Fruktoseintoleranz
von: René Gräber - Heilpraktiker und
Gesundheitspädagoge
Die Unverträglichkeit von Fruchtzucker (Fruktoseintoleranz) entsteht durch einen Enzymdefekt. Das Transportenzym
GLUT-5 dient der Resorption von Fruchtzucker im Dünndarm.
Durch den Defekt verbleibt die Fruktose im Darm und wird bei weiterem Transport im Dickdarm verstoffwechselt
(Fruktosemalabsorption). Nach Verzehr von fruktosehaltigen Nahrungsmitteln kommt es zu Bauchschmerzen, Blähungen, wässrigem Durchfall und Übelkeit.
Bei mehrfacher Aufnahme können sich die Symptome verstärken, die dann
die Ausbildung von Reizdarm oder Reizmagen fördern. Eine weitere Form der Unverträglichkeit zeigt sich in der
hereditären Fruktoseintoleranz, die wesentlich seltener in Erscheinung tritt.
Der Fruktosestoffwechsel ist hier erblich bedingt gestört, es kommt zu einer Erhöhung des Fruktosegehalts in den
Zellen, hauptsächlich der Leber, die toxische (giftige) Wirkungen haben kann. siehe auch: Lebererkrankungen
Menschen mit einer Fruktoseintoleranz müssen sich an eine strikte Diät halten, z.T. kann die Toleranzschwelle
erhöht werden, so dass einige Nahrungsmittel im Laufe des Lebens wieder aufgenommen werden dürfen.
Der Einsatz von Zuckeraustauschstoffen hat sich bewährt, dabei muss der Austauschstoff Sorbit aber gemieden
werden, da er im Körper wie Fruktose behandelt wird. In Mitteleuropa leiden ca. 30 bis 40 Prozent der Bevölkerung
an einer Fruktoseintoleranz.

Dieser Beitrag wurde letztmalig am 18.10.2011 bearbeitet.
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