Silicea: Das homöopathische Arzneimittelbild

Mittelherkunft und arzneiliche Wirkung von Silicea

Informationen aus der Naturheilpraxis von René Gräber

René Gräber

Silicea ist die wasserhaltige, polymerisierte Kieselsäure des Bergkristalls. Kieselsäure beschleunigt den Mineralisationsprozess im Knochen, erhält die Gewebeelastizität aufrecht und unterstützt die Wasserbindungskapazität der Proteine.

Kieselsäurehaltige Produkte werden bei Störungen der Haut und der Hautanhangsgebilde sowie bei Störungen des Knochenstoffwechsels eingesetzt. Reich an Kieselsäure sind zum Beispiel Schachtelhalm, Brennnessel, Hafer, Hirse und Kieselerde.

Kern des Mittels in der Homöopathie

Ein verlangsamter Stoffwechsel oder eine reduzierte Aufnahmefähigkeit sprechen für Silicea. Zum Kern des Mittels gehören Müdigkeit, Antriebslosigkeit, Abwehrschwäche, chronische Knochenprozesse und heftige Verstopfung.


Allgemeine Symptome

Silicea-Patienten sind schwach und erschöpft. Sie wirken langsam und leistungsunfähig, Kinder sind konstitutionell oft zurückgeblieben. Typisch ist ein schlechter Ernährungszustand, die Patienten sind oft massiv abgemagert. Sie haben großen Durst und Verlangen nach Kaltem, aber auch nach Sand und anderen unverdaulichen Dingen. Gegen Milch, Fleisch und Warmes haben sie eine Abneigung.

Körperliche Symptome

Psychische Symptome

Silicea-Patienten haben einen ausgeprägten Mangel an Selbstvertrauen und Entschlossenheit. Sie sind nachgiebig und wenig standfest und haben eine große Abneigung gegen Auseinandersetzungen.

Viele würden gerne ein aktives Leben führen, fühlen sich aber zu erschöpft. Auf der anderen Seite sind die Patienten sehr hartnäckig und stur, sie haben feste Grundsätze ohne Moralismus und ändern ihre Meinung nur schwer. Vor Unangenehmem fliehen sie, gehen Streit aus dem Weg und unterdrücken negative Gefühle.

Sie sind gewissenhaft und gründlich bis hin zur Pedanterie. Typisch ist eine melancholische Ernsthaftigkeit, die die Patienten dazu bringt, jeden Abend und bei Ansprache zu weinen. Durch ihre Zurückhaltung und Zögerlichkeit werden Silicea-Patienten oft unterschätzt. Meist sind die Patienten intellektuelle Typen, aber sie erschöpfen auch geistig schnell. Durch den Mangel an Selbstvertrauen unterschätzen sie ihre eigenen Leistungen, sind schüchtern und können sich nur schlecht durchsetzen.

Ihre soziale Kompetenz ist groß, sie sind verlässlich, umgänglich und loyal. Viele Ängste prägen die Silicea-Patienten. Sie geraten leicht in Panik, haben angstvolle Träume und Vorahnungen und sind schon als Kinder scheu und furchtsam. Besonders Versagens- und Prüfungsängste sind verbreitet. Auch spitze Gegenstände machen ihnen Angst.

Symptomatiken verschlimmern sich...

  • abends und nachts
  • bei Neumond
  • bei Kälte, im Winter
  • in warmen, überhitzten Räumen
  • durch die Unterdrückung von Schweiß

Besserung gelingt...

  • durch Wärme, warmes Einhüllen
  • durch Liegen auf der linken Seite



Dieser Beitrag wurde letztmalig am 23.05.2013 aktualisiert

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