Reishi Pilzpulver - riskant für die Leber ?

  • Ich habe mir nach Lesen des interessanten Artikels von Herrn Graeber über Reishi ein Reishi-Pulver gekauft, mit bisher sehr guten Ergebnissen !

    Bei weiteren Recherchen bin ich auf folgenden Artikel (leider auf Spanisch) gestolpert:

    ecocosas.com/salud-natural/ganoderma-lucidum-hongo-reishi/

    Darin steht (übersetzt) über den Reishi:

    Er sollte nur als Extrakt verzehrt werden, wenn er als trockener Pilz und Pulver für mehr als einen Monat verzehrt wird kann er schwere Leberschäden verursachen.

    Er wird weder während der Schwangerschaft oder des Stillens noch für Personen empfohlen, die eine Operation durchführen sollten oder lassen, sowie für Personen mit niedrigem Blutdruck.

    Er ist auch bei Patienten mit Gerinnungsstörungen kontraindiziert.


    Meine Frage: ist etwas zu dem Leberthema bekannt ? Normalweise heisst es ja immer, dass er gut für die Leber ist. Aber vielleicht kann diese Wirkung nach einiger Zeit ja auch in ihr Gegenteil umschlagen ?

    Auf einer anderen spanischsprachigen Seite fand ich übrigens einen weiteren Hinweis, dass es die Gerinnungszeit erhöht und bei Einnahme von Gerinnungshemmern nicht verwendet werden sollte. Das ist ja auch nicht uninteressant für die Betroffenen.

    Ich wäre dankbar für ein kurzes Feedback und vielen Dank für die interessanten Artikel.

  • Hallo Eckle

    Die Behauptungen über Leberschäden und Verstärkung von Gerinnungsstörungen sind nicht neu.

    Zu den Leberschäden: es gibt Fallberichte, wo User von Pilzpulver (Reishi, aber auch andere Heilpilzsorten) mit Leberstörungen bis Leberversagen reagiert hatten. Es stellte sich heraus, dass hier nicht der Pilz, sondern Verunreinigung des Pulvers die ausschlaggebende Ursache war. Grund für die Verunreinigung war vermutlich die Entnahme von Pilzpulver aus den Dosen mit nicht ganz so sauberen Löffeln, was zu einem bakteriellen Wachstum geführt hatte. Von daher sind Kapseln die sicherere Alternative. So sind bei Kapseln solche Phänomene noch nie beobachtet worden.

    Gerinnungsstörungen: es gibt Arbeiten, die gezeigt haben, dass Ganoderma die Thrombozyten Aggregationsneigung herabsetzt. Daraus wird natürlich umgehend eine Kontraindikation für Gerinnungsstörungen geschnitzt, ohne zu wissen, wie diese Abnahme der Aggregationsneigung zustande kommt.

    Im Gegensatz zu den sogenannten „Blutverdünnern“ greift Ganoderma nicht in die Gerinnungskaskade ein. Der Effekt bei Ganoderma ist ein rein biophysikalischer Effekt, da unter Ganoderma die Morphologie der Thrombozyten verändert wird. Die Thrombozyten werden schlanker und „glitschiger“, sodass sie weniger Oberfläche für eine Anhaftung an andere Thrombozyten bieten.

    Auch hierzu gibt es Arbeiten. Diese sind sogar mit Blutern durchgeführt worden. Und hier sind eben keine Verstärkungen von Blutungsneigung beobachtet worden. https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/2270852

    Bei Gesunden scheint die Sache etwas anders auszusehen: https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/2098581. Die Autoren konnten hier eine Abnahme der Aggregationsneigung feststellen. Das lässt die Vermutung aufkommen, dass Ganoderma bei Gesunden vom Effekt her das macht, was Aspirin auch macht, nämlich eine Hemmung der Thrombozytenaggregation und damit eine Prophylaxe gegen Herz-Kreislauf Probleme. Aspirin macht dies allerdings mit einem massiven Eingriff in die Biochemie des Organismus, verbunden mit den entsprechenden Nebenwirkungen und Kontraindikationen.

    Schöne Worte sind nicht wahr; wahre Worte sind nicht schön ::: Lao-tse

  • Hallo Eckie,

    ich denke aber, dass es auch an der Züchtung bzw. Verarbeitung des Reishi-Pilzes liegen kann. Ich kann mir nicht vorstellen, das unter hygienischen Bedingungen irgendwelche Beinträchtigungen bzw. Verunreinigungen kommen kann und solche Leberschäden verursachen kann.

    Ein Tag ohne Lächeln ist ein verlorenener Tag
    (Charlie Chaplin)

  • Vollkommen richtig. Gerade Ganoderma ist ein potenter ökologischer Entgifter von Boden, Luft und Wasser. Wenn der in einer nicht so "heilen Umwelt" gezüchtet wird - Freilandzucht - dann darf man ein gediegenes Maß an Belastungen in seinem Produkt erwarten. Da kauft man Gesundheit und erhält das komplette Gegenteil.

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  • Nur noch ein kurzes Wort zur Freilandzucht. Es gibt Anbieter, die ihre Pilze im Auftrag in China wachsen lassen. China hat massive Umweltprobleme. Was folgt daraus? ...

    Jetzt weiß ich auch, warum mir damals so übel war, wenn ich das Pulver eingenommen habe. Ich musste mg-weise dosieren um es überhaupt nehmen zu können. Ich glaube die Firma hat in China Freilandanbau betrieben. Gott sei Dank nehme ich das Zeug nicht mehr von denen.

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    (Charlie Chaplin)

  • Nun ja, bei diesen Pilzprodukten ist es auf alle Fälle ratsam, ausschließlich rückstandskontrollierte Ware zu kaufen. Und wer ganz sicher gehen möchte, fragt nach den Analyse-Zertifikaten.


    Bei Pilzen muß man bedenken, dass sie im Mycel und im Fruchtkörper Schwermetalle anreichern. Das gilt generell, potenziert sich aber an belasteten Standorten und wird dann zur Gefahr für die Gesundheit. So haben auch schon Pilzsammler, die ihre Pilze in der Nähe einer Autobahn gesammelt hatten, gesundheitliche Probleme bekommen, die eine Behandlung (Ausleitung von Blei) im Krankenhaus erforderte.


    Das 'Leberproblem' muß man differenziert betrachten, eine hepatotoxische Wirkung wurde beobachtet, allerdings waren dies Einzelfälle in Anbetracht der verbreiteten und im asiatischem Raum auch traditionellen Einnahme von Ganoderma-Zubereitungen. Ganoderma (Reishi) gehört ja seit über 2000 Jahren in China zu den Mitteln die als Medizin gelten und bei vielen Beschwerden eingesetzt und angewendet werden. Verunreinigung könnte, muß aber nicht die Ursache gewesen sein, es wird ebenso eine spezifische Überempfindlichkeit der jeweiligen Personen, eine Vorerkrankung oder eine unbekannte Wechselwirkung gemutmaßt. Das sind Faktoren, die immer und bei nahezu jedem Wirkstoff (auch pflanzlichen) vorkommen können und ein gewisses Lebensrisiko darstellen. Auch hier in Europa geraten immer wieder Stoffe in die Diskussion, die grundsätzlich, aber auch bei speziell exponierten Personen, ein Risiko darstellen. Ich denke da beispielsweise an die momentane Debatte über die Giftigkeit von Schöllkraut in Präparaten wie Iberogast.

    Allgemein gilt der Reishi erfahrungsgemäß als hepatoprotektiv, also leberschützend und damit das genaue Gegenteil dieser bedauernswerten Vorkommnisse einer lebertoxischen Reaktion. Doch letztlich, so meine persönliche Ansicht, muß man jedoch nur mal einen Blick in die allereinfachsten Rezepturen unserer schulmedizinischen Mittel werfen, um entweder das Risiko der unerwünschten Nebenwirkungen einzugehen oder das Mittel gleich in die Müllbox zu entsorgen. Wenn man dort die Statistik zugrundelegt und die Kategorien 'Einer von Soundsoviel' betrachtet kann einem ganz schön mulmig werden.

    Der Arzt wird, darauf angesprochen, meist nur milde lächeln, so als müsse ein Hypochonder beruhigt werden. Nun gut, die Schlußfolgerung zu den Risikoabschätzungen überlasse ich mal dem Leser, meine aber, dass die meisten Menschen durchaus, getragen von einer Hoffnung, bei herkömmlichen Arzneien ein deutliches Risiko in Kauf nehmen, welches im Vergleich mit dem Reishi weitaus höher zu liegen scheint.


  • Bin bei Reishi sehr zurückhalten geworden besonders nach Fukushima. Obwohl viele Km entfernt, kann Keiner heute berechnen, bis wohin eine atomare Wolke wirkt bei der Luft- u. Wasserbelastung. (vgl. Debatte über chinesischen Grüntee nach Fukushima!)

    Esse immer noch keine Wildpfifferlinge nach Tschernobyl.

    Unbelastete Reishiprodukte zu bekommen dürfte sehr schwierig sein. Vielleicht hat Rene eine Idee.

  • Hallo Ragusa,


    Pfifferlinge sind belastungsmäßig das kleinste Problem unter den Pilzen. Gewarnt wird meist vor anderen Arten.


    Bezüglich des Ganodermas sieh dir mal diese Seite an: terra-mundo.de/qualitaet.html


    Die prüfen auch auf Radioaktivität. Natürlich kann man auch bei anderen Herstellern direkt nachfragen, ob gemessen oder analysiert wird. Die geben sicher Auskunft. Eine andere Frage ist natürlich, inwieweit man die Grenzwerte akzeptiert, die ja nicht nur bei Pilzen, sondern auch bei Tee und anderen Produkten eine Rolle spielen. Womit auch das Thema aufgeworfen wird, ob es überhaupt noch unbelastete Ware gibt oder immer (nicht nur Radioaktivität) was gefunden wird.


    Sollten die Pilze aus einer Pilzzucht stammen und das ist ja meist der Fall, dann wird es diesbezüglich kaum oder keine Probleme geben.



  • Unbelastete Reishiprodukte zu bekommen dürfte sehr schwierig sein. Vielleicht hat Rene eine Idee.

    Beim Kauf von Ganoderma und anderen Heilpilzen sollte man darauf achten, dass der Hersteller diese in sterilen Treibhäusern züchtet.
    Ich beziehe mein Ganoderma und Cordyceps von einem Hersteller in Malaysia, der dies so durchführt und Filialen hier auf der Insel hat.

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  • Beim Kauf von Ganoderma und anderen Heilpilzen sollte man darauf achten, dass der Hersteller diese in sterilen Treibhäusern züchtet.

    Wie macht man eine Treibhaus steril? (ohne Gift?)

    Das würde mich echt interessieren, denn ich hab selber ein Gewächshaus und die Gefahr von unerwünschten Pilzen ist da ja sehr groß.

  • Kaulli,


    ein Treibhaus braucht nicht steril zu sein, das wirst du auch nicht hinbekommen, da du ja Luftzutritt brauchst und die Erde und Pflanzen ja auch keineswegs steril sind. Wenn unerwünschte Pilze auftreten, dann mußt sie dort bekämpfen, wo sie zu sehen sind.

    In jungen Jahren hatte ich eine botanische Ausbildung und dort unter anderm in einem mykologischem Labor gearbeitet. Lediglich die Impfräume, dort wo Substanzproben auf Nährboden aufgebracht wurden, sind mit UV-Licht und Natriumhypochlorit behandelt worden. Das UV-Licht hat das NaClO zersetzt, welches dann desinfizierend wirkte. Aber diese Lösung wird für dich sicher nicht in Frage kommen.

    Ich würde einen Dampfstrahler empfehlen, damit kannst du Tische, Blumentöpfe, Scheiben und Boden reinigen. Das reicht. Eine Kontamination durch die Luft oder Erde kannst du nicht vermeiden, nur durch optimale Zuchtbedingungen deiner Pflanzen unwahrscheinlich machen.

    Darf man fragen, welche Pflanzen dein Gewächshaus bevölkern sollen?

  • Darf man fragen, welche Pflanzen dein Gewächshaus bevölkern sollen?

    Natürlich, ist nichts Verbotenes dabei:):

    Momentan hab ich einfach Wintersalat und Kohl drinnen, es ist das erste Jahr. Ich hab es ans Haus angebaut, mit Doppelstegplatten aus Plexiglas. Daneben ist das Hühnergehege. Falls es wieder Stallpflicht gibt, dürfen sie da rein und alles niedermachen.

    Da das Glas zwar gut lichtdurchlässig ist, aber im Winter einfach wenig Sonne scheint, bin ich auch am Überlegen, entweder Pilze zu züchten oder auch Heuschrecken, zuerst als Hühnerfutter, später dann zum Selber essen, aber davon weiß meine Familie noch nichts.


    Mit dem Gedanken, Pilze zu züchten, spiele ich schon einige Jahre, ich könnte die Pflanzgefäße (aus Lärchenholz) auch abdunkeln.

    Aber wären Reishi pilze auch hier in unseren Breiten möglich?

  • Kaulli,


    was würde deine Familie denn zu einem Heuschrecken-Omelett sagen? Die Flucht ergreifen? :D


    Also der Reishi (Glänzender Lackporling) wächst auch in Deutschland. Es ist ja ein Baumpilz, ich habe ihn einmal im Allgäu an einem verwitterten Baumstamm gefunden. Die Zucht sollte kein Problem sein. Warm, feucht, kann auch schattig sein. Ich würd sagen, zum richtigen Pilz auch den richtigen Baum, erst dann wird es optimal. Allerdings kann man wohl auch ausweichen auf andere Substrate. Hier ist was zum Anschauen, vielleicht gibt es die eine oder andere Anregung:

  • was würde deine Familie denn zu einem Heuschrecken-Omelett sagen? Die Flucht ergreifen?

    Bisher haben sie alles mitgemacht, ich bin ja die Chefin im Haus, Garten und in der Küche.

    Zuerst würde ich die Heuschrecken vermutlich panieren und frittieren, dann sind sie bestimmt knackig. Andere essen Schweine, alles kulturbedingt. Aber ich geb zu, ich muss mich auch erst an den Gedanken gewöhnen, als nächstes wäre dann Weinbergschneckenzucht.


    Aber zuerst mal die Pilze, danke für den Link! :)

  • Wie macht man eine Treibhaus steril? (ohne Gift?)

    Das würde mich echt interessieren, denn ich hab selber ein Gewächshaus und die Gefahr von unerwünschten Pilzen ist da ja sehr groß.

    Ich kann dazu nichts sagen, denn der Laden, von dem ich spreche, ist ein Großunternehmen, das in Malaysia ansässig ist. Ich kenne den Besitzer, Dr. Lim, nur peripher. Wir haben uns ein paar mal fernmündlich ausgetauscht. Dabei habe ich diese Infos nebenbei bekommen. Inhalt der Unterhaltung war ein anderer, da ich kein Pilzzüchter bin.
    Ich hab Videos von Bekannten gesehen, die einen kleinen Show-room im Fabrikationsgelände angeschaut haben. Die Pilze dort werden laut Dr. Lim verbrannt, da sie quasi an der freien Luft heranwachsen und dementsprechend "Unrat" in sich aufnehmen. Die eigentlichen Hallen bekommt niemand zu Gesicht, da die Arbeiter, und nur die, dort mit Schutzanzügen und durch Schleusen etc. ins Innere gelangen. Ob der Betrieb in den Hallen jetzt klinisch steril ist, oder ob Dr. Lim damit meint, dass keine pathogenen Keime dort reingelangen, das sei mal dahingestellt. Müsste ihn fragen. Ich kann mich nur noch an eine Aussage von ihm erinnern, wo er meinte, dass Freilandzucht nicht mehr möglich ist, gerade wegen der Umweltverschmutzung. Ich fürchte, da hat er nicht ganz unrecht.

    Schöne Worte sind nicht wahr; wahre Worte sind nicht schön ::: Lao-tse

  • Hallo! Ich habe mir ein Reishi Produkt gekauft, weil Rene das empfohlen hat. Es heißt "Bio Reishi Extrakt" von "Meri med". Habe aber gelesen, dass dieses Pilzpilver die Leber schädigen kann. Bin jetzt sehr verunsichert!!!!:huh: Was hält ihr davon? Meine Leber ist eh schon geschädigt, will keine weiteren Risiken eingehen.:/

    Danke; LG

  • Hallo Zuckerperle.

    Besser wäre täglich 0,5 Liter Kokoswasser trinken. Das beste hat dr Georg . Es reinigt das Blut und kurbelt das Immunsystem an. Am besten vor den Frühstück auf nüchternen Magen trinken. Tagsüber ein Liter Bambusblättertee und Abends nach dem Nachtessen noch zwei große Tassen Papayablättertee. Und täglich etwas Moringa in die Nahrung mit verwenden. Sowie nach dem Mittagessen 10 getrocknete Papayakerne verzehren mit einen Glas wasser dazu. Deine Organe werden es dir langfristig danken.

    Dieses Ritual mache ich seit acht Jahren täglich und möchte es nicht mehr vermissen.


    Das sind meine natürlichen Ergänzungen und mehr brauche ich nicht!

    Mit Heilpilzen braucht man Erfahrung und absolut seriöse Quellen der Herkunft. Leider ist nicht überall Bio drin wo es darauf steht, und wenn man unerfahren ist kann der Schuss auch nach hinten los gehen!

    Viele Grüße

    Eugen

    Täglich Kokoswasser trinken hilft die Blutfettwerte senken, reinigt auch noch Blut und Nieren, und hilft dir beim Gelenke schmieren. ( Eigenzitat )