Magnesiumöl

  • 3,3g magnesiumchlorid auf 100ml Wasser- hilft mir hervorangend gegen Verspannungen.

    Bei solchen Aussagen bin ich regelmäßig verblüfft, dürfte das Magnesium doch eigentlich gar nicht durch die Haut wandern, da diese lipophil ist. Soll heißen, nur fettlösliche Stoffe wandern komplett durch die Haut bis in die Blutbahn. Daher sind beispielsweise Schmerzpflaster auf lipophiler Basis aufgebaut. Ebenfalls auch Nikotinpflaster. Schmerzpflaster enthalten beispielsweise deswegen einen Bestandteil auf Rizinusöl-Basis.

  • Mineralsalze wie Magnesiumchlorid zerfallen in einer wässrigen Lösung in elektrisch geladene Teilchen, die sogenannten Ionen. Metallionen, wie die von Magnesium, sind wasser- und nicht fettlöslich: Ein wichtiger Fakt für die Tatsache, dass Magnesiumionen nicht über die Haut in das Körperinnere gelangen können.


    Für diese Entdeckung bekam Prof. Dr. Roderick MacKinnon 2003 den Nobelpreis für Medizin und Physiologie. Er konnte mit seiner Arbeit nachweisen, wie Ionen in den Körper gelangen. Nach seiner Beobachtung können wasserlösliche Stoffe ausschließlich entlang von Proteinkanälen die Haut durchdringen. Aber - diese Kanäle existieren nicht in den äußeren Hautschichten, Ionen bleiben daher in der Epidermis, der Oberhaut, binden sich dort dann an Keratinozyten und entfalten lediglich eine oberflächige Wirkung.


    Kann man auch aus logischen Gründen nachvollziehen - wenn man sich nämlich das Tote Meer ansieht. Dort baden regelmäßig Menschen, die seltsamerweise aber nicht sterben. Immerhin enthält das Wasser im Toten Meer gut 37% Kaliumchlorid. Würden nun Kalium-Ionen durch die Haut wandern, hätten die Badenden reihenweise einen Herzkasper, kein Mensch würde auch nur noch einen Fuß ins Tote Meer setzen.

  • Mineralsalze wie Magnesiumchlorid zerfallen in einer wässrigen Lösung in elektrisch geladene Teilchen, die sogenannten Ionen. Metallionen, wie die von Magnesium, sind wasser- und nicht fettlöslich: Ein wichtiger Fakt für die Tatsache, dass Magnesiumionen nicht über die Haut in das Körperinnere gelangen können.


    Für diese Entdeckung bekam Prof. Dr. Roderick MacKinnon 2003 den Nobelpreis für Medizin und Physiologie. Er konnte mit seiner Arbeit nachweisen, wie Ionen in den Körper gelangen. Nach seiner Beobachtung können wasserlösliche Stoffe ausschließlich entlang von Proteinkanälen die Haut durchdringen. Aber - diese Kanäle existieren nicht in den äußeren Hautschichten, Ionen bleiben daher in der Epidermis, der Oberhaut, binden sich dort dann an Keratinozyten und entfalten lediglich eine oberflächige Wirkung.


    Kann man auch aus logischen Gründen nachvollziehen - wenn man sich nämlich das Tote Meer ansieht. Dort baden regelmäßig Menschen, die seltsamerweise aber nicht sterben. Immerhin enthält das Wasser im Toten Meer gut 37% Kaliumchlorid. Würden nun Kalium-Ionen durch die Haut wandern, hätten die Badenden reihenweise einen Herzkasper, kein Mensch würde auch nur noch einen Fuß ins Tote Meer setzen.


    Ja das stimmt wohl, für die Löslichkeit. Da es aber auch gerne an Fette bindet, könnte doch bei der Haut sogar ein weiterer verminderter Effekt eintreten, da es bindet, aber nicht diffundiert?

  • Magnesium bindet sich IM Körper an DNA, RNA und ATP, an Proteine und organische Säuren. Aufgenommen wird es IM Körper vor allem im Dünndarm, ein kleiner Teil im Dickdarm.

    Ca. 25 Gramm sind im Körper gespeichert. Mehr als fünfzig Prozent davon befinden sich in den Knochen, der Rest in Skelett- und Herzmuskulatur und in der Leber. Die restlichen fünf Prozent trudeln so durch die Körpergegend.

    Alkohol, sowie zu fette und zu eiweißreiche Kost behindern die Magnesiumaufnahme. Ein Mangel an den Vitaminen B1 und B6 und chronische Erkrankungen des Magen-Darm-Traktes stehen der Aufnahme ebenso im Weg.

  • Alkohol, sowie zu fette und zu eiweißreiche Kost behindern die Magnesiumaufnahme.

    Ist dies nicht ein Indiz dafür, dass es an Fette ad- bzw. absorbiert? An Alkohol binden gerne lipophile Stoffe. Fett ist klar. Proteine agieren als Emulgatoren. Da es an diese Stoffe bindet kann es nicht mehr aufgenommen werden. Demnach müsste aber ein unlöslicher Komplex entstehen denke ich.

  • Magnesium"öl" besteht aus Mangesiumchlorid und Wasser. Und ich hatte ja bewusst darauf hingewiesen, wie sich Magnesium IM Körper verhält, also nach oraler Aufnahme.


    Ist ein schwieriges Thema, daher ja auch meine "Verblüffung" nach Deinem Hinweis, dass es Dir bei Verspannungen geholfen hat.

  • 3,3g magnesiumchlorid auf 100ml Wasser

    war also zu wenig.



    Bei solchen Aussagen bin ich regelmäßig verblüfft, dürfte das Magnesium doch eigentlich gar nicht durch die Haut wandern, da diese lipophil ist. Soll heißen, nur fettlösliche Stoffe wandern komplett durch die Haut bis in die Blutbahn.

    funktioniert doch, mit DMSO, wie Hartmut Fischer im Video erklärt.

    35 g in 1 l destilliertem Wasser


    https://www.youtube.com/watch?v=LQXgzS5W25I



    Liebe Grüße

    Nora

  • Laut meinen Informationen soll Magnesiumöl transdermal sogar noch besser aufgenommen werden als oral, nämlich zu 100 %! Mit oder ohne DMSO.

    3,3g magnesiumchlorid auf 100ml Wasser

    Magnesiumöl ist eine gesättigte Lösung aus 31% Magnesiumchlorid und 69% Wasser. Ein Liter davon enthält 403g Magnesiumchlorid und 103g elementares Magnesium.

    Chloride regulieren im Körper den Flüssigkeitsstrom zwischen den Zellen, helfen das Säure- Basen- Gleichgewicht aufrechtzuerhalten, unterstützen die Entstehung und Weiterleitung von Nervenimpulsen und sind an der der Gewebespannung und Muskelarbeit beteiligt.


    Trägt man Magnesiumöl auf die Haut auf, bleibt ein salziger Film zurück, während die Magnesiumionen (Mgcl², Mg++, positiv geladene Ionen) über die Haut aufgenommen werden.

    Die Magnesiumaufnahme im Magen-Darm-Trakt ist deshalb nicht ganz so effizient weil Magnesium sehr reaktionsfreudig ist und in der Konkurrenz mit anderen Mineralstoffen häufig auf den letzten Platz verwiesen wird. Hohe Konzentrationen von Kalzium, Phosphor, Protein, Fett und ein Mangel an den Vitaminen B1 und B6 behindern die Resorption.

    Auch Alkohol, Phytinsäure, Tannine und Oxalsäure hemmen die Magnesiumaufnahme.

    Die Aufnahme über die Haut funktioniert umso besser, je sauberer die Haut ist (Schweiß oder Pflegeprodukte können sie reduzieren).

    Es gibt mehrere dokumentierte Fälle bei denen die Effizienz der Transdermalen Aufnahme nachgewiesen wurde: so soll sich nach einer 4-6- wöchigen Anwendung der Magnesiumspiegel normalisiert haben, bei oraler Aufnahme dauerte es doppelt so lange.

    Überdosierungen durch z.B. lange Meerbäder sind nicht zu befürchten ein Überschuss wird über den Stuhl, Harn und Schweiß ausgeschieden.