Anthroposophische Medizin

„Der Mensch als Ganzes“- hier liegt der Betrachtungspunkt der Anthroposophischen Medizin, deren Begründung auf den Lehren Rudolf Steiners beruht und die bei ihren Heilmethoden sowohl die Schulmedizin im klasssischen Sinn als auch Alternativen in der ganzkörperlichen Behandlung zusammenführt.

Befinden sich die vier Wesensglieder des menschlichen Organismus in einer Disharmonie, so findet man darin den Ursprung für Krankheiten. Zu diesen Wesensgliedern gehören der physische Leib, also der menschliche Körper in seiner Anatomie, der Äther-Leib, als Abbild des vitalen Lebens, der Astral-Leib, als Ausdruck für das Seelenleben und die Ich-Organisation, welche für das Denken und das Führen sozialer Beziehungen verantwortlich ist.

Wie im Bereich Heilverfahren zu lesen, wird in der Anthroposophischen Medizin die persönliche, soziale und psychische Ausgangssituation des Patienten analysiert und eine individuelle Therapie, die weit über eine Verabreichung von Medikamenten hinausreicht, zusammengestellt.

Allergostop Therapie bei Allergien

Die Allergostop Therapie nach Theurer ist eine spezielle Form der Eigenbluttherapie, auch bekannt als Gegensensibilisierung. Sie bietet eine effektive Methode, um chronische Erkrankungen (Heuschnupfen, Rheuma, Neurodermitis) sowie eine Allergie (insbesondere Polyallergiker) und allergisches Asthma erfolgreich zu behandeln.

Dem Patienten wird Blut abgenommen und nach chemischer Verfremdung in hohen Verdünnungen wieder eingespritzt, alternativ wird es eingenommen oder inhaliert. Die dafür benötigte Blutaufbereitung für Allergiker sowie bei autoimmun bedingtem Geschehen ist von den vitOrgan – Laboratorien erhältlich.

Das Laborverfahren isoliert Allergie – Antikörper im Blut. Das Immunsystem wird angeregt, Anti – Antikörper zu entwickeln und allergieauslösende Antikörper zu reduzieren.

Es werden keine aufwändigen Allergietestverfahren benötigt, da das Eigenblut alle notwendigen Informationen enthält. Auch Allergien unbekannten Ursprunges können so behandelt werden. Nebenwirkungen sind möglich.

Asthma und Allergien – Ein Erfahrungsbericht einer Betroffenen

Folgenden Erfahrungsbericht bezüglich Asthma & Allergien erhielt ich von einer Betroffenen:

Als ich 11 war, hat man bei mir eine Hausstaub-Allergie festgestellt. 1,5 Jahre bekam ich Spritzen zur Desensibilisierung. Danach ging es mir viele Jahre gut. 1989 wurde bei mir Asthma festgestellt. In meiner Familie ist diese Krankheit genetisch bedingt.

In den ersten Jahren habe ich nur nachts gehustet (zwischen 3 – 4 Uhr). Als ich 1990 nach Diepholz gezogen war, gingen die Probleme erst richtig los. Der erste Anfall war so schlimm: aufwachen, im Bett hochkommen, keine Luft mehr kriegen – wie zugeschnürt, Panik, Notarzt kam und fuhr mich mit seinem Auto ins Kranken-Haus – Blutsauerstoffgehalt 50 % …

Diese Situation häufte sich dermaßen, daß ich meine Arbeit verlor. Dazu kam eine Schimmelpilzbelastung im Badezimmer, Wasser-Adern unter dem Haus.

Das Haus wurde verkauft, Umzug 1993. Inzwischen hatte ich ein elektrisches Beatmungsgerät, war teilweise täglich 2 Std. am Tropf. Medikamente: Berotec 3 Flaschen pro Woche, Kortison, Theophyllin, Loftan,  – etc. Dauerzittern der Hände – wie beim Alkoholiker.

Teilweise konnte ich bei feuchtem Wetter nur 3 Schritte gehen, die Luft war weg, ich mußte mich an der Hauswand festhalten, mit den Armen weit nach vorne gestreckt, um die Lunge freizuhalten. So habe ich auch oft geschlafen: auf mein Kissen gestützt mit den Armen und in der Hocke sitzend. Liegen auf  dem Rücken war undenkbar – nur wenn ich in der Klinik mal wieder 2 Wochen unter Kortison war.

Um mir selber helfen zu können, lernte ich Reiki und besuchte div. medizinische Seminare bei einem bekannten Immunologen.

Inzwischen hatte sich die Zahl der Allergien gehäuft. 2005 habe ich eine Entgiftung gemacht (mit aktiviertem Klinoptilolit) und hatte guten Erfolg. Die allergischen Probleme wurden weniger. Nahrungsergänzung nahm ich schon einige Jahre, nur sie halfen nicht. Gesund gelebt habe ich schon immer, wenig/selten Fleisch, Milchprodukte viel, Gemüse und Salate viel. Eine Lebensmittelempfindlichkeit hatte ich nur bei Nüssen (sog. Kreuzallergie)
2007 lernte ich ein Zellenergieprogramm kennen und nahm zusätzlich  ein nanomicelliertes Q10.

Geglaubt habe ich nicht daran, bis es mir gegen Anfang 2008 ganz gut ging und mein Lungenvolumen wieder im Normalwert  war – mein Arzt empfahl mir, die Medikamente am Tag auszusetzen.  Vor 3 Monaten habe ich alles weggelassen, nur noch einen Hub Inhalator mit Pulver morgens zur Erweiterung der Bronchien.

Ich schlafe durch, habe überhaupt keine Symptome mehr, kein Völlegefühl durch Übersäuerung, Haut viel besser, leistungsfähig – völlig neu. Mein Immunsystem hat sich super erholt. Alle „Fach“-Ärzte, bei denen ich war, konnten mir nicht helfen!

Homöopathie zur Geburtseinleitung

Bei Schwangeren ist man mit „chemischen“ Medikamenten sehr zurückhaltend und das zu Recht.

Die Homöopthie kann hier wieder überzeugend die Wirksamkeit demonstrieren. Folgende email erhielt ich von einer Leserin:

„(…) nun möchte ich ihnen noch einen kurzen bericht über ein homöopathisches mittel (das meine erwartungen so übertroffen hat),
dass ich noch immer fasziniert davon bin, schreiben.

als ich mit meiner tochter schwanger war und der geburtstermin schon 8 tage verstrichen war, hatte ich angst vor einer mit medikamenten eigeleiteten geburt (hatte bei meiner ersten einen wehentropf).

ich fragte die hebamme ob sie nicht ein homöopatisches mittel hätte, das ich probieren könnte. darauf gab sie mir CAULOPHYLLUM D4. 15 kügelchen, anzuwenden war es 5 kügelchen in einem glas wasser auflösen und in einer stunde schlückchenweise trinken,
nach dieser stunde ein weiteres mal und nach der 2ten stunde noch einmal und dann entspannen und warten ob sich was tut.

2stunden später ist dann die fruchtblase gesprungen, 15 min danach kamen so heftige wehen dass ich sie nur noch im stehen aushielt.

weitere 2 stunden später war die kleine maus da (villeicht wäre es auch von alleine los gegangen, aber ich bilde mir ein es war das mittelchen).

1 stunde nach der geburt ging es mir so gut als wäre nichts gewesen und begriff erst am nächsten tag langsam was passiert war.

und das beste: wir haben diese blitzgeburt beide ohne irgendwelchen
geburtsverletzungen überstanden! :o)

diese kügelchen würde ich nur empfehlen wenn der termin überschritten ist, denn manche frau würde sonst schon wochen vorher damit herumexperimentieren!!“

Diesen Beschreibungen kann ich nur zustimmen – und sicher auch viele Hebammen, die mit Homöopathie viel erreichen. Lassen Sie sich dennoch beraten und experimientieren Sie bitte nicht selbst – so wie es meine Leserin auch beschrieben hat.

Abkassierer Pharmakonzerne? Beispiel Altersblindheit: Von Avastin zu Lucentis – Das Millionengeschäft

Das Gesundheitssystem stöhnt und ächzt. Dabei erfreuen sich vor allem die Pharmaunternehmen blendender Gesundheit.

Krankenkassen und auch Mediziner werfen den Pharmakonzernen vor, Preise willkürlich festzusetzen und billigere Behandlungsalternativen zu boykottieren: Gewinngier versus Volksgesundheit?

Staatliche Höchtspreisbegrenzungen und Zwangszulassungen könnten den Konzernen Einhalt gebieten und die Kostenexplosion stoppen. Doch das Gesundheitsministerium hält sich zurück. Besonders dreist scheint das Vorgehen der Arzneimittelmultis bei der Vermarktung der Medikamente Avastin und Lucentis.

Beide Arzneimittel sind bis auf eine minimale Molekülveränderung identisch. Das ältere Avastin ist für die Krebstherapie zugelassen und kostet pro Einheit 65 Euro. Das fast identische neuere Lucentin ist für die Behandlung von Altersblindheit zugelassen und kostet – 1300 Euro pro Behandlung!

Weil beide gleich wirken, riskieren Ärzte Zulassung und Versicherungsschutz, wenn Sie mit die Altersblindheit mit dem billigeren Avastin behnadeln. Für den Lucentis-Hersteller Novartis ist das eindeutig illegal. Juristisch gesehen stimmt das auch, weil die passende Zulassung fehlt.

Diese Zulassung will Avastin-Hersteller Roche aber nicht beantragen. Vielleicht, weil Roche zu über 30 % Novartis gehört und man sich nicht gegenseitig das Geschäft kaputtmachen will?

Weitere Beispiele der Höchstpreispolitik erleben Ärzte in der Rheuma- und Krebstherapie. Da darf ein neues Medikament schon mal an die 10.000 Euro kosten.

Die Pharmaindustrie rechtfertigt die horrenden Preise mit hohem Forschungsaufwand. Der Fall Lucentis straft sie Lügen. Ein altes Medikament leicht zu verändern, neu zu verpacken und dann für das 200fache des Normalpreises zu verkaufen?

Wie nennt man das umgangssprachlich doch gleich?

In diesem Zusammenhang hört man dann auch Begriffe wie: Nepp, Betrug, Abzocke.

Der Staat könnte mit Preisdiktat und Zwangszulassung auf den Wucher der Pharmakonzerne reagieren. Klingt hart, ist aber fast in ganz Europa angewandte Gesetzespraxis – nur bei uns nicht.

In anderen Ländern reagieren die Behörden auf solche „Abzockmethoden“ der Pharmaunternehmen.

Dass die Pharmamultis vor Gesundheit strotzen, ist mit einem krankenden deutschen Gesundheitssystem teuer erkauft.

Mind Body Medcine (Harvard Programm)

Mind-Body-Medicine heißt übersetzt Seele-Körper-Medizin, gemeint ist die psychosomatische Medizin. Nach Ansicht des amerikanischen Herzspezialisten H. Benson der Harvard Medical School sollen 90% aller Erkrankungen auf chronischen Stress zurückzuführen sein.

Grundsätzlich ist Stress nicht schädlich. Ein gewisses Maß aktiviert positiv und wirkt leistungsfördernd. Was den einen aber antreibt, kann den anderen zur Verzweiflung bringen.

Sorgen, Ängste, Befürchtungen zu Versagen können den normalen Rhythmus des Herzens, der Lunge und anderer Organe so stören, dass es zu gesundheitlichen Problemen kommt, wie zum Beispiel Magenproblemen, Darmerkrankungen, Durchfall, Asthma, Herpes, Juckreiz, Migräne, Bluthochdruck, Rückenproblemen bis zu chronischen Schmerzen. Jemand der unter Neurodermitis leidet, hat möglicherweise eine besonders dünne Haut.

Im umgekehrten Fall hat das Gefühl, froh und zufrieden zu sein, einen positiven Einfluss auf die Selbstheilungskräfte des Körpers und damit auf die Gesundheit, beispielsweise beim Umgang mit Schmerzen.

Die Mind-Body-Medicine hat sich zur Aufgabe gemacht, die Fähigkeiten des Unterbewusstseins zu aktivieren um einen positiven Einfluss auf körperliche Krankheiten zu nehmen.

Der Kranke wird angehalten, seine selbstschädigende Gewohnheit, sich unter Belastung in eine Katastrophenstimmung zu steigern, aufzugeben und stattdessen Probleme und Belastungen gelassen, ruhig und distanziert wahrzunehmen.

Es werden alternative Verhaltensweisen angeboten, sich Situationen entspannt anzupassen, abzuwarten und auf diese Weise eine „dickere Haut“ zu bekommen. Zu dem Therapieprogramm gehören Entspannungsübungen wie Yoga und Meditation, aber auch Anleitungen zum Sport sowie zur gesunden Ernährung.

Die Schulmedizin hat sich eher wenig mit dem Zusammenspiel der Kräfte von Psyche und Körper befasst. Das Ziel der Mind-Body-Medicine ist die therapeutischen Möglichkeiten in ärztlichen Praxen zu erweitern, um Patienten auf Dauer besser helfen zu können.

Um gesund zu werden reicht es nicht, die Symptome zu lindern, wenn die Ursache der Krankheit nicht mit behandelt wird.

Cholesterin – Nutzen der Statine wird bezweifelt

Cholesterin: Fast jeder ältere Patient kann mit diesem Blutwert etwas anfangen. Jahrzehntelang wurde „uns“ eingetrichtert, dass ein hoher Cholesterinwert schädlich sei.

Gegen erhöhte Cholesterinwerte werden deshalb sehr gerne die sog. Statine verschrieben. Mit keiner Medikamentengruppe verdient die Pharmaindustrie mehr Geld… und wenn die Statine bzw. die Cholesterinsenkungstheorie auch halten würde was diese verspricht, wäre das kein Problem für mich.

Doch was nützen die Statine wirklich?

Neuere Auswertungen der bereits vorliegenden Studien der Cornell-Universität in Ithaca (USA)  zeigen:

Vor allem Frauen mit erhöhtem Cholesterinspiegel und ohne bekannte Herzkrankheiten profitieren von der Senkung des Cholesterinspiegels nicht. Das bedeutet: vor allem Frauen werden NICHT vor Herzinfarkten geschützt. Ausgewertet wurden sämtliche Studien zu dem Präparat Liptor (in Deutschland Sortis).

Die viel beworbenen Cholesterinsenker der Statingruppe stehen seit langem in der Kritik – nicht nur bei mir.

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Diäten – Stress für den Körper

Der allgemeine Schönheitswahn, vorgelebt durch die Stars und Sternchen dieser Welt, führt unweigerlich auch zu einem Schlankheitswahn.

Viele Menschen fühlen sich zu dick und möchten abnehmen. Einige haben deshalb schon zahlreiche Diäten ausprobiert, das aber oftmals vergeblich.

Anfänglich purzeln die Pfunde sehr schnell, doch kaum hat man die Diät beendet, tritt der sogenannte Jojo-Effekt ein und man nimmt wieder zu. Dann sogar mehr, als man abgenommen hat.

Der Grund dafür ist, dass die meisten gebräuchlichen Diäten, wie zum Beispiel die Brigitte-Diäten, Kohlsuppen-Diät, FDH-Methode („Friss die Hälte“) und so weiter keine langfristige Ernährungsumstellung bedeuten, sondern nur kurzfristig sind.

Ein paar Tage lang stellt man seine Ernährung radikal um, ganz extrem beispielsweise bei der Kohlsuppen-Diät und die Pfunde purzeln scheinbar wie von selbst.

Das tückische und für den Körper schädliche ist allerdings, dass zum einen viele wichtige Nährstoffe und Vitamine fehlen und zum anderen der Körper sich sehr schnell auf die neue Ernährungssituation einstellt.

Führt man dem Körper weniger Nahrung zu, wie bei der FDH-Diät, so nimmt der Körper die Diät-Zeit als magere Periode wahr, stellt sich auf weniger Nahrung ein und speichert so noch mehr Fettreserven.

Darüber hinaus nimmt man dann nach der Diät wieder mehr zu, weil der Körper noch immer auf erhöhtes Fettreservenpeichern eingestellt ist, nun aber wieder die normale und unter Umständen fettreiche Nahrung Nahrung zugeführt bekommt. Der Körper stellt sich aber nicht sofort auf die neue Situation ein, so dass er weiterhin so viel wie möglichspeichert; das Ergebnis: man nimmt wieder zu.

Zusammengefasst stellt jede Blitz-Diät und jede kurzfristige Ernährungsumstellung eine Stress-Situation für den Körper da, die ihre Spuren hinterlässt.

Weitaus effektiver zum Abnehmen ist daher eine langfristige und ausgewogene Ernährungsumstellung, so dass der Körper weiterhin die benötigten Nährstoffe erhält und sich langsam auf die neue Ernährung einstellen kann.

In Kombination mit viel Bewegung bzw. Sport werden dann nicht neue Fettreserven eingelagert, sondern wie gewünscht die schon vorhandenen abgebaut.

Impfung gegen Gebärmutterhalskrebs mehr als umstritten

Gebärmutterhalskrebs ist eine Krebserkrankung an der viele Frauen erkranken und die leider, wenn sie zu spät erkannt wird, auch häufig zum Tode führt.

Die Euphorie war groß, als der Impfstoff Gardasil oder Cervarix gegen Warzenviren auf dem Markt kam. Erstmals schien eine Impfung gegen Krebs möglich zu sein.

Trotz der sehr hohen Impfkosten wäre diese Impfung zu empfehlen, wenn darüber ausreichend Studien und vor allem Langzeitbeobachtungen vorliegen würden. Noch ist der Nutzen der Impfung nicht erkennbar, da noch keine Ergebnisse vorliegen, ob sie wirklich langfristig Krebserkrankungen verhindert.

Mehr als 100 verschiedene Warzenviren gibt es. Sie werden auch Humane Papillomviren kurz HPV genannt. Vermutet wird, dass 16 von ihnen Gebärmutterhalskrebs verursachen können. Dieser Impfstoff schützt allerdings nur gegen zwei von diesen 16 Viren. Keinen Schutz bietet der Impfstoff vor den anderen 14 gefährlichen Viren.

Weiterhin verspricht diese Impfung nur dann einen Erfolg, wenn die Mädchen vor der Pubertät, und vor dem ersten Geschlechtsverkehr geimpft werden, da dann die Sicherheit besteht, dass die Mädchen noch nicht mit einem Warzenvirus, der an den Genitalien durch Geschlechtsverkehr übertragen wird, infiziert sind. Diese Altersgruppe der Mädchen wurde in den Studien nicht berücksichtig, sondern Mädchen im Alter zwischen 16- 22 Jahren.

Diese Impfung ist auf keinen Fall ein Ersatz für die Krebsfrüherkennungsuntersuchungen, bei der mit Hilfe des Pap-Tests der Gynäkologe frühzeitig einen Befall des Gebärmutterhalses mit den Viren erkennt, und dann auch frühzeitig erfolgreich behandeln kann.

Weiterhin ist eine hinreichende Aufklärung der Frauen notwendig, dass diese Impfung keinen Schutz vor anderen beim Geschlechtsverkehr übertragbaren Krankheiten gibt, und es deshalb für die Frauen wichtig ist, beim Geschlechtsverkehr Kondome zu benutzen.

Noch ist nicht endgültig geklärt, ob diese Impfung eine lebenslange Immunität vor diesen Viren bietet. Auch hier sind keine langfristigen Untersuchungsergebnisse vorhanden.

Auf Grund der fehlenden Langzeitstudien, auf Grund der noch offenen Frage hinsichtlich der eventuell erforderlichen Auffrischungsimpfungen und vor allem auf Grund der noch nicht endgültig geklärten Nebenwirkungen sollten jedes Mädchen im vorpupertären Alter und dessen Eltern sehr vorsichtig sein mit dieser voreiligen Vorsorge.

Verallgemeinerung mit tödlichen Folgen

Einen verhängnisvollen Trugschluss zogen Mediziner in den 80er-Jahren. Die Testphase für den neuen Wirkstoff Flecainid, der bei Herzrhythmusstörungen angewandt wird, war abgeschlossen. Die gro0 angelegte Studie verlief durchaus Erfolg versprechend.

Die Art von Herzrhythmusstörungen, für die das Medikament entwickelt wurde, konnte tatsächlich gemildert werden. Aber eben auch nur diese Art!

Daraus zu folgern, dass Flecainid grundsätzlich eine positive Wirkung bei Herzrhythnmusstörungen zeige, war eine unglaubliche Nachlässigkeit. Denn dieses Arzneimittel kann in anderen Fällen gerade erst ein Auslöser für Rhythmusstörungen sein.

Einige Patienten mussten diese grobe Verallgemeinerung sogar mit dem Leben bezahlen. Inzwischen wurde daraus gelernt, dass Flecainid nicht vorbehaltlos an Herzpatienten verschrieben werden darf, aber bei genauerer Analyse der Studienergebnisse, hätte diese Tatsache von vorne herein ans Licht kommen müssen.