Dr. Hulda Clark und der "Zapper" (auch: Blutzapper)

Naturheilkunde nach Dr. Hulda Clark?

Informationen aus der Naturheilpraxis von René Gräber

René Gräber

Mit "klassischer Naturheilkunde" hat die Therapie von Frau Dr. Clark relativ wenig gemeinsam. Und selbst das Dr. Clark Zentrum räumt ein:

"Viele Thesen von Frau Dr. Hulda Clark sind noch nicht 100% bewiesen".

Nun. Das kennen wir ja auch aus anderen Verfahren, aber bei Frau Dr Clark ist es etwas "spektakulärer", da ihre Sichtweise der Krankheitsursachen völlig anders ist, als die der Schulmedizin.

Die nach Dr. Hulda Clark benannte Clark-Therapie besagt nämlich, dass es zwei Ursachen für chronische Krankheiten gibt:

1. Parasiten (wie den Fasciolopsis buski) und

2. Umweltgifte

Dementsprechend seien chronische Krankheiten durch die "Abtötung" der Parasiten sowie die Vermeidung von Umweltgiften heilbar. Diese Theorie bewegt sich somit weit außerhalb der "wissenschaftlichen Medizin" aber auch der Biophysik, Naturheilkunde und der Alternativmedizin.

Das heißt nicht, dass dies alles Unsinn ist. Umweltgifte spielen freilich eine große Rolle bei chronischen Krankheiten.

Bei den Parasiten vertriet Frau Clark jedoch eine spezielle Meinung:

Demnach können die Parasiten im menschlichen Körper, insbesondere dann, wenn im Körper chemische Lösungsmittel (Umweltgift) vorhanden ist, sich in allen Stadien im Körper entwickeln und benötigt (die ansonsten notwendigen) "natürlichen Zwischenwirte" nicht mehr.

Vor allem beim Krebsgeschehen seien die Parasiten weit fortgeschritten, aber auch bei allen anderen chronischen Krankheiten.

Der "Zapper" (auch Blutzapper genannt) von Frau Dr. Clark

Mit Hilfe eines Zappers, den man sich selbst zusammenbauen kann oder im Versandhandel bekommt, soll man die Parasiten im eigenen Körper abtöten können.

Krankheiten ließen sich so einfach, schnell und kostengünstig einfach "wegzappen". Der "Zapper" hat allerdings weder in den USA, noch in Deutschland eine Zulassung als medizinisches Gerät.

Außerdem ist die funktionsweise des Gerätes mehr als umstritten - ähnlich wie die Bioresonanztherapie. Nur: wenn man den "kleinen" Blutzapper einmal gesehen hat, traut man dieser Technik wirklich nicht viel zu - aber dies ist nur meine subjektive Meinung.

Was ist von der Clark-Therapie und dem Blutzapper zu halten?

Hier kann ich nur meine persönliche Meinung wiedergeben, die sich auf die Literatur von Frau Dr. Clark stützt und von verschiedenen Erfahrungsberichten von Kollegen und Kolleginnen, die mit dieser Therapie arbeiten und u.a. auch den Zapper untersucht haben.

Die Therapie kann eine sinnvolle Unterstützung in der Behandlung chronischer Krankheiten sein. Zu dem Zapper habe ich persönlich ein "komisches" Gefühl - aber keine Fakten und keine Untersuchungen.

In Fällen schwerer chronischer Krankheiten (z.B. Krebs) darf die Clark-Therapie (meiner Meinung nach) kein Verfahren der ersten Wahl sein und der Blutzapper erst recht nicht.

Fazit: Im Bereich der Alternativmedizin gibt es hier wesentlich wirksamer und gut untersuchte alternative und naturheilkundliche Therapieverfahren.

Ich plädiere dafür, das Therapieverfahren nach Frau Dr. Hulda Clark und auch den Blutzapper weiter zu untersuchen.

Dieser Beitrag wurde letztmalig am 24.07.2012 aktualisiert