Dyshidrosis: Verständlich Erklärt

Informationen aus der Naturheilpraxis von René Gräber

René Gräber

Die Dyshidrose ist eine Hauterkrankung, deren Ursache und auch Behandlung bis heute nicht eindeutig geklärt ist.

Symptome

Die Dyshidrose zeigt sich in der Regel am plötzlichen Auftreten sehr vieler kleiner Bläschen zwischen Fingern, an Fußsohlen und Handflächen. Im Inneren der Bläschen befindet sich eine wässrige Flüssigkeit (dyshidrotisches Ekzem). Meist jucken die Bläschen sehr stark und führen nach dem Aufplatzen zu Hautveränderungen - die Haut kann ledrig werden, einreißen, sich wie Hornhaut anfühlen und wieder abschälen - eine Tortur für die Betroffenen. Oft tritt das dyshidrotisches Ekzem in den warmen Monaten auf; daher wird die Erkrankung von einigen Experten mit einer Schweißdrüsenfehlfunktion in Verbindung gebracht. Dieser vermeintliche Zusammenhang brachte der Erkrankung ihren Namen ein: "Dys" bedeutet "fehl" und "Hidrosis""Schweiß/Schwitzen".

Bis heute konnte jedoch noch kein direkter Zusammenhang zwischen einer Fehlfunktion der Schweißdrüsen und dem Auftreten der Dyshidrose belegt werden. Die Dyshidrose, auch Pompholyx genannt, kann auch zu großflächiger Blasenbildung führen. Diese sind im Gegensatz zu den kleinen Bläschen noch entzündungsanfälliger. Die von einem dyshidrosiformen Ekzem betroffenen Hautflächen können große, nässende und sich entzündende Stellen ausbilden, manchmal schwellen die betroffenen Flächen an Händen und Füßen an - dies erschwert den Alltag zusätzlich, da Gehen oder Greifen sehr schmerzhaft werden können.

Ursachen

Die wässrige Flüssigkeit, die in den Bläschen oder Blasen enthalten ist, konnte als Lymphflüssigkeit eindeutig bestimmt werden. Was jedoch die Dyshidrose auslöst, ist nach wie vor noch nicht eindeutig geklärt. Dyshidrose tritt besonders oft bei Patienten auf, die an Neurodermitis, Schuppenflechte oder auch an verschiedenen Allergien (z. B. gegen Nickel) leiden. Manche Fachleute gehen davon aus, dass die Pompholyx auch eine Folge einer übermäßigen Hautbelastung (z B. durch Desinfektionsmittel) oder eine Art "Außenstelle" einer Pilzbansiedlung einer anderen äußeren (z. B. am Fuß) oder inneren Körperstelle (z. B. Darm) ist. Dies würde für eine Immunreaktion des Körpersystems sprechen. Ein weiterer Auslöser scheinen psychischen Belastungssituationen zu sein.

Wie bei jeder Erkrankung, bei der die Ursache noch nicht eindeutig geklärt werden konnte, wird auch bei der Dyshidrose ein Zusammenhang mit Ernährungs- und Suchtverhalten erforscht. Bisher konnte jedoch kein direkter Zusammenhang zwischen dem Genuss von Kaffee, Alkohol und Zigaretten und der Ausbildung einer Dyshidrose bewiesen werden.

Therapie Schulmedizin

In der Schulmedizin werden verschiedene Medikamente mit sehr unterschiedlichen Inhaltsstoffen zur Behandlung des dyshidrosiformen Ekzems angeboten. Diese reichen von topischen Glucocorticoiden oder orale Glucocorticoiden über Immunsuppressiva (Tacrolimus oder Pimecrolimus), lokaler Photochemotherapie mit 8-Methoxypsoralen oder Psoralen mit langwelligem UV-A Licht bis hin zur Behandlung mit Retinoiden (Alitretinoin).

Als Selbstmedikation könnten frei verkäufliche Medikamente wie zum Beispiel ein Präparat mit Hydrocortison, Topische Gerbstoffe, Antimykotika, unterschiedlicheWundsalben oder Cardiospermum ausprobiert werden. Oft hilft auch schon ein Kühlen der betroffenen Stellen, um zumindest den Juckreiz zu lindern.

Homöopathie

Hier könnte die Einnahme von Rhus toxicodendron C4 oder C5 (vier- bis fünfmal täglich), Apis mellifica C5, oder Mezereum C4 bis C5 hilfreich sein. Bei nässenden Bläschen hilft oft Antimonium crudum C5 bis C9.

Dieser Beitrag wurde letztmalig am 17.11.2014 aktualisiert