Darmschleimhaut

Informationen aus der Naturheilpraxis von René Gräber

René Gräber

Die Hauptaufgabe der Darmschleimhaut ist – neben der Resorption von Nährstoffen – den Körper vor schädlichen Nahrungsbestandteilen zu schützen

Deshalb ist sie mit einem eigenen Immunsystem, dem so genannten darmassoziierten Immunsystem, ausgestattet, welches die Darmschleimhaut beinhaltet.

Diese Abwehr wird erst nach der Geburt langsam aufgebaut und trainiert. Deshalb halte ich auch das Stillen für so wichtig. Babys verfügen bis zum Ende des ersten Lebensjahres noch nicht über die notwendigen Enzyme zur Verdauung von tierischen Eiweißen und Fetten, wie sie z. B. in Kuhmilch und Eiern enthalten sind.

Werden sie trotzdem damit gefüttert, sind bestimmte Fäulnisprozesse im Darm die Folge. Diese verhindern den natürlichen Aufbau einer gesunden Darmflora und andere unerwünschte Bakterien bilden die Übermacht. Meist dauert es nicht mehr lange, bis sich die ersten Pilze (z. B. Candida) auf diesem Nährboden ansiedeln und die Darmflora weiter stören.

In späteren Jahren verstärkt die ausschließlich in tierischen Fetten enthaltene Arachidonsäure diese Entzündungsreaktionen.

Zwar braucht der Körper immer etwas von dieser Arachidonsäure, um wichtige Entzündungsbotenstoffe wie Leukotriene, Thromboxan und Prostaglandine bilden zu können. Ein Zuviel (mehr als 2 Portionen pro Woche) an tierischer Nahrung führt aber zu einem Zuviel an Arachidonsäure und damit zu einer Überproduktion der Entzündungsbotenstoffe.

Die Fäulnisbakterien und Pilze im Darm führen zu einer ständigen Entzündung der Schleimhaut und letztlich zu einer Übererregbarkeit der gesamten Immunabwehr.

Das haben die beiden japanischen Immunologen Dr. Sidonia Fagarasan (Riken-InstitutYokohama) und Professor Tasuku Honjo (Universität Kyoto) in einem international viel beachteten Laborversuch nachgewiesen, wie die Fachzeitschrift Nature Reviews Immunology im Januar 2003 berichtete.

Dieser Beitrag wurde letztmalig am 06.06.2012 aktualisiert