Akute Bronchitis und Chronische Bronchtis
Wenn einem die Luft ausgeht und der Husten zur Qual wird: Akute Bronchtitis und chronische
Bronchitis
Bei einer Bronchitis handelt es sich um eine Lungenkrankheit, die mit einer
Entzündung der verzweigten Atemwege (Bronchien), Husten, Schleimauswurf (weißlich bzw.
gelb-grünlich) und Fieber einhergeht.
von: René Gräber - Heilpraktiker und
Gesundheitspädagoge
Was versteht man unter Bronchitis?
Der Betroffene hat häufig das Gefühl, sich "die Seele aus dem Leib zu husten". Bronchitis ist eine der
häufigsten diagnostierten Erkrankungen und tritt vor allem im Frühjahr oder Herbst auf, da feuchtkaltes Wetter
Atemwegsinfekte begünstigt. Aus einer akuten kann sich eine chronische Bronchitis entwickeln.
Was ist der Unterschied zwischen einer akuten und einer chronischen
Bronchitis?
Eine akute Bronchitis wird durch Bakterien oder Viren ausgelöst - so die Meinung der meisten Schulmediziner.
Häufig geht ihr eine Erkältung voran. Die akute Bronchitis kann auch als so genannte "Sekundärinfektion" im Zuge
anderer Erkrankungen auftreten (beispielsweise Typhus oder Masern). Auch die Inhalation von Schadstoffen
(dazu zählen vor allem Zigarettenrauch sowie Luftverschmutzung) und Staub begünstigt die Entstehung einer akuten
Bronchitis.
Bei einer Erkrankungsdauer von mehr als sieben Tagen sowie bei eventuellen Atembeschwerden (siehe auch:
Atemnot), Blut -Husten und hohem Fieber ist ein Arzt zu konsultieren.
Treten Husten und Schleimauswurf innerhalb von zwei
Jahren an mindestens drei aufeinander folgenden Monaten auf, handelt es sich laut den Richtlinien der
Weltgesundheitsorganisation (WHO) um eine chronische Bronchitis.
Eine Chronifizierung der Erkrankung wird vor allem durch das Rauchen begünstigt. Weitere Ursachen für eine
chronische Bronchitis können Allergien, Chemikalien,
Staub, langer Aufenthalt an trockener Luft, Herzerkrankungen sowie Brustkorb- und
Wirbelsäulenverformungen sein.
Im Zuge der chronischen Bronchitis wird der Husten verschlimmert und der Schleimauswurf beschwerlicher; es
kommt zu Kurzatmigkeit. Eine chronische Bronchitis kann zu einer irreversiblen Zerstörung der kleinsten
Lungenbläschen (Lungenemphysem), häufigen Lungenentzündungen,
Sauerstoffmangel, der durch eine Herabsetzung der Lungenfunktion bedingt wird, sowie zu Herzerkrankungen führen.
Kann eine akute Bronchitis und eine chronische Bronchitis naturheilkundlich behandelt
werden?
In der Schulmedizin kann eine bakteriell verursachte Bronchitis mit Antibiotika behandelt werden, während bei
einer Bronchitis durch Virusinfektion ohnehin nur eine Linderung der Beschwerden möglich ist.
Wer die "chemische Keule" meiden möchte, kann sich mit Hilfe der Naturheilkunde Linderung verschaffen. Generell
sollten die Betroffenen viel trinken (warme Tees, keinen Alkohol) sowie bei der Ernährung Fertigprodukte meiden und
stattdessen vitaminreiche Kost zu sich nehmen. Aktives und passives (!) Rauchen sollten unbedingt vermieden
werden.

Atemtherapie und Zungenreinigung gehören
zum täglichen Gesundheitsritual. Günstig ist ein Aufenthalt in einer Umgebung mit hoher Luftfeuchtigkeit (Meer,
Gebirge, im Innenraum ein künstlicher Luftbefeuchter/feuchte Tücher u. ä.). Bei Schadstoffen am Arbeitsplatz, die
eine Bronchitis begünstigen, sollte man auf lange Sicht einen Berufswechsel in Betracht ziehen.
Bei einer Bronchitis müssen körperliche Anstrengungen vermieden und bei Fieber das Bett gehütet werden. Das Krankenzimmer darf nicht
überheizt sein. Nachts können Quarkwickel oder erwärmte Schweineschmalzwickel für Linderungen sorgen. Für die
Bereitung eines Wickels kann auch Erkältungssalbe verwendet werden.
Ein Beschwerderückgang wird zudem durch ätherische Öle (etwa Fichtennadel, Eukalyptus),
die zur Inhalation dienen oder dem Badewasser beigefügt werden, unterstützt (Aromatherapie).
Die Heilpflanzen Fenchel,
Lungenkraut, Spitzwegerich, Isländisch Moos, Quendelkraut, Schlüsselblume und Huflattich können als Tee oder
Gurgellösung zur Symptombekämpfung eingesetzt werden. Huflattich sollte allerdings nicht der Langzeittherapie
dienen. Zur Inhalation bieten sich zudem Sole und 1-2prozentige Kochsalzlösung an.
Mit Homöopathie findet der
Erkrankte bei "Spenglersan-Kolloiden" Linderung. Die Anwendung von "Spenglersan-Kolloiden verläuft wie folgt:
Zunächst an 2 Tagen 3 mal täglich 10 Tropfen "Spenglersan-Kolloid K" auf die Ellenbogen-Innenseite tropfen und
verreiben, an darauf folgenden Tagen die Prozedur 3mal täglich mit "Spenglersan-Kolloid G" und abends 10 Tropfen
"Spenglersan-Kolloid T" wiederholen. Mit "Broncho-Entoxin N" bietet Spenglersan-Meckel mittlerweile ein einziges
Präparat speziell für die Behandlung von akuter und chronischer Bronchitis an. "Broncho-Entoxin N" enthält
Zehrwurzel, Tollkirsche, Sonnentau und Bilsenkraut. "Spenglersan-Kolloide" fördern die Selbstheilungskräfte des
Körpers.
Die Einnahme der "Schüssler-Salze" Nr. 2 (Calcium phosporicum), Nr. 4
(Kalium chloratum) und
Nr. 7 (Magnesium
phosphoricum) ist bei einer Bronchitis ebenfalls hilfreich. Bachblüten sollten erst nach eingehender Testung des
Betroffenen durchgeführt werden.
Zur Behandlung einer Bronchitis wird in der Alternativmedizin auch das Schröpfen eingesetzt. Dabei sind sowohl das
blutige (die Haut wird vor dem Schröpfen angeritzt) als auch das trockene Schröpfen, welches auf unversehrten
Hautstellen erfolgt, möglich. Es ist jedoch darauf zu achten, dass die Bauchseite zwischen 1. und 7. Brustwirbel
nur trocken geschröpft werden darf.
Bei allergisch bedingter chronischer Bronchitis, die häufig mit Asthma einhergeht, muss eine
Allergiebehandlung (siehe auch Allergie) (beispielsweise
die Eigenbluttherapie) in
Betracht gezogen werden. Zur Allergiediagnostik kann die Kinesiologie gute Dienste leisten.
Ist die Bronchitis durch eine Wirbelsäulenverformung verursacht, trägt die Dorn-Breuß-Methode zur
Besserung der Beschwerden bei. Dabei werden durch die Wirbelsäulen-Therapie nach Dorn auf sanfte Art und Weise die
Wirbel in die richtige Position gerückt und Beinlängendifferenzen korrigiert. Bei der Breuß-Massage wird die
Rückenmuskulatur entspannt. Vor der Aufnahme einer Dorn-Breuss-Therapie muss unbedingt geklärt werden, ob beim
Patienten eine Osteoporose vorliegt.
Bei der Fußreflexzonenmassage werden bei einer Bronchitis das Bronchialgebiet sowie der
Nasen-Rachen-Raum als Symptomzonen und als Hintergrundzonen Niere, Lymphe, Hypophyse und Solarplexus behandelt. Der
Behandlungsturnus sollte bei 2mal 20 Minuten pro Woche liegen und zwischen 6 und 12 Sitzungen umfassen.
Mit Hilfe der Neuraltherapie werden mögliche Störfelder im Körper, die die Ursache der
Bronchitis sein können, aufgedeckt. Zur Diagnostik der Störfelder wird ein Lokalanästhetikum in die Gaumenmandel,
die Rachenmandel und störherdverdächtige Zähne injiziert.
Dieser Beitrag wurde letztmalig am 18.10.2011 bearbeitet.
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