Darmsanierung
Darmsanierung - Warum die Sanierung des Darms wichtig
ist
Oft beschäftigt man sich mit den Funktionen des Darms und dessen entscheidender Bedeutung für das Immunsystem
erst dann, wenn sich akute und schließlich chronische Gesundheitsprobleme wie Durchfall, Pilzbefall und Krämpfe
oder auch Kopfschmerzen und rheumatische Erkrankungen zeigen.
Störungen der regulären Relation von Organismus und Bakterienflora über endogene, d. h. dem Körper selbst
immanente oder exogene (von außen stammende) Ursachen werden als Dysbiose bezeichnet. Doch es gibt Möglichkeiten,
einen über lange Zeit vernachlässigten Darm wieder zu regenerieren. Das Zauberwort heißt:
Darmsanierung.
Das moderne Alltagsleben ist einer geregelten Verdauung und einer gesunden Darmkultur selten förderlich:
Industriell hergestellte Nahrungsmittel mit einem hohen Anteil an Farbstoffen, Konservierungsmitteln,
pilzfördernden Zuckerstoffen und Geschmacksverstärkern sowie Bewegungsmangel verlangsamen Stoffwechsel und
Nährstoffaufnahme im Dünndarm und beeinträchtigen die Immunabwehr der Darmschleimhaut, welche üblicherweise
verhindert, dass diverse Krankheitskeime in den Darm gelangen. Darmsanierung bedeutet nun Symbioselenkung.
Was ist darunter zu verstehen?
Hinsichtlich des Darm bedeutet der Begriff der Symbiose eine friedliche Koexistenz von lebensnotwendigen
Bakterien und Körperorgan, die von wechselseitiger Abhängigkeit profitieren. Eine gesunde Darmflora gilt als
Idealzustand.
Dabei wissen wir heute, dass der Darm von einer großen Vielfalt an verschiedenen Bakterienspezies besiedelt
wird. Diese dienen uns Menschen als Schutz vor Krankheitserregern, helfen bei der Herstellung wichtiger Vitamine und unterstützen uns bei der Verdauung unserer Nahrung.
Bakterien sind also nicht immer nur "böse" Organismen, die uns schaden wollen - ganz im Gegenteil. Gerade diese
Tatsache wird immer wieder vergessen, wenn es zum Beispiel um "Sensationsberichte" wie EHEC im Jahr 2011 geht. Eine wichtige Erkenntnis ist eben: Unser Immunsystem muss mit Mikroben leben
lernen.
Eine Symbioselenkung (durch Ernährung und Probiotika) will positiven Einfluss auf das Wirken der
Darmbakterien nehmen. Eine intensive Darmreinigung, die für die Entgiftung und Entschlackung des Darms sorgen soll
kann vorausgehen - muss es aber nicht. Die Idee der Darmreinigung: durch jahrzehntelange falsche
Ernährungsweise angestaute und in den Blut- und Lymphbahnen zirkulierende Schadstoffe dürfen den Organismus nicht
länger belasten.
Doch damit nicht genug: Nach jahrelanger Fehl- und Mangelernährung muss sich der Patient konsequent um eine
gesündere Lebensweise bemühen und wird durch eine spürbare und weitreichende Steigerung seiner Lebensqualität
belohnt.
Und: Nicht erst chronische bzw. ernsthafte Erkrankungen sollten die Entscheidung für eine Sanierung und
Reinigung des Darms förmlich erzwingen. Viele Alltagsprobleme und Beschwerden, mit denen nahezu jeder von uns mehr
oder weniger ausgeprägt und in unterschiedlichen Ausformungen kämpft, lassen eine Darmsanierung ratsam
erscheinen.
Übergewicht? Unreine Haut? Ständige Kopfschmerzen und innere Unruhe? Auch hier wissen Therapeuten,
dass Darmreinigungen entscheidende Verbesserungen des Befindens bis zum Verschwinden der Beschwerden bewirken
können. Und ein intakter Darm benötigt nur noch selten Abführmittel, die zahlreiche Nebenwirkungen nach sich ziehen
können und das eigentliche Problem nicht wirklich lösen.
Eine Möglichkeit der Darmreinigung besteht in der Anwendung der Colon-Hydro-Therapie: Im Rahmen von etwa drei bis 10 Darmspülungen werden acht
bis zehn Liter sauerstoffangereichertes, warmes Wasser durch den Darm geleitet. Anschließend gibt man Präparate,
zum Beispiel Probiotika, die das "normale
Bakterienmilieu" wieder "ergänzen" oder stabilisieren sollen.
Eine entsprechende Ernährung (zum Beispiel eine Obstdiät oder auch Heilfasten) kann die Therapie ergänzend begleiten. Auch über eine Bärlauch-Bitterkur
kann der Darm mittels basischer Ernährung schonend saniert werden. Vor jedem Essen wird ein unterstützendes
Bitterpflanzengranulat eingenommen, das die Darmbakterien in ihrer Funktion anregen soll. In folgendem Artikel habe
ich noch 7 Tipps für eine
darmgesunde Ernährung.
Keine Lust auf Einlauf und Fastenkur? Dann könnte eine Gray-Kur das Richtige für Sie sein, die aus einer
Kombination von Reinigungstabletten, Massebildnern und einer so genannten Lakto-Bakteriennahrung besteht. Die
Gray-Kur sorgt (so jedenfalls die Werbung) für Entschlackung und
anschließende Neubesiedlung des Darms mit intakten Bakterien.
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