Niedriger Leukozytenwert

  • Gestern habe ich das Ergebnis meiner Blutuntersuchung bekommen, die mir nun so richtig Angst macht:

    Mein Leukozytenwert hat sich verschlechtert auf 3584 ! ( vor 1 1/2 Jahren war es ein Wert von 6021)

    Mein Arzt meinte dazu, ich soll mich jetzt nicht verrückt machen, wir kontrollieren das in 3 Monaten wieder.

    Nachdem mein Vater an Leukämie verstorben ist, ist das für mich jetzt natürlich ein ziemlicher Hammer. Ich hatte schon immer etwas Probleme mit meinem Blut (Eisenmangel) aber das jetzt?

    Ich wollte von ihm wissen, was ich jetzt tun kann - er meinte nur: Nichts!


    Ich hab jetzt richtig Angst!

  • Hallo Elisa,

    bei einer Leukämie sind die Leukozytenwerte eher erhöht als zu niedrig. Aus diesem Grund hat auch dein Arzt keine Veranlassung gesehen, Maßnahmen zu ergreifen. Bei erhöhten Werten sollte man sich schon eher Gedanken machen.

    Es liegt offensichtlich kein Grund zur Besorgnis vor.

    Liebe Grüße

    Bernd

    „Sage mir, was du isst, und ich sage dir, wer du bist.“ (Jean Anthelme Brillat-Savarin)

  • Nichts? Finde ich jetzt etwas seltsam diese Aussage. Ein wenig Recht hat er aber dennoch, der Mindestwert für Leukozyten liegt bei 3.000 Stück pro Mikroliter Blut. So ganz schlecht ist Dein Wert also noch nicht. Allerdings liegen die Werte bei gesunden Menschen so zwischen 5.000 bis 10.000 Stück.

    Wichtig wäre jetzt allerdings zu erfahren, welche Art der weißen Blutkörperchen fehlt - Lymphozyten, Granulozyten oder die Monozyten.


    Bildet das Knochenmark zu wenig weiße Blutzellen, liegt meist ein Substratmangel vor. Vorwiegend fehlen dann Vitamin B12, Folsäure und auch Eisen. In solch einem Fall braucht der Betroffene dann keine großartige Therapie, ein Auffüllen der fehlenden Stoffe reicht im Normalfall dann schon aus.


    Es können allerdings auch Virenerkrankungen zu einem Mangel an Leukozyten führen, das wird dann im Normalfall aber über eine entsprechende Blutuntersuchung festgestellt

  • Hallo Bernd und Dirk,

    habt ganz herzlichen Dank für Eure Antworten. :*


    Zitat

    bei einer Leukämie sind die Leukozytenwerte eher erhöht als zu niedrig.

    Echt? Hab ich das von Dr. Google nun falsch verstanden? Ich hab natürlich nachgelesen... ob es immer gut ist, wer weiß?


    Zitat

    Es können allerdings auch Virenerkrankungen zu einem Mangel an Leukozyten führen, das wird dann im Normalfall aber über eine entsprechende Blutuntersuchung festgestellt


    In dieser Richtung ist nichts bei mir. Aber im Februar wird noch einmal ein großes Blutbild gemacht. Mein Artzt meinte, eine Kontrolle nach 3 Monaten reicht aus.


    Was sagt mir denn ein Ferritinwert von 123? Ist das auch bedenklich?


    Macht es Sinn, einfach mal zur "Vorbeugung Vit. B12 einzunehmen?


    Oh je... ich hab solche Panik...


    In meinem Kopf kreist nur noch der Gedanke: nun hat es mich auch mit dieser heimtückischen Krankheit erwischt.

    Das liest sich jetzt mit Sicherheit, also wäre ich so eine Psychotante, die alles schwarz sieht. Eigentlich bin ich nicht so, aber ich habe einfach Angst.

  • Du kannst selbstverständlich etwas prophylaktisch tun. Dazu zählt auch Vitamin B12 - so 500 bis 1.000 µg.

    Grundsätzlich sollte der Vitamin-D-Blutspiegel stimmen (ca. 80 ng/ml, eher etwas mehr), der Omega-3-Index bei 8 - 11 % liegen und zur Aktivierung der Mitochondrien 1 - 3 Gramm Curcumin (100 - 300 mg mizellares Curcumin).

    Das erachte ich als gute und machbare Krebsprophylaxe.


    Für die Psyche würde ich dir vorschlagen, einen Therapeuten aufzusuchen. Das kann auch ein Zellsymbiose-Therapeut sein, da auch dort die Psyche mit eingebunden ist und sie sich mit Krebsprophylaxe auskennen.

    „Sage mir, was du isst, und ich sage dir, wer du bist.“ (Jean Anthelme Brillat-Savarin)

  • Was sagt mir denn ein Ferritinwert von 123? Ist das auch bedenklich?


    Macht es Sinn, einfach mal zur "Vorbeugung Vit. B12 einzunehmen?

    Grundsätzlich sehe ich das wie Bernd, bei Leukämie übersteigt die Anzahl aller weißen Blutkörperchen die Werte von 20.000 bis 200.000 Leukozyten pro Mikroliter Blut. Da liegst Du ja "ein bißchen" drunter :)


    Für Frauen gilt ein Ferritin-Wert bis 120 mg/l als oberer Wert, ab einem Alter von 45 Jahren verschieben sich allerdings die Normwerte, sie steigen etwas an.


    Und zum Vitamin B12: Ich bin kein Freund von Einzelaufnahme. Die B-Vitamine sind, wie alle Vitamine, Teamplayer, von daher ist ein Vitamin B-Komplex sicherlich sinnvoller.

  • Danke schön Bernd und Dirk.

    Ich bin jetzt tatsächlich etwas beruhigter.


    Zitat

    Grundsätzlich sollte der Vitamin-D-Blutspiegel stimmen (ca. 80 ng/ml, eher etwas mehr), der Omega-3-Index bei 8 - 11 % liegen und zur Aktivierung der Mitochondrien 1 - 3 Gramm Curcumin (100 - 300 mg mizellares Curcumin).


    Da habe ich leider gar keine aktuellen Werte. Bei dieser Blutuntersuchung wurde tatsächlich nur 11 Werte bestimmt. Verg. Jahr wurde auch nur der Vitamin B12 Wert ermittelt ( lag bei 130 ) .


    Zitat

    Und zum Vitamin B12: Ich bin kein Freund von Einzelaufnahme. Die B-Vitamine sind, wie alle Vitamine, Teamplayer, von daher ist ein Vitamin B-Komplex sicherlich sinnvoller.


    Ich bestelle gerne bei Dr. Jacobs. Sind diese Präparate dort empfehlenswert?

  • Na ja - ich umschreibe es jetzt mal so:


    Das Vitamin B-Komplex-Produkt von Dr. Jacobs enthält (abwertend) neben pflanzlichen Magnesiumsalzen als Trennmittel das Vitam B12 in Form des Cyano-Cobalamins.

    Viele Massen-Hersteller verwenden in ihren Präparaten B12 in Form von Cyanocobalamin. Das ist zwar günstig in der Herstellung, muss vom Körper aber in mehreren Schritten aufwendig in eine verfügbare Form umgewandelt werden. Bei Cyanocobalamin handelt es sich zudem um eine synthetische Form von Vitamin B12 , die in der Natur kaum vorkommt.

    Es gibt Kritiker, die es als problematisch ansehen, dass in Cyanocobalamin Cyanid (Blausäure) gebunden ist, das angeblich schädlich oder giftig sein soll. Egal, wie man zu dieser Aussage stehen mag, ist es auf jeden Fall sinnvoller, eine natürlich vorkommende und besser bioverfügbare Form des Vitamin B12 zu nutzen.

    Cyanocobalamin hat - bis auf den geringeren Preis - keine Vorteile gegenüber der besser verfügbaren Form Methylcobalamin.


    Was mich ein wenig auf die Palme bringt ist der Slogan von Dr. Jacobs "Natur-Warenhaus. Natürlich gesund". Augenwischerei, wie ich finde.

  • Ich stelle immer wieder fest, ich vertraue oft dem Falschen ( hier Dr. Jacobs).

    Als Laie kennt man sich nicht aus und glaubt, das könnte alles gut sein.

    Ich bin immer wieder fasziniert, welches Wissen hier im Forum bei vielen von Euch vorhanden ist.


    Aber gibt es ein Präparat, das ich mit gutem Gefühl nehmen kann?

  • Zitat

    Es können allerdings auch Virenerkrankungen zu einem Mangel an Leukozyten führen, das wird dann im Normalfall aber über eine entsprechende Blutuntersuchung festgestellt

    Ich habe heute nochmal mit meinem Hausarzt telefoniert, das Ganze hat mich doch sehr beunruhigt. Er hat mir das auch noch einmal erklärt, daß evtl. ein Virus - den ich selber nicht unbedingt bemerkt haben muß - Schuld an diesen Werten sein kann. Deshalb die nächste Blutkontrolle dann im Februar.


    Ich war der Meinung, einen Virus bemerkt man doch selber auch. Deshalb meine Antwort auf Dirks Hinweis, daß in dieser Richtung nichts bei mir ist.


    Ich werde heute Abend mal nutzen, um Eure Empfehlungen durchzuarbeiten und mir (hoffentlich) die richtigen Präparate bestellen.


    Nochmal ganz herzlichen Dank an Bernd und Dirk für Eure Hilfe und Unterstützung. <3

  • Ich habe heute nochmal mit meinem Hausarzt telefoniert, das Ganze hat mich doch sehr beunruhigt. Er hat mir das auch noch einmal erklärt, daß evtl. ein Virus - den ich selber nicht unbedingt bemerkt haben muß - Schuld an diesen Werten sein kann. Deshalb die nächste Blutkontrolle dann im Februar.


    Ich war der Meinung, einen Virus bemerkt man doch selber auch. Deshalb meine Antwort auf Dirks Hinweis, daß in dieser Richtung nichts bei mir ist.

    Wieso hat Dich die Aussage Deines Arztes denn beunruhigt? Du warst doch nervös wegen eventueller Leukämiegefahr und der Arzt erzählt Dir jetzt etwas über einen Virus. Klingt doch schon mal positiver als Leukämie, oder nicht?


    Und nein - Du musst nicht zwingend eine Viruserkrankung bemerken. Als Beispiel könnte hier eine Hepatitis E-Erkrankung gelten, deren Verlauf dermaßen mild ist, dass der Betroffene oftmals nichts bemerkt. Und dann haben wir im Bereich "Impfen" über die so genannte stille Feiung geschrieben. Auch stumme Infektion genannt. Hierbei infiziert sich der Mensch mit einem Erreger, bemerkt jedoch die Infektion wegen des asymptomatischen Verlaufs nicht.

  • Eine Impfung hatte ich die verg. 15 Jahre nicht - daran kann es also nicht liegen.

    Doch scheinbar gibt es auch hier wieder total viele Möglichkeiten, was die Ursache sein kann.


    Langsam komme ich mir schon vor wie ein Hypochonder...oder ich sehe einfach generell alles schwarz.

  • Das ist aber trotzdem sehr interessant, was man sich bei einer Impfung eigentlich alles "holen" kann. Daran denken wohl die Wenigsten.

    Nochmal nee, Elisa.:)

    Sicher kann man sich bei einer Impfung alles Erdenkliche an Schadstoffen einverleiben, sicherlich auch die Erkrankung, gegen die die Impfung eigentlich schützen soll. Beispiele dazu gibt´s ja genug.


    Den Hinweis mit der Thematik Impfen hatte ich aber nur angebracht, weil wir innerhalb dieses Themas auch über die stille Feiung geschrieben hatten. Die stille Feiung ist keine Nebenwirkung des Impfens.

    (Ich glaube, ich hatte zu Masern über diese stille Feiung geschrieben)