Omega 3, Krill- und Fischöl und Astaxanthin

  • Hier mal meine Gedanken zu Omega 3, Krillöl, Fischöl und Astaxanthin:


    Grundsätzlich geht es bei der Omega 3-Thematik ja eigentlich um DHA und EPA. Also um Docosahexaen- und Eicosapentaensäure, beides mehrfach ungesättigte Omega 3-Fettsäuren. Omega 3-Fettsäuren senken die Triglyceridspiegel, also die Neutralfette im Blut und verbessern die Fließeigenschaften des Blutes. Omega 3-Fettsäuren machen das Blut dünnflüssiger. Sie verringern dadurch die Gerinnungsgefahr, der Blutdruck wird gesenkt.

    Ganz wichtig ist aber noch, dass gerade DHA enorm wichtig ist für unser Gehirn - mehr als die Hälfte unseres Gehirns besteht aus Fetten, gute 20 % davon sind DHA.


    Die ersten Forschungen zum Thema Omega 3 machte Dr. Sinclair Hugh, ein britischer Forscher, der in den frühen 1950er Jahren die Ernährung der Eskimos (besser ausgedrückt der Inuit) erforschte und nachzuahmen versuchte. Er ernährte sich 100 Tage lang nur von Fisch und futterte kiloweise Robbenfleisch und Makrelen. Untersuchungen hatten nämlich gezeigt, dass Eskimos seltener an Blutgerinnungserkrankungen litten, was auf die hohe Zufuhr von Omega 3-Fetten im Fisch zurückzuführen war. Also mehr Fisch = dünneres Blut = weniger Blutgerinnsel = niedrigeres Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen.

    Da wir heute, in unserer modernen Zivilisation aber enorme Mengen an Omega 6-Fetten zu uns nehmen, die entzündungsfördernd sind, war dann später die Idee der Fischölkapseln geboren. Und die These der "gesunden" Eskimo-Ernährung. Die allerdings nur die halbe Wahrheit ist.


    Hugh machte während seines Selbstversuchs nämlich eine Beobachtung - die Blutgerinnung seines Blutes verringerte sich zwar eindeutig, gleichzeitig stieg aber der Wert von Malondialdehyd (MDA) in seinem Urin um das 50-fache des Normalwertes.

    MDA ist ein hochreaktives Abbauprodukt von mehrfach ungesättigten Fettsäuren und dient heute gleichzeitig als Marker für oxidativen Stress - je höher der MDA-Wert, umso größer ist der oxidative Stress im Körper. Und oxidativ bedeutet, dass beispielsweise Fettsäuren im Körper oxidiert werden, sie werden ranzig. Und da MDA durch seine hochreaktive Eigenschaft auch mit der DNA und Proteinen reagieren kann, ist das Abbauprodukt äußerst mutagen und auch kanzerogen.


    Hugh aber hatte einen Fehler begangen, der auch heute immer wieder gemacht wird, wenn es um Fischöl- oder auch Krillölkapseln geht oder um die „gesunde“ Eskimo-Ernährung - wenn man schon die Ernährungsgewohnheiten anderer Völker imitieren möchte, sollte man dies auch komplett tun.

    Was Hugh bei seinem Selbstversuch nämlich außer Acht gelassen hatte war, dass die Inuit nicht nur das Fleisch der Fische gegessen hatten, sondern auch deren Innereien wie Nieren, Leber und auch das Blut. Sie nahmen daher nicht nur die wichtigen Omega 3-Fettsäuren auf, sondern auch Omega 6-Fettsäuren, wodurch es bei ihrer Ernährung zu einem gesunden Fettsäureverhältnis kam. Gleichzeitig wurden durch solch eine Ernährungsweise auch die benötigten Antioxidantien aufgenommen, die dafür sorgten, dass eventuell auftretender, oxidativer Stress eliminiert werden konnte. Da die Inuit aber heute immer häufiger die westlich, dekadente Ernährungsform übernehmen, leiden immer mehr von ihnen ebenfalls an den so genannten Zivilisationskrankheiten wie z.B. Bluthochdruck.


    Genau das ist heute auch unser Problem - durch unsere enorme Omega 6-lastige Ernährung, der Umweltverschmutzung und einem Zuwenig an Antioxidantien, die all das kompensieren können, bringen uns Fischöl- oder Krillölkapseln relativ wenig. Ganz im Gegenteil - aus oben genannten Gründen schaden wir uns mehr, als dass wir uns etwas Gutes tun.


    Stellt sich die Frage, ob Fischölkapseln nun ungesund sind.

    Nicht zwangsläufig. Fisch ist ja auch nicht ungesund, wenn wir einmal die Schadstoffbelastung außen vor lassen.

    Unser Problem ist halt unsere ungesunde, moderne Ernährung und einem, wie oben schon erwähnt, Mangel an Antioxidantien. Diese sind aber enorm wichtig, um die ungesättigten Fettsäuren in unserem Körper vor freien Radikalen zu schützen. Nehmen wir vermehrt mehrfach ungesättigte Fettsäuren auf, verbrauchen wir dadurch enorme Mengen an Antioxidantien, von denen wir aber vorher schon nicht genug hatten. Die ungesättigten Fettsäuren oxidieren und der Körper ist schutzlos den freien Radikalen ausgesetzt, die nun im Körper toben und unsere Zellen schädigen können.


    Nun gut, könnte man jetzt argumentieren, den Fischöl- und auch Krillölkapseln ist ja genau deswegen unter anderem das Antioxidans Vitamin E zugesetzt.

    Stimmt. Oder auch nicht.

    Vitamin E wirkt sicherlich antioxidativ, keine Frage. Schaut man sich aber das den Fischölkapseln zugesetzte Vitamin E genauer an, sieht man, dass es sich in den meisten Fällen um Alpha-Tocopherol handelt. Es gibt aber verschiedene natürlich vorkommende Formen von Vitamin E. Alpha-Tocopherol ist nur eine davon. Und blöd daran ist leider, dass genau dieses Alpha-Tocopherol die besondere und äußerst starke, antioxidative Wirkung von Gamma-Tocopherol ausbremst. Und leider darf jedes Tocopherol rechtlich als Vitamin E bezeichnet werden.


    Ein Tipp hierzu:

    Natürliches Vitamin E trägt die Bezeichnung D-Alpha-Tocopherol. Positiv zu bewerten ist auch der Hinweis "gemischte Tocopherole".

    Synthetisches Vitamin E dagegen wird deklariert als DL-Alpha-Tocopherol. Oder auch nur Vitamin E, Tocopherol oder auch Tocopheroläquivalent. Von diesen Formen ist auf jeden Fall abzuraten.


    Weiter geht´s mit Teil II

  • Dirk S.

    Hat den Titel des Themas von „Omega 3, Krill- und Fischöl und Astaxanthin, TEIL 1“ zu „Omega 3, Krill- und Fischöl und Astaxanthin“ geändert.
  • Teil II


    Also – es ist keine besonders gute Idee, lediglich das Alpha-Tocopherol hochdosiert den Fischölkapseln zuzusetzen! Wie es auch keine besonders gute Idee ist, nur Vitamin A, oder K oder Vitamin C als Monopräparate zu nehmen, denn – es gibt etliche, verschiedene freie Radikale, nicht nur DAS eine freie Radikal. Ist leider ein Fehler, wenn wir landläufig einfach nur von freien Radikalen sprechen. Und da es verschiedene freie Radikale gibt, werden auch verschiedene Antioxidantien benötigt. Eigentlich logisch. Vorteilhaft ist also immer ein Netzwerk an Antioxidantien.


    Und es kommt ein weiterer Faktor hinzu – nachweislich reicht Vitamin E alleine nicht aus, um die mehrfach ungesättigten Fettsäuren in den Fischölkapseln vor einer Oxidation zu schützen.

    Wie eine norwegische Studie belegen konnte, sind daher gut 95 % der Fischölkapseln bereits ranzig, bevor sie bei uns im Kühlschrank landen! Und Studien, die unter anderem den MDA-Wert untersucht hatten, konnten belegen, dass die falsche Einnahme von Fischölkapseln den oxidativen Stress im Körper ansteigen lässt.


    Ein hochwertiges Fischöl sollte außer Vitamin E noch stärkere fettlösliche Antioxidantien enthalten. Und – selbst, wenn viele Antioxidantien in der Fischölkapsel enthalten sind, reichen diese nicht aus. Es sind auch Vitamin C erforderlich, oder auch Mineralien wie beispielsweise Zink. Wir brauchen für ein breitgefächertes Netzwerk an Antioxidantien also zumindest ein zusätzliches hochwertiges Nahrungsergänzungsmittel.


    Und was ist jetzt mit Krillöl, der „Königin der Nahrungsergänzungsmittel“? Soll doch besser sein als die Fischölkapseln. Zudem auch besser bioverfügbar.


    Wie bei den Fischölkapseln ist auch für Krillöl der Hauptgrund die langkettigen Omega 3-Fettsäuren. Nur – in den Krillölkapseln steckt weniger davon drin, es ist deutlich niedriger dosiert! Da die Kapseln dadurch kleiner sind, können sie auch einfach geschluckt werden. Was ja auch immer wieder ein Verkausargument für Krillöl ist.

    Eine Kapsel Krillöl enthält im Schnitt 50 bis 150 mg EPA und DHA. Bei Fischöl hängt die Dosierung von der Qualität ab – hochwertige Kapseln kommen auf gut 500 mg.


    Dazu auch ein Tipp:

    Es wird bei Krillöl damit geworben, dass es kein fischiges Aufstoßen nach der Einnahme gibt. Stimmt. Hängt natürlich mit der niedrigeren Dosierung der Krillölkapseln zusammen, sie enthalten bis zu 10x weniger an Fettsäuren als Fischölkapseln. Und das fischige Aufstoßen, wie auch andere Beschwerden nach der Einnahme von Fischölkapseln, sind eigentlich fast immer ein Zeichen für minderwertige Ware, das Öl in den Kapseln ist bereits ranzig geworden.


    Weiter wird oft damit geworben, dass Krillöl frei ist von Umweltgiften, da es ja aus den Tiefen der Antarktis kommt.

    Eines stimmt zumindest – Krill steht an unterster Stelle der Nahrungskette, Umweltgifte lagern sich hier weniger ab. Das war es aber auch schon. Weder ist die Antarktis nämlich frei von Schadstoffen, wie wir heute wissen, noch ist es dadurch der Krill. Mittlerweile gibt es Studien, die das Schadstoffprofil von Fischöl- und Krillölkapseln untersucht haben und diese Aussage belegen.

    Beispielsweise bei HCB, dem Hexachlorbenzol: Der beste Wert bei Fischöl lag bei 27, der von Krillöl bei 9.900!


    Oft wird auch der Umweltschutz angeführt. Die Überfischung der Meere. Daher sollte man lieber Krillöl verwenden. Nur – ist die Antarktis keine Umwelt?

    Greenpeace schreibt dazu:

    “Die Antarktis ist in Gefahr. Der Lebensraum von Pinguinen, Robben und Walen ist bereits durch die Klimaerhitzung massiv bedroht. Jetzt setzt der Antarktis auch die Krill-Industrie zu und will sie ausbeuten. In den letzten 40 Jahren wurden rund acht Millionen Tonnen Krill aus dem Antarktischen Ozean gefischt.”


    Besonders negativ ist dabei der Umstand, dass der Großteil des Krills gar nicht verarbeitet werden kann, mindestens 80 % landen im Müll!!


    Ein weiteres Argument für Krill ist das hochpotente Antioxidans Astaxanthin. Es verleiht den Krillölkapseln die rötliche Farbe. Aber – Astaxanthin ist kein Wundermittel! Es ist einfach nur ein starkes Antioxidans, wie viele andere, beispielweise Vitamin C oder auch Selen ebenfalls. Und wie schon erwähnt, brauchen wir eine breite Palette an Antioxidantien, nicht nur Astaxanthin. Und der Gehalt daran schwankt von Krillölkapsel zu Krillölkapsel ganz gewaltig – haben einige nur 25 mcg Astaxanthin, enthalten andere 200 mcg oder sogar noch mehr. Eine Portion Lachs dagegen enthält gut und gerne 1.600 mal mehr.


    Aber warum sind die Unterschiede an Astaxanthin bei Krillöl so groß? Ganz einfach – hängt damit zusammen, dass große Mengen an Astaxanthin überhaupt nicht aus dem Krill kommen! Sondern aus einem Zusatz, der aus Algen hergestellt und den Krillölkapseln lediglich zugesetzt wurde.

    Also – wenn man Astaxanthin nehmen möchte, sollte man sich für ein hochwertiges Astaxanthin-Produkt entscheiden und dieses mit anderen Antioxidantien kombiniert einnehmen.


    Zum Thema Phospholipide und Triglyceride, was ja auch immer wieder als Argument angebracht wird.:

    Über 95 % der Fettsäuren liegen in der Natur als Triglyceride vor. Der Mensch ist seit zig Tausenden von Jahren darauf programmiert, sich von Fisch zu ernähren. Also seit einer enorm langen Zeit darauf konzipiert, Triglyceride durch Fisch aufzunehmen. Und nicht Phospholipide aus Krill. Wie ich am Anfang geschrieben habe, geht es um Nahrung für unser Gehirn, um DHA oder auch EPA. Unser Gehirn braucht keine Phospholipide, sondern DHA. Und das liefert Fischöl höher konzentriert als Krillöl.


    Krill, der in den Tiefen der Antarktis gefangen wird, ist sicherlich kein Nahrungsmittel, was der Mensch in freier Natur zu sich nehmen würde. Fisch hingegen schon. Seit Tausenden von Jahren. Und ist damit klargekommen. Fisch hat sich demnach als beste Quelle für Omega 3-Fettsäuren herausgestellt. Die vegane Seite lasse ich jetzt mal außen vor. Und bis heute weiß noch niemand genau, was eine Krillaufnahme für den menschlichen Organismus bedeutet. Studien dazu gibt es bis heute so gut wie keine.


    Eines sollte aber klar sein - dass man beispielsweise für läppische 10,-- EUR pro Monat keine optimale Versorgung an Omega 3-Fettsäuren bekommen kann.

  • Hallo Dirk

    hier mal ein paar Fragen/Anmerkungen zu einigen Aussagen.


    Mittlerweile gibt es Studien, die das Schadstoffprofil von Fischöl- und Krillölkapseln untersucht haben und diese Aussage belegen.

    Beispielsweise bei HCB, dem Hexachlorbenzol: Der beste Wert bei Fischöl lag bei 27, der von Krillöl bei 9.900!

    Diese nicht näher differenzierte Aussage erweckt den Eindruck, dass Krill im Vergleich zu Fisch um ein Vielfaches höher belastet ist, und damit die Aussage, dass die Belastung von Krillöl geringer ist, bestenfalls als Werbung der Krill Öl-Industrie bewertet werden kann.

    2014 ist eine australische Studie erschienen, die Krillöl Produkte mit Fischölprodukten verglich, besonders in Bezug auf POP = Persistent Organic Pollutants, also dauerhafte organische Verunreinigungen.

    Die Studie bestätigt deine Aussage, dass Krill alles andere ist als schadstofffrei. Sie bestätigt aber nicht den Verdacht, dass Fischöl weniger belastet ist als Krillöl. Die Untersuchungen zeigten das genaue Gegenteil.

    https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC4179167/

    Interessant bei dieser Studie ist auch, dass sie deine Aussage bestätigt, dass HCB für die beiden Krill Öl Produkte am höchsten ausfällt (TEQ = 5 resp. 4). Für die anderen untersuchten Schadstoffe jedoch gibt es zweimal die „1“ oder keine Angaben, was auf fehlende oder nicht nachweisbare Konzentrationen hindeutet.

    Für die Fischöle gibt es ein gemischtes Szenario von „so gut wie Krillöl“ bis signifikant höher belastet.


    Besonders negativ ist dabei der Umstand, dass der Großteil des Krills gar nicht verarbeitet werden kann, mindestens 80 % landen im Müll!!

    Ich bin kein Krillverarbeitungsexperte. Ich gehe aber davon aus, dass Krill aus kommerziellen Gründen wegen der Omega-3-Fettsäuren (und weniger wegen Astaxanthin) gefischt wird. Und da Krill nicht zu 100 % aus Omega-3-Fettsäuren besteht, wandert da aus ökonomischen Gründen einiges auf den Müll, was anderweitig noch gut verwendbar wäre. Dieses Phänomen ist nicht eine Frage „Krill oder Fisch“, sondern der industrielle und damit oft fragwürdige Umgang mit diesen Ressourcen.


    Eine Portion Lachs dagegen enthält gut und gerne 1.600 mal mehr“ (Gemeint ist Astaxanthin)

    Das kann ich absolut nicht nachvollziehen. Laut Wikipedia beträgt die Konzentration bei Lachs rund 5 ppm, die bei Krill rund 120 ppm.

    Die Sache mit dem Lachs hat einen weiteren Haken. Selbst wenn diese „1600 mal mehr“ stimmen, wer isst jeden Tag ausreichend viel Lachs, um an sein Astaxanthin zu kommen? Und wenn die Angaben bei Wikipedia stimmen, dann muss derjenige sehr sehr viel Lachs in sich reinstopfen. Die Kosten für Lachs haben wir hier noch nicht diskutiert.

    Und wie bereits schon gesagt, wer Krillöl zu sich nimmt, der macht dies wegen der Omega-3-Fettsäuren und weniger wegen des Astaxanthins, das hier die Rolle des Antioxidans hat, um die Oxidierung der Fettsäuren zu verhindern.

    Schau mal in diesem Beitrag von René: https://vitalstoffmedizin.com/…el-wie-wirkt-astaxanthin/

    Hier geht es genau um die Diskussion „Fisch oder Krill“.


    Aber warum sind die Unterschiede an Astaxanthin bei Krillöl so groß? Ganz einfach – hängt damit zusammen, dass große Mengen an Astaxanthin überhaupt nicht aus dem Krill kommen! Sondern aus einem Zusatz, der aus Algen hergestellt und den Krillölkapseln lediglich zugesetzt wurde.

    Gleiches gilt auch für Tocopherol bei Fischölkapseln, welches selbigen ebenfalls „lediglich zugesetzt wurde“. Also die Tatsache, dass hier was zugesetzt wird, ist kein besonders gutes Kriterium für eine Beurteilung.

    Für mich würde sich hier die Frage auftun: was ist besser - zugesetztes Tocopherol oder zugesetztes Astaxanthin? Nach deinen Ausführungen zuvor dürfte die Frage nicht schwer zu beantworten sein.


    Über 95 % der Fettsäuren liegen in der Natur als Triglyceride vor. Der Mensch ist seit zig Tausenden von Jahren darauf programmiert, sich von Fisch zu ernähren. Also seit einer enorm langen Zeit darauf konzipiert, Triglyceride durch Fisch aufzunehmen. Und nicht Phospholipide aus Krill. Wie ich am Anfang geschrieben habe, geht es um Nahrung für unser Gehirn, um DHA oder auch EPA.“

    Ob 95 % der Fettsäuren Triglyceride sind, das kann ich nicht beurteilen. Ob dies von ausschlaggebender Bedeutung ist, das wage ich allerdings zu bezweifeln. Erstens sind Phospholipide keine synthetischen Substanzen, sondern notwendige Bestandteile des Organismus, ohne den „der ganze Laden“ nicht funktionieren würde. Bei der Verwendung von Phospholipiden bei Omega-3-Fettsäuren geht es um die Bioverfügbarkeit der Fettsäuren in den Kapseln. Es wird den Phospholipiden nachgesagt, dass sie die Bioverfügbarkeit der Omega-3-Fettsäuren erhöhen, wozu es aber widersprüchliche Aussagen gibt.

    Es wird auch fälschlicherweise angenommen, dass Krillöl ausschließlich Omega-3-Fettsäuren gebunden an Phospholipide enthält. Krillöl enthält ebenfalls signifikante Mengen an freien Omega-3-Fettsäuren, was ebenfalls ein Unterschied zu Fischöl ist.

    https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/?term=21854650

    Die Bedeutung von Phospholipide im Zusammenhang mit Omega-3-Fettsäuren kommt spätestens dann zur Geltung, wenn es darum geht, die Omega-3-Fettsäure ins Gehirn zu transportieren. Hier dient ein spezifisches Phospholipid (Lysophosphatidylcholin) als „Verpackung“, was über ein Membran-Transportprotein über die Blut-Hirn-Schranke ins Gehirn geschleust wird.

    Ob hier der Verzehr von Omega-3-Fettsäuren gebunden an Phospholipide einen entscheidenden Unterschied macht, dazu gibt es wohl keine Untersuchungen. Aber es zeigt mir, dass dein Argument „Triglyceride und Natur“ für mich nicht ganz überzeugend ist. Es gibt auch noch keine Berichte, denen zufolge die „unnatürliche“ Zufuhr von Omega-3-Fettsäuren in Verbindung mit Phospholipiden zu verheerenden Nebenwirkungen geführt hat.


    Unser Gehirn braucht keine Phospholipide, sondern DHA. Und das liefert Fischöl höher konzentriert als Krillöl.“

    Wie bereits diskutiert benötigt unser Gehirn beides. Ohne Phospholipide gibt es keinen Transport von DHA ins Gehirn. Des Weiteren sind Phospholipide, unabhängig von Omega-X-Säuren, ein integraler Bestandteil von Membran-Lipiden, ohne die es keine funktionierende Zellmembran geben würde. Und dies gilt ebenso für Gehirnzellen, die Phospholipide für den Aufbau ihrer Zellmembranen benötigen.


    Und bis heute weiß noch niemand genau, was eine Krillaufnahme für den menschlichen Organismus bedeutet. Studien dazu gibt es bis heute so gut wie keine.“

    Hier gehen unsere Meinungen aber ganz deutlich auseinander. Eine Suche - Stichwort "krill oil" - in PubMed hat 159 Ergebnisse geliefert, was signifikant mehr ist als „so gut wie keine“. Die erste Studie datiert auf 1994; die neueste auf November 2017.

    Auch die spezielle Frage, was die Krillaufnahme für den menschlichen Organismus bedeutet, ist nicht ganz unbeantwortet.

    https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/26357480

    Diese Metaanalyse (nicht meine Lieblingsform von Studien, aber immer noch besser als „so gut wie keine“) will gesehen haben, dass Fischöl die Cholesterin-Synthese ankurbelt, während Krillöl die Synthese bremst. Zudem scheint Krillöl mehr metabolische Reaktionen zu beeinflussen als dies Fischöl kann.

    Bei der Studie ging es um Bioverfügbarkeit, wo die Autoren zu dem Schluss kamen, dass die Bioverfügbarkeit von EPA und DHA in Krill höher ist als die von Fischöl.

    Sollte diese Studie unvoreingenommen und sauber durchgeführt worden sein, dann hat sie einigen Aussagewert.

    Die Studie stammt aus dem Jahr 2015...

    Schöne Worte sind nicht wahr; wahre Worte sind nicht schön ::: Lao-tse

  • Eine interessante Arbeit vom Juli 2018

    https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/30021606


    Resorptionsraten von Krillöl und Fischöl in Blut und Gehirn von Ratten

    Auch hier schneidet Krillöl ein wenig besser ab als Fischöl. Krillöl zeigt höhere Konzentrationen im Gehirn der Ratten. Die Konzentrationen von Fettsäuren von Fischöl haben die Tendenz, schneller abzufallen. Meine Vermutung ist, dass hier möglicherweise die Phospholipide, beziehungsweise deren Fehlen, eine Rolle spielen könnten. Die Autoren sehen für Krillöl ein mögliches Einsatzgebiet bei Erkrankungen des zentralen Nervensystems und Gefäßerkrankungen.


    Ich beziehe mich hier auf deine Aussage: "Unser Gehirn braucht keine Phospholipide, sondern DHA. Und das liefert Fischöl höher konzentriert als Krillöl." Wenn das richtig ist, dass Fischöl höher konzentriert DHA zu liefern in der Lage ist, warum liegen dann die Krillöl Konzentrationen in den Rattenhirnen in dieser Studie nicht signifikant unter denen von Fischöl?

    Schöne Worte sind nicht wahr; wahre Worte sind nicht schön ::: Lao-tse

    Einmal editiert, zuletzt von Ganodolon ()

  • Deine Ausführungen sind hoch spannend aber auch leicht verwirrend.

    Heißt es jetzt im Umkehrschluß Omega3-FS+ Astaxanthin pur oder zwischen Krillöl und Omega3 wechseln oder Krillöl pur? Habe übrigens Anbieter, die ihr Öl oder auch Zeolith auf Umweltbelastungen testen lassen:

    naturaForte macht Zeolith u. Krillöl pur; Dr. Loges verarbeitet in Omega3-Loges-plus auch Astaxanthin.

  • Deine Ausführungen sind hoch spannend aber auch leicht verwirrend.

    Heißt es jetzt im Umkehrschluß Omega3-FS+ Astaxanthin pur oder zwischen Krillöl und Omega3 wechseln oder Krillöl pur? Habe übrigens Anbieter, die ihr Öl oder auch Zeolith auf Umweltbelastungen testen lassen:

    naturaForte macht Zeolith u. Krillöl pur; Dr. Loges verarbeitet in Omega3-Loges-plus auch Astaxanthin.

    Das sollte eigentlich keine "Gebrauchsanweisung" werden/sein. :) Ich wollte ein paar Ungereimtheiten von Dirk diskutieren.
    Ich nehme - hatte ich wohl schon irgend wo mal erwähnt - Krillöl, das mit Astaxanthin angereichert ist, 3 mg pro Kapsel, 2 Kapseln täglich, plus 2 mal 5 mg reines Astaxanthin, also zusammen 16 mg, was Astaxanthin anbelangt.

    Dirk bemerkte, dass Astaxanthin alleine nicht die eierlegende Wollmilchsau ist, wo ich ihm zustimme. Es gibt verschiedene Radikale, wasserlösliche und fettlösliche, die die entsprechenden Antioxidantien benötigen. Aberrrrr.... ich nehme so viel Astanxanthin, weil es als einziges mir bekanntes Antioxidans in der Lage ist, einen Sonnenschutz von Innen zu bewirken. Ich profitiere davon, da ich auf den Philippinen lebe, wo die Sonne ganzjährig recht intensiv ist, also auch in den Monaten, wo bei euch Winter ist. Das ermöglicht es mir, rund 5 Stunden in der prallen Sonne zu bleiben, bis dann langsam die ersten Zeichen von Sonnenbrand sich einstellen. Klar, dass ich nicht so lange in der Sonne bleibe. Aber ich hab es ausprobiert, und es hat geklappt. Ohne Asta bekomme ich schon nach 30 Minuten einen Sonnenbrand.

    Asta im Krillöl bzw. Tocopherol im Fischöl sind nicht dafür gedacht, den Kunden mit den Antioxidantien zu versorgen, sondern die Öle vor Oxidation zu schützen. Ob sie dazu dann letztendlich in der Lage sind, das ist ein anderes Kapitel. Ich denke, dass 3 mg Asta im Krillöl durchaus dazu in der Lage ist.

    Bei Astaxanthin darauf achten, dass als Quelle Haematococcus pluvialis angegeben wird. Dann ist es kein synthetisches...

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  • Ich wollte EPA + DHA nicht trennen. Die beiden bilden ebenso eine Symbiose wie alle B-Vitamine oder bis jetzt bekannten Darmkeime.

    Es ging um sie Frage , ob in Fischöl mit Triglyceriden(bei denen ich manchmal Probleme habe) oder in Phospholipiden bei Krillöl.

  • Die Studie bestätigt deine Aussage, dass Krill alles andere ist als schadstofffrei. Sie bestätigt aber nicht den Verdacht, dass Fischöl weniger belastet ist als Krillöl. Die Untersuchungen zeigten das genaue Gegenteil.


    Stimme Dir zu, keine Frage. Mein Beitrag bezog sich aber genau auf diesen Umstand. Dass nämlich der Krill-Hype wegen einer angeblichen Schadstofffreiheit falsch ist. Und ich hatte auch geschrieben, dass der beste Wert an HCB bei Fischöl bei 27 lag. Dies impliziert aber, dass es auch schlechtere Werte gab. Genauso, wie auch bessere Werte bei Krillöl.


    Ich bin kein Krillverarbeitungsexperte. Ich gehe aber davon aus, dass Krill aus kommerziellen Gründen wegen der Omega-3-Fettsäuren (und weniger wegen Astaxanthin) gefischt wird. Und da Krill nicht zu 100 % aus Omega-3-Fettsäuren besteht, wandert da aus ökonomischen Gründen einiges auf den Müll, was anderweitig noch gut verwendbar wäre. Dieses Phänomen ist nicht eine Frage „Krill oder Fisch“, sondern der industrielle und damit oft fragwürdige Umgang mit diesen Ressourcen.


    Auch hier gebe ich Dir recht - Krill wird wegen seiner Omega 3-Fettsäuren gefischt. Und wird deswegen unter anderem auch zu Fischmehl für die Aquakultur verarbeitet. Auch das Futter für Zierfische enthält Krill.

    Mein Hinweis zu Astaxanthin galt auch eher der Frage von Ragusa (Gabriele), ob sie Astaxanthin besser mit Krillöl einnehmen soll. Und das finde ich unsinnig, wie ich oben versucht habe zu erklären.

    Dein Hinweis auf den fragwürdigen Umgang mit Ressourcen rechtfertigt nicht automatisch, dass man Krill dennoch ungehemmt fischen kann. Solange wir unsere Gewohnheiten nicht ändern und nach wie vor alles schlucken, was uns die (egal welche auch immer) Industrie vor die Füße wirft, bleibt alles beim Alten und der Raubbau an der Natur wird so weitergehen.


    Für mich würde sich hier die Frage auftun: was ist besser - zugesetztes Tocopherol oder zugesetztes Astaxanthin? Nach deinen Ausführungen zuvor dürfte die Frage nicht schwer zu beantworten sein.


    Ja, auf Krillöl zu verzichten. Da man nämlich durch das zugesetzte Astaxanthin schön bequem den Preis anheben und es zudem als ein angeblich besonderes Qualitätsmerkmal des Krills herausstellen kann. Was falsch ist, wie ich oben beschrieben habe.


    Damit wir uns aber nicht falsch verstehen - Omega 3-Fettsäuren sind essentiell. Obwohl sie aber in vielen natürlichen Lebensmitteln vorkommen, boomt das Geschäft mit den Krillölkapseln. Das Marketing für Omega 3-Pillen ist sich selbst noch nicht einmal zu schade, mit Kaiserpinguinen auf der Verpackung zu werben, obwohl gerade der Krill die Hauptnahrung von Pinguinen, Walen und anderen Wildtieren ist.


    Wie brauchen kein Krillöl, um uns mit Omega 3-Fettsäuren zu versorgen! Es gibt ausreichend Alternativen. Gute Quellen für die kurzkettige Omega 3-Fettsäure ALA sind pflanzliche Öle, wie Leinöl, Leindotteröl oder auch das Hanföl. Auch gut geeignet sind Walnüsse. (Davon futtere ich beispielsweise jeden Tag morgens und abends jeweils eine Handvoll) 30 gr Walnüsse enthalten ca. 2 gr ALA, ein Esslöfel Leinöl ca. 6 gr.


    Überhaupt hat Leinöl mit den höchsten Gehalt an Omega 3-Fettsäuren aller Pflanzenöle und enthält auch mehr als Kaltwasserfische. Das Paradoxe daran ist sowieso, dass Fische und auch der Krill den größten Teil an Omega 3-Fettsäuren über die Nahrung aufnehmen - nämlich über Algen, die sich dann im Körper der Fische anreichern. Logisch wäre daher, seinen Bedarf nicht über den Umweg Fisch zu decken, sondern direkt über Algen.
    Sie sind vegan, reich an den langkettigen Fettsäuren EPA und DHA und besitzen weitere ernährungsphysiologische Pluspunkte, wie beispielsweise Phlorotannine, die eine gute Quelle für Antioxidantien sind. Und - Algen tragen nicht zur weltweiten Überfischung bei und sind deutlich weniger mit Schadstoffen belastet als Fisch- oder Krillöle.


    Und da Du ja auch die Phospholipide angesprochen hast - den Bedarf decke ich über (Bio-)Eier. Der Fettanteil des Dotters besteht zu gut 30% aus Phospholipiden. Also - warum unbedingt Krillöl?

  • Und da Du ja auch die Phospholipide angesprochen hast - den Bedarf decke ich über (Bio-)Eier. Der Fettanteil des Dotters besteht zu gut 30% aus Phospholipiden. Also - warum unbedingt Krillöl?

    Da sind wir aber jetzt in einer vollkommen anderen Diskussion. Vorher haben wir darüber gesprochen, Krill oder Fisch? Jetzt heiß es "Warum unbedingt Krill?" Ich würde das noch erweitern auf "warum unbedingt Fischöl?", weil das mit dem Überfischen doch auch für diesen O-3-Lieferanten gilt, oder? Vielleicht sogar in einem noch höheren Maße, da diese Fische im oberen Bereich der Nahrungskette angesiedelt sind. Also wenn schon, denn schon.
    Gibt es äquipotente Alternativen? Wenn ja, gibt es zu dieser Äquipotenz die entsprechenden Belege? Zumindest spricht man davon, dass ALA im Organismus erst noch zu DHA und EPA umgewandelt werden müssen, was aber seine Zeit braucht und auch nur in relativ geringen Umsatzraten.
    Mehr dazu in einem Beitrag von Renè: https://www.vitalstoffmedizin.…/omega-3-fettsaeuren.html, wo dies eben so diskutiert wird.

    Interessant hier auch die Bemerkung: "Die beiden tierischen Omega-3-Fettsäuren sind überwiegend für strukturbildende Funktionen erforderlich, während ALA größtenteils als Energielieferant dient." Wenn das richtig ist, dann ist ALA keine ebenwertige Quelle für DHA und EPA und damit Krill oder Fisch oder die entsprechenden Algen, vorausgesetzt die produzieren DHA/EPA, die bessere Alternative.

    Auch bei Wikipedia schneidet ALA nicht besonders gut ab. Ich bin zwar kein Wiki-Fan, da man hier sehr sorgfältig lesen muss. Aber im Bereich Wissenschaft ist der Laden nicht allzu schlecht. Hier die Wiki-Meinung zu ALA: "Beim Menschen hebt α-Linolensäure (ALA) bestimmte Blutfette (Triglyceride), während EPA oder DHA diese Fette senken. α-Linolensäure wirkt nicht blutdrucksenkend, wohl aber Docosahexaensäure. Dies suggeriert, dass sich mit pflanzlicher α-Linolensäure manche Wirkungen von Omega-3-Fettsäuren aus Fisch oder Fischöl nicht erzielen lassen. Dies bedeutet auch, dass eine gesundheitsfördernde Wirkung der pflanzlichen α-Linolensäure in dieser Hinsicht separat nachgewiesen werden müsste. Allerdings weisen Studien auch bei α-Linolensäure auf den Effekt des Knochenschutzes, etwa vor Osteoporose, und positive Auswirkungen auf die Knochenstabilität hin."

    Zu den Phospholipiden. Es ging mir nicht darum, zu belegen, dass diese Dinger im Krillöl ultimative Quelle für die Versorgung des Organismus mit Phospholipiden ist. Es ging darum, zu zeigen, dass es Hinweise gibt, dass O-3 in Verbindung mit den PLs spezifische Vorteile mit sich bringt, z.B. den besseren Transport von DHA über die Blut-Hirn-Schranke. Oder eine verbesserte Bioverfügbarkeit im Vergleich zu Fischöl-O-3... Ob das jetzt wirklich so abläuft, ist nur mal meine Vermutung. Aber die Ergebnisse der zuvor von mir zitierten Ratten-Studie geben dieser Vermutung etwas an Auftrieb. Aber da sind wir wieder im Vergleich "Krill oder Fisch".

    Algen oder Krill/Fisch? Ich halte sehr viel von Algen, Chlorella, Spirulina, obgleich es sich hier nicht um eine Alge handelt, wie oft falsch vermutet wird. Aber prinzipiell sind Mikroorganismen mit diesen Fähigkeiten höheren Lebewesen als Quelle für Nährstoffe vorzuziehen, da sie ökologisch die sauberere Alternative sind. Und da sind wir beide wieder zusammen, denke ich.

    Schöne Worte sind nicht wahr; wahre Worte sind nicht schön ::: Lao-tse

  • Stimme Dir zu, keine Frage. Mein Beitrag bezog sich aber genau auf diesen Umstand. Dass nämlich der Krill-Hype wegen einer angeblichen Schadstofffreiheit falsch ist. Und ich hatte auch geschrieben, dass der beste Wert an HCB bei Fischöl bei 27 lag. Dies impliziert aber, dass es auch schlechtere Werte gab. Genauso, wie auch bessere Werte bei Krillöl.

    Schau dir mal die Studie und deren TEQ-Werte an, die ich in meinem vorherigen Beitrag zitiert habe. Da gibt es, bis auf die HCB-Werte, keine besseren Werte für Fischöl, höchstens gleich gute Werte, zumindest was die Gesamtbelastung mit allen untersuchten Schadstoffen angeht. So sagen es zumindest die Autoren.

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  • Meine Aussage: "Für mich würde sich hier die Frage auftun: was ist besser - zugesetztes Tocopherol oder zugesetztes Astaxanthin? Nach deinen Ausführungen zuvor dürfte die Frage nicht schwer zu beantworten sein."

    Ja, auf Krillöl zu verzichten. Da man nämlich durch das zugesetzte Astaxanthin schön bequem den Preis anheben und es zudem als ein angeblich besonderes Qualitätsmerkmal des Krills herausstellen kann. Was falsch ist, wie ich oben beschrieben habe.

    Diese Antwort verstehe ich überhaupt nicht. Was ist besser - Tocopherol oder Astaxanthin als Antioxidans? Antwort: Kein Krillöl! Wenn man also kein Krillöl nimmt, dann hat man das beste Antioxidans? Und wieso nur auf Krillöl verzichten? Warum nicht auch auf Fischöl? Dem wird auch "Vitamin E" zugegeben, damit auch hier schön bequem der Preis angehoben werden kann. Und der Zusatz von Astaxanthin zum Krillöl ist schon ein Unterscheidungsmerkmal zu Fischöl. Oder gibt es Fischöle mit Asta? Also, was bleibt ist hier der Vergleich zwischen den beiden Antioxidantien, Asta und Toco. Und du selbst scheinst nicht sehr glücklich mit Tocopherol zu sein, was ich sehr gut nachvollziehen kann. Damit ist Asta ein "besonderes Qualtiätsmerkmal" im Vergleich zu Fischöl bzw. Toco.

    Also die Frage nach der besseren antioxidativen Potenz lässt sich meiner Meinung nach nicht mit den mehr oder weniger suspekten Fragen des Marketings von NEMs beantworten, sondern mit den entsprechenden wissenschaftlichen Belegen.

    Und nochmals, da dies immer wieder hier in der Diskussion durcheinander gewürfelt wird: Die Antioxidantien in den Ölen sind in erster Linie dazu da, die Öle vor der Oxidierung zu schützen und nicht den Konsumenten mit Antioxidantien zu versorgen.
    In meinem Beispiel hab ich ein Präparat mit 3 mg Asta zum Krillöl, was ich als eine Art "Kombi-Präparat" einstufe, da die hier angebotenen Mengen an Asta recht hoch ausfallen. Die sind mit hoher Wahrscheinlichkeit nicht nur konzipiert, um das Öl zu schützen, sondern auch Asta nebst O-3 dem Verbraucher zuzuführen.

    Bei den meisten anderen Präparaten, Fisch oder Krill, sind die Mengen so bescheiden, dass sie nur fürs Öl ausreichen, sonst nix.

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    Einmal editiert, zuletzt von Ganodolon ()