Blähung oder starke Blähungen?

Leiden Sie an Blähungen oder sogar unter starken Blähungen?

Und das ganze mehr als "nur mal pupsen"? Was ist mit Blähungen in der Schwangerschaft und bei Babys oder einem Baby?

von: René Gräber - Heilpraktiker und Gesundheitspädagoge

Durch krankhafte Gasbildung im Darm wird der Leib aufgebläht. Die "kleine Blähung" oder pupsen, genauso wie starke Blähungen entstehen durch eine übermäßige Füllung von Magen und vor allem Darm mit Gasen.

So können zum Teil sehr schmerzhafte "Windkoliken" entstehen, die das Zwerchfell hochgedrängen und dadurch sowohl das Herz als auch die Atmung beeinträchtigen können. Viele Patienten denken dann, sie hätten es mit dem Herz...

Im Prinzip ist "Pupsen" gesund...

denn so können die Gase entweichen, die entstanden sind. Ein gewisses Mass an Gasbildung ist normal. Die Gase entstehen bei der Verdauung im Darm.

So entstehen wenigstens ca. 1 Liter Gase täglich. So viel Gas bilden allein schon die Bakterien in unserem Dickdarm, deren Funktion das Recycling unserer Nahrung, bzw. der unverdauten Nahrungsbestandteile ist. Aus den unverdauten Resten, die im Dickdarm ankommen, gewinnen sie noch wertvolle Mineralstoffe und Energie. Dabei entstehen Gase, die zum Teil sehr unangenehm werden können.

ACHTUNG: Begleitsymptome wie starke Schmerzen, Erbrechen, Gewichtsabnahme und / oder merkwürdig sich änderndes Stuhlverhalten (mal weich - mal hart) deuten möglicherweise auf ernsthaftere Erkrankungen hin. (Durchfall oder Verstopfung) In diesem Falle sollten Sie auf keinen Fall selbst herumdoktern, sondern zum Arzt gehen! Eine mögliche Darmerkrankung sollte ausgeschlossen werden.


Die Menge der Gasbildung und der Blähungen können wir beeinflussen!

Ursache für starke Blähungen können unter anderem die Unverträglichkeit bestimmter Gemüsesorten (z.B. Kohl und Hülsenfrüchte) sein.

Aber auch Bewegungsmangel, einseitige Ernährung, der es an wichtigen Inhaltsstoffen fehlt, oder mangelnde Eßdisziplin - vor allem: ungenügendes Kauen und zu hastiges Essen mit Luftschlucken.

Im Mittelpunkt der Therapie steht also eine Art "Ernährungsumstellung". Bei Blähungen haben sich außerdem Heilpflanzen, Homöopathie sowie physikalische Therapie (wie Wickel und Auflagen) bewährt. Gute Ergebnisse sind auch mit Fußreflexzonenmassage zu erreichen.

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Wichtig bleibt bei starken Blähungen die Behandlung der Grundstörung:

Finden sich in der Diagnose Hinweise auf einen Mangel an Magensäure, Gallensaft oder Enzymen, die die Beschwerden verursachen, so sollten die Organe Magen, Leber, Galle und Bauchspeicheldrüse ebenfalls in die naturheilkundliche Therapie mit einbezogen werden: vor allem mit Pflanzenheilkunde, Homöopathie und Wickeln und Auflagen.

Allgemeine Tips zur Lebensführung bei Blähungen

Das Eßverhalten sollte geändert werden: gut kauen, langsam und ohne Hast essen, kleine leicht verdauliche Mahlzeiten blähende, unverträgliche Speisen meiden, auch kohlensäurehaltige Getränke.

Ziel ist eine sinnvolle Ernährungsumstellung. Dazu zählen Ernährungsprinzipien wie: viel Frischkost, leicht verdauliche Fette, z. B. kaltgepreßte Pflanzenöle, weniger Fleisch und Wurst, sowie ein ausreichend hoher Ballastoffanteil (Vollkornprodukte).

Heilerde bei Blähung

Eine sehr wirkungsvolle und rasche Selbsthilfe bei Blähung ist die Einnhame von Heilerde. Dies ist auch in der Schwangerschaft im allgemeinen möglich.

Heilerde bindet Luft und verringert die Beschwerden durch eine Reduzierung der Gasmenge im Darm. Auch bei Dysbakterie bzw. Fäul und Gärungsprozessen trägt Heilerde zur Giftbindung und zu einer raschen Besserung bei.

Homöopathie zur Selbstbehandlung bei Blähungen

Ein gut geeignetes Homöopathie Komplexmittel ist:

Carbo vegetabilis Pentarkan 3 mal täglich 10 - 15 Tropfen. In akuten Fällen stündlich 5 Tropfen in etwas Wasser.

Zusätzlich trinkt man vor- und nachmittags je eine Tasse Biosanum Fermenttee (auch aus der Apotheke). Man gibt einen EL Tee auf 1/4 Liter Wasser, läßt kurz aufkochen und 4 Minuten ziehen.

Äußerlich macht man Umschläge mit Biosanum-Essenz (auch aus der Apotheke). Einen EL der Essenz gibt man in eine Tasse Wasser, tränkt einen Leinenlappen darin und legt ihn bis zu 1 Stunden täglich auf den rechten Oberbauch.

Blähungen bei einem Baby

Wenn das Baby gestillt wird, darf die Mutter keine blähenden Speisen essen! Auch auf Zwiebel und Knoblauch sollte sie verzichten.

Aus der Homöopathie leistet Chamomilla D12 sehr gute Hilfe, wenn das Baby schreit wegen der Schmerzen und nur durch herumtragen zu beruhigen ist.

Dieser Beitrag wurde letztmalig am 18.10.2011 bearbeitet.

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