Homöopathie bei Harnwegsinfektion und Blasenentzündung

Liegt eine der Blasenentzündung (Cystitis) oder der Harnwegsinfektion eine Erkältung zugrunde, sollte man zuerst
an die Mittel denken, die bei der Erkältung bzw. Grippe in Frage kommen.
Hier ist vor allem an die Mittel "in Folge von..." zu denken, wie Dulcamara und Rhus.tox.
Ansonsten ist zu beachten:
Bei plötzlichem, stürmischem Entzündungsbeginn, Fieber, Schmerzen in der Blase und Harnröhre, vorwiegend
ausgelöst durch trockene Kälte, ist Aconitum D12 passend.
Ein ebenfalls rascher Beginn einer Harnwegsinfektion mit Schweiß, kalten Händen und Füßen, Fieber,
schmerzhafter Blasengegend und Blasenkrämpfen, wird mit Belladonna D12 behandelt.
Belladonna folgt oft nach Aconitum. Viele komplexhomöopathischen Mittel haben Aconitum und Belladonna als
Inhalt. Beide Mittel sind aber selbst für Laien einfach zu unterscheiden.
Bei brennenden Schmerzen beim Wasserlassen, wenn trotz häufigen Harndrangs wenig Urin abläuft und die letzten
Tropfen in der Harnröhre heftig brennen, sollte man an Apis D12 denken.
Bei ständigem Harndrang mit Brennen am Beginn des Wasserlassens und Neigung zu häufig wiederkehrenden Blasen-
und Hamröhrenentzündungen, nimmt man Mercurius solubilis D12.
Ist die Harnwegsentzündung die Folge von nassen Füßen, Unterkühlung und Naßwerden oder auch kaltem Baden, so ist
Rhus toxicodendron D30 ein geeignetes Mittel.
Bei Harnwegsinfekten ist auch Echinacea D1 als Unterstützung eingenommen, ein probates
Mittel.
Allgemeine Blasenschwäche mit unwillkürlichem Urinabgang beim Husten, Niesen oder bei sonstiger geringer
Anstrengung, läßt sich mit Causticum D12 beheben, besonders wenn wiederholt in der Harnröhre
Brennen und Wundheitsgefühl verspürt wird.
Harnröhrenentzündung mit eifrigem Ausfluß bei Blasenschwäche und Bettnässen ist ein Fall für Pulsatilla
D6, besonders bei Kindern.
Siehe auch Kapitel: Entzündungen

Mit den besten Wünschen,
Ihr

Heilpraktiker und Gesundheitspädagoge der Sebastian Kneipp Akademie
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