Psychoneuroimmunologie und
Allergie
Mit positiven Gedanken geben Sie
einer Allergie keine Chance
Doch genauso, wie Sie mit negativen Einstellungen Ihre
Allergiebereitschaft erhöhen, können Sie diese mit positiven
Gedanken senken.
Denn Optimismus verstärkt die Produktion des Botenstoffs
Gamma-Interferon, der die Histaminausschüttung durch die
Mastzelle hemmt.
Diese seelischen Faktoren sind Balsam
für Ihr Immunsystem und gegen eine Allergie:
• festes Vertrauen in die eigene Stärke und positive
Erwartungshaltung (Optimismus)
• Bewusstsein, dass die Allergene eigentlich völlig
ungiftig sind (nur der Körper reagiert überzogen)
• gelassener Umgang mit den Allergiesymptomen
Auf dieser Basis haben die Ärzte der Deutschen Gesellschaft
für Psycho-Allergologie zusammen mit der Fachhochschule
Hildesheim ein spezielles Behandlungsprogramm für Allergiker
entwickelt.
Es umfasst acht Abende a drei Stunden, in denen Sie
Tiefenentspannung, Musikmeditation sowie Techniken der
Selbsthypnose erlernen.
Die erste Studie im Jahr 1998 brachte überraschende Erfolge:
Bei 80 % der 73 untersuchten Patienten hatte sich die Allergie
nach der Behandlung deutlich abgeschwächt oder war sogar ganz
verschwunden. Der Medikamentenbedarf aller
Teilnehmer reduzierte sich auf ein Achtel.
Adressen von Ärzten, die nach diesem Programm arbeiten,
erhalten Sie von der Geschäftsstelle der Gesellschaft für
Psycho-Allerologie.
Immer mehr Krankenkassen erstatten auch schon die Kosten in
Höhe von ca. 450 € für diese Behandlung, weil sie sich
langfristig für Patienten und Kassen rechnet.
Heuschnupfen: Allergie durch falsches
Denken?
Folgende seelische Faktoren sind
Gift für Ihr Immunsystem und können u.a. eine Heuschnupfen
Allergie auslösen
• übertriebene Ängste
• negative Erwartungshaltungen (Pessimismus)
• Gefühle der Hilflosigkeit
• Zeitdruck
• ungelöste Konflikte
• andauernder Groll und nachtragendes Verhalten
Für die Auswirkungen dieser Faktoren verwenden Psychologen
gerne den englischen Begriff „Feedforward-Effekt”, der der
„selbsterfüllenden Prophezeiung” sehr ähnelt.
Wenn Sie jetzt denken das ganze sei sowieso Humbug... denken
Sie nochmal, denn die Wissenschaft stützt auch diese These
deutlich. Diese Richtung der Medizin nennt sich
Psychoneuroimmunologie.
Ein Beispiel soll dies verdeutlichen:
Stellen Sie sich einmal einen Manager Mitte 40 vor, der in
einer akuten beruflichen Stresssituation plötzlich zum ersten
Mal in seinem Leben einen Heuschnupfen bekommt. Jeder von Ihnen
kann nachvollziehen, dass dieser Patient nicht nur ungehalten
oder verzweifelt ist, sondern sich vor der nächsten
Pollensaison auch ziemlich fürchten wird. Diese Furcht kann so
stark werden, dass schon die Radiomeldung „Morgen ist mit
verstärktem Pollenflug zu rechnen” bei diesem Patienten eine
neue Heuschupfenattacke auslöst.
Auch der (leider noch übliche und verbreitete) Hauttest
auf eine Allergie, z. B. der Prick-Test, können die
Furcht vor Allergenen so verstärken, dass tatsächlich eine
Allergie auftritt. Es entsteht ein Teufelskreis aus negativen
Erwartungen und der Erfüllung dieser Erwartungen, dass
sich dieser Zyklus immer schneller fortentwickeln kann...
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