Die Elektroakupunktur nach Voll (EAV)
In den 1950er Jahren entwickelte Dr. Reinhold Voll ein methodisch vergleichsweise einfaches Instrument
zur Bestimmung von Widerständen und Leitwerten an spezifischen Akupunkturpunkten: die Elektroakupunktur.
Auch die chinesische Diagnostik hatte bereits Aussagen zum energetischen Status gemacht, wobei Voll feststellte,
dass sich Akupunkturpunkte energetisch anders als die
übrigen Hautbereiche verhielten.
Mittels Erfassung des aktuellen energetischen Status via Resonanzkopplung lassen sich Aussagen über Ursachen und
Schwere chronischer Krankheitsverläufe und damit zu physiologischen, wechselseitigen Abhängigkeiten von Organen,
aber auch solchen zwischen Zähnen und übrigem Organismus machen. Informationen über die Regulationsdynamik
körperimmanenter Systeme und Subsysteme helfen, Störungen und Blockaden innerhalb der Steuerungsmechanismen zu
lokalisieren.
Volls Anliegen galt einer ausdifferenzierten Systematisierung dieser Wechselwirkungen. Während seiner
Forschungsarbeiten entdeckte er weitere Messpunkte, die heute ebenfalls unverzichtbarer Teil moderner
Elektroakupunktur-Diagnostik nach Voll sind, niedergelegt durch die Internationale Medizinische Gesellschaft
für EAV innerhalb ihres Standard-Messprogramms.
Eine Übersichtsmessung erfasst alle 120 traditionellen Akupunktur-Meridiane (nach Kramer) und Akupunkturgefäße
(Voll). Die mittlere Mess-Spannung von 900 Milli-Volt folgt den physiologischen Gegebenheiten im Organismus; der
Mess-Strom selbst liegt zwischen 5,5 und 11,25 Mikro-Ampère, der Ohmsche Widerstand beträgt je nach zu messendem
System bis zu 600 Kilo-Ohm, abgelesen von analogen oder digitalen Skalen.
Diese differenzierten Parameter gewährleisten, dass über die reine Hautwiderstands-Messung hinaus weitere
Aussagen über die Regulation des jeweiligen Systems getroffen werden können: Elektrophysikalische Gegebenheiten des
Gewebes wie Ionenstromauffälligkeiten des Unterhautgewebes oder Polarisationsverhalten geben hilfreiche Hinweise
auf nichtmorphologische, energetische Veränderungen.
Außerdem lassen sich Aussagen über die Regulationsfähigkeit des Regelkreises eines ausgewählten Messpunktes
machen: Mess-Sonden mit einem Druck zwischen 300 und 500 Pond machen dies möglich. Auf einen wenige Sekunden
dauernden Reiz reagiert der Organismus mit einem bestimmten Leitwertverhalten. Abweichungen vom Normalwert und
Zeigerabfall, - also ein Schwanken des Wertes -, zeigen eine kybernetische Störung des Regelkreises an. Ein
stabiler Wert von 95 Kilo-Ohm ist Zeichen für ein gesundes Regelsystem.
Zielgerichtete und sanfte elektrische Reizstrom-Impulse, die Kippschwingungen, werden an den Akupunkturpunkten
selbst sowie an größeren Hautbereichen angesetzt. Gearbeitet wird mittels Roll-, Flächen- und Punktelektroden. Eine
Besserung der Gewebsfunktion ist so recht schnell erreichbar. Hauptziel dieser Therapieform ist es, mit individuell
ausgesuchten Medikamenten die Regulationsfähigkeit des Organismus zu reaktivieren und zu optimieren.
Hierzu entwickelte Voll 1955 ein weiteres Verfahren: Den umfangreichen Resonanztest.
Kombinierte Therapie- und Diagnoseverfahren über klassische Homöopathie, Isopathica, Nosoden (aus Krankheitsprodukten gewonnene
Substanzen) und Organotherapeutika kommen zum Einsatz.
Dieser so genannte Medikamententest ermittelt Störfeldbelastungen, Allergien und Mangelerscheinungen sowie Unverträglichkeiten von
inkorporierten (als Teil des Körpers implementierten) Materialien wie Zahnersatz und Zahnfüllungen.
Der Patient wird quasi mit elektromagnetischen Signalen, die von den Heilmitteln ausgehen, über eine
Antennenwabe gekoppelt. Passende Signale führen zum so genannten Resonanzverhalten: Die jeweilige Systemfunktion
pendelt sich wieder ein, - ablesbar an der Messwertskala.
Letztendlich sollen alle als pathologisch klassifizierten Messwerte mittels entsprechender Substanzen nach dem
Schlüssel-Schloss-Prinzip normalisiert werden. Eine über die ätiologische Diagnostik ermittelte
Medikamenten-Kombination wird über längere Zeit verabreicht. Form und Intensität orientieren sich am jeweiligen
Messergebnis.
Die EAV kann aufgrund ihres komplementären Ansatzes in allen medizinischen Fachgebieten eingesetzt werden. Sie
ist besonders erfolgreich bei:
Die Versorgung akuter Erkrankungen ist hier allerdings nur begrenzt möglich.
Übrigens: Die eingesetzte Spannung von 0,98 Volt bei der Elektroakupunktur ist ungefährlicher als die einer
kleineren Taschenlampen-Batterie.
Die Internationalen Medizinische Gesellschaft für Elektroakupunktur nach Voll e. V. erteilt gern weitere
Auskünfte zu dieser Therapieform. Leider werden die Behandlungskosten einer EAV derzeit noch nicht durch die
gesetzlichen Krankenkassen übernommen.
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