Fruktoseintoleranz
Die Unverträglichkeit von Fruchtzucker (Fruktoseintoleranz)
entsteht durch einen Enzymdefekt. Das Transportenzym GLUT-5
dient der Resorption von Fruchtzucker im Dünndarm.
Durch den Defekt verbleibt die Fruktose im Darm und wird bei
weiterem Transport im Dickdarm verstoffwechselt
(Fruktosemalabsorption). Nach Verzehr von fruktosehaltigen
Nahrungsmitteln kommt es zu Bauchschmerzen, Blähungen,
wässrigem Durchfall und Übelkeit.
Bei mehrfacher Aufnahme können sich die Symptome verstärken,
die dann die Ausbildung von Reizdarm oder Reizmagen fördern.
Eine weitere Form der Unverträglichkeit zeigt sich in der
hereditären Fruktoseintoleranz, die wesentlich seltener in
Erscheinung tritt.
Der Fruktosestoffwechsel ist hier erblich bedingt gestört,
es kommt zu einer Erhöhung des Fruktosegehalts in den Zellen,
hauptsächlich der Leber, die toxische (giftige) Wirkungen haben
kann.
Menschen mit einer Fruktoseintoleranz müssen sich an eine
strikte Diät halten, z.T. kann die Toleranzschwelle erhöht
werden, so dass einige Nahrungsmittel im Laufe des Lebens
wieder aufgenommen werden dürfen.
Der Einsatz von Zuckeraustauschstoffen hat sich bewährt,
dabei muss der Austauschstoff Sorbit aber gemieden werden, da
er im Körper wie Fruktose behandelt wird. In Mitteleuropa
leiden ca. 30 bis 40 Prozent der Bevölkerung an einer
Fruktoseintoleranz.
|