Regelschmerzen und Menstruationsbeschwerden
Menstruationsbeschwerden und Regelschmerzen kennt jede Frau. Die Schmerzstärke variiert von Frau zu Frau
und von Regelblutung zu Regelblutung.
von: René Gräber - Heilpraktiker und
Gesundheitspädagoge
Symptome
Bekannte Symptome sind ein schmerzhaftes Ziehen im Unterleib, Rückenschmerzen und "schlechte
Laune". Viele Frauen empfinden während der Menstruation eine stärkere Minderung der körperlichen und geistigen
Leistungsfähigkeit, was auf den veränderten Hormonspiegel zurückzuführen ist, der in diesem Zeitraum auftritt.
Weitere Symptome sind Müdigkeit, Appetitlosigkeit, Übelkeit,
Kopfschmerzen, Schwindel, Nervosität, Reizbarkeit, Blähungen und oft auch Hautveränderungen wie auftretende Pickel oder sogar
Akne.
Bei Regelschmerzen spricht man auch von Dysmenorrhoe. Es wird zwischen primären und sekundären Regelschmerzen
unterschieden. Vor allem jüngere Frauen leiden unter der primären Dysmenorrhoe, die durch das PMS und
wahrscheinlich durch die Produktion des Hormons Prostaglandin, das in der Gebärmutterschleimhaut gebildet wird,
ausgelöst wird.
Durch die Einnahme der Pille können die Schmerzen verringert werden, weil sie die Produktion des Hormons
Prostaglandin hemmt. Die sekundären Regelschmerzen treten bei Frauen auf, die älter sind als 20 Jahre. Die
Schmerzen können auf organische Erkrankungen deuten, Entstehungen von Myomen zum Beispiel.
Therapie
Gegen die Schmerzen hilft vor allem Wärme, zum Beispiel Sauna, ein warmes Bad oder eine einfache
Wärmeflasche.
Somit werden die Gebärmutterkrämpfe zumindest gelöst. Entspannend sind auch Massagen und diverse Yoga-Übungen. Sport kann helfen, Beschwerden zu verringern, denn der
Körper ist besser durchblutet. Tägliche Spaziergänge an der frischen Luft oder Fahrradfahren ist schon ein guter
Anfang.
Bei krampfartigen Anfällen, aber auch bei Stimmungsschwankungen und Reizbarkeit helfen Extrakte aus
Mönchspfeffer und Gänsefingerkraut.
Wenn die Schmerzen stärker sind, mit einer Kolik zu vergleichen, zusätzlich auch das abgehende Blut dunkelrot
und klumpig ist, bietet sich zudem auch Chamomilla an.
Kommen zu den Unterleibskrämpfen noch Übelkeit, Schwindel, Erbrechen und Kopfschmerzen hinzu, sollte man auf Pulsatilla
(Wiesenküchenschelle) zurückgreifen.
Bei (zusätzlicher) Kreislaufschwäche und drohender Ohnmacht hilft weißer Germer (Veratrum album). Die
regelmäßige Einnahme von Magnesium und Fischöl beugt Unterleibskrämpfen vor. Ein bekanntes und oft verwendetes
Mittel ist auch Cimicifuga (Wanzenkraut, Traubensilberkerze), das östrogen-artig wirkt.
Gegen Depressionen vor und während der Menstruation kann man Johanniskraut nehmen. Die richtige homöopathische
Therapie kann nur erfolgen, wenn man alle auftretenden Symptome erfasst hat.

Dieser Beitrag wurde letztmalig am 18.10.2011 bearbeitet.
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