Der Begriff der "Dysplasie"

Informationen aus der Naturheilpraxis von René Gräber

René Gräber

Die Dysplasie beschreibt in der Medizin zum einen die Fehlbildung oder Fehlentwicklung eines Gewebes oder Organs, zum anderen einen atypischen Zellaufbau unterschiedlichen Schweregrades des Epithels (Gewebe, welches die inneren und äußeren Oberflächen des Körpers auskleidet).

Die sich hieraus ergebenden Krankheitsbilder und Störungen des Organismus sind mannigfaltig, wobei schwere Formen von Dysplasie vielfach als Präkanzerose (Vorstufe eines malignen Tumors) angesehen werden.

(relativ) bekannte Dysplasien sind:

  • Hüftdysplasie
  • Fibröse Dysplasie
  • Chondromatöse Dysplasie
  • Kampomele Dysplasie
  • Ektodermale Dysplasie
  • Diastrophische Dysplasie
  • Bronchopulmonale Dysplasie
  • Angiodysplasien
  • Okulo-aurikulo-vertebrale Dysplasie
  • Nageldysplasien
  • Dysplasie des Muttermundes (Gebärmutter)

Weitere Dysplasieformen, die hier nur kurz erwähnt werden sollen, sind z.B. die arrhythmogene rechtsventrikuläre Dysplasie (ARVD, genetisch bedingte Ionenkanalerkrankung des Herzens), die kraniometaphysäre Dysplasie (genetisch bedingte Erkrankung mit Hyper- und Dysplasie von Schädelknochen sowie der Metaphysen von Röhrenknochen), die retinale Dysplasie (Krause-Reese-Syndrom, angeborene Dysplasie der Netzhaut mit Fehlbildungen in Gehirn und Eingeweiden) sowie die multiple epiphysäre Dysplasie (Ribbing-Krankheit, genetisch bedingte Störung der Knochenbildung, die zu starken Rücken- und Gelenkschmerzen führt und einen, für die Erkrankung typischen, Watschelgang verursacht).

Dieser Beitrag wurde letztmalig am 23.04.2015 bearbeitet.