Die Fünf Tibeter - Vitalität bis ins hohe Alter!

Informationen aus der Naturheilpraxis von René Gräber

René Gräber

Die Fünf Tibeter sind ein Verfahren, bei dem fünf körperbezogene Energieübungen in kombinierter Form ausgeführt werden. Körperliche wie geistig-seelische Gesundheit, Wohlbefinden und Vitalität sollen reaktiviert und erneuert werden, indem die Übenden durch Alltagsbelastungen aufgebrauchten, körperimmanenten Energiereserven wiedergewinnen und stärken.

Bereits 1939 erzählte Peter Kelder in seiner Publikation „Die Fünf Tibeter“ von Erfahrungen des britischen Pensionärs Colonel Bradford während einer Tibetreise. In Kelders Erzählung war Bradford auf der Suche nach einem Jungbrunnen in ein tibetanisches Kloster gereist, wo er an Riten teilnahm, von denen er bei seiner Rückkehr berichtete, sie hätten ihm neue geistige und körperliche Spannkraft verliehen, und er habe die Absicht, diese Fünf-Tibeterübungen auch weiteren Menschen zugute kommen zu lassen.

Fünf Übungen werden täglich in fester Folge ausgeführt. Die meisten sind yogaähnliche Stellungen zur Dehnung der Wirbelsäule. Auch die richtige Atmung spielt eine wichtige Rolle. Jede Übung beeinhaltet entspannenden Meditations-Elemente. Neulinge starten mit drei Wiederholungen pro Figur und steigern sich dann jede Woche um zwei weitere bis zur maximalen Zahl von 21.

Die ersten merklichen Verbesserungen: Das Empfinden höherer Gelassenheit und innerer Ruhe, ein besseres Selbstgefühl. Alltagsbeschwerden wie Kopfschmerzen und Verdauungsproblemen gehen zurück. Der Gang zeigt eine zunehmend federnde Leichtigkeit, auch das Treppensteigen fällt leichter. Fettgewebe verschwindet, die Haut strafft sich: Die gesamte Erscheinung gewinnt an Ausstrahlung und Harmonie.

Der erste Tibeter: Man dreht sich, wie die Erde sich dreht. Die Füße stehen schulterbreit, quasi fest verwurzelt, man dreht sich rechts herum, beugt dann die Knie und legt die Hände ungefähr 30 Zentimeter vor dem Brustbein zusammen und atmet dreimal tief. Man breitet die Arme wie zum Fliegen aus und dreht sich erneut rechtsherum, um die Handflächen wieder zusammenzuführen.

Der zweite Tibeter: Die Fußsohlen Richtung Sonne. Man liegt mit geschlossenen Augen auf dem Rücken, die Arme liegen, Handflächen nach unten, neben dem Körper. Nacheinander werden erst Füße, dann Beinmuskeln angespannt, eingeatmet und gestreckte Beine und Kopf angehoben, - die Schultern am Boden. Mit dem Ausatmen werden Beine und Kopf wieder abgelegt.

Der dritte Tibeter: Erweitern von Horizonten, öffnen der Herzen. Man kniet aufgerichtet, mit aufgestellten Zehen, Knie stehen in schulterbreitem Abstand, und legt die Handflächen hinten stützend auf den Bereich von Oberschenkel und Gesäßmuskel. Man senkt den Kopf, atmet aus und schiebt beim Einatmen das Becken nach vorn, dehnt die Brust. Das Kinn bleibt gesenkt. Man senkt den Kopf sanft nach hinten. Im Ausatmen gelangt man in die Ursprungshaltung.

Der vierte Tibeter: Brücken in innere und äußere Welt. Der Körper zeigt, mit gestreckten Beinen in hüftbreitem Abstand aufrecht sitzend, einen rechten Winkel, Handflächen liegen seitlich auf. Man stellt sich vor, der Kopf würde an sanften Fäden nach oben gezogen, - in die aufrechte Haltung. Beim Ausatmen sinkt der Kopf auf die Brust, einatmend stützt man sich auf die Hände und richtet den Körper auf; der Kopf sinkt nach hinten, der Mund ist leicht geöffnet. Beim Zurückkehren in die Ursprungsstellung wird ausgeatmet.

Der fünfte Tibeter verbindet quasi Himmel und Erde. Man liegt in Bauchlage, die Stirn am Boden, hebt die die Zehenspitzen und stützt die Handflächen in Höhe der Schultern seitlich auf. Beim Ausatmen werden Kopf, Schultern, Rumpf und Schenkel gehoben, bis der Körper einen Bogen bildet. Mit dem Einatmen wird das Gesäß gehoben, während die Fersen auf dem Boden aufliegen und das Kinn Richtung Brust zeigt.

Die Tibeter sind nicht nur für Senioren, sondern jeden Menschen, der Stressbelastungen und Frustrationen in den Griff bekommen möchte, hervorragend geeignet, ebenfalls als spielerische Anregung für Kinder. Inzwischen erlernen immer mehr Menschen in Bildungs-, Sport- und Fitnesseinrichtungen diese vergleichsweise unkomplizierte, aber effektive Methode.

Dieser Beitrag wurde letztmalig am 24.07.2012 aktualisiert