Hashimoto-Thyreoiditis

  • Die Verfasserin dieser Übersicht empfiehlt keine "Medikamente", sondern ist vielmehr der Ansicht, das Problem läge beim Gluten und bei der Milch. Sie empfiehlt, Milch- und Getreideprodukte wegzulassen und ist sehr dafür, Vitamine und dergleichen einzunehmen sowie den Darm zu sanieren. Was mich an diesem Ansatz stört, ist dass Auswirkungen von Giften (in Pestiziden usw.) und gentechnisch veränderten Lebensmitteln außen vorgelassen werden.


    Sie hat aber gesagt, dass ursprünglich angenommen wurde, dass ein einmaliger Trigger die Autoimmunerkrankung auslösen würde. Mittlerweile gibt es die Theorie, dass Erkrankte immer wieder gegen den/die Trigger exponiert werden, was die Krankheit aufrecht erhält. Das finde ich bemerkenswert, denn es trifft auf Gifte zu, die sich in unserer Nahrung befinden bzw. in unserem Körper abgelagert haben, auch wenn diese Thematik nicht zur Sprache kommt.

  • Gerade habe ich ein Buch gelesen, Suzy Cohen, Schön, Schlank und Gesund; Wie Sie trotz Hashimoto und anderer Schilddrüsenerkrankungen ein ausgeglichenes und beschwerdefreies Leben führen können. Der Originaltitel lautet Thyroid Healthy.


    Im Englischen scheint sie sich einige Tipp- und sonstige Fehler zu "leisten", worauf sie immer wieder von ihren Lesern hingewiesen wird, aber in der deutschen Übersetzung hat man das Problem ja nicht, und es tut ihrer Kompetenz auch keinen Abbruch.


    Suzy Cohen erklärt, dass es nicht ausreiche, bei der Schilddrüse nur den TSH und den T4-Wert zu messen, da man so nicht weiß, ob überhaupt und wie viel T3 gebildet wird und auch in die Zellen gelangt. Entzündungen im Körper und Kortisolausschüttung könnten dazu führen, dass T4 in rT3 (reversives T3) umgewandelt werden. Die Zellen seien dann für das eigentliche T3 blockiert. Darüber hinaus könnten auch einige (genetische u.a.) Störungen vorliegen, die verhindern, dass T3 in die Zellen gelangt.


    Geeignete heilende Nährstoffe und Nahrungsergänzungsmittel werden besprochen sowie was man bezüglich der Ernährung vermeiden soll, da es der Schilddrüse schadet. Dazu gehören u.a. auch Agrargifte. Von Astaxanthin war auch die Rede, Moringa wurde aber nicht erwähnt (schade).


    Die Theorie ist, dass sich Antigene, die u.a. über einen Leaky Gut (durchlässigen Darm) in den Blutkreislauf gelangen, an der Schilddrüse anlagern und somit das Immunsystem auf den Plan rufen.


    Dadurch habe ich verstanden, dass Antigene aus Impfungen, die sich an der Schilddrüse anlagern, ebenfalls Hashimoto verursachen könnten.


    Eine weitere Theorie, mit der sich andere Forscher im Zusammenhang mit idiopathischer Lungenfibrose befassten (nicht in dem Buch besprochen), beinhaltet eine Beteiligung von freien Radikalen, die sich ebenfalls im Körper ablagern. Die Therapie sieht u.a. Antixoidantien vor, aber auch kein Astaxanthin.


    Zurück zu Suzy Cohen. Dank des Buchs habe ich nun viel besser verstanden, was in der Schilddrüse passieren kann. Wahrscheinlich brauchen Hashimoto-erkrankte weniger häufig die immer wieder routinemäßig verordneten T4-Hormone, sondern häufiger T4/T3 Mischpräparate oder reine T3 Präparate.


    Auch das Thema Östrogendominanz wurde angesprochen und gesagt, dass in solchen Fällen Soya schade und vermieden werden solle. Gestern habe ich gesehen, dass ausgrechnet meine Selentabletten Soyaöl enthalten.


    In den letzen Tagen hatte ich leider gesundheitliche Probleme, die meine Ärztin schon früher als "niedrige Herzrate" diagnostiziert hat. Ich denke nun, dass ich zu viel T4 hatte bzw., dass das T4 nicht richtig in T3 verwandelt wurde. Am letzten Wochenende ließ ich probeweise die Schilddrüsentablette weg, erst einen Tag, dann einen zweiten. Ich beobachtete, dass sich mein Herzschlag zunehmend wieder erholte. Aus diesem Grunde bin ich jetzt seit 6 Tagen ohne Tablette. Ich weiß wohl, dass man es so nicht machen soll, sondern, dass man das Medikament "ausschleichen" soll, aber ich habe erst im Juli einen Termin bei einem (hoffentlich kompetenten) Endokrinologen. Noch diesen Monat kann ich aber bei einem Kardiologen vorstellig werden, wobei ich erwarte, dass mein Herz in Ordnung ist und das ganze Chaos vielmehr von der Schilddrüse verursacht wird.


    Es wäre mir durchaus lieber, sofort zu einem Endokrinologen zu gehen, was aber aus terminlichen Gründen leider nicht möglich ist. Meine HA hat die niedrige Herzfrequenz überhaupt nicht mit der SD in Zusammenhang gebracht.


    Derzeit absolviere ich leichtes Laufen, um mein Herz zu trainieren. Es ist nicht gut, wie man von den Ärzten im Regen stehen gelassen wird.


    Ergänzung: Gerade habe ich eine halbe SD-Tablette genommen (50µg), damit der Körper wenigstens etwas T4 hat und die SD nicht alles allein machen muss.

    similia similibus curentur

    Einmal editiert, zuletzt von Inge () aus folgendem Grund: Ergänzung

  • Hallo Inge,


    Du weißt hoffentlich, dass sich das Absetzen des Thyroxins u. U. erst nach einigen Wochen bemerkbar macht? Deshalb wäre ich etwas vorsichtig mit selbstversuchen bei der Dosierung, so sehr ich es auch verstehen kann, das Übel seiner gesundheitlichen Probleme finden zu wollen. Nicht dass du die SD Funktion völlig durcheinander bringst mit heute mal Thyroxin nehmen u dann ne Woche lang nichts. Mach sowas lieber mit kontrollen der SD Werte.


    L.G Elke

  • Hallo Elke,


    das will ich ja, aber die zuständigen Ärzte haben keine Termine! Zu meiner Hausärztin brauche ich nicht zu gehen, denn die untersucht nicht alle Schilddrüsenwerte, sondern nur die am wenigsten aussagekräftigen. Ich nehme derzeit soviel Thyroxin ein, als hätte ich überhaupt gar keine Schilddrüse mehr. Und ständig mit einer niedrigen Herzrate herumzulaufen ist ganz gewiss kein Vergnügen. Wird im Körper nicht ausreichend T3 hergestellt - das ist das Hormon, das wir im Grunde brauchen, nicht T4, das ist nur das Lagerhormon - ist sogar die Mortalität erhöht, und es steigt die Gefahr eines Herzinfarkts.


    T4 kann der Körper etwa eine Woche lang lagern, also können sich Veränderungen viel eher bemerkbar machen und nicht erst nach vielen Wochen. Womöglich war es für den Körper hilfreich, die ständige T4-Schwemme mal etwas abbauen zu können. Wird das großzügig verabreichte T4 aus irgendeinem Grund (Entzündungen, Cortisol) in rT3 umgewandelt (reversives T3), erhalten die Zellen auch nicht genug T3.


    Derzeit bin ich dabei geblieben, die Tabletten zu halbieren, aber ich bin natürlich froh, wenn ich damit endlich zum Facharzt gehen kann.


    Ob ich auch eine Östrogendominanz habe, weiß ich nicht. Das müsste auch der Facharzt feststellen. Derzeit achte ich darauf, Xenoöstrogene zu vermeiden. Eine Östrogendominanz kann man auch mit Sport etwas abbauen.

  • Das einzige was ich sicher sagen kann, ist, dass ich mich mit T4 nie wohl gefühlt habe.


    Ende der 1990er klagte ich bei einem Arzt über Müdigkeit. Diagnose aus der Kristallkugel: Chronisches Müdigkeitssyndrom. Zu meiner Infektanfälligkeit wusste er nichts zu sagen. Ein Nachweis für seine tolle "Diagnose" wurde nicht erbracht. Auch meine Blutwerte wurden nicht untersucht.


    Dann, Anfang der 2000er, fielen einer anderen Ärztin bei einer Routineuntersuchung schlechte Schilddrüsenwerte auf (nur TSH!). Diagnose: Hashimoto.


    Daraufhin bekam ich die T4 Tabletten und konnte mich etwa ein Jahr lang vor Müdigkeit kaum auf den Beinen halten. Mit den Tabletten war es viel schlimmer als zuvor ohne. Eine erste Verbesserung erzielte ich mit einem Mittel aus der klassischen Homöopathie. Die Infektanfälligkeit habe ich aber erst seit dem letzten Oktober mit Astaxanthin im Griff. Weitere Maßnahmen zur Entgiftung und Ergänzung fehlender Mineralien führten zu erneuten Verbesserungen.


    In dem o.g. Buch steht, dass bei Vorliegen von Entzündungen im Körper sowie hohem Kortisolausstoß T4 nicht in T3, sondern in rT3 (reversives T3) umgewandelt wird. Allerdings sind genau das die Probleme, die Hashimoto charakterisieren: Entzündungen und Nebennierenstress. Das würde bedeuten, dass mir die T4-Tabletten von Anfang an nicht geholfen haben, sondern die Aufnahme des dringend benötigten T3 eher verhindert haben.


    Allerdings würde demzufolge bei Vorliegen von Entzündungen und Nebennierenstress eine solche Umwandlung von T4 in rT3 auch dann stattfinden, wenn der Patient (noch) keine Schilddrüsentabletten nimmt und sich auf das verlässt, was die Schilddrüse noch produzieren kann.


    Es müsste also bei Hashimoto-Erkankten ein viel deutlicheres Augenmerk darauf gelegt werden, ob nicht eine T3 Medikation angezeigt ist - zumindest vorübergehend. Die Entzündungen müssen bekämpft werden, Stress vermieden, Mineralien und Vitamine zugeführt und der durchlässige Darm (leaky gut) in Ordnung gebracht werden.


    Ausgelöst werden können diese Entzündungen, des Leaky Gut und in der Folge auch des Stresses der Nebennieren bereits alleine durch die Gifte, die auf die Felder und unsere Nahrung gesprüht werden. Im Falle von Impfungen braucht man keinen Leaky Gut. Da werden die Adjuvantien Thiomersal oder Aluminium (sofern in der entsprechenden Impfung enthalten) direkt in den Körper gespritzt, wo sie Unheil anrichten.


    Diese Meinung vertritt auch Dr. Susan Blum, die ebenfalls ein Buch zu Autoimmunerkrankungen verfasst hat. Sie meint, dass Impfungen mit diesen Zusätzen nicht sicher seien.


    Soweit meine derzeitigen Gedanken zu der Thematik.

  • Die Kardiologin hat übrigens gesagt, dass mein Herz in Ordnung sei, sich aber die schlechte Einstellung der Schilddrüse (falsches T4 Hormon) bei der Herzrate bemerkbar machen kann. Sie meinte, die eigenmächtige Halbierung der Hormone würde mich schon nicht umhauen, zumal ich ja in einigen Woche zum Facharzt gehe. Jetzt bin ich mal gespannt.

  • Hallo Inge,


    ich stoße in deinem Beiträgen immer wieder auf das Wort Umwandlungsstörung. Das gibts, ja, aber das lässt sich doch dann auch im Blut anhand der FT3 u FT4 Werte sehen. Ist genügend oder gar zu viel Ft4 vorhanden, das FT3 aber zu niedrig, dann kann man von einer Umwandlungsstörung ausgehen. Ist denn dein Ft3 zu niedrig?


    Eine reine T3 -mit z.B. Thybon oder auch T3/T4 Kombi-Behandlung birgt einige Risiken für das Herz. Die Auswirkungen einer Langzeitbehandlung sind leider noch nicht nachgewiesen.
    Der Körper wandelt das T4 ja nicht nur in den Nieren zu T3 um. Da spielt noch die Leber und, soweit ich weiß, auch die Muskelzellen eine große Rolle.


    Dass es dir mit den Thyroxintabletten schlechter ging, kann nicht daran liegen, dass die Dosierung für dich nicht stimmte oder womöglich ein Zusatzstoff dir Problme machte? Du hast ja noch deine SD und die funkt dir ja auch noch immer dazwischen. Hast du die Tabletten lang genug eingenommen und dann mal Blutwerte machen lassen?


    Hashimoto ist zwar eine organspezifische Autoimmunkrankheit, aber trotzdem würde ich hier versuchen, ganzheitlich anzusetzen. Thyroxin von außen zuzuführen, mag ja bei vielen nötig sein, weil einfach das Befinden schlecht ist, aber ansonsten sollte man, wie du es ja auch schon machst, den gesamten Körper einbeziehen. Ich meine immer, desto mehr Augenmerk (bzw Behandlung) auf ein einzelnes Organ gelegt wird, desto schwächer wird es.


    Ja, Umweltgifte sind hier sicher auch ein ganz großes Thema.


    Viele Grüße
    Elke


  • Es gibt mehrere Mechanismen im Körper, welche die ordnungsgemäße Umwandlung von T4 in fT3 generell sabotieren. Einige davon sind auch in meinem Körper vorhanden. Die entsprechenden Werte werden gerade erst jetzt erhoben, bisher hat sich die Untersuchung auf den TSH-Wert beschränkt.


    Hashimoto ist eine Immunerkrankung, bei der die Nebennieren und der Darm (bakterielle Dysbiose, Leaky Gut) in Mitleidenschaft gezogen werden und an verschiedenen Stellen im Körper Entzündungen entstehen. Entzündungen, geschwächte Nebennieren und Transportprobleme hinsichtlich der Schilddrüsenhormone sind Gründe, warum T4-Schilddrüsenhormone dem Körper eher schaden als nutzen, weil der Körper sie in rT3 anstatt in fT3 verwandelt. Die Zellen sind dann für das so wichtige fT3 blockiert.


    Was bei mir genau zutrifft, muss nun erst einmal abgeklärt werden. Gleichzeitig kann sich eine Verbesserung meines Zustandes eingestellt haben, weil ich seit Oktober letzten Jahres Astaxanthin als Entzündungshemmer sowie Nahrungsergänzungsmittel für den Mineralhaushalt einnehme und mit Bentonit entgifte. Daher kann es sehr wohl sein, dass die Antikörper zwischenzeitlich gesunken sind.

  • Hallo Inge,


    dann drücke ich dir die Daumen, dass es weiter bergauf geht. Nur der TSH Wert ist bei dir ja auch eindeutig zu wenig. Ich bin gespannt, was dann deine Blutwerte demnächst sagen. Der Endokrinologe wird da schon die richtigen Werte bestimmen lassen.
    Was für ein Astaxanthin-Mittel nimmst du. Ich hab mal über drei Monate das von Bärbel Drexler genommen. Bin davon aber wieder abgekommen, weil ich keine großartige Wirkung feststellen konnte. Auch meine schon seit Ewigkeiten hohen Entzündungswerte ließen sich damit nicht reduzieren


    Viele Grüße
    Elke

  • Es gibt mehrere Mechanismen im Körper, welche die ordnungsgemäße Umwandlung von T4 in fT3 generell sabotieren. Einige davon sind auch in meinem Körper vorhanden. Die entsprechenden Werte werden gerade erst jetzt erhoben, bisher hat sich die Untersuchung auf den TSH-Wert beschränkt.


    Hashimoto ist eine Immunerkrankung, bei der die Nebennieren und der Darm (bakterielle Dysbiose, Leaky Gut) in Mitleidenschaft gezogen werden und an verschiedenen Stellen im Körper Entzündungen entstehen. Entzündungen, geschwächte Nebennieren und Transportprobleme hinsichtlich der Schilddrüsenhormone sind Gründe, warum T4-Schilddrüsenhormone dem Körper eher schaden als nutzen, weil der Körper sie in rT3 anstatt in fT3 verwandelt. Die Zellen sind dann für das so wichtige fT3 blockiert.


    Was bei mir genau zutrifft, muss nun erst einmal abgeklärt werden. Gleichzeitig kann sich eine Verbesserung meines Zustandes eingestellt haben, weil ich seit Oktober letzten Jahres Astaxanthin als Entzündungshemmer sowie Nahrungsergänzungsmittel für den Mineralhaushalt einnehme und mit Bentonit entgifte. Daher kann es sehr wohl sein, dass die Antikörper zwischenzeitlich gesunken sind.


    Nach meiner Erfahrung aus der Praxis bedingen sich die Krankheiten nicht gegenseitig, sondern haben die selbe Ursache und treten deswegen gemeinsam auf.

  • Hallo zusammen,


    im Hashimoto-Forum wird von organischem Selen (Selenomethionin) abgeraten und stattdessen ein 50µg-schrittweises Einschleichen bis 200µg empfohlen?
    Was meint Ihr dazu? Würdet Ihr auch vom organischen Selenomethionin abraten oder ist das Angstmache?


    Und die Dosis:
    Bernd, Du hast Burgerstein zitiert, der ohne Bedenken zu 400µg/Tag empfiehlt.
    Aber :
    Ich habe gelesen, dass Selenomethionin nur zu 40% aus Selen besteht! Ich müsste davon also 1000µg nehmen, um auf 400µg Selen zu kommen, stimmt das so?


    Ich mache zur Zeit ja ein Hashimoto-Training, bei dem mir ein Produkt empfohlen wurde, auf dem steht:
    "Calcium 26mg - 3% DV
    Selenium (as yeast-free L-Selenomethionin) 200µg - 286% DV"


    Auf dem Produkt steht, dass ich eine Kapsel täglich nehmen soll, was dann ja nur 80µg Selen wären, wenn ich das richtig interpretiere?!
    Der Hashimoto-Trainer empfiehlt 3 Kapseln täglich, also 600µg Selenomethionin x 40% = 240µg Selen?
    Stimmt das mit den 40% Selenanteil bei Selenomethionin? Stimmt die Rechnung?


    Würdet Ihr dem Rat des Hashimoto-Trainers folgen?


    LG,
    Gauloise

  • die Mengenangaben beziehen sich immer auf den Mikronährstoff selbst, nicht auf die jeweilige chemische Verbindung. Damit liegst du mit deiner Schlussfolgerung 1.000 µg Selenomethionin richtig.


    Uwe Gröber verwendet in seinem Handbuch sowohl Selenomethionin als auch Na-Selenit bzw. Na.-Selenat. Bei Hashimoto in Kombination 200 - 400 µg Selen und davon ein Viertel als Selenomethionin und Dreiviertel als Na-Selenat.
    Bei Hashimoto liegt ja auch oft ein Mangel an der Aminosäure Methionin vor.
    Liebe Grüße
    Bernd

    „Sage mir, was du isst, und ich sage dir, wer du bist.“ (Jean Anthelme Brillat-Savarin)

  • Hallo, lieber Bernd,


    Bei meinem Selenpräparat steht nur drauf, dass es pro Kapsel 200µg Selenomethionin sind, aber nicht, wieviel davon richtiges Selen ist.
    Habe ich das nicht von Dir, dass Selenomethionin nur zu 40% aus Selen besteht?
    Ich habe jetzt in allen 3 Büchern, die ich über Mikronährstoffe habe, durchforstet und werde ums Verrecken nicht fündig (Uwe Gröber, Buchenstein und Mitochindrien-Therapie)!
    Kannst Du mir bitte die Quelle nennen?
    Es ist nicht so, dass ich Dir nicht trauen würde - im Gegenteil!
    Aber ich habe mir halt alle NEM's, die auf der Liste des Hashimoto-Trainings waren, bestellt und wenn ich nun auf die Beipackzettel der Mittel, also Inhaltsstoffe und Höchstmenge schaue, dann bin ich verunsichert.


    Das geht nämlich beim Eisenpräparat gleich weiter:
    Auf dem Präparat steht:
    "Iron bisglycinate chelate", pro Kapsel 25mg, Verzehrempfehlung laut Verpackung ist 1 Kapsel, laut Trainer soll ich aber 3 Kapseln nehmen, das wären dann 75mg Eisen Bisglycinat chelat!!!
    Laut Gröber lautet die Empfehlung für Frauen bei 15mg/Tag und bei Buchenstein geht sie von 10 bis zum med. therapeutischen Bereich von 50mg.
    Was nun?
    Ist "Eisen Bisglycinat chelat" identisch mit dem Eisen, von denen in den Büchern die Rede ist? Oder ist hier auch nur ein %-Anteil wirkliches Eisen?


    Und nochmal zum Selen:
    das Präparat enthält 200µg Selenomethionit.
    Auf der Verpackung empfohlene Höchstdosis: 200µg
    Laut Trainer empfohlene Dosis: 600µg.
    Laut Gröber dürfte ich maximal (bei 400µg Selen) nur 100µg Selen in Form von Selenomethionin zu mir nehmen und den Rest als Natriumselenat, also:
    400µg Selenomethionin und
    300µg Natriumselenat, richtig?
    D.h., ich müsste mir jetzt "nur" noch Natriumselenat zulegen und ansonsten nur 2, anstatt 3 Kapseln vom Selenomethionin.
    Und dann am besten einschleichen?


    Oh jee, ist das alles kompliziert, und so viele Bücher und Internetbeiträge und immer wieder andere Dosierungsempfehlungen...


    Kannst Du mir weiterhelfen?
    LG, Gauloise

  • das Verhältnis 40 % bei Selenomethionin kannst du nicht von mir haben, da ich mich mit dieser Verbindung noch nicht beschäftigt habe.


    Allerdings habe ich bei meiner Suche auch keine Angaben dazu im Web gefunden.


    Die Mengenangaben auf den Verpackungen sind immer geringer als orthomolekular möglich ist. Hier kannst du dich an die Vorgaben des Therapeuten halten.


    Beim Eisen ist es wie mit Selen. Da es eine chemische Verbindung ist, gibt es auch Relationen bei der Masse/Gesamtmasse.
    Die 15 mg bei Gröber sind aber Prophylaxe. Bei einzelnen Therapien geht er sogar bis 200 mg.
    Auch seine Angaben zu Selenomethionin und Selenit/Selenat sind Empfehlungen und kein Muss. Entscheidend ist die Gesamtmenge an Selen. Er schreibt zwar immer "Selen als ...", macht aber keine Angaben zum Verhältnis - leider.
    Liebe Grüße
    Bernd

    „Sage mir, was du isst, und ich sage dir, wer du bist.“ (Jean Anthelme Brillat-Savarin)

  • es ist alles viel einfacher und die Umrechnung kannst du vergessen. Ich habe mich einmal bei den Produkten von iHerb.com umgesehen. Die Mengenangaben beziehen sich immer auf den "reinen" Mikronährstoff, so dass du diese Angaben 1:1 für deine Dosierungen verwenden kannst und auch musst.
    Zum Beispiel: 200 µg (mcg) Selen (als Selenomethionin)
    Anwendung irgendwelcher Faktoren könnte damit zu Überdosierungen führen.


    Es gibt nur sehr wenige Produkte, wo das Gewicht der Verbindung angegeben wird. So z.B. bei DMAE: Verbindung DMAE bitartrate - 100 mg entsprechen 37 mg DMAE.
    Hier wird aber der Umrechnungsfaktor auf der Verpackung angegeben.


    Auf Eisen Bisglycinat chelat trifft das gleiche wie bei Selen zu. Die Mengenangaben sind "reines" Eisen. Also auch hier kein Umrechnungsfaktor!
    Zum Beispiel: Eisen (Iron) 18 mg (from Iron Bisglycinate)
    Liebe Grüße
    Bernd

    „Sage mir, was du isst, und ich sage dir, wer du bist.“ (Jean Anthelme Brillat-Savarin)

    Einmal editiert, zuletzt von René Gräber ()

  • Lieber Bernd,

    es ist alles viel einfacher und die Umrechnung kannst du vergessen. Ich habe mich einmal bei den Produkten von iHerb.com umgesehen. Die Mengenangaben beziehen sich immer auf den "reinen" Mikronährstoff, so dass du diese Angaben 1:1 für deine Dosierungen verwenden kannst und auch musst.
    Zum Beispiel: 200 µg (mcg) Selen (als Selenomethionin)
    Anwendung irgendwelcher Faktoren könnte damit zu Überdosierungen führen.


    Vielen Dank für diese WICHTIGE Info!! Sowas könnte u.U. bös' ins Auge gehen. Da habe ich ja nochmal Glück gehabt! DANKE :thumbup:
    Und selbst WENN es so ist, dass Selenomethionin nur 40% richtiges Selen enthält, so stimmen doch die Mengenangaben!
    Bei dem obigen Beispiel von 200µg Selen als Selenomethionin sind eben auch 200µg Selen enthalten, nicht mehr und nciht weniger. Was aber nicht ausschliesst, dass es sich dann eben um 500µg Selenomethionin handelt, entscheidend ist der Selengehalt, der angegeben ist.


    Selenomethionin ist in dieser Form wohl nicht auf dem deutschen Markt zugelassen und deshalb war es so schwer, auf deutschen Seiten hierzu Infos zu finden. Ich bin inzwischen auch fündig geworden:
    "Sabinsa Corporation offers manufacturers two grades of L-(+)-Selenomethionine: pure L-(+)-Selenomethionine (containing a minimum of 40% selenium) ..." (Quelle: seleniumselect.com/chiral.htm)
    Es scheint also zu stimmen, dass Selenomethionin nur 40% reines Selen enthält, aber entscheidend ist, was auf der Verpackung steht:
    Wenn da steht: 200µg Selenium als Selenomethionin dann sind es auch 200µg Selen, und wenn da steht 200µg Selenomethionin, dann sind das eben KEINE 200µg Selen.
    Sprich: Du hast recht: es ist eigentlich ganz einfach, man muss nur lesen, was auf der Verpackung steht.
    Es wäre ja auch völliger Schwachsinn, vom Endverbraucher zu verlangen, dass er die Umrechnungsfaktoren kennt und dann auch noch richtig umsetzt.

    Zitat

    Es gibt nur sehr wenige Produkte, wo das Gewicht der Verbindung angegeben wird. So z.B. bei DMAE: Verbindung DMAE bitartrate - 100 mg entsprechen 37 mg DMAE. Hier wird aber der Umrechnungsfaktor auf der Verpackung angegeben.


    Ja, SO ist es auch sinnvoll;


    Zitat


    Auf Eisen Bisglycinat chelat trifft das gleiche wie bei Selen zu. Die Mengenangaben sind "reines" Eisen. Also auch hier kein Umrechnungsfaktor!
    Zum Beispiel: Eisen (Iron) 18 mg (from Iron Bisglycinate)


    Puh, ich bin erleichtert, jetzt nicht jedesmal überlegen und im Inernet stöbern zu mûssen.
    Ich habe schon befürchtet, dass ich jeden Wirkstoff von NEM's hinterfrage....... :wacko:


    Trotzdem ist es irgendwie interessant, sich damit zu beschäftigen. ;)


    Vielen lieben Dank und Gute Nacht,
    Margit

  • T4 wird in rT3 anstatt in T3 verwandelt, wenn z.B. Entzündungen im Körper vorhanden sind (bei Hashimoto fast immer der Fall) oder auch bei einer zu hohen Gabe von T4-Hormonen (der Körper schützt sich dann anscheinend vor zu großen Mengen an T4 Hormon). Das passiert schnell, denn Ärzte erhöhen gerne die Dosis ihrer T4-Monotherapie, wenn der Patient über Müdigkeit und Gewichtszunahme klagt.


    Die Ärzte haben mehrheitlich gelernt, dass rT3 einfach nur ein bedeutungsloses Abbauprodukt der Schilddrüse sei und nicht, dass es die Zellen blockiert und somit T4 nicht im gewünschten Umfang in T3 umgewandelt wird. Darüber hinaus gibt es noch T2 und T1. Was diese "Abbauprodukte" machen, ist noch gänzlich unbekannt.


    Der rT3-Wert wird von Ärzten nie erhoben, so dass man nie prüfen kann, inwiefern T4 überhaupt in T3 umgewandelt wird oder ob Probleme bestehen. In ganz Deutschland gibt es nur ein Labor, das den rT3-Wert messen kann und zwar Ganzimmun in Mainz. Da meine Proben an ein anderes Labor geschickt wurden, wurde mein rT3-Wert nie ermittelt.


    Ein weiteres Problem sind die Normwerte. Suzy Cohen führt viel strengere Werte auf, als die Labore in Deutschland verwenden (oder als z.B. in England vorgegeben wird). Den Werten Suzy Cohens zufolge wäre mein T3 unterhalb der Norm bei ausreichend T4, was durchaus ein Zeichen dafür wäre, dass bei mir zu viel rT3 entsteht. Den großzügigen Werten des deutschen Labors zufolge befindet sich mein T3-Wert am unteren Ende der Skala und ist damit "in Ordnung", obwohl es mir mit dem T4 gewiss nicht gut geht.


    Auch der TSH-Wert ist "umkämpft". Neben den Normwerten gibt es Endokrinologen, die bereits bei einem TSH-Wert von unter 0,2 an eine Schilddrüsenunterfunktion denken.


    Wie dem auch sei, obwohl die behandelnde Ärztin (und das Labor!) meinen, rT3 habe keinerlei Bedeutung und mein T3-Wert sei ganz prima, habe ich es geschafft, "probehalber" ein T4/T3 Kombinationspräparat zu erhalten. Damit geht es mir viel besser. Erstens bin ich tagsüber nicht mehr müde, zweitens zahlt sich meine gesunde Ernährung aus, so dass sich mein Gewicht endlich wieder reduziert.


    Ich finde immer noch, dass Pestizide u.a. Gifte als Ursache für Autoimmunerkrankungen in Frage kommen. Diskutiert wird auch künstlich jodiertes Salz.

  • Eine neue Lektüre meinerseits: Datis Kharrazian, Schilddrüsenunterfunktion und Hashimoto anders behandeln. Es geht dem Autor darum, die Schilddrüse ohne Hormontabletten zu unterstützen, die seiner Meinung nach nur bei Hashimoto selbst nützlich sind. Dazu hat er Schilddrüsenunterfunktionen in 22 verschiedene Muster unterteilt.


    Bereits zu Beginn des Buches erklärt der Autor, dass ein Teil der Schilddrüsenhormone von "guten" Bakterien im Darm umgewandelt wird. Werden also "nützliche" Bakterien durch Pestizide und andere Gifte aus dem Darm entfernt, beeinträchtigt schon das die Schilddrüse. Darüber hinaus wird bei der Lektüre deutlich, welche vielfachen Folgen es für den Körper hat, wenn eine Funktion "aus dem Takt" gerät. Es ist auch von erhöhten Zytokinwerten die Rede, die zum Krankheitsbild gehören. "Schädliche" Bakterien führen ebenfalls über die Bildung von Endotoxinen zu einer erhöhten Zytokinausschüttung - auch hier eine Paralelle zu Vorgängen im Körper bei Aufnahme von Pestiziden und Herbiziden.


    Es fällt auf, das Pestizide und GVOs nur sehr zurückhaltend erwähnt werden, quasi im Nebensatz. Das haben alle Autoren, die ich bisher zum Thema Schilddrüse gelesen habe, so gemacht.


    Kharrazian ist sehr komplex und für Laien schwer zu verstehen. Allerdings ist der Sachverhalt ja ebenfalls vielschichtig. Die auf Amazon geäußerte Kritik, dass es in Deutschland weder nach seinem System geschulte Fachleute gibt, noch die Nahrungsergänzungsmittel, die in den USA verkauft werden, hat wohl ihre Berechtigung. Dennoch kann man die vorgeschlagenen Substanzen auch hier mit einem ausgebildeten Ernährungsberater oder Facharzt besprechen.