Ferrum phosphoricum: Das homöopathische Arzneimittelbild

Mittelherkunft und arzneiliche Wirkung von Ferrum phosphoricum

Informationen aus der Naturheilpraxis von René Gräber

René Gräber

Ferrum phosphoricum wird aus Eisenoxidphosphat hergestellt, auch phosphorsaures Eisen genannt. Eisen ist für fast alle Lebewesen ein essenzielles Spurenelement. Bei Pflanzen beeinflusst es die Photosynthese, bei Tieren ist es vor allem für die Blutbildung wichtig. Hier kommt es in oxidierter Form vor. Eisenmangel beim Menschen kann symptomlos erfolgen oder zu Anämie (Blutarmut) führen. Besonders bei Frauen tritt ein Eisenmangel häufig auf und wird dann meist mit Eisenpräparaten behandelt.

Kern des Mittels

Ferrum phosphoricum ist vor allem im ersten Stadium entzündlicher und fieberhafter Prozesse angezeigt. Auch Überempfindlichkeit, Wechselhaftigkeit oder die Folge von Operationen gehören zum Mittelkern.

Allgemeine Symptome

Ferrum phosphoricum Patienten sind besonders anfällig und schwach, obwohl sie meist blühend aussehen. Müdigkeit ist ebenso typisch wie eine Neigung zu Fettsucht. Die Patienten haben Durst auf große Mengen kalter Getränke, außerdem ein Verlangen nach Tomaten. Fett und kalte Getränke werden nicht gut vertragen. Häufig sind Ferrum phosphoricum Patienten blond, blass und schlank. Sie sind aufmerksam und sprudeln vor Ideen. Gegen äußere Einflüsse sind sie empfindlich. Sie neigen zu Atemwegserkrankungen und Verdauungsbeschwerden. Bei einem Ferrum phosphoricum-Zustand fehlen oft charakteristische Symptome.

Körperliche Symptome

Kopf und Gesicht

Atmung

Herz und Kreislauf

  • leichte Tachykardie mit weichem Puls
  • Blutungsneigung

Verdauungs- und Harnorgane

weibliche Geschlechtsorgane

  • trockene, heiße Vaginalschleimhaut
  • Menorrhagien anämischer Frauen

Bewegungssystem

Sonstiges

Psychische Symptome

Diese Patienten sind meist nervöse, reizbare und ängstliche Menschen mit launenhafter Stimmung. Sie wirken unruhig und leicht erregbar, vor allem in der Nacht. Sie sind leicht zu verärgern und vertragen keinen Widerspruch. Insgesamt sind sie unzufrieden und neigen zu wechselhaften Stimmungen. Ihre Konzentrationsfähigkeit und ihr Gedächtnis sind schwach, sie vergessen viel, sind gleichgültig und stumpfsinnig. Gleichzeitig haben sie großes Mitgefühl für andere. Trotzdem sind sie nicht gerne in Gesellschaft, sondern haben ein großes Verlangen nach Einsamkeit. Viele Ängste sind typisch. Das können Zukunftsängste sein, Ängste vor schlimmen Ereignissen, vor dem Tod, vor Menschenmengen oder vor Gewitter.

Symptomatiken verschlimmern sich...

  • nachts zwischen 4.00 und 6.00 Uhr
  • an der frischen Luft
  • durch unterdrückte Schweiße
  • durch schnelle Bewegung
  • durch Absonderungen

Besserung gelingt durch...

  • Kälteanwendungen
  • langsame, sanfte Bewegung

 

Dieser Beitrag wurde letztmalig am 21.01.2014 aktualisiert

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