Darmschleimhaut
Die Hauptaufgabe der Darmschleimhaut ist – neben der Resorption von Nährstoffen – den Körper vor
schädlichen Nahrungsbestandteilen zu schützen
Deshalb ist sie mit einem eigenen Immunsystem, dem so genannten darmassoziierten Immunsystem, ausgestattet,
welches die Darmschleimhaut beinhaltet.
Diese Abwehr wird erst nach der Geburt langsam aufgebaut und trainiert. Deshalb halte ich auch das
Stillen für so wichtig. Babys verfügen bis zum Ende des ersten Lebensjahres noch nicht über die
notwendigen Enzyme zur Verdauung von tierischen Eiweißen und Fetten, wie sie z. B. in Kuhmilch und Eiern enthalten
sind.
Werden sie trotzdem damit gefüttert, sind bestimmte Fäulnisprozesse im Darm die Folge. Diese
verhindern den natürlichen Aufbau einer gesunden Darmflora und andere unerwünschte Bakterien bilden
die Übermacht. Meist dauert es nicht mehr lange, bis sich die ersten Pilze (z. B. Candida) auf diesem Nährboden
ansiedeln und die Darmflora weiter stören.
In späteren Jahren verstärkt die ausschließlich in tierischen Fetten enthaltene Arachidonsäure diese
Entzündungsreaktionen.
Zwar braucht der Körper immer etwas von dieser Arachidonsäure, um wichtige Entzündungsbotenstoffe wie
Leukotriene, Thromboxan und Prostaglandine bilden zu können. Ein Zuviel (mehr als 2 Portionen pro Woche) an
tierischer Nahrung führt aber zu einem Zuviel an Arachidonsäure und damit zu einer Überproduktion der
Entzündungsbotenstoffe.
Die Fäulnisbakterien und Pilze im Darm führen zu einer ständigen Entzündung der Schleimhaut und letztlich zu
einer Übererregbarkeit der gesamten Immunabwehr.
Das haben die beiden japanischen Immunologen Dr. Sidonia Fagarasan (Riken-InstitutYokohama) und Professor Tasuku
Honjo (Universität Kyoto) in einem international viel beachteten Laborversuch nachgewiesen, wie die Fachzeitschrift
Nature Reviews Immunology im Januar 2003 berichtete.
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