Medikamente

Antibabypille und noch mehr Nebenwirkungen?

Informationen aus der Naturheilpraxis von René Gräber

René Gräber
René Gräber

Die Antibabypille gibt es jetzt bereits seit einigen Jahrzehnten. Mit ihr gibt es die Diskussion um die Verträglichkeit und Sicherheit. Selbstverständlich beteuern die Hersteller, und mit ihnen im Verbund die angeschlossenen Medien und Gesundheitslobbyisten, dass die Welt auseinander fiele, wenn es diese Pille nicht gäbe.

Ich kann mich dieser Sichtweise nicht ganz anschließen, denn in bereits zuvor veröffentlichten Beiträgen habe ich zu viele Schattenseiten feststellen müssen:

Immerhin scheint jetzt sogar in den Medien angekommen zu sein, dass die wichtigsten Nebenwirkungen der Antibabypille ein gesteigertes Risiko für Brustkrebs und Thrombosen sind. Aber auch Stimmungsschwankungen und eine Abnahme der Libido werden mit der Einnahme der Pille in Verbindung gebracht. Und ganz neu im Kreis dieser „Erkenntnis“ sind Hinweise auf das erhöhte Risiko von Depressionen.

Jetzt kommt noch eine neue, viel schwerwiegendere Nebenwirkung dazu. Allerdings lässt sich noch nicht mit absoluter Bestimmtheit behaupten, dass es sich hier um einen kausalen und damit signifikanten Zusammenhang handelt. Warum geht es hier?

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Die neue Studie: Antibabypille verändert Gehirnstrukturen

Eine unlängst abgehaltene Konferenz[1] amerikanischer Radiologen veröffentlichte unter anderem eine Studie, in der man Hinweise gefunden hatte, dass der Einsatz der Antibabypille den Hypothalamus schrumpfen lässt.

Der Hypothalamus ist ein relativ kleiner Bereich im Gehirn, der sich direkt über der Hypophyse befindet und mit ihr verbunden ist. Diese beiden Organe steuern andere endokrine Drüsen über die Bildung von sogenannten Effektorhormonen. Der Hypothalamus bildet aber auch direkt wirksame Hormone, wie zum Beispiel Vasopressin, Oxytocin und Dopamin.

Die Funktion des Hypothalamus sind vielseitig:

  • Regulation der Körpertemperatur
  • Regulation der Nahrungs- und Wasseraufnahme
  • Sexual- und Fortpflanzungsverhalten
  • Regulation von Temperatur und Blutdruck
  • Circadianer Rhythmus etc.

Mit anderen Worten: Eine strukturelle Veränderung des Hypothalamus dürfte einen schwerwiegenden Eingriff in die Funktion dieser Drüse haben.

Bei der auf der Konferenz vorgestellten Studie handelt es sich um eine Pilotstudie. Die Wissenschaftler untersuchten hier mithilfe der Magnetresonanztomografie (MRT) die Gehirne von 50 Frauen. 21 Frauen aus diesem Kollektiv nahmen die Antibabypille, bestehend aus synthetischen Östrogenen und Progestagenen. Man untersuchte hier die Größe der Drüse und gleichzeitig kognitive Funktionen, Persönlichkeit und Stimmung der Teilnehmerinnen.

Die Resultate zeigten, dass die Frauen, die die Antibabypille einnahmen, im Durchschnitt einen sechs-prozentig kleineren Hypothalamus aufweisen als Frauen, die keine Pille einnehmen. Diese sechs Prozent mögen auf den ersten Blick als geringfügig erscheinen, sind aber aus physiologischer Sicht gesehen so signifikant, dass diesem Ergebnis die entsprechende Beachtung geschenkt werden muss. Dies ist umso bemerkenswerter, da andere Hirnstrukturen und das Gehirn allgemein von diesem Verkleinerungsprozess nicht betroffen waren.

Die Frage ist also, warum nur der Hypothalamus und nicht auch andere Regionen im Gehirn?

Bei der Beantwortung dieser Frage treffen wir auf ein altes Phänomen: Es gibt keine Forschung dazu! Der Leiter der Forschergruppe, Professor Michael Lipton, moniert diesen Mangel an Forschung gerade bei den oralen Verhütungsmitteln und vor allem auf die Einflüsse auf das Gehirn.

Wieder einmal dürfen wir Zeuge werden, wie angeblich evidenzbasierte und zugelassene Medikamente auf den Markt gebracht werden, ohne dass eine wirklich evidenzbasierte Erforschung der Substanz auf den Organismus vorgenommen wurde. So etwas ist selbstverständlich viel zu teuer und damit geschäftsschädigend. Ein altes und nur zu bekanntes Prozedere, das wir auch von anderen „evidenzbasierten“ Medikamenten her kennen.

Wenn man noch davon ausgeht, dass Antibabypillen nicht nur zur Verhütung eingenommen werden, sondern auch bei anderen gesundheitlichen Störungen zum Einsatz kommen (PMS, Krämpfe, Akne, Endometriose, PCO-Syndrom etc.), dann erweitert sich der Indikationskreis und die Zahl der damit behandelten Frauen.

Eine Studie aus dem Jahr 2015, die von der Techniker Krankenkasse und der Universität Bremen[2] durchgeführt wurde (Pillen Report), sagt aus, dass je nach Bundesland zwischen 50 und 70 Prozent aller 16- bis 20-jährigen Frauen die Pille nehmen.

In den USA scheint der Vorbehalt gegenüber der Pille etwas größer zu sein. Denn laut Statistik, Stand 2018 laut CDC, brauchen rund 47 Millionen Frauen im Alter zwischen 15-49 Jahren Verhütungsmittel, wovon nur 12,6 Prozent zu diesem Zweck die Pille nehmen.

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Was implizieren diese Studienergebnisse?

Die Studie scheint einige Wellen zu schlagen. Denn auch im Internet gibt es mehrere Beiträge, die sich ausgiebig mit den Ergebnissen auseinandersetzen. Hier kann man dann in den entsprechenden Überschriften lesen, dass die „Pille dein Gehirn schrumpfen lässt“, obwohl die Studie explizit zum Ausdruck gebracht hatte, dass nur der Hypothalamus, nicht aber das Gehirn oder andere Hirnregionen von diesem Schrumpfungsprozess betroffen waren.

Laut Aussagen der Autoren der Studie war der sechs Prozent kleinere Hypothalamus assoziiert mit einer höheren Bereitschaft für Zorn und Ärger. Außerdem zeigten sich hier enge Korrelationen zu Depression und depressionsähnlichen Symptomen. Einen Zusammenhang zwischen der Größe des Hypothalamus und kognitiven Funktionen und Fähigkeiten konnten die Autoren nicht feststellen.

Einschränkungen bei der Studie sind mit Sicherheit die relativ geringe Fallzahl von nur 50 Probanden. Wie die Statistik gezeigt hat, dürfte es für weiterführende Studien keinen Mangel an zukünftigen Probanden geben. Von daher ist momentan die Aussagekraft dieser Studie limitiert. Das scheinen auch die Autoren zu wissen, denn sie bezeichnen ihre Arbeit als eine Art vorläufige Pilotstudie.

Nichtsdestotrotz sind diese Ergebnisse interessant und vor allem alarmierend. Es wäre mehr als wünschenswert, wenn diese Studie der Auftakt für eine genauere Erforschung der Effekte dieser Medikamente auf das Gehirn der Patientinnen wäre.

Fazit

Falls weiterführende Studien zu dem Ergebnis kommen, dass hier signifikante Effekte auf das Gehirn und/oder Teile des Gehirns ausgeübt werden, dann wäre dies zudem ein weiterer Beleg, wie nachlässig und rücksichtslos der Einsatz solcher Substanzen durchgesetzt wird – ganz zum Wohl des Geschäfts und zum Nachteil der Leute, die dafür auch noch zahlen müssen.

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Quellen:

Dieser Beitrag wurde am 15.01.2023 erstellt.

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René Gräber

René Gräber

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