menschlichen Körper. 

Verletzungen, äußere oder innere Traumen, Stress oder Depressionen können das Qi im Körper stören. Shiatsu fühlt und entdeckt den Qi-Fluss und korrigiert das Ungleichgewicht, soweit vorhanden. 

Die Berührung ist das Grundelement von Shiatsu. Die Berührung ist meistens immer sehr angenehm, wodurch Gefühle auch Liebe und das Mitgefühls für andere ausgedrückt werden können. Die "Berührung" kann in ihrem Ausdruck variieren sanfter oder auch "härter" sein. Jedes Lebewesen reagiert auf Berührung und Shiatsu erfüllt dieses Bedürfnis. Die Berührung, die bei Shiatsu angewendet wird, hilft beim Heilungsprozess.

Das moderne Shihatsu tendiert, das Altertümliche mit dem Modernen zu kombinieren. Es beinhaltet Rupfen, Pressen, Tätscheln, Vibrieren, Fegen, Greifen, Schütteln, Drehen, Bürsten, Heben, Rollen, Kneifen und auch das Gehen über die Füße, Beine und den Rücken des Patienten.

Heute wird Shiatsu in der modernen Welt akzeptiert und wird in manchen Krankenhäusern als Maßnahme gegen übliche Beschwerden angeboten. Es ist effektiv und sicher zugleich.

Heilverfahren die ähnlich sind, aber auch auf den ersten Blick mit Shiatsu verwechselt werden: Akupressur - Akupunktur - Chiropraktik - Dorntherapie -Triggerpunkttherapie - Myofascialtherapie - Osteopathie -Rolfing - Schmerztherapie nach Liebscher-BrachtZilgrei

 

Dieser Beitrag wurde letztmalig am 24.07.2012 aktualisiert