Homöopathie bei Zahnung und Zahnschmerzen bei Baby, Kind und Erwachsenen

Bei manchen Kindern ist das Zahnen mit heftigen Schmerzen, Zahnfleischentzündung und unangenehmen
Beschwerden wie Schlaflosigkeit, Durchfall, Fieber, Unruhe und Gereiztheit begleitet.
Auch beim Erwachsenen können Beschwerden in ähnlicher Form auftreten, wenn der Weisheitszahn durchbricht.
Die Homöopathie hat eine Reihe von hilfreichen Mitteln, die die Zahnung und
Zahnschmerzen erleichtern können.
Das eindeutig am häufigsten angezeigte Mittel ist Chamomilla.
Ich empfehle die Potenz D12.
Es wird gebraucht, wenn beim Baby, Kind oder Erwachsenen ein außergewöhnlicher Reizzustand mit
Schmerzüberempfindlichkeit besteht.
Das Kind ist ungeduldig, schlaflos, es schreit zornig und weint jämmerlich. Das charakteristische für Chamomilla
ist: es beruhigt sich erst, wenn es herumgetragen wird.
Oft ist eine Wange rot, außerdem besteht manchmal grünlicher Durchfall mit vorübergehendem Fieber. Ein kaltes
Getränk im Mund lindert kurzzeitig, etwas Warmes verschlimmert die Schmerzen. Babys und Kleinkinder weinen dann
auch oft beim Stillen, wegen der warmen Milch.
Wenn sich bei der Zahnung Fieberzustande (vor allem nachts einstellen) und eine auffällige Furcht und
Ängstlichkeit besteht, dann ist Aconitum D12
ein geeignetes Mittel. Die Symptome sind meist besser, oder das Baby beruhigt sich wenn eine Bezugsperson da
ist und "Händchen hält". Bei Chamomilla will das Baby auf den Arm und "herumgeschleppt" werden!
Ist das Zahnfleisch leicht entzündet über die Zahndurchbruchstelle geschwollen und rot-bläulich
verfärbt und wenn man weder etwas Kaltes noch Heißes, sondern nur Lauwarmes im Mund ertragen kann und die
Beschwerden besonders nachts im Bett schlimmer sind (bei gleichzeitiger Schweißneigung und starkem Mundgeruch),
dann hat sich Mercurius solubilis D12 bewährt.
Siehe auch Kapitel: Schmerzzustände und Schlafstörungen

Mit den besten Wünschen,
Ihr

Heilpraktiker und Gesundheitspädagoge der Sebastian Kneipp Akademie
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