Kalium Jodatum: Das homöopathische Arzneimittelbild

Mittelherkunft und arzneiliche Wirkung von Kalium Jodatum

Informationen aus der Naturheilpraxis von René Gräber

René Gräber

Kaliumiodit (oder auch Kaliumjodid) ist ein Kaliumsalz aus Iodwasserstoffsäure. Es wird als Medikament bei Jodmangel und Kropf eingesetzt. In sehr hohen Dosierungen ist Kaliumiodit außerdem ein Strahlenschutzmittel. Es kann nach Unfällen in Kernkraftwerken eingesetzt werden, um die Aufnahme radioaktiven Iods in den Körper zu reduzieren.

Kern des Mittels

Kalium Jodatum hat einen starken Bezug zu den Atemwegen. Typisch sind Atembeschwerden in der Nacht und am Morgen und ein trockener, krampfartiger Husten. Kalium Jodatum ist außerdem ein wichtiges Frauenmittel, das vor allem im Klimakterium eingesetzt wird.

Allgemeine Symptome & Anwendungsgebiete

Patienten, für die ein Mittel aus der Kaliumgruppe passt, sind bodenständig, korrekt und konservativ. Moralisches Handeln und korrekte Umgangsformen sind ihnen wichtig. Kalium-Jodatum-Patienten zeichnen sich dadurch aus, dass sie mürrisch, teils auch rachsüchtig und boshaft sind und eher zurückgezogen leben. Ein typisches Bild ist der mürrische, allein lebende Alte. Die Patienten magern oft schnell ab und haben eine große Abneigung gegen Milch und kalte Speisen.

Körperliche Symptome

Kopf, Gesicht und Hals

  • Nebenhöhlenentzündungen
  • Schnupfen mit viel wässrigem, wund machendem Sekret
  • gerötete Augen, die reizendes Sekret absondern
  • heftige Kopfschmerzen, besonders über den Augen und an der Nasenwurzel, vor allem morgens
  • hohe Speichelproduktion
  • trockener Hals am Morgen
  • Kropf

Atemorgane

Bewegungssystem und Extremitäten

weibliche Geschlechtsorgane

Psychische Symptome

Kalium-Jodatum-Patienten gelten (in der Homöopathie) als leicht reizbar, zornig und auch mürrisch. Oftmals findet man in der Biografie tiefe Verletzungen, weshalb sie auch nicht imstande sind, Gefühle zu zeigen. Sie gönnen anderen ihre positiven Gefühle nicht und leben gerne zurückgezogen. Einige Patienten werden deshalb zu verbitterten Einzelgängern.

Symptomatiken verschlimmern sich...

  • nachts
  • in geschlossenen Räumen
  • durch feuchtes Wetter und kalte Nässe
  • durch Ruhe
  • durch Milch

Besserung gelingt durch...

  • Bewegung
  • frische Luft
  • Kälte

Dieser Beitrag wurde letztmalig am 12.03.2013 aktualisiert

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