Mezereum: Das homöopathische Arzneimittelbild

Mittelherkunft und arzneiliche Wirkung von Mezereum

Informationen aus der Naturheilpraxis von René Gräber

René Gräber

Mezereum wird aus dem stark giftigen Seidelbast hergestellt. Sein Gift schädigt die Nieren, den Kreislauf und das Zentralnervensystem und verätzt die Haut. Schon zehn Beeren können für Kinder tödlich sein. Früher wurde Seidelbast bei der Schmerzbehandlung von Gicht, Rheuma und anderen entzündlichen Erkrankungen eingesetzt.

Kern des Mittels in der Homöopathie

In der Homöopathie ist Mezereum ist bei entzündlichen Hautprozessen, ausgeprägter Frostigkeit, Schmerzen und Juckreiz und bei vom Magen aufkommendem Angstgefühl angezeigt.

Allgemeine Symptome

Typisch für einen Mezereum-Patienten ist ein starkes Verlangen nach Fetten. Die Patienten frieren stark. Trotzdem verschlimmert Wärme ihre Beschwerden. Schlaflosigkeit ist häufig.

Körperliche Symptome

Kopf und Gesicht

Atmung

  • Zusammenschnürungsgefühl in der Brust
  • trockener Husten, der zu Erbrechen führen kann

Verdauung

Bewegungssystem

Nervensystem

  • neuralgische Schmerzen, danach Frösteln und Taubheitsgefühl
  • Ischialgie

Haut, Haare, Nägel

  • verdickte Haut mit Rissbildung
  • starker, schwer auszuhaltender Juckreiz mit Ausschlag
  • stark juckende Ekzeme mit Eiterung und Schorfbildung
  • tiefe Geschwüre
  • Leberflecken an den Händen
  • Herpesinfektionen
  • Schleimhautentzündungen
  • Neurodermitis

Psychische Symptome

Mezereum-Patienten empfinden (aus homöopathischer Sicht) ein vom Magen aufkommendes Angstgefühl. Sie neigen zur Hypochondrie. Insgesamt wirken sie gleichgültig gegen alles und jeden. Sie starren stundenlang nur aus dem Fenster, sind freud- und mutlos. Im Umgang mit anderen Menschen widersprechen sie viel und sind streitsüchtig. Häufig wirken sie geistesabwesend. Ihr Gedächtnis ist eher schwach.

Symptomatiken verschlimmern sich...

  • abends und nachts
  • durch kalte Luft oder kaltes Waschen
  • durch Bettwärme
  • durch Bewegung
  • durch Berührung

Besserung gelingt durch...

  • Aufenthalt im Freien
  • Einhüllen
  • Strahlungswärme

Dieser Beitrag wurde letztmalig am 14.03.2013 aktualisiert

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