Keine Mehrheit für Umstellung auf dauerhafte „Sommerzeit“

Zeitumstellung - Uhr

Die Entscheidung des Europäischen Parlaments im März 2019 sprach vielen deutschen Bürgern aus dem Herz: 2021 sollen zum letzten Mal die Uhren von der „Sommerzeit“ (MESZ) auf Normalzeit (auch als „Winterzeit“ bezeichnet) zurückgestellt werden.

Während diese Entscheidung nach wie vor großen Zuspruch genießt ist aktuell völlig unklar, welche Zeit denn ab 2021 dauerhaft beibehalten werden soll. Nach einer aktuelleren repräsentativen Bürgerbefragung votieren allerdings 62 % der Deutschen für eine dauerhafte Normalzeit.

Warum es nur die Normalzeit sein darf, die dauerhaft beibehalten werden muss, hatte ich unter anderem bereits in folgendem Beitrag ausführlich dargelegt: Der Unsinn mit der Uhren-Umstellung muss endlich beendet werden.

Klar ist, dass die EU-Mitgliedsstaaten hoheitlich entscheiden sollen, nach welcher Zeit sie zukünftig ihre Uhren stellen wollen. Dabei muss man sich mal fragen, ob die Herrschaften noch wissen, dass die Zeit mit der Uhrzeitverordnung im März „künstlich“ um eine Stunde vorgestellt wurden. Wenn die Verordnung abgeschafft wird, müsste demnach selbstverständlich wieder die Zeit gelten, wie zuvor – und das ist die Normalzeit.

Sie sind jetzt etwas verwirrt?

Normalzeit, Sommerzeit, Winterzeit, MESZ, MEZ, richtige Zeit, falsche Zeit?

Keine Sorge: Sie sind in bester Gesellschaft. Denn diese Sprachverwirrung hat dafür gesorgt, dass sich fast keiner wirklich auskennt.

Und genau das bestätigen auch die Umfragen. In Deutschland herrscht in dieser wichtigen Frage aber alles andere als Einigkeit. Die schwarz-rote Bundesregierung stützt sich auf die EU-Online-Umfrage zur Zeitumstellung aus dem Jahr 2018 und ist überzeugt, dass die Bürger mit großer Mehrheit die dauerhafte „Sommerzeit“ (=falsche Zeit) eingeführt sehen wollen. So erklärte Bundesminister Peter Altmaier mit Bezug auf die Umfrage „dass es die Sommerzeit geben soll.“

Da kann ich nur sagen: Herr Altmeier, die Sommerzeit gibt es jedes Jahr und zwar vom 21. Juni bis zum 23. September. Aber falls Sie die krankmachende „Sommer-Zeit“ (MESZ) meinen, dann HERZLICHEN GLÜCKWUNSCH. Sie möchten also einen krankmachenden das ganze Jahr über aufrecht erhalten? Selbst Mediziner die sich auskennen, sprechen sich für die Normalzeit aus, ebenso Chronobiologen, Chronomediziner, sowie Pädagogen.

Das Problem der letzten EU-Online-Umfrage aus 2018

Es gibt berechtigte Zweifel an der Belastbarkeit der Ergebnisse der EU-Umfrage – und dass nicht nur, wie schon oft kritisiert, aufgrund ihrer mangelnden Repräsentativität. Wie die bereits oben zitierte Umfrage der Initiative Markt- und Sozialforschung e. V. herausstellt, wurden in der EU-Online-Befragung suggestive Fragen formuliert, die das Ergebnis signifikant verfälscht haben.

Wie hätten sie beispielsweise bei folgenden zwei Fragen abgestimmt?

1. Wenn es zur einer Abschaffung der Sommer-/Winterzeitumstellung kommt, stimmen Sie für die Einführung der „ständige[n] Winterzeit“ oder für die „ständige[n] Sommerzeit (Uhren werden gegenüber der Winterzeit um eine Stunde vorgestellt)“?

2. Wenn es zur einer Abschaffung der Sommer-/Winterzeitumstellung kommt, stimmen Sie für die Einführung von „Normalzeit“ oder „Normalzeit mit Vorstellung um eine Stunde“?

Während die Umfrageteilnehmer und -teilnehmerinnen sich bei der ersten Frage mit 55 % zu 37 % für die permanente Sommerzeit aussprachen, fiel das Ergebnis bei der inhaltlich deckungsgleichen zweiten Frage in der neuen Studie diametral gegensätzlich aus.

Jetzt votieren 62 % der Bürger*innen für die Wiedereinführung der „Normalzeit“ und nur noch 16 % befürworten die Sommerzeit, d. h. die „Normalzeit mit Vorstellung um eine Stunde“.

Diese Ergebnisse zeigen: keiner kennt sich aus!

Erstens sind die Begriffe „Sommer-“ und „Winterzeit“ unterschiedlich konnotiert (besetzt) und die Deutschen scheinen „Sommerzeit“ mit positiveren Emotionen und Erlebnissen zu assoziieren wie „Winterzeit“. Eine Stimme für die Sommerzeit ist mit dem letzten Urlaub vor Augen schnell abgegeben.

Zweitens möchte die Mehrzahl der Bürger zurück zur Normalzeit, obgleich nicht immer klar ist, ob sie wissen, welche Zeit denn ursprünglich die Normalzeit war. Wenn breit kommuniziert würde, dass die Winterzeit die Normalzeit ist und die Sommerzeit der abweichende Fall, ist anzunehmen, dass die Ergebnisse einer erneuten Umfrage (selbst bei unterschiedlich Konnotationen der Begriffe) völlig anders ausfallen würden.

Fazit

Wenn man den Menschen zudem klar darlegt, dass es nur die Normalzeit sein kann, die dauerhaft beibehalten werden darf, dann sollte die Vernunft siegen.

Denn eine dauerhafte falsche Zeit (genannt „Sommer-Zeit“) wäre eine Katastrophe für die Gesundheit aller Menschen.

Mache Menschen meinen tatsächlich immer noch, dass die „Sommer-Zeit“ schön ist, weil es (angeblich) abends länger hell sei.

Lassen Sie es mich ganz klar sagen: Es ist während der „falschen Zeit“ Abends NICHT länger hell. Wir haben nur die Uhren verstellt. Der Sonne ist es herzlich egal, wie wir unsere Uhren einstellen. Aber unsere innere Zelluhr merkt die Abweichung und reagiert mit: Stress. Das ist doch genau das, was die Menschen in den letzten Jahrzehnten zunehmend beklagen! Wer auch meint, dass die MESZ „schöner“ sei, an dem sind die Untersuchungen, Fakten und Studien der letzten Jahre völlig vorbeigegangen. In kurzer Form finden Sie diese unter http://www.zeitumstellung-abschaffen.de/sommerzeit-negative-wirkung.html

Es ist das dauerhaft falsche Zeitsignal während der MESZ, die als pathogener Faktor wirkt. Wer hier behauptet, dass ihm das nichts ausmacht: bitte schön. Dann stellen Sie ihre Uhr alleine um und zwingen nicht Millionen Menschen dies ebenfalls mitmachen und erdulden zu müssen.

Bild: 123rf.com – stillfx

 

 

René Gräber

René Gräber

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