Lachesis: Das homöopathische Arzneimittelbild

Mittelherkunft und arzneiliche Wirkung von Lachesis

Informationen aus der Naturheilpraxis von René Gräber

René Gräber

Lachesis wird aus dem Gift der Buschmeisterschlange gewonnen. Alle Schlangengifte haben eine Wirkung auf das Nervensystem, die zur Atemlähmung führt. Außerdem stören sie das Gerinnungssystem des Blutes. Das Gift der Buschmeisterschlange ist jedoch verhältnismäßig schwach und führt daher nur selten zum Tod.

Kern des Mittels in der Homöopathie

In der Homöopathie hat Lachesis mit Überaktivität und inneren Spannungen zu tun. Diese können sich in körperlicher Vitalität, geistiger Überaktivität, Redseligkeit, ausgeprägter Phantasie, Leidenschaftlichkeit, sexuellen Spannungen, PMS, Eifersucht oder Ängsten äußern. Auch düster-rote Entzündungen mit Neigung zum Gangrän sind typisch.

Allgemeine Symptome

Besonders auffällig bei Lachesis-Patienten ist das hohe Aktivitätsniveau. Sie befinden sich in großer seelischer und geistiger Erregung und sind stark aktiv, bis dann plötzlich die Kräfte nachlassen. Die Patienten haben wechselnden Appetit und zeitweise großen, kaum stillbaren Durst. Schlafstörungen sind häufig, ebenso ein starkes sexuelles Verlangen.

Körperliche Symptome

Kopf und Gesicht

Hals

  • Zusammenschnürungsgefühl im Hals
  • berührungsempfindlicher Kehlkopf
  • trockener Hals, Halskratzen, Heiserkeit
  • Scharlach
  • Diphterie
  • Speiseröhrenkrampf

Atmung

Herz und Kreislauf

Verdauung

Harnorgane

Geschlechtsorgane

  • zu schneller Orgasmus (beim Mann)
  • anhaltende nächtliche Erektionen
  • schwache, kurze, verzögerte Menstruation
  • Wechseljahresbeschwerden
  • PMS
  • Brustdrüsenentzündung
  • Brustkrebs

Bewegungssystem

  • rheumatoide Schmerzen
  • heiße, brennende Hand- und Fußsohlen
  • linksseitige Lähmungen

Nervensystem

Haut, Haare, Nägel

Psychische Symptome

Auffällig ist bei Lachesis-Patienten vor allem ihre Übererregung. Die Patienten stürzen sich mit großer Leidenschaft in neue Aufgaben, führen die Aktivität aber bis zur Selbstzerstörung fort.

Sie sind egozentrisch und neigen zu Eifersucht und Kontrollsucht. Sie sind häufig ungeduldig, aufgeregt und geschwätzig. In ihrer Leidenschaftlichkeit sehnen sie sich nach neuen sinnlichen Erfahrungen und Vergnügungen.

Entsprechend groß sind ihre Interessensbereiche, die Ausdauer für die einzelnen Dinge fehlt jedoch. Die Patienten erscheinen oft hochmütig und arrogant. Sie haben aber eine rasche Auffassungsgabe und hohe Leistungsfähigkeit - aber auch ein großes „Gedankenchaos“.

Symptomatiken verschlimmern sich...

  • während und nach dem Schlaf
  • durch hormonelle Umstellungen
  • im Frühling
  • durch Wärme
  • durch Berührung und Druck der Kleidung
  • durch Ruhe
  • durch Ausbleiben von Absonderungen

Besserung gelingt durch...

  • Bewegung
  • frische Luft
  • Tageslicht
  • kalte Getränke
  • Ausscheidungen
  • Sex

Dieser Beitrag wurde letztmalig am 12.03.2013 aktualisiert

 

Homöopathie einfach und verständlich für den Hausgebrauch!

Homöopathie Handbuch
KLICKEN SIE HIER




Die erstaunliche Arzneimittellehre: fast 300 Arzneibilder auf über 1500 Seiten...

Arzneimittelbilder 2.0
KLICKEN SIE HIER

René Gräber