Gedanken und Überlegungen zum Wunderwerk Schulter und Schulterproblemen

Informationen aus der Naturheilpraxis von René Gräber

René Gräber

Der Mensch hat in seinem Leben Einiges zu tragen. Was er nicht einfach in den Händen tragen kann lädt er sich auf das Kreuz oder die Schultern.

Schon Atlas hatte die Erde auf einer Schulter zu tragen. Auch wenn die Lasten, die wir heutzutage schultern können damit nicht vergleichbar sind, sollten wir dennoch nichts auf "die leichte Schulter" nehmen.

Wie wichtig die Schultern für die Beweglichkeit sind weiß jeder, der hier Einschränkungen hinnehmen musste oder auf Dauer in der Funktion der Schultern beeinträchtigt ist. Darüber hinaus spielt der Schulterbereich eine große Rolle im menschlichen Erscheinungsbild und in der Körpersprache.

Der Aufbau und Funktionsweise der Schulter

Das Schultergelenk ist ähnlich wie das Kniegelenk eines der großen Drehpunkte am menschlichen Skelett. Im Gegensatz zum Knie ist die Schulter kein Scharniergelenk sondern ein Kugelgelenk. Somit besteht es hauptsächlich aus der Kugel und der so genannten Pfanne, den Sehnen und Bändern sowie den knöchernen Schulterblättern.

Diese Konstruktion ist äußerst beweglich und lässt uns die Arme in fast alle Richtungen frei bewegen. Die größten Einschränkungen in der Beweglichkeit bestehen nach hinten. Dabei ist das Schultergelenk so angelegt, dass es im Blickfeld des Menschen den größten Bewegungsradius der Arme zulässt.

Die Funktion des Schultergelenkes ist vergleichbar mit der eines Kugelgelenkes aus dem technischen Bereich. Bewegungen sind stufenlos in alle Richtungen möglich und werden von den Grenzen der Pfanne beschränkt. Verletzungen am Schultergelenk sind schmerzhaft und führen zu Bewegungseinschränkungen bis hin zur Unbeweglichkeit des Armes und des Schultergürtels.

Die kalte Schulter zeigen...

... kann nur, wer eine Schulter besitzt. Damit wird schon deutlich, dass das Schultergelenk nicht nur eine funktionelle Aufgabe beim Menschen erfüllt sondern darüber hinaus auch ein wesentliches Instrument der Körpersprache darstellt. Hängende Schultern symbolisieren Schwäche, Verzweiflung, Mutlosigkeit und Resignation.

Breite Schultern stehen für Kraft und Männlichkeit. Wer gerade sitzen, stehen oder laufen will, nimmt automatisch die Schultern zurück und die Brust nach vorn.

Eine dem Gegenüber zugewandte Schulter signalisiert Abgrenzung und Selbstbestimmung. Das wiederholte kurze Hochziehen der Schultern bedeutet in der Körpersprache soviel wie "Ich weiß nicht".

Das Einziehen des Kopfes zwischen die hochgezogenen Schultern ist eine typische Reaktion bei Schreck, Angst und Gefahrenabwehr.

Somit sind unsere Schultern nicht einfach nur Gelenke. Sie spielen in der nonverbalen Kommunikation eine herausragende Rolle.

Eine Last schultern...

Das ist nicht nur ein geflügeltes Wort für das Meistern von Problemen sondern steht zugleich symbolisch für das persönliche Engagement eines Menschen.

Darüber hinaus wird wirklich manche Last mit den Schultern getragen. Allerdings sollte man sich dabei nicht übernehmen.

Verletzungen an den Schultern mit langandauerndem Krankheitswert stellen wie beschrieben nicht nur eine körperliche Einschränkung dar sondern erschweren auch die dem Menschen eigene und so wichtige Körpersprache.

Und wenn der Klaps auf die Schulter ernst gemeint ist, hat man seine Sache gut gemacht!

Dieser Beitrag wurde letztmalig am 19.07.2012 aktualisiert