Diabetes Medikament Empeglaflozin

  • Hallo, kann jemand etwas über das Diabetes-Medikament Empeglaflozin sagen, überwiegen die Vorteile die Nachteile um Insulin zu vermeiden bei einem Wert der stets um 300 ist ? Es soll zusätzlich zu 1000 mg Metformin genommen werden.Es handelt sich um Altersdiabetes.

  • Newsletter für Vitalstoffe von René Gräber

  • Du könntest dir hier die Beipackzettel durchlesen, und selbst entscheiden


    https://www.gelbe-liste.de/wirkstoffe/Empagliflozin_52416


    https://www.gelbe-liste.de/wirkstoffe/Metformin_21943


    So wie ich das sehe, weicht man nun auf solche Sachen aus, weil das Insulin knapp wird, und nimmt dabei in Kauf, daß die Nieren geschädigt werden könnten, weswegen man gleichzeitig ein Medikament gegen diese Nebenwirkungen verabreicht.

    Bei Insulin stehen da weitaus weniger und ungefährlichere Nebenwirkungen im Beipackzettel.

    "Egoismus ist nicht, wenn ich so lebe wie ich es wünsche, sondern wenn ich von Anderen verlange so zu leben wie ich es wünsche" Oscar Wilde

  • Hallo Amsel. Ich habe keine Herzprobleme und keine Diabetes. Aber ich kann dir einige Informationen zu den beiden Medikamenten geben. Sehe es ähnlich wie Nelli.


    Es ist ein relativ neu zugelassenes Medikament.


    Die europäische Zulassung ist hier:

    Jardiance ist ein Arzneimittel, das zusammen mit Diät und Bewegung zur Behandlung von Erwachsenen angewendet wird, deren Typ-2-Diabetes nicht ausreichend kontrolliert ist. Es kann allein bei Patienten angewendet werden, die Metformin (eine andere Behandlung von Diabetes) nicht einnehmen können. Es kann auch als „Add-on“ zu anderen Arzneimitteln gegen Diabetes verwendet werden.

    Jardiance wird auch bei Erwachsenen zur Behandlung von Symptomen einer chronischen Herzinsuffizienz angewendet (eine Erkrankung, bei der das Herz das Blut nicht so gut durch den Körper pumpt, wie es sollte).

    Jardiance - European Medicines Agency
    Jardiance
    www.ema.europa.eu


    Nach Einschätzung der AkdÄ lässt sich aus den vorliegenden Daten allenfalls ein geringer Zusatznutzen ableiten. Gesamtmortalität und kardiovaskuläre Mortalität wurden durch Empagliflozin nicht beeinflusst. Hospitalisierungen aufgrund von Herzinsuffizienz wurden über den Behandlungszeitraum von 23 Monaten um absolut 3,2 % reduziert. Dieser Effekt ist aus Sicht der AkdÄ von eher geringer klinischer Relevanz, zumal die Anzahl der Gesamthospitalisierungen nicht signifikant reduziert wurde und keine Verbesserung von Lebensqualität und Gesundheitszustand gezeigt wurde.


    Als Kombinationstherapie:

    Fazit der AkdÄ* 2014

    Auf der Basis der vom pharmazeutischen Unternehmer vorgelegten Studiendaten stimmt die AkdÄ im Ergebnis dem IQWiG in der Bewertung des Zusatznutzens von Empagliflozin bei Fragestellung B1 (Empagliflozin + Metformin) zu: Zusatznutzen nicht belegt.

    *Über den Zusatznutzen beschließt der G-BA.

    Empagliflozin
    Handelsname: Jardiance®
    www.akdae.de

    Neu: https://www.akdae.de/fileadmin…2022-01-Empagliflozin.pdf

    Auch nicht wirklich überzeugend.


    Nicht über 75 Jahre einnehmen. Nicht wenn die Nieren, die Leber nicht in Ordnung sind. Regelmäßige Kontrolle. Usw.


    Auch Ernährung/Diät und Nahrungsmittel können Diabetes in Schach halten.

    Da ich es bewundere, kann ich nur sagen, dass James, einer der Mods bei symptome.ch, Diabetes2 hat und selbst sogar sehr lange Insulin gespritzt hatte. Durch eine Änderung der Ernährung hat er es dann schon vor etlichen Jahren soweit in den Griff bekommen, dass er auf Insulin verzichten kann.

    Das erfordert viel Disziplin und ist eine Umstellung, die sich viele nicht alleine trauen vorzunehmen. Es gibt auch Kliniken, in denen man eine solche Umstellung lernen kann.

    Bei frühzeitiger Nahrungsumstellung muss es erst gar nicht zu Diabetes 2 kommen. Wenn sie irreversibel entstanden ist, muss auch nach der Nahrungsumstellung und einem Leben ohne Insulin weiterhin eine Notfall-Spritze Insulin für alle Fälle zur Hand sein.

    https://www.symptome.ch/thread…es-2-ohne-insulin.142743/


    Aber man kann sicher auch so den Wert wesentlich verbessern, dass man weniger Medikamente benötigt.

    Dabei geht es um Beachtung des glykämischen Index. Man kann seine Werte wesentlichen verbessern, wenn man das Richtige isst.

    https://proxy.metager.de/jumk.…9ee45dab7f468d5385e8860b2


    Hier ist mir unbegreiflich, dass den Patienten in unseren Reha-Kliniken gesagt wird, ihr könnt ruhig alles essen und wenn es ein Stück Torte mehr ist, dann spitzt ihr halt mehr.


    Was auch helfen könnte, da es Einfluss auf Diabetes hat, weil ich gerade es in einem meiner alten Beiträge entdeckt habe:


    Curcumin statt Metformin?

    Curcumin kann bei Diabetes oder auch der Vorstufe von Diabetes hilfreich sein. In einer Studie aus 2009 zeigte sich in Zellstudien, dass Curcumin bei manchen Wirkmechanismen das 400- bis 100.000fache Potential von Metformin aufweist (6). Metformin ist ein Medikament, das man häufig bei Diabetes verschrieben bekommt. Es hemmt die Zuckeraufnahme aus dem Darm und auch die Glucoseneubildung in der Leber. Curcumin soll auf ganz ähnliche Weise den Blutzuckerspiegel senken können. Auch weiss man, dass Curcumin die langfristigen Folgeerkrankungen des Diabetes bessern kann.

    In einem Review von 2013 heisst es ferner, dass Curcumin in die Diabetestherapie integriert werden könnte, da der Stoff bei der Regulierung des Blutzuckerspiegels helfe.

    Und im Jahr 2012 stellte man fest, dass die Gabe von 1500 mg Curcumin pro Tag (über 9 Monate hinweg) das Risiko reduzierte, dass sich aus einer Diabetesvorstufe ein tatsächlicher Diabetes entwickelt.

    Quelle: https://www.zentrum-der-gesund…icht/curcumin-medikamente


    Granatapfel: Helicobacter pylori wird bekämpft (Auslöser für Magengeschwüre und -krebs), unterstützt die Leber und ihre Funktionen, senkt den Blutzuckerspiegel (hält Diabetes mellitus in Schach) und begrenzt die Schäden nach Schlaganfällen.

    Wenn gegen die ethischen Regeln des Nürnberger Kodex verstossen wird, indem man vorhandene wirksame Heilmittel, Medikamente und Vorsorgemaßnahmen unterdrückt, um ungeprüfte experimentelle gentechnische Substanzen verimpfen zu können, sind wir bei Alarmstufe Rot.

    2 Mal editiert, zuletzt von René Gräber ()

  • Vielen Dank für die ausführliche Antwort! Mit dem hochdosierten Kurkumin klingt gut, das werden wir ausprobieren und ich werde berichten!

  • Hallo,


    Curcumin mit Metformin zu vergleichen halte ich für unklug, insbesondere weil es über ganz andere Wirkungskomponenten fungiert. Curcumin hat auf die Bauchspeicheldrüsenfunktion (Pankreas) keinerlei Einfluss. Curcumin fungiert hier höchstens als "Gesundheitsfaktor" für Diabetiker.


    Eher vergleicht man Metformin mit dem natürlichen Stoff "Berberin".


    Was tatsächlich auf die Beta-Zellfunktion der Pankreas wirkt, ist L-Arginin (jeweils 2 x 5g täglich) in Kombination mit Citrullin, da Citrullin die Aufnahmefähigkeit begünstigt. Kombiniert man es nunmehr mit OPC, ist es der Gamechanger bei Diabetes. Ein B-Vitamine-Komplex um Serum-Homocystein zu reduzieren, ein Vitamin D3-NEM um ein Mangel an 25-OH-D3 auszugleichen - ist natürlich die Basis gegen jegliche Art von Diabetes, da Diabetes oft gezielt damit konfrontiert bzw. assoziiert ist.


    Viele sprechen immer über Curcumin und Hochdosis, ohne zu wissen, dass eine Hochdosis zu Unverträglichkeiten wie Diarrhoe (Reizdarm), Bauchschmerzen führt und antiprobiotisch wirken kann. Letztlich bleibt Curcumin ein COX-2-Prostaglandinhemmer. Das es wie ein "Antidiabetika" wirkt ist sehr weit ausgeholt und wird nicht den gewünschten Effekt erzielen.

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    Gesunde Grüße

    Medizin_Engel

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