Leberatrophie – Unterschied zwischen braune, rote & chronische Verlaufsform

Informationen aus der Naturheilpraxis von René Gräber

René Gräber

Als Leberatrophie (braune Atrophie) wird die Folge einer allgemeinen Abmagerung bezeichnet, bei der das Gewebe der Leber zu großen Teilen abgebaut wird. Eine solche Abmagerung kommt vor allem im hohen Alter sowie bei Erkrankungen vor, die auf den gesamten Körper zehrend wirken.

Beispiele für solche Krankheiten sind alle Arten von Krebs oder eine AIDS-Erkrankung. Die Abmagerung entsteht, da meist aufgrund der Krankheit weniger Nahrung aufgenommen wird (durch lokale Auswirkungen der Erkrankung, Nebenwirkungen von Medikamenten und psychologische Auswirkungen) und sich zusätzlich der Stoffwechsel verändert. Dies hat selbstverständlich auch Auswirkungen auf die inneren Organe.

Bei einer Leberatrophie schrumpft die Leber bis zu einem Drittel ihrer Normalgröße. In ihren Zellen lagert sich der braune Pigmentstoff körnig ab. ab. Gleichzeitig steigt der Blutgehalt der einzelnen Zellen durch osmotische Vorgänge (Übergang von Flüssigkeiten aus der Zelle und in die Zellen zurück).

Die Leber und ihre Ausscheidungen verfärben sich bräunlich - rot. Daher wird diese Form des Gewebeschwundes der Leber auch als rote Leberatrophie oder braune Leberatrophie bezeichnet. Da sich die Veränderungen über einen längeren Zeitraum erstrecken spricht man daher auch von einer „chronischen Leberatrophie“.

Ursachen

Die Ursache jeder Form der Atrophie kann das Alter sein; denn im Alter baut die Funktionsfähigkeit der Zellen ab und die Zellteilung verlangsam sich. Dadurch verlangsamt sich der gesamte Stoffwechsel und die Organe wie die Leber bekommen weniger zu tun.
Hinzu kommt bei der altersbedingten Leberatrophie, dass viele Senioren zu wenig Flüssigkeit zu sich nehmen und sich der Stoffwechsel zusätzlich verlangsamt. Andere chronische Erkrankungen und Medikamentengaben tun ihr übriges.

Wenn ein Organ oder anderes Körperteil über einen längeren Zeitraum weniger zu tun bekommt, kann es zu Gewebeschwund kommen. Die meisten Menschen kennen dies von einer Fraktur; wenn eine der Gliedmaßen längere Zeit nach einem Bruch ruhig gestellt wurde, bildet sich die Muskulatur zurück. Ganz ähnlich verhält es sich bei dem Gewebe der Organe. Auch bei der durch Erkrankungen verursachten braunen Leberatrophie sind veränderte Verhaltensweisen ursächlich für die Schrumpfung der Leber.

Symptome

Eine Leberatrophie kann nur über die Bestimmung der Blutwerte und ggf. mit Hilfe eines MRT diagnostiziert werden. Beschwerden sind, wenn sie überhaupt auftreten, diffus und können durch reine Inaugenscheinnahme nicht einer Leberatrophie zugeordnet werden. Bei manchen Betroffenen treten Schmerzen in der Magen- Darm- und Lebergegend auf, die jedoch nur vorübergehend sind und durch Wärmeeinwirkungen und Schonung vollständig zurückgehen.

Therapie

Ist Gewebeschwund an der Leber einmal eingetreten, kann dieser nach gängiger Lehrmeinung nicht wieder rückgängig gemacht werden. Die Leberatrophie gilt in der Schulmedizin als solche auch nicht als therapierbar. Der Schwerpunkt gilt daher nach der Suche nach Ursachen, um eine weitere Leberschrumpfung zu verhindern.
Da die braune Form der Leberatrophie jedoch meist auf Ursachen zurückzuführen ist, die an sich nicht veränder- oder heilbar sind (Alter oder schwere Grunderkrankungen), sollte die Veränderung des Gewebes der Leber beobachtet werden. Eine Heilung jedoch gibt es bisher nicht.

Prävention

Um einer Leberatrophie vorzubeugen, ist es wichtig, auf eine nährstoffreiche und ausreichende Ernährung zu achten. Leidet ein Patient unter einer Erkrankung, die mit vermindertem Appetit oder Medikamentengabe, die ein Appetitverlust hervorrufen könnte, einhergeht, ist unbedingt darauf zu achten, dass trotzdem genug Nährstoffe zugeführt werden. Nur so kann eine Mangelernährung und eine daraus resultierende "Unterbeschäftigung" der inneren Organe vermieden werden.

Zudem sollte die Entwicklung immer regelmäßig medizinisch beobachtet und Blutwerte und Leberwerte kontrolliert werden.

Dieser Beitrag wurde letztmalig am 25.09.2012 aktualisiert